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Überwölbter Erdringofen. Gegenstand der Erfindung ist ein überwölbter
Erdringofen, und zwar handelt es sich um eine weitere Ausbildung des Ofens nach
Patent 436773-Nachstehend ist der Ofen an Hand der Zeichnungen beschrieben Abb.
i ist eine Aufsicht bzw. Grundriß in Höhe A -A (Abb. 2) ; Abb. 2 ist ein Querschnitt
nach Linie a-a (Abb. i) ; Abb. 3 ist ein Querschnitt nach @ Linie b-b (Abb. i) ;
Abb. 4 ist ein Längsschnitt nach Linie c-c (Abb. i) ; Abb. 5 ist ein Längsschnitt
nach Linie d-d (Abb. i) ; Abb. 6 ist ein Längsschnitt nach Linie e-c (Abb. i).
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Der Ofen liegt mit seinem ganzen Bau in der Erde und hat Einsteiglöcher
F, S (Abb. 3). Die seitlichen Trockenanlagen T liegen parallel zum Ofen (Abb. i).
Der Ofen hat 28 Kammern. Für den Ofenzug sind zwei Ventilatoren vorgesehen, der
eine für Rauch-, der andere für Schmauchgase. Die in der Mitte des Ofens liegenden
Kanäle, Zugkanal a, Rauchkanal b,
Schmauchkanal c und Saugkanal d,
befinden sich zwischen zwei parallel liegenden massiven Wänden (Abb.2 und 3), die
gleichzeitig als Träger für die Dachkonstruktion verwendbar sind. In der massiven
Wand sind ferner die Abzugskanäle P für Rauch- und Schmauchwärme eingebaut (Abb.
2 und 5). Die die Kanäle a bis d
trennenden, aus porösen Steinen hergestellten
Böden sind in der Länge des Ofens auf drei Stellen unterbrochen (Abb.3 und 4). Diese
drei Unterbrechungen sind mit Klappen x versehen. Wenn die Feuerzone dem Ventilator
am nächsten liegt, sollen die Klappen x verhüten, daß die Gase gleich heiß auf dem
kürzesten Wege nach dem Ventilator i abziehen. Die Rauchgase werden viehmehr, durch
die geschlossenen Klappen gezwungen, von den Ventilatoren i lang durch die Kanäle
a und d gezogen, um den Rauchkanal b und den Schmauchkanal c in großer
Länge zu bestreichen. Dadurch wird die in den Kanälen b und c vorhandene Hitze wesentlich
gesteigert.
Der Ofen arbeitet mit unterem Rauchabzug. Die Rauchgase
gelangen zuerst in den Rauchfuchs e und gehen dann durch das Rauchventil in den
Saugkanal d (Abb. 3). Der Rauchfuchs e
ist mit einem Schamotteschieber
versehen; welcher durch Unterstellen eines Holzstückes geöffnet bleibt. Nach Abbrennen
des Holzstückes schließt sich der Schieber selbsttätig, und es wird ein unnötiges
Erwärmen des Kanals e wie auch des Rauchventils verhindert. Bei erfolgter Schließung
des Schamotteschiebers werden die Rauchventile weitergesetzt. Die Rauchgase aus
Saugkanal d gehen dann durch eine von den drei durch Klappen x abgesperrten Unterbrechungen
in den Zugkanal a (Abb. 4). Von hier aus werden die Rauchgase durch den Ventilator
i in den Rauchkanal b gedrückt. Die im Kanal b vorhandenen trockenen, heißen Rauchgase
werden für zwei Zwecke verwendet. Der erste Teil zum Schmauchen, der andere Teil
wird in das Vorfeuer geleitet. Zu beiden Seiten in der Kanalwand liegen für die
Kanäle b und c die eingebauten Rauch- und Hitzeabzugskanäle p (Abb. 2 und 3). Kanal
P steht mit Kanal lz in Verbindung und dieser wieder mit den Schüttlöchern g (Abb.
2). Vor Eintritt des Kanals P in den Kanal h ist ein Schamotteschieber l eingebaut,
um die Wärme abzusperren, wenn ein Kanal außer Tätigkeit ist (Abb. 2). Sollten sich
im Rauchkanal b zu viel Rauchgase sammeln, so können dieselben durch eine sich bei
Überdruck selbstöffnende Rauchklappe i in den am Ende des Ofens stehenden kleinen
Schornstein geleitet werden (Abb.4).
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Es werden zwei Kammern f zugleich geschmaucht. Die erste Kammer schmaucht
mit der Abzugswärme aus den abkühlenden Kammern, und zwar wird hierzu der Sehamotteschieber
l geöffnet. Die Abzugswärme gelangt durch die Schüttlöcher g in den Kanal h und
p, der mit Deckeln o abgeschlossen ist, welche während des Schmauchens abgenommen
werden (Abb. 2 und 5). In dem Schmauchkanal c befinden sich Schieber v, die die
Wärme nach Belieben absperren (Abb.6). Die Luft im Schmauchkaual c wird von den
Rauchgasen, die im Kanal b und d sind, bestrichen und noch mehr erhitzt.
Die warme Luft wird von dem zweiten Ventilator angesaugt. Die warme Luft im Kanal
c wird durch Entfernen der Deckel o in den Kanal P und dann nach Ka nal h und durch
die Schüttlöcher g nach den zu schmauchenden Kammern f geleitet (Abb. 2 und 3).
Die zweite Schmauchkammer wird genau so gehandhabt wie die erste. Es werden nur
noch die trockenen, heißen Rauchgase hinzugesetzt aus Kanal b, wozu Deckel
n abgehoben wird, so daß der Einsatz äußerst hoch erwärmt wird.
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In den Außenseiten der Kammern befinden sich zwei Abzugsfüchse y,
welche mit Schamotteschiebern versehen sind (Abb. i). Während des Schmauchens sind
die Schieber durch Unterstellen eines Holzstücks geöffnet. Die Schamotteschieber
schließen sich beim Verbrennen des Holzstücks selbsttätig, damit das Feuer den Abzugsschacht
s nicht unnötig erwärmt. Die Schmauchgase gehen auf dem kürzesten Wege durch die
Abzugsfüchse y, die in den Abzugsschacht s münden (Abb. i). Durch Ziehen der Schmauchglocke
t gelangen die Schmauchgase in den Kanal u, der um den ganzen Ofen geht (Abb. 2
und 3). Im Kanal u sind Blechschieber vorgesehen, die den Zug abschließen. Die Schmauchgase
im Kanal u gehen durch den Ventilator 2, und dieser drückt sie noch heiß in die
künstlichen Trockenanlagen (Abb. i). Für jede Schüttlochreihe zu beiden Seiten des
Ofens ist je ein Kanal p in der Kanalwand eingebaut (Abb. i und 2). Die Eingriffslöcher
w sind verschließbar und führen zu den Abzugskanälen P, die mit Deckeln n und o
versehen sind. Jeder Kanal ist mit einem Einsteigloch Z für Ausbesserungen versehen
(Abb. 6). Der Kanal c ist in der Mitte durch eine Wand getrennt (Abb.2).
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Mit der neuen Anordnung wird ein sparsamer Brennstoffverbrauch erzielt.
Der Ofen eignet sich für Massenfabrikation.