DE441192C - Einrichtung zur selbsttaetigen Untersuchung der Alveolarluft - Google Patents
Einrichtung zur selbsttaetigen Untersuchung der AlveolarluftInfo
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Description
- Einrichtung zur selbsttätigen Untersuchung der Alveolarlufifi. Die Änderungen im Kohlensäure- und Sauerstoffgehalt des Blutes haben für viele Zweige der theoretischen und praktischen Medizin umfassende Bedeutung. Da die aus den Lungenbläschen bei der normalen Ausatmung in den letzten (etwa) io ccm ausgestoßene Luft (Alveolarluft) mit dem die Lungenbläschen umspülenden Blut im Spannungsgleichgewicht (Henry-Daltonsches Gesetz) stellt, so erlaubt die Gasanalyse der Alveolar= Luft (Kohlensäure und Sauerstoff) im Gegensatz zur Untersuchung der gesamten Respirationsluft einen Schluß auf die Zusammensetzung der Blutgase selbst und stellt somit im Grunde eine indirekte Blutuntersuchung dar.
- Man hat bereits in mehreren physiologischen Instituten und größeren Kliniken Methoden ausgearbeitet zur Gewinnung und Untersuchung der Alveolarluft.
- Der vorliegenden Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die Untersuchungen auf selbsttätigem Wege durchzuführen.
- Um nun die Absaugung der zu untersuchenden Alveolarluftmenge nach der Meßbürette in den Rhythmus der Atembewegung selbsttätig und ohne Behinderung des zu Untersuchenden einzufügen, ist folgendes Verfahren mit Einrichtung erdacht worden.
- Bei dem Schluß des Ausatmungsventils wird ein Mechanismus betätigt, durch welchen die Verbindung zur Meßbürette gleichzeitig geöffnet wird, so das durch die jetzt fallende Sperrflüssigkeit in der Meßbürette die Probe der Alveolarluft aus dem Glasstutzen abgesaugt wird.
- Die nach Einschaltung selbsttätig arbeitende Vorrichtung ist so eingestellt, das die Öffnungszeit für die Probeabsaugung der Öffnungszeit bei kurzem Druck auf einen Quetschhahn (bei der Handbetätigung) entspricht, wodurch erfahrungsgemäß etwa 2 bis 3 ccm Alveolarluft abgesaugt werden. Dieser Vorgang der mechanischen Öffnung und Schließung des Absaugeventils findet so oft statt, bis in der Meßbürette ein bestimmtes Volumen (etwa ioo ccm) unter bestimmtem Druck, zweckmäßig dem Druck der Außenluft, angesammelt ist. Zu diesem Zeitpunkt stellt sich die Vorrichtung selbsttätig so um, das die Absaugung der Alveolarluft unterbleibt und die selbsttätige Gasanalyse in an sich bekannter Weise stattfindet. Die Registrierung und Feststellung der Gasgehalte kann hierbei nach einem der bekannten graphischen Prinzipien (volumetrisch oder photographisch) erfolgen.
- Ist diese Analyse beendet und hat sich die Meßbürette wieder mit Sperrflüssigkeit völlig gefüllt, so treten nacheinander infolge zweckentsprechender Verbindung der einzelnen Teile der Vorrichtung selbsttätig die zur erneuten Absaugung der Alveolarluft erforderlichen Umstellungen ein und der Absaugevorgang mit darauffolgender Analyse wiederholt sich.
- Zur näheren Erläuterung diene das an Hand der beiliegenden Zeichnung veranschaulichte Ausführungsbeispiel.
- Die Vorrichtung besteht aus drei Stromkreisen I, 1I, 11I, die durch ein System von Relais und Sperrhebeln miteinander nach Maßgabe der jeweils erforderlichen Bewegung in Verbindung treten. Stromkreis I besteht aus der Batterie El, Ventilklappe VQ, dem Elektromagneten Hi und dem Kontakt K,. Stromkreis II besteht aus der Batterie E2, dem Elektromagneten M2 und dem um D2 beweglichen Kontaktträger für Kontakt 1(2. Der Anker A2 des Elektromagneten lll, preßt für gewöhnlich (bei offenem Stromkreis) durch Federwirkung den Absaugeschlauch der Alveolarluft dicht gegen eine feste Unterlage.
- Der Stromkreis I wird nach Einschaltung der Hauptschalter H, und H, durch Schluß der Ventilklappe V6 geschlossen, bei der Öffnung dieser Ventilklappe (Beginn der Ausatmung) wieder geöffnet. Um den Stromkreis I mit Stromkreis II in Verbindung zu setzen und damit die Absaugung nach der Meßbürette zu ermöglichen, wird durch die Anziehung des Ankers Al ein kurzes Eintauchen des Kontaktes K2 bewirkt, beispielsweise nach der Zeichnung dadurch, daß eine hebelartige Verlängerung des Ankers A1 an einer ebenfalls hebelartigen Verlängerung des Kontäktträgers K2 vorbeistreift. Hierdurch wird dann der Anker A2 von dein Elektromagneten 112 angezogen und der Absaugeschlauch für die Alveolarluft L geöffnet, aber infolge der Wirkung der Feder F2 auf den Kontaktträger K2 sofort wieder in die frühere Lage zurückgezogen und der Stromkreis II wieder geöffnet. Die Zeitdauer dieses Vorgangs und damit der Schlauchöffnung kann durch Veränderung der Eintauchtiefe des Kontaktes K2 (oder durch andere Zeitkontakte) geregelt werden. Um beim Loslassen des Ankers A, eine Erschütterung des Kontaktträgers K2 durch die zurückfallende und wieder daran vorbeistreifende Hebelverlängerung des Ankers .-Il zu verhindern, wird zweckmäßig ein nach unten beweglicher Sperrhebel S.; angebracht.
- Um nun nach hinreichender Ansammlung der zu untersuchenden Luft in der Meßbürette den Absaugevorgang während der Zeit der Luftanalyse selbst auszuschalten, ist in Verbindung mit der Meßbürette ein verzweigter Stromkreis III angeordnet. Dieser besteht aus der Batterie E3, zwei Kontaktstiften o und in in der Meßbürette, entsprechend dem höchsten und tiefsten Stand der Sperrflüssigkeit, dein Dauerkontakt az und je einem Elektromagneten in den beiden Zweigen.
- Der Magnet 1T3 des einen Zweiges schließt durch den Kontakt K1 den Stromkreis I, welcher trotz Ausschaltung des Magneten i'173 beim Fallen der Sperrflüssigkeit durch den Sperrhebel S3 geschlossen gehalten wird. Der Sperrhebel S3 wird in dieser Lage durch den Magneten 114 des anderen Zweiges einstweilen festgehalten. Wenn die Sperrflüssigkeit unter den Kontaktstift in gefallen ist und sich soinit die erforderliche Luftmenge in der Meßbürette angesammelt hat, wird nun auch der den Magneten 3,14 enthaltende Zweig des Stromkreises III geöffnet, die Sperrung aufgehoben und der Kontakt K1 unterbrochen, der Stromkreis I ebenfalls damit geöffnet. Von dieser Zeit ab entströmt auch die gesamte Alveolarluft ins Freie, da keine Absaugung stattfinden kann; denn die Einschaltung des Kontaktes K1 durch den Stromkreis 111 und damit die Ermöglichung der Absaugung findet erst in dem Augenblick -wieder statt, wo die Sperrflüssigkeit den Kontakt o erreicht hat und die Meßbürette vollständig anfüllt. Da schon vorher durch den Kontakt in und die Wirkung des Magneten 1114 der Träger des Sperrhebels S3 wieder angezogen worden ist, kann nach vollständiger Füllung der Meßbürette mit der Sperrflüssigkeit erneut eine Luftentnahme mit darauffolgender Messung stattfinden.
- Dieses Spiel kann, solange die Hauptschalter Hl und H3 eingesetzt sind, beliebig fortgesetzt werden.
- An Stelle der im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Kontakt dienenden Ventilklappe Va kann auch ein anderer im Atznungsrhythmus bewegter Körperteil den Kontakt für die Absaugung der Alveolarluft am Ende der Ausatmung betätigen.
- Statt der im Ausführungsbeispiel gewählten Schlauchfederklemme (Anker A2) zur periodischen Absaugung der Alveolarluft kann auch jede andere Verschlußvorrichtung (z. B. Hahn) angewendet werden.
- Als ZeitkontaktK2 können ebenfalls verschiedene andere, elektrisch auslösbare Konstruktionen Verwendung finden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur selbsttätigen Untersuchung der Alveolarluft, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Strömung der Atmungsluft oder durch die bei der Atmung rhythmisch bewegten Körperteile ein Kontaktwerk (Va) in Gang gesetzt wird, das die Öffnung und Schließung der Absaugeleitung (L) am Ende der Ausatmung so oft bewirkt, bis die Meßbürette znit der zu untersuchenden Alveolarluft gefüllt ist, darauf die an sich bekannte Analysier- und Registriereinrichtung einschaltet und nach der Beendigung der Analyse und Wiederauffüllung der Meßbürette mit der Sperrflüssigkeit den gleichen Vorgang wiederholt. z. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur periodischen Öffnung und Schließung der Absaugeleitung (L) ein Elektromagnet (1V11) in Verbindung mit einem veränderlichen Zeitkontakt (K2) angeordnet ist. 3. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrflüssigkeit in der Meßbürette als Leiter zum öffnen und Schließen der Kontakte (o, na, u) dient.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DER65393D DE441192C (de) | Einrichtung zur selbsttaetigen Untersuchung der Alveolarluft |
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| DE441192C true DE441192C (de) | 1927-02-25 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1038235B (de) * | 1952-12-01 | 1958-09-04 | Draegerwerk Ag | Vorrichtung zur Entnahme von Alveolarluft aus der Ausatemluft |
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