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Flächenmeßmaschine. Die Erfindung bezieht sich auf eine F lächenmeßmaschine,
die mit unterhalb der Meßgutauflage in Rillen der Vorschubwalze abgestützten Fingern
arbeitet, wie dies in der deutschen Patentschrift 39023o beschrieben ist. Auf sehr
feinem und empfindlichem Leder hinterlassen die Kanten der Rillen Streifen, was
vielfach unerwünscht ist. Um (lies zu vermeiden, «erden gemäß der Erfindung die
Rillen der umlaufenden Walze mit ruhenden Ringen ausgefüllt, welche in Vertiefungen
oder Pfannen die Finger aufnehmen. Die Ringe füllen die Rinnen bündig aus, so daß
auch ein Hineinziehen des Meßguts in die Rillen der Walze hintangehalten wird.
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Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung dargestellt.
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Abb. i ist ein Senkrechtschnitt durch die Maschine.
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Abb. 2 zeigt die Vorschubwalze im Grundriß.
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Die Vorschubwalze i ist mit Rillen 2 versehen und arbeitet in bekannter
Weise mit Meßrädern 3 und Hubfingern io zusammen. Die Rillen der Vorschubwalze sind
durch Ringe 44 ausgefüllt, so daß die Vorschubwalze wie ein Ganzes wirkt, indem
der äußere Umfang. der Ringe 4..4 genau den gleichen Durchmesser hat wie die Vorschubwalze.
Der Umfang der Ringe und der Vorschubwälze verläuft ohne Stufen oder Unterbrechungen.
Die Ringe 4.4 werden gegen Drehung festgehalten, während die Vorschubwalze i sich
dauernd dreht. Zu diesem Zwecke sind sie wie Kolbenringe ausgebildet. Etwa ein Viertel
ihres Umfangs ist weggeschnitten, so daß sie federnd aufgebogen, über die Vorschubwalze
gebracht und in die Rillen eingelegt werden können. Die Ringe schmiegen sich infolge
ihrer eigenen Federkraft in den Rillen an die Vorschubwalze an. Damit sie von der
umlaufenden Walze i nicht mitgenommen werden, stützt sich ihr eines Ende auf ein
Winkeleisen 45, das mittels Schrauben am Maschinenständer befestigt ist.
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Zur Aufnahme der Finger oder auch der Röllchen i i sind die Füllringe
44 mit Mulden 65 versehen. Die Mulde 65 ist etwas schmaler als der Ring 4.4. und
etwas breiter als das Röllchen i i. Ihr Profil ist so gestaltet, daß sich das Röllchen
mit seinem Umfang auf (!!en Grund der Mulde auflegt oder in . der Mulde schwebt,
ohne deren Grund zu berühren. Da die Oberfläche der Ringe 44 mit der Oberfläche
der Transportwalze i bündig verläuft, können die Meßr äder 3 sowohl auf der Vorschubwalze
allein als auch gleichzeitig zum Teil auf den Ringen 44 auflaufen. Die Meßräder
3 können unmittelbar bis an das 14eßröllchen i t herangehen, ohne daß man die Füllringe
so schmal zu machen braucht wie die Röllchen i i.
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Durch die ruhenden Ringe wird erreicht, daß das Meßgut auf der ununterbrochenen
Oberfläche der Vorschubwalze i bis an die Röllchen i i herangeschoben wird, ohne
daß es sich vorher in die Rillen hineinlegt oder die Rillenränder sich- auf dem
Meßgut abdrücken. Die Meßröllchen i i heben sich unter der Einwirkung des Meßgutes
aus ihren Pfännchen 65, und gleich hinter den Pfannen wird das Meßgut auch auf der
Rillenbreite durch die Ringe 44 wieder voll unterstützt. Das Meßgut ist also über
einem verhältnismäßig kleinen Rechteck nicht unterstützt.
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Die Hubbewegung des Fingers i r kann in irgendeiner bekannten Weise
auf das Zählwerk übertragen werden. Mit Rücksicht darauf, daß die Maschine an erster
Stelle zum Messen dünnen Gutes bestimmt ist, wird eine Ausführungsform bevorzugt,
bei der die Hubbewegung äußerst gering sein kann. Dies ist der Fall, wenn der Hubfinger
ledig-
)ich ein elektrisches Relais bedient, welches seinerseits
die Zahnräder des Zählwerks in Eingriff bringt.
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Am Ende des Fingers io sitzt eine Stellschraube 26, die durch eine
Gegenmutter gesichert ist. Die Schraube 26 stützt sich auf (lie Stromzuleitungsschiene
22, die mittels Schrauben 23 und isolierender Unterlagen 24 am Winkeleisen 25 befestigt
ist. Dieses wiederum ist an dem U-Eisen 41 angeschraubt, «-elches auf den Seitenständern
der Maschine aufliegt. Auf dein Winkeleisen 25 ist eine magnetisch isolierende Messingschiene
4o angebracht, in welcher die Eisenkerne 17 der Elektromagnete 18 eingeschraubt
sind. Das obere Ende des Eisenkernes 17 ist konisch ausgebildet und kann in die
entsprechend ausgebildete Pfanne des eisernen Ankers 15 eintreten, sobald der Elektromagnet
Strom führt. Der Anker 15 ist am Pendelhebel 13 befestigt, der das Pendelrad 5 trägt.
Letzteres steht dauernd im Eingriff mit dem Zahnrädchen 4, das auf der Nabe des
Meßrades 3 angebracht ist. Das Meßrad 3 selbst ist drehbar auf dem Zapfen 42 des
Lenkers 7, der auf der festen Spindel 8 ruht. Pendelhebel 13 und Finger i o sind
mittels Zapfens 9 am Lenker ,7 drehbar.
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An dem Pendelhebel 13 ist außerdem in bekannter Weise mittels Zapfens
28 die Sperrklinke 33 mit der Sperrnase 32 angeschlossen. Auf die Sperrklinke wirkt
eine Zugfeder 30, die in eine Schiene 31 eingehängt ist. Letztere ist auf dem Lagerbock
37 mittels der durch Langlöcher gehenden Schrauben 16 befestigt und kann zum Vorspannen
der Feder verschoben werden. Der Lagerbock nimmt gleichzeitig die Spindel 36 für
die Schwingarme 35 auf, welche ihrerseits die Spindel 43 für die Sperrklinken 33
trägt. Die Feder 30 ist bestrebt, das Pendelrad 5 mit dem Rad 6 des Zählwerks in
Eingriff zu bringen, während der Elektromagnet 18, solange er stromdurchflossen
ist, diese Räder außer Eingriff hält.
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Der elektrische Strom tritt durch den Draht 52 in die Schiene 22 ein,
gelangt von dieser in die Schraube 26, welche durch eine Litze mit der Wicklung
des Elektromagneten 18 verbunden ist. Das andere Ende der Wicklung ist an die Schiene
54 angeschlossen, von der der Strom durch den Draht 53 abgenommen wird. Alle Magnete
sind zueinander parallel geschaltet.
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Sobald Meßgut in die Maschine eingeführt wird, werden die Finger io
gehoben. Dadurch wird die Berührung zwischen den Schrauben 26 und der Schiene 22
aufgehoben und der elektrische Strom unterbrochen. Solange der Strom geschlossen
ist, wird der Anker 15 von dem Eisenkern 17 angezogen, das Pendelrad 5 außer Eingriff
mit dem Zählrad 6 gehalten und die Sperrnase 32 in das Zählrad 6 hineingedrückt.
Sobald jedoch der Strom unterbrochen wird, zieht die Feder 30 die Sperrnase 32 aus
dem Zählrad 6 heraus und bringt das Pendelrad 5 mit dem Zählrad 6 in Eingriff, indem
der stromlose Magnet den Eisenkern 17 freigibt.
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Das Winkeleisen 45 ist mittels Langlöcher und Schrauben - am Maschinenständer
befestigt, so daß es gehoben oder gesenkt werden kann, um die Pfannen 65 gegenüber
den Röllchen i r einzustellen. '