DE4440420C3 - Verfahren und Einrichtung zum Überwachen und/oder Steuern der Drehzahl eines Elektroantriebs mit Frequenzumrichter für Hubwerke - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Überwachen und/oder Steuern der Drehzahl eines Elektroantriebs mit Frequenzumrichter für HubwerkeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrich
tung zum Überwachen und/oder Steuern der Drehzahl
eines Elektroantriebs mit einem über einen Frequenz
umrichter an ein Wechsel- oder Drehstromnetz ange
schlossenen Asynchronmotor, der mit einer Bremsvor
richtung ausgerüstet ist.
Hubwerke werden vorwiegend von preiswerten und
wartungsfreien Drehstrom-Asynchronmotoren ange
trieben. Asynchronmotoren arbeiten am Drehstrom
netz aufgrund der Netzfrequenz von z. B. 50 Hertz prin
zipbedingt mit einer festen Nenndrehzahl, von der nur
geringfügige Abweichungen möglich sind. Um die
Drehzahl gesteuert zu verändern, werden Frequenzum
richter zwischen Drehstromnetz und Asynchronmotor
eingesetzt.
Hubwerke bzw. Hebezeuge müssen so gebaut und
dimensioniert werden, daß sie sicher betrieben werden
können und Personen- und Sachschäden durch gefährli
che Bewegungen der Last verhindert werden.
Insbesondere muß eine Lastbewegung durch Motor
und Bremse abgebremst werden können und die hän
gende Last muß gehalten werden können.
Zum Stand der Technik gehört eine Lösung
(EP 0 347 408 B1), bei der durch Feldschwächung über
den Frequenzumrichter frequenzabhängige Drehzahlen
eingestellt werden können, so daß schwere Lasten mit
langsamerer Geschwindigkeit und leichte Lasten mit
Nenngeschwindigkeit gehoben werden können. Dabei
wird jedoch verkannt, daß nicht allein der Hubvorgang
sondern auch der Senkvorgang bei einem Hubwerk von
großer Bedeutung in bezug auf das Sicherheitsverhalten
ist.
Der in den Ansprüchen 1 und 10 angegebenen Erfin
dung liegt daher das Problem zugrunde, ein Hubwerk,
bestehend aus einem über einen Frequenzumrichter an
ein Drehstromnetz angeschlossenen Asynchronmotor,
der mit einer Bremsvorrichtung für Heben und Senken
ausgerüstet ist, entsprechend sicher zu gestalten.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß das maximale Drehmoment, das der Huban
trieb für das Anheben einer Last erzeugt, kleiner als das
Haltemoment der Bremsvorrichtung eingestellt wird.
Dadurch wird sichergestellt, daß in jeder Lage der Last
ein unzulässig großes und schnelles Absenken derart,
daß Gefahr für Menschen und Sachen besteht, vermie
den wird.
Es ist eine Bremsanordnung für den Schleifring-Asyn
chronmotor eines Hebezeugs bekannt (DE-
OS 17 81 123), mit einer Drehzahlüberwachungsschal
tung, die am Läuferstromkreis angeschlossen ist und
nach Erreichen einer eingestellten Drehzahl des Läufers
einen Schützen schaltet. Durch diese Schaltung wird der
Läuferstromkreis niederohmig, und der Motor entwic
kelt ein der Größe des Läuferwiderstandes entspre
chendes Drehmoment in Richtung "Heben" und bremst
die Last ab. Ist die Last bis auf eine eingestellte Ge
schwindigkeit abgebremst, so schaltet das Schütz wie
der ab, womit dann die Last wieder schneller zu sinken
beginnt. Davon abgesehen, daß diese bekannte Bauwei
se mit einem Frequenzumrichter (Thyristor) arbeitet,
besteht keine Sicherheit dafür, daß bei einer bestimmten
Drehzahl die Drehzahlüberwachungsschaltung auch
das Schaltschütz schaltet und dann die Last nach unten
durchzieht, so daß die Bremsen nicht rechtzeitig eingrei
fen.
Es ist ferner bekannt (JP-52-1 18 752), beim Heben
und Senken einer Kranlast Vorsorge gegen den Ausfall
eines thyristorgesteuerten Antriebs zu treffen. Hierbei
wird für den Fall, daß der Zündimpuls für eine bestimm
te Operation zu einer bestimmten Zeit nicht erzeugt
wird, d. h. wenn das Ansteuersignal für den oder die
Thyristoren nicht gleichzeitig bzw. nicht von der Opera
tions- bzw. Arbeits- oder Geschwindigkeitssteuerung
nicht bereitgestellt wird und der Absturz der Last zu
befürchten wäre, ein logisches ODER-Glied verwendet,
welches mit der elektrischen Energieversorgung der
Motorbremse verbunden ist. Mit einer solchen Schal
tung greift man für den Fall ein, daß das Ansteuersignal
an die Thyristoren ausbleibt, d. h. der Antrieb eines
Krans ohne Energie ist und die Last abstürzen würde. Es
ist somit für den Fall des Ausfalles des Antriebes vorge
sorgt, indem das ODER-Glied in jedem Fall die Energie
versorgung der Elektromagnetbremse des Antriebsmo
tors einschaltet und damit den Motor bremst. Diese be
kannte Einrichtung enthält somit keinerlei Angaben
über die Antriebsleistung des Motors oder das von ihm
aufzubringende Drehmoment im Verhältnis zu der er
forderlichen Bremsleistung.
In Ausgestaltung des Grundgedankens der Erfindung
wird ferner vorgeschlagen, daß das verfügbare Brems
moment um einen Zuschlag zu dem maximalen Motor
drehmoment erhöht ist, der bei einer Senkbewegung
der maximalen Last mit der Nenngeschwindigkeit not
wendig ist, um die gehobene Last bis zum Stillstand in
einer zulässigen Zeit zu verzögern. Dadurch wird noch
mehr Sicherheit gegen ein unzulässiges Beschleunigen
der Last im Senkbetrieb erzielt.
Weitere Vorteile ergeben sich daraus, daß für geho
bene Lasten eine maximal zulässige Frequenz für die
Überschreitung der Nenngeschwindigkeit ermittelt
wird, wenn die Maximallast nicht erreicht wird. Vorteil
hafterweise wird hier die Leistungsfähigkeit des Motors
in einem erlaubten Rahmen der Bremssicherheit ausge
nutzt.
Praktische Ausführungsformen dieses Verfahrens be
stehen z. B. darin, daß eine Drehzahlsteuerung die maxi
mal zulässige Frequenz für die angehängte Last durch
einen Vergleich der Ist-Drehzahl mit dem ausgegebe
nen Frequenz-Sollwert zu einem Zeitpunkt ermittelt,
wenn ein Folgekontakt eines Befehlsgebers betätigt
wird, der durch einen ersten Kontakt die Hubbewegung
einleitet und durch dessen Folgekontakt den Ver
gleichsvorgang auslöst. Die Sicherheit wird also auch
dadurch erhöht, daß zu Beginn des Hubvorganges zu
lässige Geschwindigkeitsgrenzwerte lastabhängig er
mittelt werden können.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß
für die Ermittlung der maximal zulässigen Frequenz zu
nächst der Frequenz-Sollwert für einen Elektroan
triebs-Typenpunkt vorgegeben und die Drehzahlabwei
chung gemessen und dann eine entsprechend größere
maximale Frequenz an den Frequenzumrichter ausge
geben wird, wenn die Drehzahlabweichung den Nenn
wert unterschreitet. Vorteilhafterweise wird dadurch
die Leistungsfähigkeit des Motors durch eine höhere
Drehzahl ausgenutzt. Ferner wird vorteilhafterweise
der Elektroantriebs-Typenpunkt deshalb ausgenutzt,
weil das Verhalten in diesem Punkt nahezu linear ist,
was einen Vorteil des Asynchronmotors darstellt und
einen reproduzierbaren Vorgang beinhaltet.
Nach weiteren Merkmalen ist vorgesehen, daß die
Drehzahlsteuereinrichtung während der Hubbewegun
gen kontinuierlich die Abweichung zwischen Drehzahl
und Sollfrequenz auf den elektroantriebstypischen
Grenzwert überwacht und bei Grenzwertüberschrei
tung die Bremsvorrichtung als Nothalte-Einrichtung ak
tiviert. Dadurch entsteht zusätzliche Sicherheit gegen
nachträglich auftretende bislang nicht berücksichtigte
Belastungen des Hubwerkes.
Eine weitere Ausgestaltungsform der Erfindung sieht
vor, daß für eine stufenlose Steuerung des Frequenzsoll
wertes zwischen den ersten Kontakten des Befehlsge
bers und dem Betätigen des Folgekontaktes ein zusätzli
ches Steuersignal vom Befehlsgeber ausgegeben wird.
Vorteilhaft ist hier, daß der Bediener über diesen Be
fehlsgeber direkt die Geschwindigkeit beeinflussen
kann.
Hierbei kann als zusätzliches Steuersignal ein analo
ges Signal, wie z. B. eine elektrische Spannung, einge
setzt werden. Ein solches analoges System kann steue
rungstechnisch vorteilhaft verarbeitet werden.
Nach weiteren Merkmalen wird vorgeschlagen, daß
die Größe des Analogsignals zum Zeitpunkt der Kon
taktbetätigung eines ersten Kontaktes die Minimaldreh
zahl und die Größe des Analogsignals zum Zeitpunkt
der Betätigung des Folgekontaktes die jeweils maximal
zulässige Drehzahl bzw. Frequenz definiert, so daß
durch das Analogsignal alle Drehzahl- bzw. Frequenz-
Sollwerte innerhalb des zulässigen Bereiches vorgege
ben werden. Diese Maßnahmen bedeuten ein Optimum
an Ausnutzung des Betätigungsweges des Befehlsge
bers und eine größtmögliche Genauigkeit bzw. Auflö
sung.
Einrichtungstechnisch wird die gestellte Aufgabe er
findungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Drehzahlsteu
ereinrichtung mit einem Drehzahlgeber am Elektroan
trieb mit einem Befehlsgeber für Richtung und Ge
schwindigkeit der Hubbewegung, mit dem Frequenz
umrichter und der Bremsvorrichtung verbunden ist, wo
bei die Drehzahlsteuerung die Ist-Drehzahl und die
Drehrichtung des Asynchronmotors und den Steuerbe
fehl des Befehlsgebers für eine gewünschte Hubbewe
gung erfaßt und daraus den Frequenz-Sollwert für den
Frequenzumrichter und einen maximal zulässigen Fre
quenz-Sollwert bildet Vorteilhafterweise begrenzt die
Drehzahlsteuereinrichtung hier den Frequenzsollwert
für den Frequenzumrichter auf die maximal zulässige
Frequenz.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt, anhand dessen sowohl das Ver
fahren als auch die Einrichtung näher beschrieben wer
den. Es zeigen
Fig. 1 ein Blockschaltbild der für das Verfahren erfor
derlichen Einrichtung und
Fig. 2 ein Diagramm für die Drehzahl und das Dreh
moment des Asynchronmotors.
Ein Asynchronmotor 1 treibt (oder bremst) über ein
Getriebe 2 eine Seiltrommel 3, an deren Seil 4 eine Last
5 hängt.
Ein den Asynchronmotor 1 ist in Form eines Impuls
gebers 6 ein Drehzahlmesser 6a angeschlossen, dessen
Impulse 7 über eine erste Steuerleitung 8 an eine Dreh
zahlsteuereinrichtung 9 gelangen. An die Drehzahlsteu
ereinrichtung 9 ist über eine zweite Steuerleitung 10
eine Bremse 11 für den Asynchronmotor 1 zugeschaltet.
Zwischen dem Wechselstromnetz 12 und der Drehzahl
steuereinrichtung 9 ist ein Frequenzumrichter 13 ge
schaltet, der einen Wechselspannungsteil 13a, einen
Gleichspannungsteil 13b und einen Frequenzwandler
teil 13c enthält. An die Drehzahlsteuereinrichtung 9 ist
über ein Steuerkabel 14 ein Befehlsgeber 15 (Handsteu
ergerät) angeschlossen. Innerhalb des Befehlsgebers 15
befinden sich Schalteinrichtungen 15a für "Heben der
Last" und 15b für "Senken der Last". Außerdem ist ein
Schaltungsteil 15c für eine Veränderung der Spannung
eingebaut.
Die Bremsvorrichtung 11 weist eine elektrisch gelüf
tete Bremse auf. Bei Asynchronmotoren 1 mit Verschie
beläufer erfolgt die elektrische Bremslüftung mit dem
Einschalten der Motorklemmenspannung. Der Impuls
geber 6 erzeugt ein elektrisches Signal entsprechend
der Motordrehzahl "n".
Der Befehlsgeber 15 für Richtung und Geschwindig
keit der Hubbewegung ist über das Steuerkabel 14 und
die Drehzahlsteuereinrichtung 9 mit dem Frequenzum
richter 13 und mit der Bremsvorrichtung 11 verbunden.
Die Drehzahlsteuereinrichtung 9 erfaßt die Ist-Dreh
zahl und die Drehrichtung des Asynchronmotors 1 und
den Steuerbefehl des Befehlsgebers 15 für eine ge
wünschte Hubbewegung und bildet daraus den Fre
quenz-Sollwert für den Frequenzumrichter 13 und einen
maximal zulässigen Frequenz-Sollwert.
Das Verfahren zum Überwachen und/oder Steuern
der Drehzahl eines Elektroantriebs, bestehend aus dem
Asynchronmotor 1 mit Getriebe 2 und der Seiltrommel
3, wobei der Asynchronmotor 1 über den Frequenzum
richter 13 an das Drehstromnetz 12 angeschlossen ist,
wird durch die auf den Asynchronmotor 1 wirkende
Bremsvorrichtung 11 geprägt. Das maximale Drehmo
ment 16 des Hubantriebs, herrührend aus dem Asyn
chronmotor 1, dem Getriebe 2 und der Seiltrommel 3,
das der Hubantrieb für das Anheben der Last 5 erzeugt,
wird kleiner als das Haltemoment 17 eingestellt (Fig. 2).
Damit ist ein Asynchronmotor 1 mit Frequenzumrichter
13 als Hubantrieb für Hebezeuge mit variabler Ge
schwindigkeit geschaffen, der so gesteuert und über
wacht ist, daß für verschiedene Lasten die maximale
Drehzahl derart begrenzt wird, daß eine gefährliche
Lastbewegung durch Überschreiten des verfügbaren
Bremsmomentes 15 verhindert wird und gehobene La
sten sicher gehalten werden können. Die Last wird da
her bei Drehrichtungsumkehr immer sicher gehalten.
Hierbei ist dann sinnvoll, daß das verfügbare Brems
moment 18 um einen Zuschlag 19 zu dem maximalen
Motordrehmoment 16 erhöht wird, der bei einer Senk
bewegung der maximalen Last mit der Nenngeschwin
digkeit notwendig ist, um die gehobene Last 5 bis zum
Stillstand in einer zulässigen Zeit zu verzögern und da
mit sicher zu bremsen.
Für gehobene Lasten 5 wird eine maximal zulässige
Frequenz für die Überschreitung der Nenngeschwindig
keit ermittelt, wenn die Maximallast nicht erreicht wird.
Die Drehzahlsteuereinrichtung 9 bestimmt die maxi
mal zulässige Frequenz für die angehängte Last 5 durch
einen Vergleich der Ist-Drehzahl mit dem ausgegebe
nen Frequenz-Sollwert zu einem Zeitpunkt, wenn ein
Folgekontakt des Befehlsgebers 15 betätigt wird. Dieser
leitet durch einen ersten Kontakt die Hubbewegung ein
und löst durch dessen Folgekontakt den Vergleichsvor
gang aus.
Für die Ermittlung der maximal zulässigen Frequenz
wird der Frequenz-Sollwert für einen Elektroantriebs-
Typenpunkt 20 (größte zulässige Last = Nennmoment))
vorgegeben, weil in diesem Punkt das Verhalten nahezu
linear ist. Danach wird die Drehzahlabweichung gemes
sen und eine entsprechende größere maximale Fre
quenz ausgegeben, wenn die Drehzahlabweichung den
Nennwert unterschreitet.
Die Bremsvorrichtung 11 wird als Nothalte-Einrich
tung aktiviert, wenn die Drehzahlsteuereinrichtung 9
während der Hubbewegungen kontinuierlich die Ab
weichung zwischen Drehzahl und Sollfrequenz auf den
elektroantriebstypischen Grenzwert überwacht und ei
ne Grenzwertüberschreitung feststellt.
Für eine stufenlose Steuerung des Frequenz-Sollwer
tes zwischen den ersten Kontakten des Befehlsgebers
15 und dem Betätigen des Folgekontaktes kann ein zu
sätzliches Steuersignal vom Befehlsgeber 15 ausgege
ben werden. Als zusätzliches Steuersignal wird ein ana
loges Signal, wie z. B. eine elektrische Spannung, einge
setzt.
Die Größe des Analogsignals zum Zeitpunkt der
Kontaktbetätigung eines ersten Kontaktes definiert die
Minimaldrehzahl, und die Größe des Analogsignals zum
Zeitpunkt der Betätigung des Folgekontaktes definiert
die jeweils maximal zulässige Drehzahl bzw. Frequenz.
Durch das Analogsignal werden alle Drehzahl- bzw.
Frequenz-Sollwerte innerhalb des zulässigen Bereiches
vorgegeben.
1
Asynchronmotor
2
Getriebe
3
Seiltrommel
4
Seil
5
Last
6
Impulsgeber
6
a Drehzahlmesser
7
Impulse
8
erste Steuerleitung
9
Drehzahlsteuereinrichtung
10
zweite Steuerleitung
11
Bremsvorrichtung
12
Wechselstromnetz/Drehstromnetz
13
Frequenzumrichter
13
a Wechselspannungsteil
13
b Gleichspannungsteil
13
c Frequenzwandlerteil
14
Steuerkabel
15
Befehlsgeber
15
a Schalteinrichtung "Heben"
15
b Schalteinrichtung "Senken"
15
c Schaltungsteil Veränderung der Spannung
16
maximales Drehmoment des Asynchronmotors unter
Last
17
Haltemoment der Bremsvorrichtung
18
verfügbares Bremsmoment
19
Zuschlag
20
Elektroantriebs-Typenpunkt
Claims (10)
1. Verfahren zum Überwachen und/oder Steuern der Drehzahl eines Hubantriebs
mit einem über einen Frequenzumrichter an ein Wechsel- oder Drehstromnetz
angeschlossenen Asynchronmotor, der mit einer Bremsvorrichtung ausgerüstet
ist, wobei das maximale Drehmoment, das der Hubantrieb für das Anheben
einer Last erzeugt, kleiner als das Haltemoment der Bremsvorrichtung
eingestellt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß der durch eine Drehzahlsteuereinrichtung über den Frequenzumrichter betriebene Asynchronmotor durch Betätigung eines ersten Kontaktes eines Befehlsgebers mit einem Frequenz-Sollwert angesteuert wird,
daß durch Betätigung eines Folgekontaktes des Befehlsgebers der Asynchronmotor mit einem dem Elektroantriebs-Typenpunkt entsprechenden Frequenz-Sollwert angesteuert und ein Vergleichsvorgang ausgelöst wird, bei dem die erfaßte Ist-Drehzahl des Asynchronmotors mit der dem Frequenz- Sollwert entsprechenden Drehzahl verglichen und die Differenz der Drehzahlen bestimmt wird, und
daß aus der Differenz der Drehzahlen eine maximal zulässige Drehzahl des Asynchronmotors bestimmt und der Asynchronmotor mit dieser Drehzahl betrieben wird.
daß der durch eine Drehzahlsteuereinrichtung über den Frequenzumrichter betriebene Asynchronmotor durch Betätigung eines ersten Kontaktes eines Befehlsgebers mit einem Frequenz-Sollwert angesteuert wird,
daß durch Betätigung eines Folgekontaktes des Befehlsgebers der Asynchronmotor mit einem dem Elektroantriebs-Typenpunkt entsprechenden Frequenz-Sollwert angesteuert und ein Vergleichsvorgang ausgelöst wird, bei dem die erfaßte Ist-Drehzahl des Asynchronmotors mit der dem Frequenz- Sollwert entsprechenden Drehzahl verglichen und die Differenz der Drehzahlen bestimmt wird, und
daß aus der Differenz der Drehzahlen eine maximal zulässige Drehzahl des Asynchronmotors bestimmt und der Asynchronmotor mit dieser Drehzahl betrieben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das verfügbare Bremsmoment (18)
um einen Zuschlag (19) zu dem maximalen Motor
drehmoment (16) erhöht ist, der bei einer Senkbe
wegung der maximalen Last mit der Nennge
schwindigkeit notwendig ist, um die gehobene Last
(5) bis zum Stillstand in einer zulässigen Zeit zu
verzögern.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß für gehobene Lasten
(5) eine maximal zulässige Frequenz für die Über
schreitung der Nenngeschwindigkeit ermittelt
wird, wenn die Maximallast nicht erreicht wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Drehzahlsteue
rung (9) die maximal zulässige Frequenz für die
angehängte Last (5) durch einen Vergleich der Ist-
Drehzahl mit dem ausgegebenen Frequenz-Soll
wert zu einem Zeitpunkt ermittelt, wenn der Folge
kontakt eines Befehlsgebers (15) betätigt wird, der
durch einen ersten Kontakt die Hubbewegung ein
leitet und durch dessen Folgekontakt den Ver
gleichsvorgang auslöst.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß für die Ermittlung der
maximal zulässigen Frequenz zunächst der Fre
quenz-Sollwert für einen Elektroantriebs-Typen
punkt (20) vorgegeben und die Drehzahlabwei
chung gemessen und dann eine entsprechend grö
ßere maximale Frequenz an den Frequenzumrich
ter (13) ausgegeben wird, wenn die Drehzahlabwei
chung den Nennwert unterschreitet.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahlsteuer
einrichtung (9) während der Hubbewegungen kon
tinuierlich die Abweichung zwischen Drehzahl und
Sollfrequenz auf den elektroantriebstypischen
Grenzwert überwacht und bei Grenzwertüber
schreitung die Bremsvorrichtung (11) als Nothalte-
Einrichtung aktiviert.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß für eine stufenlose
Steuerung des Frequenzsollwertes zwischen den
ersten Kontakten des Befehlsgebers (15) und dem
Betätigen des Folgekontaktes ein zusätzliches
Steuersignal vom Befehlsgeber (15) ausgegeben
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß als zusätzliches Steuersignal ein ana
loges Signal, wie z. B. eine elektrische Spannung,
eingesetzt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Größe des Ana
logsignals zum Zeitpunkt der Kontaktbetätigung
eines ersten Kontaktes die Minimaldrehzahl und
die Größe des Analogsignals zum Zeitpunkt der
Betätigung des Folgekontaktes die jeweils maximal
zulässige Drehzahl bzw. Frequenz definiert, so daß
durch das Analogsignal alle Drehzahl- bzw. Fre
quenz-Sollwerte innerhalb des zulässigen Berei
ches vorgegeben werden.
10. Einrichtung zum Überwachen und/oder Steuern der Drehzahl eines über einen
Frequenzumrichter an ein Drehstromnetz angeschlossenen Asynchronmotors
für Hubantriebe, der mit einer Bremsvorrichtung ausgerüstet ist, mit einem Seil-
oder Kettentrieb, die eine Seiltrommel bzw. ein Kettenrad aufweisen, wobei eine
Drehzahlsteuerung mit einem Drehzahlgeber am Hubantrieb vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den Frequenzumrichter (13) und die Bremsvorrichtung (11) steuernde, die Ist-Drehzahl und die Drehrichtung des Asynchronmotors (1) erfaßende Drehzahlsteuereinrichtung (9) bei betätigtem ersten Kontakt eines die Richtung und die Geschwindigkeit der Hubbewegung vorgebenden Befehlsgebers (15) den Asynchronmotor (1) über den Frequenzumrichter (13) mit mit einem Frequenz-Sollwert ansteuert und
bei nachfolgend betätigtem Folgekontakt des Befehlsgebers (15) den dem Elektroantriebs-Typenpunkt entsprechenden Frequenz-Sollwert vorgibt und aus der Ist-Drehzahl und der dem Frequenz-Sollwert entsprechenden Drehzahl die Differenz ermittelt, aus dieser Differenz eine maximal zulässige Drehzahl des Asynchronmotors bestimmt und den Asynchronmotor mit einem dieser maximal zulässigen Drehzahl entsprechenden Frequenz-Sollwert ansteuert.
daß die den Frequenzumrichter (13) und die Bremsvorrichtung (11) steuernde, die Ist-Drehzahl und die Drehrichtung des Asynchronmotors (1) erfaßende Drehzahlsteuereinrichtung (9) bei betätigtem ersten Kontakt eines die Richtung und die Geschwindigkeit der Hubbewegung vorgebenden Befehlsgebers (15) den Asynchronmotor (1) über den Frequenzumrichter (13) mit mit einem Frequenz-Sollwert ansteuert und
bei nachfolgend betätigtem Folgekontakt des Befehlsgebers (15) den dem Elektroantriebs-Typenpunkt entsprechenden Frequenz-Sollwert vorgibt und aus der Ist-Drehzahl und der dem Frequenz-Sollwert entsprechenden Drehzahl die Differenz ermittelt, aus dieser Differenz eine maximal zulässige Drehzahl des Asynchronmotors bestimmt und den Asynchronmotor mit einem dieser maximal zulässigen Drehzahl entsprechenden Frequenz-Sollwert ansteuert.
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