DE4440084A1 - Reinigungsvorrichtung für Stechschutzhandschuhe u. dgl. - Google Patents
Reinigungsvorrichtung für Stechschutzhandschuhe u. dgl.Info
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Description
Die Erfindung betrifft eine Reinigungsvorrichtung
für Stechschutzhandschuhe u. dgl.; Stechschutz
handschuhe werden in der fleisch- und fischverar
beitenden Industrie verwendet und schützen das
Personal vor Handverletzungen, wenn mit Schneid
werkzeugen gearbeitet wird.
Es ist einsichtig, daß derartige Stechschutzhand
schuhe bei dem Arbeiten verschmutzen, d. h. sich mit
Fleischfasern, Fleischresten, Blut u. dgl. zusetzen.
Aufgrund der geltenden Hygienevorschriften ist es
notwendig, daß diese bei der Arbeit verschmutzten
Stechschutzhandschuhe gründlich gereinigt werden.
Bislang wurde die Reinigung der Stechschutzhand
schuhe derart vorgenommen, daß der Handschuh ausge
zogen wurde und mit einem Wasserschlauch von Hand
gereinigt wurde.
Diese Reinigung ist mühsam und zeitaufwendig und
daher auch ungünstig in Hinsicht auf die dadurch
vergehende Arbeitszeit. Darüber hinaus ist es bei
der beschriebenen Reinigung der Stechschutzhand
schuhe von Hand sehr schwierig, eine äußerst gründ
liche Säuberung der Stechschutzhandschuhe zu er
reichen und somit den entsprechenden Hygienevor
schriften gerecht zu werden, die an die Verarbei
tung der Lebensmittelindustrie gestellt werden.
Auf Schlachthöfen gibt es eine Vielzahl von Metz
gern und Angestellten und dementsprechend werden
viele Stechschutzhandschuhe benutzt. Es ist ein
sichtig, daß bei der Vielzahl der benutzten und zu
reinigenden Stechschutzhandschuhe die bislang be
kannte Art der manuellen Säuberung jedes einzelnen
Stechschutzhandschuhes zeitaufwendig und mühselig
ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
leichte, kostengünstige und zeitsparende Säuberung
der Stechschutzhandschuhe und sonstiger Einrich
tungen zu ermöglichen, wie sie in der lebensmittel
verarbeitenden Industrie vorkommen.
Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird
durch die Lehre des kennzeichnenden Teiles des
Hauptanspruches gelöst.
Die Erfindung geht insbesondere von dem Gedanken
aus, daß die verschmutzten Stechschutzhandschuhe
automatisch gereinigt werden, d. h. daß es mög
lich ist, z. B. mehrere verschmutzte Stechschutz
handschuhe in eine Vorrichtung einzuhängen und daß
dann nach Inbetriebsetzen der Reinigungsvorrich
tung die verschmutzten Stechschutzhandschuhe auto
matisch gereinigt werden. Diese automatische Reini
gung hat den Vorteil, daß die Reinigung nach vor
her eingegebenen Kriterien erfolgt und die Reini
gung nicht von der zur Verfügung stehenden Zeit
bzw. der Sorgfalt eines Einzelnen abhängt. Zusätz
lich hat diese Vorrichtung den Vorteil, daß gleich
zeitig mehrere Stechschutzhandschuhe gereinigt
werden können, was insbesondere dort vorteilhaft
ist, wo aufgrund der Vielzahl von fleischver
arbeitenden Personen eine Vielzahl von verschmutz
ten und zu reinigenden Stechschutzhandschuhen
anfällt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in
den Unteransprüchen dargestellt.
Ein Ausführungsbeispiel der vorgeschlagenen Vor
richtung ist in den beigefügten Zeichnungen
schematisch dargestellt, wobei
Fig. 1 eine Reinigungsvorrichtung für
Stechschutzhandschuhe in einer per
spektivischen Ansicht darstellt und
Fig. 2 zeigt eine Halterung für die zu
reinigenden Stechschutzhandschuhe.
Die Reinigungsvorrichtung ist in diesem Ausfüh
rungsbeispiel karussellartig ausgestaltet, d. h. in
einer runden Trägerplatte 2 sind Ausnehmungen 1
angeordnet, in die die zu reinigenden Stechschutz
handschuhe 9 eingehängt werden. In diesem Ausfüh
rungsbeispiel ist die Trägerplatte 2 rund ausge
bildet, kann jedoch auch andere Formen aufweisen,
oder aber es ist möglich, die zu reinigenden Gegen
stände, wie Stechschutzhandschuhe 9, auf einer
andersartigen Fördereinrichtung zu transportieren,
beispielsweise einem entsprechenden Förderband,
Förderkette etc.
Die Trägerplatte 2 ist auf einem Sockel 17 angeord
net und im unteren Bereich des Sockels 17 ist eine
Grundplatte 3 angeordnet, die einen geringeren
Durchmesser als die Trägerplatte 2 aufweist. Sowohl
die Trägerplatte 2 als auch die Grundplatte 3 werden
über einen nicht dargestellten Antrieb angetrieben,
und zwar in die gleiche Richtung und mit der
gleichen Geschwindigkeit.
Unterhalb der Trägerplatte 2 ist ein halbrundes,
nach oben hin offenes Becken 7 angeordnet, das an
seinen Stirnseiten durch Stirnwände abgeschlossen
ist, wobei die Stirnwände eine in etwa U-förmige
Öffnung aufweisen, wobei diese Öffnung 8 nach oben
hin offen ist.
Selbstverständlich kann das Becken 7 eine andere
Form haben bzw. kürzer oder länger ausgebildet sein.
An einer Seite der vorgeschlagenen Reinigungsvor
richtung befindet sich die eigentliche Spüleinheit
19, die auf einem Sockel 20 angeordnet ist, so daß
die Spüleinheit 19 über der sich drehenden Träger
platte 2 in geringem Abstand angeordnet ist. Die
Spüleinheit besteht aus einer Spüldüse, die nicht
dargestellt ist und in etwa zapfenförmig ausgebil
det ist. Diese Spüldüse weist in ihrem Außenumfang
Löcher auf, und in die gesamte Spüldüse kann unter
hohem Druck Wasser eingeleitet werden, so daß dieses
Wasser aus den Düsen heraustritt und eine Reinigung
des Stechschutzhandschuhes erreicht. Die Spüldüse in
der Spüleinheit 19 ist beweglich ausgeführt und
senkt sich, wenn eine Ausnehmung 1 unterhalb der
Spüldüse ist und diese Ausnehmung 1 mit einem Stech
schutzhandschuh 9 "gefüllt" ist, in den aufgehängten
Stechschutzhandschuh 9 hinein. Nach dem Ausspritzen
von Wasser unter hohem Druck hebt sich die Spüldüse
wieder an, gerät außerhalb des Stechschutzhand
schuhes 9 und senkt sich daraufhin einige Male
wieder in den Handschuh hinein und wird einige Male
wieder angehoben und versprüht dabei Wasser bzw.
Reinigungsflüssigkeit, um durch diese oszillierende
Bewegung eine intensive Reinigung des Stechschutz
handschuhes 9 in seiner Gesamtheit zu erreichen. Die
Spüleinheit 19 weist ebenfalls eine nicht darge
stellte Spüleinrichtung auf, die stationär angeord
net ist und die Wasser auf den aufgehängten Stech
schutzhandschuh 9 spritzt, um eine Reinigung des
Stechschutzhandschuhes 9 auch von außen zu er
reichen. Die Spüldüse dagegen reinigt den Stech
schutzhandschuh 9 von innen nach außen, um einen
optimalen Reinigungseffekt zu erreichen.
Unterhalb der Grundplatte 3 sind Metallkontakte an
geordnet, die jeweils entsprechend den Ausnehmungen
1 in der darüberliegenden Trägerplatte 2 angeordnet
sind. Ein unterhalb der Grundplatte 3 angeordneter
Sensor bestreicht diese Kontakte, und entsprechend
den Informationen dieses Sensors wird die Träger
platte 2 taktgesteuert von einem motorischen An
trieb gedreht, d. h. jedesmal wenn eine Ausnehmung 1
sich unterhalb der Spüldüse der Spüleinheit 19 be
findet, stoppt der Antrieb der Trägerplatte 2 und
die Spüldüse kann sich nun in die Ausnehmung 1 und
in den darin eingehängten Handschuh senken. Die An
ordnung des Sensors und der einzelnen Kontaktflächen
unterhalb der Grundplatte 3 hat den Vorteil, daß der
Raum unterhalb der Grundplatte 3 spritzwasserge
schützt ist und somit ein Verschmutzen dieser tech
nischen Anlagen ausgeschlossen ist.
Ein zweiter Sensor befindet sich in der Spüleinheit
19 und fühlt, ob ein Stechschutzhandschuh 9 in die
Ausnehmung 1 eingehängt ist. Wenn kein Handschuh
eingehängt ist, wird dies von diesem zweiten Sensor
erkannt und dementsprechend findet keine Absenkung
der Spüldüse statt, sondern die Trägerplatte 2 wird
vorgetaktet, um die nächste Ausnehmung 1 daraufhin
zu überprüfen, ob ein Stechschutzhandschuh 9 einge
hängt ist.
Die eigentliche Reinigung des eingehängten Hand
schuhes 9 erfolgt unter hohem Druck, z. B. 200 bar,
und für die Reinigung eignet sich entweder Wasser
oder aber eine spezielle Reinigungsflüssigkeit.
Unterhalb der Spüleinheit 19 ist ein Abflußrohr 14
vorgesehen, durch das das verbrauchte Spülwasser
abgeleitet wird zu einem Abflußbecken 15, das mit
einem Sieb versehen ist, um die gröberen Bestand
teile des Abflußwassers abzufiltern. Das gefilterte
Wasser wird über die Abflußleitung 21 abtranspor
tiert.
Nach der Reinigung des Stechschutzhandschuhes 9 wird
die gesamte Trägerplatte 2 über den motorischen An
trieb weitergetaktet und der frisch gereinigte Hand
schuh verläuft zunächst im Bereich des Beckens 7 und
die vom gereinigten Handschuh abtropfende Flüssig
keit wird von dem Becken 7 aufgefangen.
Um die zu reinigenden Handschuhe 9 einzuhängen,
werden die Handschuhe, die an ihren Stulpen mit
einem Textilband versehen sind, wobei dieses Textil
band 3 Öffnungen aufweist, von unten in die Aus
nehmungen 1 eingehängt. Die Ausnehmungen sind je
weils mit drei aufwärtsgerichteten Haken 22 ver
sehen, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist. Die Öff
nungen in den Stulpen der Stechschutzhandschuhe 9
werden auf die Haken 22 geschoben, so daß die Hand
schuhe, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, nach unten
hängend von der Trägerplatte 2 aufgenommen werden.
Nachdem die Ausnehmungen mit Handschuhen 9 be
stückt worden sind, die sich außerhalb des Beckens 7
befinden, kann durch Druck auf das Pedal 4 die
Trägerplatte 2 derart in Bewegung gesetzt werden,
daß sie eine halbe Umdrehung vollzieht, d. h. die
mit Handschuhen 9 bestückten Ausnehmungen 1 be
finden sich nach dieser Bewegung der Trägerplatte 2
in dem Bereich des Beckens 7 und die noch freien
Ausnehmungen 1 befinden sich in Richtung des Be
nutzers und können so einfach mit Handschuhen 9 be
stückt werden, da die Bestückung nicht durch das
darunterliegende Becken 7 erschwert wird. Nachdem
sämtliche oder die meisten Ausnehmungen 1 mit Hand
schuhen 9 bestückt worden sind, wird die gezeigte
Vorrichtung durch Druck auf das Pedal 5 in Gang ge
setzt.
Der Sockel 17 ist schrankartig ausgeführt und daher
vor Verschmutzung gesichert. Am Sockel 17 ist
eine Tür 6 angeordnet, um die Elektronik und das
Getriebe innerhalb des Sockels 17 zu warten. Um die
gezeigte Vorrichtung schnellstmöglichst anhalten zu
können, ist ein Notstoppschalter 12 vorgesehen. In
dem Gehäuse 11 befindet sich das Getriebe für die
bewegbare Spüldüse der Spüleinheit 19. Zwei Lampen
13 signalisieren den Betrieb der gezeigten Vor
richtung. Wenn zwei Lampen aufleuchten, wird Wasser
mit einer Reinigungsflüssigkeit in den Handschuh 9
eingesprüht. Nach dem ersten Spülgang wird nur noch
Wasser in den Handschuh 9 eingebracht, um die
Reinigungsflüssigkeit zu entfernen und es leuchtet
lediglich nur noch eine Lampe 13 auf. Selbstver
ständlich können die Reinigungsprozesse für den
Stechschutzhandschuh 9 je nach Bedarf und Ver
schmutzungsgrad individuell eingestellt werden,
d. h. die Art und die Anzahl der Reinigungsvorgänge
kann vorprogrammiert werden.
Es ist auch möglich, mit der gezeigten Vorrichtung
andere Einrichtungen zu waschen bzw. zu spülen, die
in derartigen Schlachthäusern, Fischverarbeitungs
fabriken u. dgl. anfallen, wie z. B. Messer,
Schürzen u. dgl. Wenn die Aufhängungsart für die zu
reinigenden Gegenstände geändert wird, d. h. zum
Beispiel keine Haken 22 verwendet werden, sondern
z. B. Besteckhalter od. dgl., ist es in einfacher
Weise möglich, diese Anordnung z. B. zur Reinigung
von Schneidebestecken zu verwenden.
Claims (9)
1. Reinigungsvorrichtung für Stechschutzhand
schuhe u. dgl., gekennzeichnet durch
einen Träger, der ein oder mehrere Halte
rungen für Stechschutzhandschuhe (9) auf
nimmt, wobei der Träger bewegbar ausgebil
det ist, so daß jede Halterung in den Wir
kungsbereich einer Spüldüse verbringbar ist,
die mit einem Vorrat aus Reinigungsflüssig
keit verbunden ist.
2. Reinigungsvorrichtung gemäß Anspruch 1, ge
kennzeichnet durch eine runde Trägerplatte
(2) als Träger.
3. Reinigungsvorrichtung gemäß Anspruch 1 oder
2, gekennzeichnet durch Halterungen, die als
mit Haken (22) versehene Ausnehmungen (1)
ausgebildet sind.
4. Reinigungsvorrichtung gemäß einem der vor
hergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
eine Spüldüse, die während des Reinigungs
vorganges in den in der Halterung aufge
nommenen Stechschutzhandschuh (9) bewegbar
ist.
5. Reinigungsvorrichtung gemäß einem der vor
hergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
ein unterhalb des Trägers angeordnetes, nach
oben offenes Auffangbecken (7).
6. Reinigungsvorrichtung gemäß einem der vor
hergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
einen Sensor zum Erkennen der Belegung bzw.
Nichtbelegung einer Halterung mit einem
Stechschutzhandschuh (9), der in dem Bereich
der Spüldüse angeordnet ist.
7. Reinigungsvorrichtung gemäß einem der vorher
gehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die
Spüldüse, die in ihrem Inneren einen Spül
flüssigkeitskanal aufweist und an ihrem
Außenumfang mit dem Spülflüssigkeitskanal
verbundene Austrittsöffnungen aufweist.
8. Reinigungsvorrichtung gemäß einem der vorher
gehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine
Antriebssteuerung des Trägers, bestehend aus
Positionskontakten, die am Träger oder einem
gleichlaufenden Positionskontaktträger ange
ordnet sind, und einem die Positionskontakte
bestreichenden Sensor.
9. Reinigungsvorrichtung gemäß Anspruch 8,
gekennzeichnet durch eine Grundplatte (3),
die unterhalb der Trägerplatte (2) und damit
gleichlaufend ausgebildet ist, wobei an der
Unterseite der Grundplatte (3) Positionskon
takte angeordnet sind.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |