DE442520C - Verfahren zum Aufloesen und Wiederausfaellen von Kollagen oder Glutin - Google Patents

Verfahren zum Aufloesen und Wiederausfaellen von Kollagen oder Glutin

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DE442520C
DE442520C DEB117916D DEB0117916D DE442520C DE 442520 C DE442520 C DE 442520C DE B117916 D DEB117916 D DE B117916D DE B0117916 D DEB0117916 D DE B0117916D DE 442520 C DE442520 C DE 442520C
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collagen
glutin
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DEB117916D
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Dr Hans Koester
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MAX BERGMANN DR
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MAX BERGMANN DR
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L89/04Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair
    • C08L89/06Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair derived from leather or skin, e.g. gelatin
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J11/00Recovery or working-up of waste materials
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    • C08J11/08Recovery or working-up of waste materials of polymers without chemical reactions using selective solvents for polymer components
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
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    • C08L1/02Cellulose; Modified cellulose
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Description

  • Verfahren zum Auflösen und Wiederausfällen von Kollagen oder Glutin. Durch Versuche ist festgestellt worden, daß sich Kollagen (also die leimgebende Substanz der Haut, der Knochen und Knorpel) sowie das aus dem Kollagen entstehende Glutin (Leim, Gelatine) mit großer Leichtigkeit und beträchtlich in sogenannten Metallaminverbindungen nach Art von Schweitzers Reagens (Kupferoxydammoniak oder Aminocupri:hydroxyd:) auflösen. Diese Erscheinung ließ sich nicht voraussehen, da Kollagen ziemlich widerstandsfähig gegen Säuren und Alkalien ist und sich vor allem in Ammoniak nicht erheblich auflöst; denn man verwendet Ammoniak ja vielfach zum Enthaaren der Häute, ohne dabei die wertvolle Hautsubstanz zu verlieren, die hauptsächlich aus Kollagen besteht. Auch Glutin, wenn es im wasserarmen Zustande mit starkem Ammoniak in Berührung gebracht wird, quillt zunächst nur stark an, löst sich aber nicht. Dagegen findet bei Kollagen und bei Glutin mit Metallaminen, wie Kupferoxydammoniak und Nickeloxydulammoniak, schon in Bruchteilen einer Stunde völlige Lösung statt. Die Metallaminlösungen nehmen von Kollagen und Glutin eine ziemliche Menge auf, so daß man unschwer einen Gehalt von 8 bis i o Prozent erreichen kann. Aus diesen ziemlich viskosen Lösungen läßt sich das Kollagen und auch das Glutin leicht wieder durch Säuren oder geeignete Salze, welche die Metallamin-Eiweiß-Verbindungen zersetzen, wieder ausfällen. Besonders auffällig ist weiter, daß sich Kollagen auch nach dem Gerben durch die Metallamine, wenn auch etwas schwerer, in Lösung bringen läßt.
  • Beispiel i.
  • ioo g zerkleinerte Haut werden mit t 1 einer Kupferoxydammoniaklösung übergossen und lebhaft gerührt. Nach etwa 2o Minuten hat sich alles mit dunkelviolettblauer Farbe gelöst. Beim Ansäuern erhält man einen amorphen Niederschlag.
  • Beispiel e.
  • ioo g Gelatine werden in 21 einer Kupferoxydammoniaklösung unter Rühren gelöst. Beim Ansäuern mit Schwefelsäure fällt eine farblose Masse aus.
  • Beispiel 3.
  • ioo g Haut werden mit i 1 Nickeloxydammoniaklösung behandelt. Die Haut geht mit brauner Farbe in Lösung. Man arbeitet sonst wie in Beispiel i.
  • Beispiel 4.
  • 30 g Baumwolle werden in der entsprechenden Menge Kupferoxydammoniak gelöst, zu dieser Lösung nach q. Stunden 7 g Hautpulver zugegeben. Nach vierstündigem Stehen unter öfterem Durchrühren pr eßt man (las Gemisch aus einer Düse in das Natriumsulfat-Schwefelsäure - Fällbad. Der ausgefallene Faden wird mit Wasser gewaschen.
  • Beispiel s.
  • 4o g Hautpulver werden in der entsprechenden Menge Kupferoxydammoniaklösung gelöst, die Auflösung dauert etwa % Stunde. Ein Teil der etwa i2prozentigen Lösung wird mit io Teilen Cellulose gemengt und das Gemisch in Wasser versponnen.
  • Beispiel 6.
  • 125 g feuchte chromgare Falzspäne werden in der entsprechenden Menge Kupferoxydammoniaklösung im Verlauf von 2 Stunden gelöst. Die Lösung wird mit einer Auflösung von Cellulose in Kupferoxydammoniak im Verhältnis i : io gemischt und versponnen. Beispiel 5o g Lederabfälle werden mit i 1 Kupferoxydammoniak geschüttelt. Nach 4o Minuten ist nahezu vollständige Lösung eingetreten.
  • Die Kupferkollagen- und Kupferglutinlösungen sollen für sich allein oder im Gemisch mit anderen in Kupferoxydammoniak löslichen tierischen und pflanzlichen Stoffen zur Erzeugung von Kunstmassen und Kunstfasern dienen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Auflösen und Wiederausfällen von Kollagen oder Glutin, dadurch gekennzeichnet, daß man kollagenhaltige Materialien direkt in Metallaminlösungen auflöst und hinterher durch Säuren oder andere Stoffe, welche die Metallaminlösung zersetzen, wieder zur Abscheidung bringt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man Kollagen oder Glutin oder kollagen- oder glutinhaltige Materialien einerseits und andere Stoffe, die sich in Metallaminlösungen auflösen, andererseits gleichzeitig oder in beliebiger Reihenfolge in derselben Metallaminlösung auflöst und dann beide gemeinschaftlich ausfällt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Kollagen oder Glutin oder kollagen- oder glutinhaltige Materialien in Metallaminlösungen auflöst, diese Lösungen erst mit Metalläminlösungen anderer Materialien, pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, vermischt und dann erst das Gemisch der Ausfällung zuführt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man an Stelle von Kollagen gegerbtes Kollagen beliebiger Gerbungsart zur Anwendung bringt.
DEB117916D 1925-02-01 1925-02-01 Verfahren zum Aufloesen und Wiederausfaellen von Kollagen oder Glutin Expired DE442520C (de)

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