DE44462C - Stoffaufspann-Vorrichtung an Stickrahmen für Stickmaschinen - Google Patents

Stoffaufspann-Vorrichtung an Stickrahmen für Stickmaschinen

Info

Publication number
DE44462C
DE44462C DENDAT44462D DE44462DA DE44462C DE 44462 C DE44462 C DE 44462C DE NDAT44462 D DENDAT44462 D DE NDAT44462D DE 44462D A DE44462D A DE 44462DA DE 44462 C DE44462 C DE 44462C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
embroidery
fabric
rollers
pieces
frames
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT44462D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. I. RIETER & CO. in Winterthur, Schweiz
Publication of DE44462C publication Critical patent/DE44462C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C9/00Appliances for holding or feeding the base fabric in embroidering machines
    • D05C9/02Appliances for holding or feeding the base fabric in embroidering machines in machines with vertical needles
    • D05C9/04Work holders, e.g. frames
    • D05C9/06Feeding arrangements therefor, e.g. influenced by patterns, operated by pantographs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE S2: Nähmaschinen.
■Patenürt im Deutschen Reiche vom 8. December 1887 ab.
Die Anwendung der bekannten Aufspannvorrichtungen an Stickrahmen (wagerechte Stoffwalzen, seitlich am Rahmen angebrachte senkrechte Stoffwalzen, gezahnte Schienen, Kämme, Streifen von Krempelbeschlägen, kleinere Rahmen zum Einsetzen in den eigentlichen Stickrahmen u. s. w.) beschränken die Stickerei sehr, indem durch diese Vorrichtungen der Stoff entweder nur mit einem verhältnifsmäfsig sehr kleinen, der Nadeldistanz (Rapport) entsprechenden, sich also immer wiederholenden Bild bestickt werden kann, oder wenn gröfsere Bilder hergestellt werden sollen, die Maschine nur mit einer sehr kleinen Anzahl Nadeln arbeiten kann, so dafs die Herstellung solcher Artikel auf diese Weise nicht lohnend ist.
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Stoffaufspann-Vorrichtung soll nun das Sticken von Bildern beliebiger oder doch sehr bedeutender Ausdehnung unabhängig von der Nadeldistanz und unter Anwendung einer möglichst grofsen Nadelzahl pro Maschine ermöglichen, und besteht zu diesem Zwecke in einem am Stickrahmen angebrachten System senkrechter Stoffwalzen, welche derart angeordnet sind, dafs für jede zur Verwendung kommende Nadel ein besonderes Stück Stoff aufgespannt wird.
Fig. ι , 2 und 3 zeigen die Erfindung auf eine Schiffchenstickmaschine angewendet, während die Fig. 4, 5 und 6 dieselbe Anwendung in etwas anderer Form an einer Heilmannschen Stickmaschine zeigen. In beiden Fällen kommen zwei verticale Walzenreihen, die genau hinter einander liegen, in Anwendung, und zwar so, dafs je ein Stück Stoff auf eine vordere Walze α bezw. a1 aufgewickelt, über eine hintere Walze b bezw. bl des rechts oder links zu benannter Walze liegenden Walzenpaares a b oder a] bl gezogen, durch ein über den Stoff und in eine Nuth der Walze eingelegtes Stäbchen wie üblich befestigt und angespannt wird. Um den Stoff nun immer in derselben senkrechten Ebene führen zu können, gleichviel ob mehr oder weniger Stoff auf die Walzen aufgewickelt ist, sind in Fig. 1, 2 und 3 senkrechte Röhren c, in Fig. 4, 5 und 6 dagegen senkrechte Winkeleisen c1 eingesetzt, über die der Stoff beim Aufspannen gezogen wird. Da das Gewicht des beweglichen Stickrahmens durch Gegengewichte ausgeglichen werden mufs, ist es wünschenswert!], sämmtliche Bestandteile möglichst leicht zu halten.
Ist der Stoff in angegebener Weise aufgespannt, so kann ein Feld S, Fig. 1, bezw. S1, Fig. 4, entsprechend der Stickhöhe der betreffenden Maschine und nahezu der Breite der Stickfelder 5 und S1 zwischen den Röhren c oder den Winkeleisen cl bestickt werden. Nachdem dies geschehen ist, wird auf später zu beschreibende Weise der bestickte Stoff auf die hinteren Walzen b bl auf- und entsprechend unbestickter Stoff von den vorderen Walzen aax abgewickelt, und somit also wieder unbestickter Stoff in das Stickfeld gebracht, worauf das Sticken des angefangenen Bildes fortgesetzt wird. Dies kann natürlich auch in umgekehrter Weise geschehen, so dafs der unbestickte Stoff zuerst auf die hinteren Walzen aufgewickelt und dann jeweilen der bestickte Stoff auf die vorderen Walzen aufgewickelt wird.
Das Aufwickeln des bestickten Stoffes auf die Walzen b bx und gleichzeitige Abwickeln von unbesticktem Stoff von den Walzen α α1 wird durch Drehen der Wellen d und e in Fig. ι bewirkt. Das Drehen dieser Wellen selbst kann durch auf die Wellen aufgesteckte Schlüssel, Hebel, Kurbeln, Ratschen oder andere Mittel vollzogen werden. Auf der Welle d sitzen die Schnecken s, Fig. ι und 2, fest, drehen sich also mit der Welle, greifen in die Schneckenräder r der vorderen Walzenreihe und führen also ein gleichmäfsiges Drehen sämmtlicher vorderen Walzen α herbei. Auf der zweiten Welle e sitzen die Schnecken s1 ebenfalls fest, greifen in die Schneckenräder r1 ein, wodurch sämmtliche hinteren Walzen b ebenfalls gleichmäfsige Drehung erhalten. Durch diese Vorrichtung kann also jede Walzenreihe für sich in drehende Bewegung versetzt werden, und zwar drehen sich sämmtliche Walzen in einer Reihe immer gleich. Man kann also gleichzeitig auf sämmtlichen Walzen einer Reihe genau gleich viel Stoff auf- oder abwickeln, oder aber den Stoff in sämmtlichen Stickfeldern gleichmäfsig ausspannen, vorausgesetzt, dafs derselbe beim Aufspannen in allen Feldern gleichmäfsig angespannt wurde.
In Fig. 4 und 5 geschieht dieses Auf- und Abwickeln des Stoffes in gleicher Weise durch Drehung der Wellen d1 und e\ nur sind hier statt der Schneckengetriebe Winkelgetriebe in Anwendung gebracht. Es könnten aber auch . Stirnräder oder andere Mittel zur Erreichung des nämlichen Zweckes angewendet werden. Um das Zurückgehen der Wellen d e und dl el und somit das Lockerwerden des aufgespannten Stoffes zu verhüten, können auf die Wellen wirkende, in den Figuren nicht angedeutete Stellschrauben, Druckschrauben, Sperrräder mit Zähnen, Sperrräder mit Friction oder andere Mittel angewendet werden.
Um es zu ermöglichen, dafs sämmtlichen Stücken beim Aufspannen eine möglichst gleiche und genügende Spannung gegeben werden kann, ist es nothwendig, dafs auch noch jede Walze unabhängig von der anderen gedreht werden kann. Dies ist hier dadurch erreicht, dafs sämmtliche Walzen am oberen Ende mit Sperrzähnen versehen sind, in die ebenfalls gezahnte Muffen m, Fig. 1 und 2, und m1, Fig. 4 und 5, eingreifen. Diese Muffen können leicht senkrecht aus dem Eingriff gehoben, da sie in dieser Richtung verschiebbar sind, und also jede Walze für sich je nach Bedürfnifs gedreht werden. Eine Spiralfeder, die auf je eine dieser Muffen drückt, wie aus Fig. 1, 2, 4 und 5 leicht ersichtlich ist, bringt die Muffe, nachdem dieselbe sich selbst überlassen wird, sofort wieder in Eingriff mit der zugehörigen Walze und arretirt dieselbe. Statt dieser Muffen könnten auch die Schneckenräder, das Winkelgetriebe u. s. w. ausgerückt werden und man also auf verschiedene Weise zu demselben Ziele gelangen.
Um endlich beim Auf- und Abspannen des Stoffes möglichst wenig Zeit zu verlieren und dasselbe möglichst zu .erleichtern, ist dafür gesorgt, dafs die vordere Walzenreihe α in Fig. 1, 2 und 3 und in Fig. 4, 5 und 6 beide Walzenreihen leicht ausgehoben und ausgewechselt werden können, und zwar auf folgende Weise: Die unteren Walzenlager (Pfannen) dieser Walzenreihen sind mit Einschnitten versehen, durch die mit dem Zapfen eingefahren werden kann. Diese Einschnitte sind jedoch nicht ganz so tief, wie die Pfanne selbst, so dafs, wenn die Muffe sammt Walze durch oben erwähnte Spiralfeder niedergedrückt wird, ein Herausfallen der Walzen nicht, dagegen ein Ausheben derselben leicht möglich ist, sobald die Walze sammt Muffe nur etwas weniger gehoben wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Stoffaufspann-Vorrichtung an Stickrahmen für Stickmaschinen, welche das gleichzeitige Besticken einer beliebigen, von den horizontalen Nadelreihen unabhängigen Anzahl beliebig langer Stoffstücke dadurch ermöglicht, dafs im Stickrahmen zwei hinter einander liegende Reihen senkrechter Stoffwalzen angeordnet sind, von denen die eine Reihe mit Stoffstücken bewickelt ist, die auf die andere Reihe derart über senkrechte Röhrchen (c c) oder Winkeleisen fcl c1) gezogen werden, dafs sämmtliche über diese Röhrchen oder Winkeleisen gezogenen Stoffstücke in einer senkrechten Ebene liegen und so viel Stickfelder bilden, als Stoffstücke vorhanden sind.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT44462D Stoffaufspann-Vorrichtung an Stickrahmen für Stickmaschinen Expired - Lifetime DE44462C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE44462C true DE44462C (de)

Family

ID=319698

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT44462D Expired - Lifetime DE44462C (de) Stoffaufspann-Vorrichtung an Stickrahmen für Stickmaschinen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE44462C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2411857A1 (de) Tufting-maschine
DE19610979C1 (de) Verfahren und Vielnadelnähmaschine zum Nähen von großflächigem Nähgut
DE44462C (de) Stoffaufspann-Vorrichtung an Stickrahmen für Stickmaschinen
DE2812032A1 (de) Vorrichtung an kettenwirk-, insbesondere naehwirkmaschinen
DE2157100C3 (de) Maschine zum Zusammennähen von Netzbahnen
DE2649486C2 (de) Nadelstab-Streckwerk für Faserbänder
DE256936C (de)
DE2143402A1 (de) Vorrichtung zum Verschieben des Siebes einer Siebdruckmaschine
DE183987C (de)
CH716653A2 (de) Vorrichtung zum automatischen Nachwellen von Stoffbahnen auf einer Grossmaschine.
DE2312829C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Ausbreiten von Verarbeitungsmaterial für eine Nähwirkmaschine
DE2658339A1 (de) Vorrichtung zum fuehren eines textilgewebes ueber einen rahmen oder dergleichen, insbesondere ueber einen stickrahmen
DE1535962B1 (de) Vorrichtung zum Einlesen von Fadenkreuzen in Webketten
DE270938C (de)
DE169245C (de)
DE4404114B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Garnzuführung in einer Tufting-Maschine
DE186568C (de)
DE56806C (de) Maschine zum Nähen von Steppdecken u. dergl
DE96623C (de)
DE1410561C (de) Garnzuführungsvorrichtung für Textilmaschinen, insbesondere Tuftingmaschinen
DE602998C (de) Spann-, Rahm- und Trockenmaschine zur Ausfuehrung des Verfahrens zur Herstellung von Textilstoff fuer Waeschestuecke
DE635219C (de) Vorrichtung zum Herstellen von Reissverschluessen
DE486589C (de) Kettenabzugsvorrichtung fuer einschuetzige Webstuehle
DE2058575C (de) Spannkluppe für eine Simultan-Biaxial-Reckmaschine
AT87232B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Verhütung des seitlichen Zusammenziehens eines Gewebes während des Webvorganges.