DE445839C - Parallelschaltung zweier oder mehrerer UEberrueckkopplungen - Google Patents
Parallelschaltung zweier oder mehrerer UEberrueckkopplungenInfo
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- DE445839C DE445839C DEC36049D DEC0036049D DE445839C DE 445839 C DE445839 C DE 445839C DE C36049 D DEC36049 D DE C36049D DE C0036049 D DEC0036049 D DE C0036049D DE 445839 C DE445839 C DE 445839C
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- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03D—DEMODULATION OR TRANSFERENCE OF MODULATION FROM ONE CARRIER TO ANOTHER
- H03D11/00—Super-regenerative demodulator circuits
- H03D11/02—Super-regenerative demodulator circuits for amplitude-modulated oscillations
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- Power Engineering (AREA)
- Combined Devices Of Dampers And Springs (AREA)
Description
Die einfache, bisher bekannte Überrückkopplung, angewandt in der Telegraphie und
Telephonie mittels Hochfrequenz, erzielt außerordentlich große Reichweiten durch Vereinigung
eines sehr stark rückgekoppelten Hochfrequenzröhrenkreises mit einer Hilfsfrequenz-Wechselstromquelle.
Die Hilfsfrequenz wird der Hochfrequenz im Überrückkopplungskreis überlagert.
ίο Die Arbeitsweise ist folgende: Die Hilfsfrequenz
verändert dauernd in ihrem eigenen Tempo den resultierenden Widerstand, also die
Dämpfung des überrückgekoppelten Hochfrequenzgitterkreises von negativen zu positiven
Werten und umgekehrt. Während der ersten Halbschwingung der Hilfsfrequenz sei z. B. die
Dämpfung des Gitterkreises stark negativ; minimale Impulse, beispielsweise die mittels der
Antenne dem überrückgekoppelten Gitterkreis aufgedrückten Hochfrequenzschwingungen eines
fernen Senders, werden als freie Schwingungen bis zu einem Maximum, das von der Stärke des
Impulses und von der Dauer der negativen Dämpfung abhängt, aufgeschaukelt. Man kann also bereits mittels der bisher bekannten
Überriickkopplungsschaltungen mit einem Empfänger von zeitweilig negativer
Dämpfung arbeiten. Ehe jedoch im allgemeinen in diesen Überrückkopplungen die Sättigung
durch die sich aufschaukelnde Eigenschwingung erreicht oder gar überschritten wird, bringt die
zweite Halbschwingung der obenerwähnten Hilfsfrequenz die Dämpfung des Gitterkreises
auf positive Werte. Infolge der nun vorhandenen positiven Dämpfung klingt sofort die
ausgelöste, freie Schwingung ab. Dieser Vorgang wiederholt sich dauernd (um 20 ooomal in
der Sekunde). Die Hilfsfrequenz reproduziert also in jeder Periode einmal den überempfindliehen
Zustand der negativen Dämpfung im überrückgekoppelten Empfangskreis. Die Frequenz
der Hilfsschwingung ist jedoch im Inter- ' esse der Verstärkung an ein bestimmtes Größengebiet
gebunden, welches noch im Hörbereich liegt. Dadurch ist die Hilfsfrequenz als ein
störender, hoher, konstanter Zischton allem Empfang überlagert; bei einer Hilfsfrequenz
über dem Hörbereich wird die Verstärkung bedeutend schlechter. Auch Aussieben einer
Hilfsfrequenz innerhalb des Hörbereichs ergibt keine vollkommen reine Wiedergabe des Empfanges,
da dieser nur als pulsierende Niederfrequenzenergie durch das Ohr empfunden wird.
Die Wirkung dieser einfachen Überrückkopplung ist der Arbeitsweise eines Einzylindermotors
vergleichbar, der ebenfalls stoßweisen Antrieb liefert.
Da die Verstärkung jeder Überrückkopplung mit der JEmission der überrückgekoppelten
Röhre wächst, konnte man die Verstärkung und damit die Reichweite bisher dadurch erhöhen,
daß man zwei oder noch mehr Röhren einfach parallel schaltete.
Eine derartige Parallelschaltung mehrerer Röhren bietet aber darüber hinaus noch die
Möglichkeit, einen klangreineren Empfang ohne störenden Zischton durch Befreiung der Niederfrequenz
von der Hilfsfrequenz zu erreichen, und zwar durch die Übertragung des aus dem Motorbau
bekannten Gedankens der Mehrzylindermaschinen in die Hochfrequenztechnik.
Dieser Gedanke, auf dem die Erfindung beruht, besteht darin, daß die Arbeitstakte der
einzelnen: n = 2, n = 3, n=4 oder noch mehr gleichen, parallel zueinander arbeitenden, überrückgekoppelten
Hochfrequenzröhrenkreise möglichst gleichmäßig über eine Periode der Hilfsfrequenz
verteilt werden.
Die steuernden Hilfsfrequenzwechselspannungen
oder -ströme müssen also bei η überrückgekoppelten Hochfrequenzröhrenkreisen möglichst
genau um 2 π/τι gegeneinander in der Phase verschoben sein.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt auf rein elektrischem Wege, könnte jedoch auch durch
Hilfsfrequenzdynamos von hoher Pol- und Tourenzahl erreicht werden. Zwei Hilfsfrequenzkreise,
die durch einen Hilfsfrequenzgenerator, etwa eine Röhre, gespeist werden, wirken als
»Steuerkreise«. Die Steuerkreise sind Kombinationen von Induktivitäten, Kapazitäten und
Ohmschen Widerständen. Die einzelnen Steuerteilspannungen sind also Wirk- oder Blindspannungen
oder deren Kombinationen; sie müssen neben dem bestimmten Phasenabstand gegeneinander bei Verwendung gleicher Röhren
auch die gleiche Größe untereinander einhalten. In Abb. i, die ein derartiges System mit zwei
überrückgekoppelten Röhren, also einer An-Ordnung, die einer Zweizylindermaschine entspricht,
darstellt, sind C2, L2 die beiden um
180 ° gegeneinander phasenverschobenen Steuerkreise. Um bei geringer Leistung des Hilfsfrequenzgenerators
die notwendigen Steuerspannungen und zugleich möglichst reine Hilfsfrequenzsinusschwingungen
zu erhalten, sind hier die beiden Steuerkreise C2, L« fest auf die
Hilfsfrequenz abgestimmt. Hochfrequenz und Gittergleichstrom finden keine nennenswerten
Widerstände.
Um auch die Arbeitstakte bei der Anwendung von drei oder vier überrückgekoppelten Röhrenkreisen,
also bei Systemen, die den Drei- oder Vierzylindermaschinen entsprechen, gleichmäßig
über eine Periode der Hilfsfrequenz zu verteilen, müssen entsprechend drei steuernde,
ίο je um 120 ° bzw. vier steuernde, je um 90 ° gegeneinander
phasenverschobene Hilfsfrequenzspannungen erzeugt werden. Im Steuerkreis der Dreiröhrenanordnung (Abb. 2) kann der eine der
beiden steuernden Hilfsfrequenzspannungsvektoren, der in dem einen Hilfsfrequenzresonanz-
_. kreis C2, X2 der Zweiröhrenanordnung auftrat,
wieder verwendet werden. Der andere, um 180 ° gegen ihn phasenverschobene Spannungsvektor muß hier in zwei Komponenten, also
Teilspannungen zerlegt werden, die gegeneinander und gegen den ersten Spannungsvektor
einen Phasenabstand von je 120 ° haben. Dasselbe erreicht man außerdem, wie in Abb. 2 ausgeführt,
folgendermaßen. Die erste Hilfsröhre erzeugt die Hilfsfrequenz selbst; die beiden folgenden
(2 und 3) Hilfsröhren liegen mit ihren Gittern je an einer der um 90 ° gegeneinander
phasenverschobenen Wirk- und Blindspannungen I · R und I\wC. In ihren beiden Anodenkreisen
entsteht ein Zweiphasenstrom. Mittels der bei Sc dargestellten sogenannten Scottschen Schaltung
wird dieser Zweiphasenstrom in Drehspannungen derselben Frequenz verwandelt.
Entsprechend läßt sich eine Vierröhrenüberrückkopplung (Abb. 3) nach dem Prinzip der zwei Steuerkreise ausführen. Jeder Steuerkreis muß zwei gegeneinander um 90 ° in der Phase verschobene Hilfsfrequenzteilspannungen erzeugen.
Entsprechend läßt sich eine Vierröhrenüberrückkopplung (Abb. 3) nach dem Prinzip der zwei Steuerkreise ausführen. Jeder Steuerkreis muß zwei gegeneinander um 90 ° in der Phase verschobene Hilfsfrequenzteilspannungen erzeugen.
Das »Vierzylinderoszillogramm, die Arbeitsweise einer Anordnung von vier überrückgekoppelten
Hochfrequenzkreisen/zeigt die zweckmäßige Verteilung der η = 4 Arbeitstakte.
Die empfangene, eingezeichnete Hochfrequenzschwingung von beispielsweise »linear abfallender
Amplitude« (Abb. 4) wird ebenso, nur verstärkt wiedererhalten. Der eingezeichnete Pfeil oben
bedeutet Zuschaltung der Empfangshochfrequenz. Die Beachtung des Ordinatenmaßstabes
ist nicht immer erfolgt; in den Gitter- und Anodenkreisen sind etwa gleiche Amplituden
gesetzt.
Bei der Zusammenfassung der n-Anodenleistungen zu gleichmäßigem Empfang bildet
sich bei reinen Hilfsfrequenzsinusschwingungen und η gleichen Zylindern die η-fache Frequenz
der Hilfsschwingung aus, jedoch mit einem Bruchteil der Hilfsfrequenzamplitude. Die
Hilfsfrequenz selbst verschwindet also für das Ohr. Man kann daher, da die Verstärkung bei
Abnahme der Hilfsfrequenz unverhältnismäßig wächst, durch Erniedrigung der jetzt unhörbaren
Hilfsfrequenz so lange die Verstärkung noch bedeutend erhöhen, bis die η-fache Frequenz
der nun verlangsamten Hilfsschwingung mit schwacher Amplitude störend in den Hörbereich
tritt.
Bei η parallelen, überrückgekoppelten Hochfrequenzröhrenkreisen
wird nach obigen Darlegungen der überempfindliche Zustand der negativen
Dämpfung in jeder Röhre während einer Periode der Hilfsfrequenz einmal, also in jeder Sekunde: η · γ η nacheinander reproduziert,
wenn γ η die Hilfsfrequenz bedeutet. Die bisher bekannten einfachen Überrückkopplungsschaltungen
arbeiten sämtlich mit abwechselnd positiver und negativer Dämpfung im Gitterkreis. Die nach dem Prinzip der Mehrzylindermaschinen
arbeitende Gesamtanordnung soll im Gegensatz zu ihnen dauernd, mindestens mit einer negativen Dämpfung arbeiten, so daß
also stets mindestens eine Teilanordnung sich in dem überempfindlichen Empfangszustand befindet.
Das Abklingen jedes einzelnen, überrückgekoppelten Hochfrequenzkreises während jeder
zweiten Halbschwingung seiner Hilfsfrequenz ersetzt die für Schnelltelegraphie und für TeIephonie
notwendige positive Dämpfung.
Den bisher bekannten einfachen, also »einzylindrigen« Überrückkopplungen kann man je
nach der Gittervorspannung und der Anodenspannung entweder verstärkte Hochfrequenzenergie
oder, z. B. bei Telephonie, direkt die Niederfrequenz entnehmen. Entsprechend kann
man der »Mehrzylinderüberrückkopplung« Hochoder Niederfrequenz entnehmen, je nach Wahl
des Arbeitspunktes auf der Röhrencharakteristik in allen n-Überrückkopplungen.
Die Steuerkreise dieser Mehrzylinderüberrückkopplung können ebenso wie in der normalen
Armstrangüberrückkopplung sowohl eine periodische Veränderung der positiven Dämpfung
als auch der negativen Dämpfung verursachen; auch eine gleichzeitige, sinngemäße Veränderung
beider Dämpfungen ist möglich.
Claims (1)
- Patentanspruch:Parallelschaltung zweier oder mehrerer Überrückkopplungen nach dem aus dem Motorbau bekannten Mehrzylindergedanken, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere parallele, überrückgekoppelte Hochfrequenzröhrenkreise im Tempo einer Hilfsfrequenz abwechselnd arbeiten bzw. abwechselnd ruhen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC36049D DE445839C (de) | Parallelschaltung zweier oder mehrerer UEberrueckkopplungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC36049D DE445839C (de) | Parallelschaltung zweier oder mehrerer UEberrueckkopplungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE445839C true DE445839C (de) | 1927-06-18 |
Family
ID=7022120
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC36049D Expired DE445839C (de) | Parallelschaltung zweier oder mehrerer UEberrueckkopplungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE445839C (de) |
-
0
- DE DEC36049D patent/DE445839C/de not_active Expired
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