DE443886C - Hydraulischer Regler mit mehreren Pumpen - Google Patents
Hydraulischer Regler mit mehreren PumpenInfo
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- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D13/00—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
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Description
Das Bestreben, die Bedienung des Antriebes hydraulischer Regler zu vereinfachen und deren
Betriebssicherheit zu erhöhen, hat zu Reglerkonstruktionen ohne Windkessel geführt.
Es ist bekannt, daß der Windkessel hydraulischer Regler, welcher als Energieakkumulator dienen soll, ein wenig verläßliches Element ist, da seine richtige Wirkungsweise vom richtigen Inhalt der komprimierten Luft und ferner vom Flüssigkeitsinhalt abhängig ist. Während des Ganges des Reglers ändern sich aber diese beiden Werte ständig, so daß zur Erhaltung des richtigen Verhältnisses dieser Werte verschiedene komplizierte und im Betrieb unsichere Vorrichtungen konstruiert wurden, oder wird die richtige Erhaltung des Verhältnisses vom bedienenden Personal von Hand aus durchgeführt, was eine ständige Aufsicht des Windkessels erfordert. Automatische Vorrichtungen zur Regelung des Luft- und Wasserinhaltes bedeuten immer eine Unsicherheit des Antriebes, da ihre Wirkungsweise mit Rücksicht auf die Kompliziertheit und Feinheit der Bestandteile nicht betriebssicher erscheint.
Es ist bekannt, daß der Windkessel hydraulischer Regler, welcher als Energieakkumulator dienen soll, ein wenig verläßliches Element ist, da seine richtige Wirkungsweise vom richtigen Inhalt der komprimierten Luft und ferner vom Flüssigkeitsinhalt abhängig ist. Während des Ganges des Reglers ändern sich aber diese beiden Werte ständig, so daß zur Erhaltung des richtigen Verhältnisses dieser Werte verschiedene komplizierte und im Betrieb unsichere Vorrichtungen konstruiert wurden, oder wird die richtige Erhaltung des Verhältnisses vom bedienenden Personal von Hand aus durchgeführt, was eine ständige Aufsicht des Windkessels erfordert. Automatische Vorrichtungen zur Regelung des Luft- und Wasserinhaltes bedeuten immer eine Unsicherheit des Antriebes, da ihre Wirkungsweise mit Rücksicht auf die Kompliziertheit und Feinheit der Bestandteile nicht betriebssicher erscheint.
Aus diesen Gründen wurden hauptsächlich für Einrichtungen, welche ohne Bedienung
arbeiten, Regler ohne Windkessel konstruiert. Die Pumpe -dieser Regler arbeitete entweder
ständig mit vollem Druck oder wurde das Steuerungsorgan derart ausgeführt, daß es
während der Ruhe,' d.i. ins seiner Mittellage, die Treibflüssigkeit mit kleinerem Druck durchließ,
und erst beim Verschieben des Organs aus der Ruhelage stieg der Druck auf die verlangte
Höhe. Diese Konstruktionen eigneten sich nur für kleinere Leistungen, da bei größeren
Leistungen die Erwärmung der Treihflüssigkeit größer war, und der ständige Kraftverbrauch
zum Antrieb der Pumpe war bedeutend. Um es zu ermöglichen, dieses ansonsten sehr gute,
einfache, im Betrieb sichere Prinzip auch für größere Leistungen verwenden zu können,
wurden Regler mit zwei und auch mehreren Pumpen konstruiert. Die Steuerung des Servomotors
dieser Regler besorgte ein Steuerungsorgan, und die verschiedenen zum Antrieb des
Servomotors erforderlichen Drücke der einzelnen Pumpen wurden durch verschiedene
Sicherheitsventile eingestellt.
Diese Konstruktion hat aber wieder den Nachteil, daß das Verteilungsorgan, d. i. das
Steuerungsorgan, welches für alle Pumpen gemeinsam ist, mit Rücksicht auf die große
von allen Pumpen geförderte Treibflüssigkeitsmenge "von großen Dimensionen ist. Sollten die
Pumpen ohne Druck arbeiten, so konnte das Steuerorgan vom Hilfsservomotor nicht bewegt
werden (da zur Bewegung desselben der erforderliche Druck nicht vorhanden war), und es mußte
dieses große Steuerorgan direkt durch eine TJmstellkraftquelle bewegt werden (durch den
Zentrifugalregler), womit selbstverständlich die Genauigkeit und Empfindlichkeit der Regelung
herabgesetzt wurde.
Ein weiterer Nachteil dieser Konstruktionen war der, daß auch bei vollkommen gleichmäßiger
Belastung eine ziemlich große Pumpe unter Druck gestellt werden mußte, damit dieselbe
den Leitapparat der angetriebenen Maschine, das sind entweder die Regulierschaufehl oder
die Reguliernadel der Turbine, mit den an denselben angreifenden Kräften im Gleichgewicht
hält.
ίο Mit dem Gegenstande vorliegender Erfindung
werden alle diese angeführten Nachteile beseitigt, deren Wesen darin beruht, daß die
Steuerung des Triebstoffes für den Hauptservomotor von mehreren Steuerorganen bewerkstelligt
wird, von denen jedes einzelne mit einer eigenen Pumpe versehen ist. Eine von diesen
Pumpen arbeitet ständig mit vollem Druck, wogegen die anderen nur vorübergehend mit
vollem Druck arbeiten. Ferner können die Steuerorgane der Erfindung gemäß verschiedene
Hübe erhalten, wobei dieselben nur von einerUmstellkraftquelle bewegt werden, oder es bewegt
sich bloß eines der Steuerorgane direkt durch die Umstellkraftquelle, wogegen die anderen
indirekt angetrieben sind. Endlich kann eines der Steuerorgane mit der Umstellkraftquelle
derart verbunden werden, daß die geringste Bewegung augenblicklich erfolgt, wogegen das
zweite Steuerorgan erst dann bewegt wird, bis das erste Steuerorgan die ganze, genau ab'
gegrenzte Bahn durchläuft.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung schematisch dargestellt, in welcher
Abb. ι und Abb. 2 zwei verschiedene Ausführungsmöglichkeiten
der Erfindung veranschau- | liehen, |
Bei der Ausführung gemäß Abb. 1 ist der Zentrifugalregler 1 durch den Hebel 2 mit den
Verteüungsorganen 3, 4, 5 verbunden. Die Pumpen 6, 7, 8 fördern die Treibflüssigkeit
durch die Rohrleitungen 9, 10, 11 zu den Steuerorganen
3, 4, 5. Die Pumpe 6 arbeitet ständig unter Druck, und das entsprechende Steuerorgan
3 ist ganz normal ausgeführt. Die Treibflüssigkeit (Triebstoff) wird unter vollem Druck
durch dieses Steuerorgan vermittels der Rohrleitungen 12 oder 13 in den Zylinder 14 des
Servomotors geleitet, wo die Treibflüssigkeit die auf die Regelungsvomchtung der Antriebmaschine
wirkenden, veränderlichen Kräfte im Gleichgewicht hält. Bei ganz kleinen
plötzlichen Änderungen der Belastung bewerkstelligt auch dieses Verteilungsorgan die Steuerung
des Triebstoffes, welcher zu der kleinen plötzlichen Verschiebung des Kolbens 15 erforderlich
ist. Bei dem vorher beschriebenen Zustand arbeiten die anderen Pumpen ganz ohne Druck, und der Triebstoff fließt durch die
Steuerorgane 4 und 5 ganz ohne Widerstand in das Gefäß 18. Es ist selbstverständlich, daß
die Steuerungsorgane so eingerichtet sind, daß der im Zylinder des Servomotors eingeschlossene
Triebstoff durch dieselben nicht zurückfließen kann. Tritt nun eine Änderung der Belastung
ein, so tritt zuerst das Steuerorgan 4 mit der Pumpe 7 in Tätigkeit und dann das Organ 5
mit der Pumpe 8, welche dann mit genau demselben vollen Druck arbeiten wie die Pumpe 6.
Der Hub der Steuerorgane ist deswegen verschieden gewählt, damit so viel freier Querschnitt
dieser Organe erhalten bleibt, als zum freien Abfluß des Triebstoffes von der Pumpe
erforderlich ist.
Durch die angeführte Anordnung erreicht man, daß während der Ruhe die Regelungsvorrichtung
der Antriebmaschine vom vollen Druck bei sehr geringem Kraftbedarf in der
richtigen Lage gehalten wird, und beim eigentlichen Regeln erhöht sich bei gleichem Druck
die Menge des Triebstoffes, welcher zum Antrieb des Servomotors erforderlich ist. Der
gleiche Druck in der Rohrleitung wird durch das Sicherheitsventil 19 auf gleicher Höhe gehalten,
welcher für alle Pumpen derselbe ist.
In Abb. 2 ist eine andere Anordnung dieses Prinzips veranschaulicht. Das Steuerorgan 20
folgt stetig den Bewegungen des Reglers 21, und das zweite Steuerorgan-23 wird durch diese
Umstellkraftquelle erst dann in Bewegung ges.etzt, bis das erste Steuerorgan seine ganze,
durch die Ausschläge 24 und 25 begrenzte Bahn durchlaufen hat.
Claims (2)
1. Hydraulischer Regler mit mehreren Pumpen, dadurch· gekennzeichnet, daß die
Steuerung des Triebstoffes für den Hauptservomotor von mehreren Steuerorganen (3, 4, 5 bzw. 20, 23) bewerkstelligt wird, von
denen jedes einzelne mit einer eigenen Pumpe (6, 7, 8) ausgestattet ist, von welchen die
eine ständig, wogegen die anderen nur bedarfsweise mit vollem Druck arbeiten, und
daß die Steuerorgane verschiedene Hübe aufweisen, aber nur von einem einzigen
Regler bewegt· werden.
2. Hydraulischer Regler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Steuerorgan
(20) mit dem Regler derart verbunden ist, daß eine kleine Bewegung desselben genügt, um den Steuervorgang einzuleiten,
wogegen das zweite Steuerorgan- (23) erst dann bewegt wird, wenn das erste Steuerorgan
seine ganze, genau begrenzte Bahn durchlaufen hat.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CS443886X | 1926-02-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE443886C true DE443886C (de) | 1927-05-10 |
Family
ID=5452873
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA47518D Expired DE443886C (de) | 1926-02-15 | 1926-04-04 | Hydraulischer Regler mit mehreren Pumpen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE443886C (de) |
-
1926
- 1926-04-04 DE DEA47518D patent/DE443886C/de not_active Expired
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