DE44246C - Quecksilberluftpumpe ohne Ventile und Hähne - Google Patents
Quecksilberluftpumpe ohne Ventile und HähneInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04B—POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
- F04B39/00—Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00
- F04B39/0005—Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00 adaptations of pistons
- F04B39/0011—Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00 adaptations of pistons liquid pistons
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Description
1H · ϊ; !!ι ιΛ
«I
Bei Benutzung der bis jetzt bekannten Quecksilberluftpumpen mit Ventilen hält es sehr schwer,
ein fast absolutes Vacuum zu erzielen, und sind mit der Anwendung von Ventilen oder Hähnen
noch mancherlei Uebelstände verbunden, welche bei der den Gegenstand vorliegender Erfindung
bildenden ventillosen Quecksilberluftpumpe völlig in Wegfall kommen. Dieselbe besteht aus einem
eigentümlich geformten, stellenweise erweiterten Rohrring, welcher in seiner Ebene um seinen
Mittelpunkt um etwa 900 hin- und hergedreht wird, und in welchem durch eine Quecksilberfüllung
ein durch das Quecksilber nach der einen Seite abgesperrter luftleerer Raum hergestellt
wird, der mit dem zu evacuirenden Raum bezw. Gefä'fs nach der anderen Seite hin
in Verbindung steht. Die Bildung eines sogenannten schädlichen Raumes ist hierbei vollständig
vermieden.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die Quecksilberluftpumpe in vier verschiedenen Stellungen
zur Darstellung gebracht. Fig. 1 zeigt die Anfangs- und Endstellung der Pumpe, und zwar
liegt der Quecksilberspiegel bei der Anfangsstellung in den Röhren m und S in der Horizontalen
A-B, während bei der Endstellung der Quecksilberspiegel im Rohr S etwa 760 mm
oberhalb A-B, d. h. etwa bis zum Punkt q reicht. Fig. 2 zeigt den Anfang der Bewegung
behufs Bildung des Vacuums; Fig. 3 ist die Endstellung der Pumpe bei der Schwingung
nach links und die Anfangsstellung der Schwingung nach rechts; Fig. 4 zeigt bei schon fortgeschrittener
Luftverdünnung die Pumpe wieder in der Rückwärtsbewegung nach der Anfangsstellung, Fig. ι, begriffen, wobei die aus dem
zu evacuirenden Raum in die Pumpe eingetretene Luft ausgestofsen wird.
5' S m mx ist ein um die centrale Achse 0
um 90 ° hin- und herschwingendes Rohrsystem, welches am besten mit etwa 900 mm Radius ausgeführt wird. Bei C ist das Rohr
zu einem Reservoir erweitert, welches ungefähr das gleiche Volumen wie alle übrigen Theile
des Rohres zusammen besitzt. Bei d ist das Rohr auf eine gröfsere Länge zu einem erheblich
gröfseren Querschnitt erweitert. Diese Erweiterung dient als Pumpenstiefel, welcher
einerseits durch das Rohr S S' mit dem zu evacuirenden Raum, andererseits durch das
Rohr F mit einem Ballon a, dem sogenannten Recipienten, in Verbindung steht. Dem Recipienten
und dem in denselben eintretenden Rohre F ist eine solche Lage zu geben, dafs die Mittelachse
des Recipienten und die Mitte der Mündung des Rohres F mit der durch den in der
Anfangsstellung befindlichen Apparat gezogenen Mittellinie A-B zusammenfällt. Ebenso fällt
die Mündung des den Recipienten α mit dem Hülfsreservoir b verbindenden Rohres r in die
Linie A-B.
Durch das Rohr tl communicirt der Recipient
α mit dem oberen Theil des Reservoirs C bezw. mit dem Luftauslafsrohr Wim1; letzteres
ist durch das Rohr t'2 noch mit dem Hülfsreservoir b verbunden.
Das Rohr 5 ist das Luftsaugerohr der Luftpumpe, und wird dessen Ende S1 mit dem zu
evacuirenden Gefäfse durch einen mit starker Eisenspirale ausgerüsteten Kautschukschlauch
verbunden.
Bei der Füllung des Apparates mit Quecksilber ist Folgendes zu beachten: Wenn in dem
zu evacuirenden Raum oder Gefäfs ein völliges Vacuum erzeugt ist, so wird die durch Rohr inm]
auf das in der Luftpumpe befindliche Quecksilber mit dem vollen Atmosphärendrucke
pressende Aufsenluft das Quecksilber um etwa 760 mm über das untere Niveau in dem Rohr S
bis zum Punk! q empordrücken, wie dies in
Fig. 1 gezeichnet ist. Die Füllung ist nun so einzurichten, dafs das untere Niveau des Quecksilbers
bei der Anfangsstellung der Pumpe, Fig. i, in der Mittellinie /1-7? liegt, während
andererseits bei der Endstellung. Fig. ·\- das untere Quecksilberniveau in C 760 mm unter j
der Mittellinie liegen inuis. damit die Verbin- j dung zwischen dem Lul'tsaugerohr S und dem j
Pumpenstiefel d frei wird. Das Quecksilberniveau in dem Reservoir α soll etwa auf der |
halben Höhe des letzteren liegen, so dafs die i 760 mm hohe Quecksilbersäule in dem Rohr F ]
mit ihrem oberen Niveau etwas oberhalb der j Mittellinie A-D zu liegen kommt. Das Hull's j
reservoir b ist fast ganz mit Quecksilber zu ! füllen; diese Füllung dient einem besonderen, j
weiter unten beschriebenen Zwecke.
Wird die Lullpumpe in Thätigkeit gesetzt, d. h. also in Richtung des in Fig. 1 und 2 ein- !
gezeichneten Pfeiles gedreht. um in die in i Fig. 3 gezeichnete Endstellung übergeführt zu
werden, so bildet sich zwischen den oberen Theilen des Rohres F und des Pumpenstiefels d
einestheils und der Oberfläche des Quecksilbers in dem Rehälter C und dem Rohr S andcrentheils
ein Niveauunterschied. Sobald dieser i Niveauunterschied 760 mm erreicht hat. fliefst ]
das Quecksilber aus dem Pumpenstiefel d bei η !
durch das Rohr m langsam in das Rerservoir C j ab; gleichzeitig fliefst das in dem Rohr F be- |
findliche Quecksilber langsam nach dem Recipienten α zurück. Auf diese Weise bildet
sich im Pumpenstiefel d und im Rohr F ein bis zur Erreichung der Endstellung an Gröfse
zunehmender luftleerer Raum. Wenn die Drehung der Luftpumpe um qo° beinahe vollendet ist, fliefst auch das in dem Hülfsreservoir
b befindliche Quecksilber durch das Rohr t'2 nach dem Reservoir C über und bildet
daselbst einen gewissen Ueberschufs an Quecksilber, dessen Vorhandensein für die Druckperiode
sehr wichtig ist. Hat die Pumpe ihre in Fig. 3 gezeichnete Endstellung erreicht, so
ist der Pumpenstiefel d völlig evacuirt und kann die in dem zu evacuirenden Raum befindliche
Luft durch das Rohr S bei η frei in den Pumpenstiefel d eintreten. Selbstverständlich
tritt schon Luft nach d über, bevor die Endstellung gänzlich erreicht ist.
Im Anfang der Evacuirung, d. h. wenn in dem zu entleerenden Gefäfse nur eine geringe
Luftverdünnung besieht, sinkt natürlich der :
Quecksilberspiegel in den Röhren F und η m
viel tiefer, als es in der Fig. 3, welche die Endstellung bei bereits erzielter Luftleere zeigt,
dargestellt ist.
Nunmehr erfolgt die Druckperiode der Pumpe durch ihre Rückwärtsbewegung aus ihrer Endstellung.
Fig. 3, in die Anfangssiellung, Fig. 1. Hierbei fliefst das im Reservoir C befindliche
Quecksilber durch das Rohr m η zurück, dringt in den Pumpenstiefel d und das Rohr S ein
und treibt die Luft aus d hinaus; diese letztere treibt das im Rohr F befindliche Quecksilber
vor sich her in den Recipienten α hinein.
Die Luft tritt dann aus der Mündung von F frei aus und gelangt durch das Rohr i1 und
durch m bei m' in das Freie. Da in dem
Reservoir C nicht nur das zur Füllung von in. d und F erforderliche, sondern auch noch
das im Hüllsrescrvoir b enthalten gewesene Quecksilber sich befindet, so mul's auch dieser
Lieberschuls den Pumpenstietel d passiren und in den Recipienien α und von diesem
durch das Rohr r in das Hülfsreservoir b übertreten. Hierbei nimmt das Quecksilber alle
noch etwa an den Wandungen von d und F anhaftenden Luftbläschen mit, so dafs durch
den in b befindlichen Quecksilberüberschufs die Erzielung eines absoluten Vacuums ermöglicht
wird. In Fig. 4 ist eine mittlere Stellung der Luftpumpe während ihrer Druckperiode
bei schon fortgeschrittener Luftleere, also bei ihrer Bewegung aus der Endstellung, Fig. 3, in
die Anfangssiellung. Fig. 1, gezeichnet.
Der Antrieb der Luftpumpe kann auf eine beliebige Weise erfolgen , doch ist derselbe
vortheilhaft so einzurichten . dafs bei dem Wechsel in der Drehungsrichtung jedesmal eine
kurze Pause in der Bewegung eintritt, damit dem Quecksilber Zeit gelassen wird, sich in der
richtigen Lage einzustellen.
FZs ist leicht einzusehen, dafs man mit Hülfe der vorbeschriebenen Quecksilberluftpumpe leicht
ein fast absolutes Vacuum erzeugen kann, da auch die kleinste von dem Pumpenstiefel d angesaugte
Luftmenge mit Hülfe des Ueberschusses an Quecksilber absolut sicher ausgetrieben werden
kann. Ferner ist die Bildung eines sogenannten schädlichen Raumes unmöglich, da der
Pumpenstiefel d nach beiden Seiten hin durch das Quecksilber absolut sicher abgeschlossen ist,
was mit Hülfe von Ventilen niemals erreicht werden kann.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:Eine Quecksilberluftpumpe ohne Ventile und Hähne, bestehend aus einem um seinen Mittelpunkt hin- und herdrehbaren, theilweise mit Quecksilber gefüllten Rohrsystem, mit einer von dem Hauptrohr (S) sich ab-zweigenden, als Pumpenstiefel dienenden Erweiterung (d), in welcher das Quecksilber sowohl als Pumpenkolben wie als Ventilverschlufs wirkt, und zwar nicht allein zwischen dem Pumpenstiefel und dem zu entleerenden Raum, sondern auch gegen die äufsere Luft hin.
- 2. An Quecksilberluftpumpen der zu i. gekennzeichneten Art die Anordnung des in Verbindung mit dem Pumpenstiefel (d) und dem Recipienten (a) als Ventil wirkenden Barometerrohres (F)-, dessen freies Ende während der Saugeperiode in das in dem Recipienten α befindliche Quecksilber taucht, den Eintritt der äufscren Luft in den Pumpenstiefel (d) verhindert und somit einen dichteren Abschluss desselben nach dieser Seite hin bewirkt, während der Druckperiodeaber die Evacuirung der angesaugten Luft vermittelt.An Quecksilberluftpumpen der zu i. gekennzeichneten Art die Anordnung eines durch ein Rohr (r) mit dem Recipienten (a) und durch ein zweites Rohr (t"1) mit dem Hauptreservoir (C) verbundenen Hülfsreservoir (b), welches einen gewissen Quecksilberüberschufs enthält, der zu Ende der Saugeperiode durch das Rohr i2 nach dem Hauptreservoir C übertritt und während der Druckperiode durch den Pumpenstiefel d und das Rohr F getrieben wird, zum Zwecke, die an den Wandungen des Pumpenstiefels d noch etwa anhaftenden Luftbläschen mit sich zu reifsen und so die Erzielung eines fast absoluten Vacuums zu ermöglichen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE44246C true DE44246C (de) |
Family
ID=319492
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT44246D Expired - Lifetime DE44246C (de) | Quecksilberluftpumpe ohne Ventile und Hähne |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE44246C (de) |
-
0
- DE DENDAT44246D patent/DE44246C/de not_active Expired - Lifetime
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