DE445760C - Armierte Stromleitung - Google Patents
Armierte StromleitungInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B11/00—Communication cables or conductors
- H01B11/02—Cables with twisted pairs or quads
- H01B11/12—Arrangements for exhibiting specific transmission characteristics
- H01B11/14—Continuously inductively loaded cables, e.g. Krarup cables
Landscapes
- Insulated Conductors (AREA)
Description
- Armierte Stromleitung. Bekanntlich werden, insbesondere zu Fernsprech- und Telegraphiezwecken, zur Erhöhung der Selbstinduktion und zur Beseitigung des störenden Einflusses der Leitungskapazität entweder in gewissen Abständen Pupinspulen in die Leitung eingeschaltet oder es wird der Leiter mit einer Umspinnung von Eisendrähten (bei den Krarupadern) oder auch mit einem elektrisch niedergeschlagenen Überzug versehen.
- Diese Verstärkermethoden weisen jedoch gewisse Mängel auf. Das Pupinsystem ist sehr kompliziert und deshalb teuer. Bei den Krarupadern bewirken bei der Erregung die zwischen den einzelnen Spinndrähten vorhandenen Luftschichten elektrische Widerstände, die zur Schwächung der magnetischen Felder in den einzelnen Phasen der Leitung führen, wodurch der Wirkungsgrad beeinträchtigt wird.
- Gleichen Nachteil weisen die mit Elektrolytmetall überzogenen Leiter auf. Es liegt im Wesen der Herstellung, daß der Niederschlag stark porös ist. Selbst wenn man versuchen würde, den galvanisch niedergeschlagenen Überzug durch Ziehen o. dgl. zu verdichten, so würden die Poren doch nicht verschwinden. Sie würden zwar mikroskopisch klein werden, ihre schädliche Wirkung jedoch nicht verlieren. Abgesehen hiervon wird ein galvanischer Niederschlag leicht zerstört und bedarf umständlicher und kostspieliger Schutzmaßnahmen. Gemäß der Erfindung wird die Erhöhung des Wirkungsgrades der Leitung dadurch erreicht, daß die aus gut leitfähigem Stoff bestehende Seele von einem mechanisch aufgebrachten, allseitig schließenden, zwischenraumlosen Mantel aus paramagnetischem Metall besteht, und zwar am besten aus reinem, weichem, gasfreiem, gut ausgeglühtem Eisen, wobei Leiter und zwischenraumloser Mantel nicht -durch eine Isolation voneinander getrennt sind.
- Es wird durch einen derartigen Mantel die Induktivität der Leitungen weit mehr erhöht, als dies durch eine Umspinnung mit Draht möglich ist, wegen der hierbei unvermeidlichen Luftzwischenräume. In der Telephonie kann die Anzahl der Pupinspulen verringert werden.
- Ein möglichst guter Wirkungsgrad der Leitungen wird erzielt, wenn die Wandstärke des Mantels auf den Durchmesser der Seele in günstigem Verhältnis abgestimmt ist; die Erhöhung des Wirkungsgrades oder der Induktivität läßt sich durch Messungen leicht feststellen, also auch das günstigste Verhältnis zwischen Querschnitt des Leiters und Wandstärke des Mantels. Außerdem werden die besten Ergebnisse erzielt, wenn der Mantel aus weichem, reinem, gasfreiem Eisen besteht und nach dem Herstellungsprozeß, z. B. Ziehen oder Walzen, gut ausgeglüht worden ist; letzteres geschieht, damit die Permeabilität des Eisens stets ihren höchsten Wert erreicht. Mit einem derartigen Eisenmantel armierte Telephon- oder Telegraphenfreileitungen sind, im Vergleich mit dem 1'üpin- und Krarupsystem, einfacher und billiger herzustellen; sie vertragen infölge der erhöhten Festigkeit größere Spannweiten. Es weisen daher die Anlagen als Vorzug auch dadurch eine Verbilligung auf. Dies trifft auch zu, wenn solche Leitungen für Starkstromleitungen der Überlandzentralen oder als Kraftleitungen für Eisenbahnen, Straßenbahnen und -Elektrohängebahnen Verwendung finden, wo gleichzeitig der Mantel gegen Verschleiß schützt.
- Die Herstellung der erfindungsgemäß ausgerüsteten Leitungen erfolgt dadurch, daß ein nahtloses Rohr aus dem für den Mantel vorgesehenen Stoff mit gutleitendem Metall gefüllt und das Ganze dann auf die gewünschten Maße gezogen oder gewalzt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Armierte Stromleitung, dadurch gekennzeichnet, daß die aus gut leitfähigem Stoff bestehende Seele von einem mechanisch aufgebrachten, allseitig schließenden, zwischenraumlosen Mantel umgeben ist, der aus Eisen besteht, und zwar am besten aus reinem, weichem, gasfreiem, gut ausgeglühtem Eisen. z. Verfahren zur Herstellung armierter Stromleitungen gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung des Mantels ein nahtloses Rohr dient, das zur Bildung der Seele mit gutleitendem Metall in an sich bekannter Weise gefüllt, das Ganze dann auf die gewünschten Maße kalt gezogen und gut ausgeglüht wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED41699D DE445760C (de) | 1922-05-09 | 1922-05-09 | Armierte Stromleitung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DED41699D DE445760C (de) | 1922-05-09 | 1922-05-09 | Armierte Stromleitung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE445760C true DE445760C (de) | 1928-04-04 |
Family
ID=7046267
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED41699D Expired DE445760C (de) | 1922-05-09 | 1922-05-09 | Armierte Stromleitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE445760C (de) |
-
1922
- 1922-05-09 DE DED41699D patent/DE445760C/de not_active Expired
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