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Einrichtung für Tiefenbestrahlung mit Röntgenstrahlen. Es ist eine
Einrichtung für Tiefenbestrahlung mit Röntgenstrahlen vorgeschlagen worden, die
durch Einschluß der Röntgenröhre und der Zuleitungen in einer strahlen- und möglichst
gasdichten, an der Trennwand zwischen Behandlungs- und Generatorraum angeordneten
Kammer einen vollständigen Schutz gegen die schädliche Strahlung 'des Röntgenrohres
sowie gegen ein Überschlagen der Hochspannung zum Körper des Patienten oder des
Personals bietet und die eine völlige Abführung der nitrosen Gase und eine Trennung
der damit gefüllten Räume von dein Behandlungsraum bewirkt.
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Die Erfindung betrifft eine Weiterbildung derartiger Einrichtungen,
die den Zweck verfolgt, den von der Röhrenkammer eingenommenen Raum auf ein Mindestmaß
zu beschränken und dadurch besonders die Zugänglichkeit des Patienten für den behandelnden
Arzt zu erhöhen. Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die die Röhre
und die Anschlußleitungen enthaltende Kammer mit Öl gefüllt ist. Infolge der bedeutend
erhöhten Isolationsfähigkeit können sämtliche Abmessungen der Kammer verringert
werden.
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Die Ölisolation von Röntgenröhren sowie die damit erreichbare Verkleinerung
der Röhrenlänge sind bekannt. Neu ist demgegenüber die Anwendung dieser Isolation
für sämtliche gemäß dem Hauptpatent in dem Behandlungsraum liegenden Teile.
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In den Abbildungen sind zwei Ausführungsbeispiele des Gegenstandes
der Erfindung dargestellt. Eines davon ist in Abb. i in wagerechtem Schnitt, in
Abb. 2 in Seitenansicht und in Abb.3 in Vorderansicht gezeigt. Es ist der Behandlungsraum
B von dem Generatorraum durch eine Wand i getrennt. In dieser Wand sind wagerecht
nebeneinander zwei Hohlstutzen 2 in Gestalt eines mit Blei überzogenen Eisengestelles
befestigt, die an ihrem im Behandlungsraum B gelegenen Ende sich an ein im wesentlichen
zylindrisches Gehäuse 3 für die Rö ntgepröhre q. anschließen. Innerhalb der Stutzen
2 sind die Zuführungsleitungen 5 für die Röhre angeordnet, die an dem im Generatorraum
G liegenden Teil der Stutzen durch Isolatoren 7 geführt sind, an die die Hochspannungsleitungen
der Anlage zur Erzeugung des Röhrenstromes angeschlossen sind. Die Röntgenröhre
q. ist mit ihren Enden an hakenförmige Teile der als Zuleitung dienenden Metallstäbe
5 befestigt. Das die Röhre umgebende Gehäuse ist nahe bei den Enden an der Oberseite
durch zwei Deckel g verschlossen, bei deren Abnahme die Röhre ausgewechselt werden
kann.
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In dem ebenfalls aus Blei mit entsprechenden Versteifungen gefertigten
Gehäuse 3 ist an der Unterseite ein Schlitz 8 angebracht, der flüssigkeitsdicht
mittels eines für Röntgenstrahlen durchlässigen Materials abgedeckt ist. Um das
Gehäuse ist an der Stelle, wo sich der Schlitz 8 befindet ein Ring io gelegt, an
dem eine Blende i i befestigt ist. Durch Verdrehung des Ringes kann in der in Abb.2
durch den Pfeil angedeuteten Weise die Blende verschieden zu der Röhre. eingestellt
werden, so daß die Strahlen dem auf einem Lagerungstisch unterhalb des Röhrengehäuses
angeordneten Patienten in verschiedener Richtung, zugeführt werden können.
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Die gesamte, aus den Hohlstutzen 2 und dem Röhrengehäuse 3 bestehende
Kammer ist- erfindungsgemäß mit Öl gefüllt, das zwecks besserer Abkühlung in Umlaufbewegung
gehalten wird. Zu diesem Zwecke sind an die beiden Hohlstutzen 2, wie namentlich
aus Abb. 3 erkenntlich ist, in dem Raum G Rohrleitungen 12 und 12' angeschlossen,
die mit einem hochgelegenen . Ölbehälter 13 in Verbindung stehen. Das erwärmte Öl
steigt durch die Leitung 12' nach dem oberen Ende dieses Behälters auf, kühlt sich
in diesem ab und sinkt herab, wobei es sich durch das mit dem zweiten Hohlstutzen
verbundene Rohr 12 nach diesem hin bewegt. Es tritt also ein Umlauf des Öles ein,
wobei dieses an der Röntgenröhre entlang geführt wird.
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Anstatt die Röhre unmittelbar an den Stromzuführungsleitern 5 zu lagern,
kann sie auch auf besonderen Isolierstutzen angeordnet
werden,
wobei die Verbindung mit den Anschlußleitungen durch biegsame Perlschnüre o. dgl.
erfolgt. Es kann dann die Röhre nach Öffnung der Deckel 9 je nach Wunsch genau entsprechend
der Lage der Blende eingestellt werden.
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Während nach dem Ausführungsbeispiel nach den Abb.i bis 3 die Röntgenröhre
parallel zur Trennwand i und wagerecht angeordnet ist, ist gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel
nach den Abb. q. bis 7, die dieselben Ansichten wie die Abb. i bis 3 darstellen,
die Röhre senkrecht gelagert. Die Einrichtung der die Röhre und die Zuführungsleitungen
enthaltenden Kammerteile ist dabei grundsätzlich dieselbe, nur sind die Hohlstutzen
2 übereinander angeordnet, und das die Röhre q. enthaltende Gehäuse steht senkrecht.
Die Röhre ist mit ihrem unteren Ende zweckmäßig in einer an dem unteren Zuführungsleiter
5 angeordneten Pfanne 1q. gelagert und wird von dem Ende des oberen Leiters 5 gestützt.
Das Röhrengehäuse 3 ist an der Unterseite zweckmäßig mittels eines Ständers 15 unterstützt;
der Abschlußdeckel 9 befindet sich an seinem oberen Ende. Die Blende i i ist an
dem der Wand abgekehrten Teil des Gehäuses 3 zunächst unverstellbar befestigt, da
man im allgemeinen den Patienten selbst in jede beliebige Lage zu der in wagerechter
Richtung austretenden Strahlung bringen kann.
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Um eine in senkrechter Richtung schräge Strahlung auszunutzen, kann
gemäß der Abb. 7 die Blende auch in senkrechter Richtung um den Röhrenmittelpunkt
drehbar sein.
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Die Hohlstutzen ä und das Gehäuse 3 werden gleichfalls vom
01 durchflossen, wobei eine selbsttätige Ölzirkulation, ähnlich derjenigen
nach Abb.3, angewendet werden kann. In beiden Fällen ist eine noch wirksamere Kühlung
erzielbar, wenn das Öl mittels einer Pumpe in Bewegung gehalten und energisch gekühlt
wird. Auf jeden Fall kann der Ölbehälter 13 mit einer Wasserkühlung versehen
sein. ' Schließlich kann auch eine an sich bekannte Wasserkühlung in der Kammer
selbst vorgesehen sein, so daß ein äußerer Rundlauf des Öles wegfällt. In Abb.8
ist eine derartige Anordnung für eine Kammer nach Abb. i gezeigt. Eine Kühlwasserleitung
20 ist durch den einen Stutzen 2 ein-, durch den anderen herausgeführt. Die Leitung
liegt an der 01-erseite der Kammerteile, so daß das aufsteigende warme Ü1 sich daran
abkühlt. Abb. 9 und io zeigen eine Kühleinrichtung bei einer Kammer gemäß Abb. 5
mit senkrechtem Rijhrengehäuse 3. Die Kühlröhre 21 liegt als Schlinge ausgebildet
in dem oberen Hohlstutzen, innen an dessen Oberseite. Der untere Hohlstutzen 2'
ist schräg gestellt, damit das erwärmte 01 aus ihm durch das Röhrengehäuse
3 aufsteigen kann.
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Abb. 5 und 6 lassen noch eine an sich bekannte einfache Ablesevorrichtung
für den Röhren- und Heizstrom der Röhre erkennen. Es sind dabei zwei Meßgeräte 16,
17 in dem Generatorraum G auf dem oberen Isolator 7 angebracht, die von dem Behandlungsraum
aus durch ein Fenster 18 sichtbar sind.
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Die dargestellten Einrichtungen können nicht nur für die Behandlung
des menschlichen Körpers, sondern auch für sonstige Zwecke, beispielsweise für die
Durchstrahlung von Metall- und sonstigen Körpern zwecks Erkennung von Fehlstellen
o. dgl., vorteilhaft verwendet werden.