DE4415110C2 - Vorrichtung zum Wiegen von weichgemachten Feststoffen - Google Patents

Vorrichtung zum Wiegen von weichgemachten Feststoffen

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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Wiegen eines weichgemachten Feststoffes. Genauer betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Wiegen eines weichge­ machten bzw. erweichten oder weichen Feststoffes, welche so angeordnet ist, daß die abgemessene Substanz durch die Ab­ gabe eines Austragsignals ausgebracht wird.
In einer Vorrichtung zum Wiegen und Ausbringen eines weichgemachten Feststoffes, wie beispielsweise Nahrungs­ mittel, welcher klebrig ist, ist das Wiegeelement bzw. die nach unten öffnende Waagschale im allgemeinen mit einer Wägezelle durch einen Rahmen verbunden. Es ist daher not­ wendig, jede über die unbedingt erforderliche Kraft hinaus­ gehende Kraft, welche auf die Wägezelle ausgeübt werden darf, zu vermeiden, wenn die gewogene Substanz ausgebracht wird. Gewöhnlicherweise trat jedoch oft der Fall auf, daß die gewogene Substanz, welche sehr klebrig ist, in dem Wiegeelement zurückbleibt, so daß zum Ausbringen derartiger Rückstände das Wiegeelement im Schwingungen versetzt oder durch ein Klopfen beaufschlagt werden mußte. Ein derartiges Verfahren zum Ausbringen bringt nicht nur ein Problem durch das Ausüben einer übermäßigen Kraft oder von Stoß­ beanspruchungen auf die Wägezelle mit sich, sondern es er­ fordert auch eine vergleichsweise lange Zeit, um das Aus­ bringen zu vervollständigen.
Wenn auch ein Motor oder eine andere Antriebseinheit zum Öffnen und Schließen eines Meßelementes durch ein Wenden desselben mit der Wägezelle verbunden ist, so ist üblicher­ weise das Gewicht der Antriebseinheit relativ groß, wobei dies zu einer großen Tara im Vergleich zur Wägezelle führt. Dies erfordert das Vorsehen einer Wägezelle mit großer Ka­ pazität. Eine derartige Anordnung bringt das Problem mit sich, daß sie beim Messen eines leichtgewichtigen Gegen­ standes, wie beispielsweise von Nahrungsmitteln, die Ver­ besserung der Genauigkeit verhindert.
Darüber hinaus ist bei bekannten viertelzylindrischen Wägebehältern je ein Viertelzylinder an der rechten und an der linken Seite vorgesehen, wobei die Behälter um eine ge­ meinsame Drehachse drehbar bzw. schwenkbar sind. Daher muß die Anordnung so getroffen sein, daß jede Seite der Viertel­ zylinder, welche normal auf die Drehachse steht, einander überlappt. Daher ergab sich ein Problem, daß nicht nur der Aufbau kompliziert wurde, sondern daß auch das Zerlegen und Reinigen des Behälters schwierig wurde. Darüber hinaus be­ stand ein Problem, daß der Aufbau zum Einbau einer Schaber­ einheit in unvermeidbarer Weise kompliziert wird.
Eine solche Wiegevorrichtung zeigt beispielsweise die JP 5-107104. Bei dieser Wiegevorrichtung ist das Wägeelement, das aus zwei viertelzylinderförmigen Wägebehältern besteht, mit der Wägezelle über eine einzige Achse verbunden, auf der sowohl die entsprechenden Stirnseiten der Wägebehälter als auch das entsprechende Ende eines Schaberelementes drehbar gelagert sind. Das andere Ende des Schaberelementes und der Wägebehälter sind über ein eigenes Dreh­ lager miteinander verbunden. Die beiden in axialer Richtung voneinander be­ abstandeten Lager bilden eine unlösbare Verbindung mit dem Wägebehälterpaar und dem Schaberelement, so daß eine Zerlegung zum Zwecke einer häufig erforderlichen Reinigung dieser Teile nicht möglich ist. Daher weist diese bekann­ te Wiegevorrichtung den entscheidenden Mangel unzureichender Hygiene, insbesondere bei Verwendung mit Lebensmitteln auf.
Es ist Aufgabe der Erfindung eine Vorrichtung zum Wiegen eines weichgemach­ ten Feststoffes zu schaffen, bei der der Aufbau der Wägebehälter vereinfacht ist, um ein leichtes Zerlegen zur Reinigung zu ermöglichen, ohne die Präzision beim Wiegen zu beeinträchtigen.
Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zum Wiegen eines weichgemachten Feststoffes mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Diese Vorrichtung ermöglicht durch einfaches Lösen des Schaberelementes ein äußerst leichtes Zerlegen des Wägeelementes, wodurch die Reinigung der Teile erheblich vereinfacht wird, was insbesondere beim Wiegen von Lebensmitteln wichtig ist, um die erforderliche Hygiene sicherzustellen.
Eine Vorrichtung zum Wiegen eines weichgemachten Feststoffes gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt eine Wägezelle, welche Wägesignale aussendet, Wägebehälter, welche zwei Querschnitte von ungefähr einem Viertelzylinder aufweisen, welche nahe nebeneinander angeordnet sind und welche an der Wägezelle drehbar um jede Mittellinie der Zylinder als Drehachse angeordnet sind, ein Schaberelement, welches nahe der Innenfläche der Wägebehälter angeordnet ist, und eine Antriebseinheit, welche nicht mit der Wägezelle verbun­ den ist, zum Öffnen und Schließen der Wägebehälter durch ein gegen­ sinniges Drehen derselben um jeweils die Mittellinie der Zylinder. Bei dieser oben genannten Anordnung wird die gewogene Substanz aus den Wägebehältern ausgebracht, während sie aus­ geschabt wird.
Für eine Vorrichtung zum Wiegen eines weichgemachten Feststoffes gemäß der vorliegenden Erfindung ist auch bevor­ zugt, daß Stangen zum Öffnen und Schließen der Wägebehälter vorgesehen sind und daß die Antriebseinheit zum Öffnen und Schließen der Wägebehälter mit Elementen zum Öffnen und Schließen ausgebildet ist, welche bewirken, daß die Stangen zum Öffnen und Schließen jeweils um die Mittellinie der Zylinder als Drehachse drehbar sind.
Es ist weiter bevorzugt, daß die viertelzylindrischen Wägebehälter zwei viertelzylindrische Teile umfassen, welche in einander entgegengesetzten Richtungen drehbar sind, daß jeder der viertelzylindrischen' Teile die zuvor genannten Stangen zum Öffnen und Schließen aufweisen und daß die Ele­ mente zum Öffnen und Schließen zwei Drehhebel aufweisen, welche in einander entgegengesetzten Richtungen drehbar sind.
Mit den oben erwähnten Anordnungen wird das Gewicht des in die zwei viertelzylindrischen Behälter der Wiegevor­ richtung eingebrachten Nahrungsmittels durch die Wägezelle gemessen. Nach dem Messen werden die viertelzylindrischen Behälter entgegengesetzt durch Mittel zum Öffnen und Schließen der Behälter um die jeweilige Mittellinie der Zylinder gedreht. Das Nahrungsmittel in den Behältern wird durch das Schaberelement aus den viertelzylindrischen Be­ hältern geschabt und nach unten abgeworfen. Daher kann, selbst wenn es sich um einen weichgemachten Feststoff, wie beispielsweise um ein Nahrungsmittel, handelte welcher klebrig ist, dieser in einer kurzen Zeit gewogen und aus­ gebracht werden. Weiters kann die Antriebseinheit zum Öffnen und Schließen der halbkreisförmigen, zylindrischen Wäge­ behälter als Ganzes unabhängig von der Wägezelle ausgebildet sein und kann auch in einem Bereich angeordnet werden, welcher sich nicht in Querrichtung erstreckt, so daß da­ durch, daß während des Meßvorganges keine äußere Kraft außer der Schwerkraft auf die Wägezelle ausgeübt wird, eine hohe Genauigkeit einer präzisen Meßmethode aufrechterhalten wird und ein Feld einer Mehrzahl von Wiegeelementen kompakt aus­ gebildet werden kann.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Wiege­ elementes einer Vorrichtung zum Messen eines weichgemachten Feststoffes gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Er­ findung.
Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Vor­ richtung zum Wiegen eines weichgemachten Feststoffes gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch ein Wiegeelement einer Vorrichtung zum Messen eines weichgemachten Fest­ stoffes gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Er­ findung längs der Linie III-III der Fig. 1.
Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht eines Zwischenstückes bzw. einer Abstützvorrichtung einer Vorrichtung zum Wiegen eines weichgemachten Feststoffes gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Fig. 5 zeigt eine Draufsicht auf ein Zwischenstück einer Vorrichtung zum Wiegen eines weichgemachten Fest­ stoffes gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfin­ dung.
Fig. 6 zeigt eine Ansicht, welche einen Zustand der An­ ordnung des Wiegeelementes und eines Zwischenstückes illustriert.
Fig. 7 zeigt einen vertikalen Querschnitt durch eine Antriebseinheit für eine Vorrichtung zum Wiegen eines weich­ gemachten Feststoffes gemäß einer Ausführungsform der vor­ liegenden Erfindung.
Fig. 8. zeigt eine Draufsicht auf die Antriebseinheit für eine Vorrichtung zum Wiegen eines weichgemachten Fest­ stoffes gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Er­ findung.
Fig. 9 zeigt einen vertikalen Querschnitt des Nocken­ systems einer Antriebseinheit für eine Vorrichtung zum Wiegen eines weichgemachten Feststoffes gemäß einer Ausfüh­ rungsform der vorliegenden Erfindung.
Fig. 10 zeigt eine Ansicht, welche einen Zustand des Messens einer Vorrichtung zum Wiegen eines weichgemachten Feststoffes gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung illustriert.
Fig. 11 zeigt eine Ansicht, welche einen Zustand der Vorbereitung für ein Öffnen des Wiegeelementes einer Vor­ richtung zum Wiegen eines weichgemachten Feststoffes gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung illus­ triert.
Fig. 12 zeigt eine Ansicht, welche den offenen Zustand des Wiegeelementes einer Vorrichtung zum Wiegen eines weichgemachten Feststoffes gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung illustriert.
Fig. 13 zeigt eine Ansicht, welche den Betrieb von Armen für das Öffnen und Schließen einer Vorrichtung zum Wiegen eines weichgemachten Feststoffes gemäß einer Aus­ führungsform der vorliegenden Erfindung illustriert.
Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die beigeschlos­ senen Zeichnungen eine Beschreibung einer Vorrichtung zur Bestimmung des Gewichtes eines weichgemachten Feststoffes gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung er­ folgen. Eine Vorrichtung zum Wiegen eines weichgemachten Feststoffes gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine Vor­ richtung zum Wiegen und Ausbringen von Nahrungsmitteln, wie beispielsweise dünn geschnittene Klettenwurzeln, geschnit­ tenes Fleisch, gekochtes Fleisch, geschnittene Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Pilzen und würfelig geschnittenes Fleisch.
Wie in Fig. 2 dargestellt, wird ein Nahrungsmittel oder ein weichgemachter bzw. erweichter oder weicher Feststoff von jeder der Aufgaberinnen 2 zu jedem der Wiegeelemente 4 zugeführt, welche im unteren Bereich einer Vorrichtung 1 zum Wiegen eines weichgemachten Feststoffes angeordnet sind.
Jede der nach unten öffnenden Waagschalen bzw. jedes der Elemente 4 ist über die Installationseinheit 100 an einer Wägezelle 208 angeordnet, wobei dies weiter unten im Zu­ sammenhang mit Fig. 4 beschrieben wird. Das derart zuge­ führte Nahrungsmittel wird durch die Wägezelle 208, welche eine Wiegeeinrichtung darstellt, gewogen. Das derart ge­ wogene Nahrungsmittel wird in einen Sammeltrichter 8 durch das Signal einer Steuereinrichtung (nicht dargestellt) in einer Antriebseinheit 200 ausgebracht.
Die oben genannte Steuereinrichtung ist derart aus­ gebildet, wie dies beispielsweise in der japanischen Offen­ legungsschrift Nr. 60-155914 oder der japanischen Patent­ schrift Nr. 55-143414 beschrieben ist, wobei das Gewicht eines in einer Mehrzahl von Elementen 4 aufgenommenen Nahrungsmittels berechnet und zusammengezählt wird, so daß das gewogene Nahrungsmittel ein vorbestimmtes Gewicht er­ reicht, wobei durch Abgabe eines Signals an die kombinierten Elemente 4 zum Ausbringen das ein vorbestimmtes Gesamt­ gewicht aufweisende Nahrungsmittel in den Sammeltrichter 8 ausgebracht wird.
Wie dies in den Fig. 1 und 3 dargestellt ist, weist das Element 4 insgesamt einen halbkreisförmigen zylin­ drischen Querschnitt auf und umfaßt ein Paar von Wäge­ behältern 20, welche jeweils als Viertelzylinder ausgebildet sind und im wesentlichen um die Drehachse jedes Zylinders drehbar angeordnet sind, und ein Schaberelement 22, welches fest und horizontal angeordnet ist, um nahe der Innenfläche der dreh- bzw. schwenkbaren, viertelzylindrischen Wäge­ behälter 20 zu liegen. Die viertelzylindrischen Wägebehälter können so installiert sein, daß sich die Seiten der Behälter nicht überlappen, so daß sie leicht zerlegt und gereinigt werden können. Jeder der viertelzylindrischen Wägebehälter 20 weist Stangen 26, welche an diesen für ein Öffnen und Schließen befestigt sind, und schwenkbar gelagerte Abstütz­ stangen 28 auf. Die Abstützstangen 28 sind an den viertel­ zylindrischen Behältern 20 befestigt. Das Schaberelement 22 ist über Zapfen 32 schwenkbar an beiden Seitenflächen jedes der viertelzylindrischen Wägebehälter gelagert. Die Wägebe­ hälter können leicht durch ein Biegen des Schaberelementes 22 nach innen, um es von den Zapfen 32 zu lösen, zerlegt werden. In der Nähe des Endes der Abstützstangen 28 sind Nuten bzw. Vertiefungen 30 ausgebildet. Durch ein Drehen bzw. Verschwenken des Paares von viertelzylindrischen Wäge­ behältern 20 wird das Schaberelement 22 in entgegengesetzter Richtung gedreht bzw. verschwenkt, während es das an der Innenfläche der viertelzylindrischen Wägebehälter 20 an­ haftende Nahrungsmittel abschabt. Derart wird das gewogene Nahrungsmittel vollständig in den Sammeltrichter 8 aus­ gebracht.
Wie in den Fig. 4, 5 und 6 dargestellt, weist das Zwischenstück bzw. die Abstützeinheit 100 eine im wesent­ lichen L-förmige Gestalt auf, wobei an einem Seiten­ endbereich derselben eine Frontplatte 104 mit Löchern 102, durch welche die Abstützstangen 28 hindurch treten, eine Abstützplatte 105 mit Löchern 103, durch welche die Abstütz­ stangen 28 ebenfalls hindurch treten, und zueinander paral­ lele Federn 108 angeordnet sind, welche in die Nuten 30 ein­ greifen. Weiters sind Fortsätze 29 angeordnet, um die Be­ wegung der viertelzylindrischen Wägebehälter 20 durch ein Anliegen derselben an den Stangen 26 für ein Öffnen und Schließen zu beenden, unmittelbar bevor die Wägebehälter 20 miteinander kollidieren, so daß die Behälter keinen großen Lärm machen. Auf dem anderen Seitenendbereich der L-förmigen Zwischeneinheit 100 sind eine Torsionsfeder 120 und eine Befestigungsplatte 122 parallel zueinander angeordnet. Die Torsionsfeder 120 und die parallelen Federn 108 sind ein­ stückig miteinander ausgebildet. Es sind ein geneigter vorderer Fortsatz 130 und hinterer Fortsatz 132 am vorderen und hinteren Ende (rechts und links in Fig. 4) der Befestigungsplatte 122 ausgebildet.
Wie in den Fig. 7, 8 und 9 dargestellt, weist der Hauptkörper 202 der Antriebseinheit zum Öffnen und Schließen einen Luftzylinder 206 zum Hin- und Herbewegen eines Paares von hin- und hergehenden Elementen 204, welche zu einer hin- und hergehenden Bewegung abgestützt sind, und Nockenelemente 220 durch ein Verbindungselement 205 auf. An den vorderen Abschnitten der hin- und hergehenden Elemente 204 (linker Endabschnitt in Fig. 7) sind gabelförmige Öffnungs- und Schließarme 214 angeordnet, welche mit den Stangen 26 zum Öffnen und Schließen der Wägebehälter zusammenwirken. Am Umfang der hin- und hergehenden Elemente 204 sind die oben erwähnten Nockenelemente 220 mit Nockenführungen 203 ange­ ordnet, um eine Drehbewegung der hin- und hergehenden Elemente 204 zu bewirken. An den hin- und hergehenden Elementen 204 sind in den Nockenführungen 203 gleitende Nockenzapfen 230 angeordnet. Am rückwärtigen Endbereich der hin- und hergehenden Elemente 204 sind Druckfedern 224 angeordnet, um die hin- und hergehenden Elemente zu jedem Zeitpunkt zu beaufschlagen. In der kritischen Position für die Vorwärtsbewegung der hin- und hergehenden Elemente 204 sind Anschläge 234 für ein Anliegen der hin- und hergehenden Elemente 204 vorgesehen.
Nachfolgend erfolgt die Beschreibung des Betriebes einer Vorrichtung 1 zum Wiegen eines weichgemachten Fest­ stoffes, welche wie oben beschrieben ausgebildet ist. Wie in Fig 10 dargestellt, ist in der Vorrichtung 1 zum Wiegen eines weichgemachten Feststoffes im Zustand der Durchführung eines Wiegevorganges der Luftzylinder 206 zurückgezogen, die Druckfedern 224 sind komprimiert, die Nockenelemente 220 und die hin- und hergehenden Elemente 204 sind in ihrer zurück­ gezogenen Position und die Arme 214 zum Öffnen und Schließen stehen nicht in Eingriff mit den Stangen 26 zum Öffnen und Schließen. Es werden somit, mit anderen Worten, die Zwischeneinheit 100 und das Wiegeelement 4 von der Wägezelle 208 abgestützt. Das Nahrungsmittel F, welches dem Wiege­ element 4 aus der Aufgaberinne 2 zugeführt wird, wird durch die Wägezelle 208 gewogen.
Wenn die nicht dargestellte Steuereinheit für das Element 4 ein Signal zum Ausbringen abgibt, so erstreckt sich der Luftzylinder 206 in einem ersten Schritt zu der in den Fig. 11 und 13 dargestellten Zwischenposition und die Nockenelemente 220 und die hin- und hergehenden Elemente 204 werden nach vorne bewegt, wodurch die hin- und hergehenden Elemente 204 an den Anschlägen 234 anliegen. Während somit, mit anderen Worten, die hin- und hergehenden Elemente 204 bewegt werden, verbleiben die Nockenzapfen 230 durch die Beaufschlagung durch die Druckfedern 224 fest am vorderen Endbereich der Nockenführungen 203. Somit werden die hin- und hergehenden Elemente 204 nicht verdreht. Daraus re­ sultierend gelangen die Stangen 26 zum Öffnen und Schließen in Eingriff mit den gabelförmigen Öffnungen der Arme 214 zum Öffnen und Schließen.
In einem zweiten Schritt wird der Luftzylinder 206 weiter ausgefahren, wie dies in den Fig. 12 und 13 dar­ gestellt ist. Dabei werden, da die hin- und hergehenden Elemente 204 durch die Anschläge 234 blockiert sind, nur die Nockenelemente 220 nach vorne bewegt. Durch diese Vorwärts­ bewegung der Nockenelemente 220 werden somit, mit anderen Worten, die hin- und hergehenden Elemente 204 verdreht, wo­ durch die Arme 214 zum Öffnen und Schließen einer Dreh­ bewegung unterworfen werden, so daß eine Bewegung der Stangen 26 zum Öffnen und Schließen in Öffnungsrichtung be­ wirkt wird und das dem Element 4 zugeführte und gewogene Nahrungsmittel F in den Trichter bzw. Sammelbehälter 8 aus­ gebracht wird.
Wenn das Ausbringen des Nahrungsmittels F aus dem Element 4 abgeschlossen ist, wird der Luftzylinder 206 in den Zustand des ersten Schritte s zurückgezogen, wodurch das Element 4 geschlossen wird. Der Luftzylinder 206 wird weiter zurückgezogen und die Arme 214 zum Öffnen und Schließen gelangen außer Eingriff mit den Stangen 26 zum Öffnen und Schließen, wodurch das Element 4 in den für eine Messung geeigneten Zustand gelangt. Darüber hinaus gelangen die Stangen 26 zum Öffnen und Schließen beim Öffnen und Schließen des Meßelementes in Anlage an die Fortsätze 29, unmittelbar bevor die viertelzylindrischen Wägebehälter 20 miteinander kollidieren, so daß das Auftreten von Geräuschen auf Grund dieses Kollidierens vermieden wird.
Der festgelegte Zustand des Elementes 4 an der Zwischeneinheit 100 wird dadurch abgestützt, daß die paral­ lelen Federn 108 in die Nuten 30 der Abstützstangen 28 ein­ greifen. Daher kann lediglich durch ein Biegen der paral­ lelen Federn 108 nach innen zum Lösen dieses Eingriffes das Element 4 leicht von der Zwischeneinheit 100 entfernt werden. Der festgelegte Zustand der Zwischeneinheit 100 am Abstützelement 210 wird dadurch abgestützt, daß ein Biege­ federelement 120 der Zwischeneinheit 100 und das Befesti­ gungsbrett 122 das Abstützelement 210 halten, wobei die relative Bewegung dieser beiden Elemente in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung durch den vorderen Fortsatz 130 und den hinteren Fortsatz 132 blockiert wird. Die Zwischeneinheit 100 kann vom Abstützelement 210 durch ein Deformieren des Biegefederelementes 120 entfernt werden.
Bei einer die vorliegende Erfindung verkörpernden Struktur besteht keine Möglichkeit, daß eine übermäßige Kraft oder eine Stoßbeanspruchung auf die Wägezelle ausgeübt bzw. übertragen wird, und es kann in effizienter Weise ein rasches und hochpräzises Meßverfahren durchgeführt werden. Da weiters der Aufbau der viertelzylindrischen Wägebehälter einfach ist, ist eine Zerlegung und Reinigung derselben leicht durchzuführen, wobei dies den Effekt mit sich bringt, daß Hygienebedingungen vollkommen eingehalten werden können.

Claims (3)

1. Vorrichtung zum Wiegen eines weichgemachten Feststoffes umfassend: eine Wägezelle (208) zum Abgeben von Wägesignalen,
ein in etwa halbzylindrisches stirnseitig geschlossenes Wägeelement (4), das in zwei viertelzylindrische Wägebehälter (20) unterteilt ist, die zwischen einer geschlossenen Stellung, in welcher sie das halbzylindrische Wägeele­ ment (4) bilden, und einer geöffneten Stellung relativ zueinander drehbar sind,
ein Schaberelement (22), das nahe der Innenfläche des Wägeelements (4) drehfest angeordnet ist, und
eine Antriebseinheit (202) zum Drehverstellen der Wägebehälter (20), dadurch gekennzeichnet,
daß jeder der beiden Wägebehälter (20) jeweils eine eigene Drehachse aufweist und
die beiden Wägebehälter (20) über vier Drehzapfen (32) aneinandergelenkt sind, die von den Wägebehälter-Stirnseiten einwärts vorstehen, paarweise auf den jeweiligen Wägebehälter-Drehachsen liegen und Bohrungen des Schaberelements (22) derart durchsetzen, daß das Schaberelement (22) durch Einwärtsbiegen von den Zapfen (32) lösbar ist.
2. Vorrichtung zum Wiegen eines weichgemachten Feststoffes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wägebehälter (20) Stangen (26) zum Öffnen und Schließen aufweisen und daß die Antriebseinheit zum Öffnen und Schließen mit Elementen (206, 214) zum Öffnen und Schließen ausge­ bildet ist, welche bewirken, daß die um die Mittellinie der Zylinder als Drehachsen drehbaren Stangen (26) die Wägebehälter (20) öffnen und schließen.
3. Vorrichtung zum Wiegen eines weichgemachten Feststoffes nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die viertelzylindrischen Wägebehälter (20) in einander entgegengesetzten Richtungen drehbar sind und daß die Ele­ mente zum Öffnen und Schließen ein Paar von Drehhebeln (214) aufweisen, welche in einander entgegengesetzten Richtungen drehbar sind.
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