DE43888C - Verfahren zur Herstellung von Papierfässern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Papierfässern

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DE43888C
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Germany
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barrels
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drum
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DENDAT43888D
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English (en)
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KOHNEN & CO. in Ehrenfeld b. Köln a. Rh
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B31MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31CMAKING WOUND ARTICLES, e.g. WOUND TUBES, OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31C1/00Making tubes or pipes by feeding at right angles to the winding mandrel centre line
    • B31C1/06Making tubes or pipes by feeding at right angles to the winding mandrel centre line and inserting into a tube end a bottom to form a container

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE S4: Papiererzeugnisse.
Die den Gegenstand dieser Erfindung bildenden Fässer sollen zur Aufnahme und zum Transport von Flüssigkeiten aller Art dienen und erhalten zu dem ßehufe auch die Gestalt der bisher diesen Zwecken dienenden Holzfässer. Sie unterscheiden sich von den bisher in Gebrauch gekommenen Ritter'sehen Fässern sowohl bezüglich ihres Zweckes, als auch hinsichtlich ihrer Bauart. Während die Ritterschen Fässer cylindrisch sind, aus einer zu dem Zwecke hergestellten glatten viereckigen Papierrolle gerollt werden und nur die Dichtigkeit beanspruchen bezw. erhalten, um trockene Substanzen darin transportiren zu können, während dementsprechend auch die Böden und Deckel eingefügt werden, so zwar, dafs letztere erst nach der Füllung der Fässer angebracht werden, bestehen die Fässer nach vorliegender Erfindung aus einer Anzahl Fafsmäntel, die einer nach dem anderen unter hohem Druck aufgebracht und derart mit Boden und Deckel verbunden werden, dafs das fertige Fafs aus einem einzigen Stück zu bestehen scheint, bei dem nur durch Zertrümmern des Ganzen eine Lösung einzelner Theile möglich ist.
Der zur Verwendung kommende Verschlufs besteht je nach dem Zweck, welchem das Fafs dienen soll, an der Berührungsfläche mit dem Inhalt aus Metall, Holz, Gummi etc.
Die Fässer werden in folgender Weise hergestellt :
Um einen festen, zerlegbaren Kern, Fig. 1, von der Gestalt des zu bildenden Fasses wird in die ringförmige Nuth hl an jeder der Stirnseiten des Kernes zunächst der konische Papierring h, Fig. 2, gelegt. Die äufsere Seite dieses Ringes liegt in der inneren Fläche des zu erzeugenden Fasses, während die innere Seite rechtwinklig zur Bodenfläche steht. Nachdem die äufsere Seite des Ringes mit Bindemittel bestrichen, werden die 2 bis 5 mm starken Papierlagen, welche vorher genau zum Mantel des betreffenden Fasses zugeschnitten sind, Fig. 3, eine nach der anderen mit Bindemittel bestrichen, um den Kern gelegt und geformt. Die erste Lage wird ohne Bindemittel um den Kern gelegt, an beiden Ringen h angeklebt und mit aufgeschobenen verstellbaren eisernen Ringen befestigt. Auf die erste Lage wird in gleicher Weise die zweite, nun aber mit unlösbarem Bindemittel versehene, gebracht, und zwar so, dafs die Fugen der ersten durch das Material der zweiten Lage überdeckt werden, also nicht Fuge auf Fuge liegt. Die beiden Lagen werden dann unter hohem Druck mit einander verbunden. Der zweiten folgt in gleicher Weise die dritte Lage und so fort bis zur halben oder dreiviertel der dem Fafs zu gebenden Stärke; in Fig. 2 sind diese Lagen mit α bezeichnet. Der Rumpf hat nun eine solche Festigkeit, dafs der zerlegbare Kern herausgenommen werden kann. Nachdem dies geschehen, wird in den Mantel das Spundloch geschnitten, und zwar so, dafs es sich nach aufsen verjüngt. Es wird dann der untere Theil al des Verschlusses, Fig. 7, in das Spundloch eingesetzt und einfach angeheftet; darauf werden die Böden, Fig. 2, angebracht. Die Böden bestehen aus zwei auf einander befestigten starken Scheiben c und d. Die inneren Scheiben c haben genau die Gröfse des Kernkopfes; die äufseren Scheiben d sind
um die doppelte Starke des bis jetzt fertiggestellten Rumpfes α gröfser. Auf der äufseren Seite der Scheibe d sind noch die 15 bis 30 mm breiten und ca. 20 mm starken Ringe r angebracht, welche zur Verstärkung der Böden dienen. Die drei Theile sind unter hohem Druck durch Bindemittel mit einander verbunden bezw. in einander geprefst.
Nachdem nun etwa sich zeigende Unebenheiten beseitigt, wird der äufsere Theil b des Rumpfes in gleicher Weise aufgebracht, wie früher der innere Theil, nur mit dem Unterschiede, dafs jetzt der Kern fehlt und das Fafs selbst diesen Kern abgiebt. Der äufsere Mantel ist um so viel länger als der innere, dafs er mit seinen Enden über die Bodenscheibe cd und den Ring r hinwegreicht. Der überstehende Theil wird später so abgedreht, dafs dessen Kante mit dem Ring r eine glatte Fläche bildet. Während die äufseren Mantellagen aufgeprefst werden, liegt auf den Bodenscheiben d eine Holz- oder Metallscheibe f, welche den inneren Raum des Ringes r ausfüllt und somit verhütet, dafs durch das Pressen des Mantels ein Losewerden oder Verschieben des Ringes stattfinden kann. Nachdem der äufsere Mantel fertiggestellt, wird der obere Theil bl des Verschlusses, Fig. 7, angebracht und mit dem unteren verschraubt.
Der Kern, Fig. 1, besteht aus den Theilen i, 2, 2a, 3, 3a, 3h, 3C. Diese Theile werden unter sich durch Dübel und Klammern verbunden. An den beiden Köpfen ist zur Aufnahme des oben bezeichneten Ringes h eine Nuth hl angebracht. Durch den Theil 1 geht eine Achse.
Nachdem der Kern zusammengestellt ist, wird er in ein Gestell, Fig. 4, 5 und 6, gebracht, so dafs er mittelst der Kurbel 4 oder einer Maschine unter Vermittelung von Kammrädern langsam um seine Längsachse gedreht werden kann. An der Achse ist ein Sperrrad 5, Fig. 5, angebracht, in welche der Sperrhaken 6 eingreift, um ein Zurücklaufen zu verhüten.
Nachdem die zweite Mantellage auf den Kern gebracht ist, werden die auf die Trommel 7 gewickelten Drahtseile, welche von den beiden Enden der Trommel nach der Mitte zu gewickelt sind und dort enden, angezogen und auf dem Kern befestigt. Die Befestigung geschieht mittelst Schrauben, welche an der Stelle, wo das Spundloch angebracht wird, durch den Mantel in den Kern geschraubt werden. Die Trommel 7 ist mit zwei Hebelbremsen 8 versehen, welche je nach dem Druck, welchen man erzeugen will, mit Gewichten 9 beschwert werden. Wird nun der Kern mit dem aufgelegten Mantel gedreht, so wird der Druck von der Trommel durch die Seile auf den Kern bezw. den Fafsmantel übertragen und es werden die einzelnen Lagen dadurch dauerhaft und fest mit einander verbunden.
Die Befestigung und Pressung des äufseren Mantels geschieht in derselben Weise, nur werden, da der feste Kern fehlt, die Seilenden im Spundloch befestigt. Bei grofsen Fässern wird statt des zerlegbaren Holzkernes ein solcher aus Eisenblech benutzt. Derselbe wird mit Kies gefüllt und auf einer der Form entsprechenden Unterlage zum Festdrücken der einzelnen Papierlagen bewegt.
Nachdem die Fässer in der vorbeschriebenen Weise geformt sind, werden sie in starke anziehbare eiserne Bänder gelegt, während die Böden durch Schraubenzangen gegen Versetzung nach aufsen gehalten werden. In dieser Einspannung werden die Fässer mit Leinöl gefüllt und damit vermittelst einer hydraulischen Presse unter einem Druck von mehreren Atmosphären von innen nach aufsen imprägnirt, ebenso aufsen mit Leinöl getränkt.
Nachdem sie einige Zeit unter diesem Druck gestanden und das OeI in alle Poren des Papieres gedrungen, läfst man das überflüssige OeI auslaufen und bringt die Fässer in einen Ofen, in welchem sie so lange einer Temperatur von 120 bis 1400R. ausgesetzt werden, bis sie holzhart sind. Darauf werden die nöthigen eisernen Reifen aufgebracht und die Köpfe durch Winkelbänder geschützt, womit das Fafs fertiggestellt ist, Fig. 8.
Bierfässer werden noch in üblicher Weise gepicht.
Der Verschlufs für das Spundloch, Fig. 7, besteht aus der Verschlufshülse αλ bl und dem Verschlufsdeckel Sc!dl. Die Verschlufshülse α1 bl setzt sich zusammen aus dem Ring a1, welcher je nach dem Zwecke, dem das Fafs dienen soll, aus Holz, Metall, Gummi etc. hergestellt wird, und aus dem Ring b\ welcher aus Eisen besteht. Der Ring α1 ist sowohl auf der äufseren als inneren Seite konisch gearbeitet. Die äufsere Seite erhält einen kleinen Flantsch 0, welcher den inneren Rand des Spundloches umfafst und nach der inneren Seite des Fasses etwas vorsteht. Die innere Seite des Ringes ist sauber und glatt zur Aufnahme des Verschlufsdeckels c1 d1 ausgedreht. Der obere Ring bl wird mit dem unteren al durch Schrauben verbunden. Zwischen den beiden Ringen liegt der im Querschnitt keilförmige Ansatz m des Spundloches. Indem die beiden Ringe an einander geschraubt werden, pressen sie den Keil m zusammen, erhalten dadurch selbst eine durchaus sichere Befestigung und machen die Verbindung zwischen dem Fafs und dem Verschlufs wasserdicht. Der obere Ring έ1 besteht aus drei Ringen ι1, 21, 3'. In dem Ring ι1 befinden sich die durchgehenden Ausschnitte χ χ1 und
unten die Nuthen yy\ deren Lage aus der Zeichnung ersichtlich ist. Der Ring 2 hat die Ausschnitte η η1, welche von den Punkten χ χ1 bis zu den Punkten k reichen und worin sich die Zapfen ^ ^1 des Verschlufsdeckels bewegen, bis sie an die Kanten k k stofsen.
Der Verschlufsdeckel besteht aus der Mutterscheibe 5 mit den beiden Zapfen \ ^1, der Schraube d1 und dem Schlufskegel c1. In die innere Oeffnung des Ringes bl der Verschlufshülse pafst die Mutterscheibe S so, dafs die Zapfen ^ ^1 in die Einschnitte χ χ1 fallen. In der Mutterscheibe bewegt sich die Schraube 0?1, welche oben mit einem Vierkant zur Aufnahme des Schraubenschlüssels versehen ist. Diese Schraube ist mit dem Schlufskegel so verbunden, dafs dieser die Auf- und Abwärtsbewegung der Schraube mitmachen mufs. Will man das Fafs schliefsen, so legt man den Schlufsdeckel so in die Oeffnung der Schlufshülse, dafs die Zapfen ^1 in die Einschnitte xx1 fallen. Es fällt dann die Mutterscheibe mit den Zapfen bis auf die Scheibe 31 des Ringes bl. Dann dreht man den Deckel so, dafs die Zapfen in die Lage y yx kommen, und zieht die Schraube langsam an. Es hebt sich nun die Mutterscheibe mit den Zapfen (wobei letztere in die Einschnitte λ gelangen), bis sie oben Widerstand findet. Sie hat nun eine nach allen Seiten feste Lage und kann weder nach rechts, noch nach links herumbewegt werden. Bei weiterem Anziehen der Schraube drückt sich der Schlufskegel in den Ring a der Schlufshülse und bildet dort einen vollständig wasserdichten Kegelverschlufs.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zur Herstellung von bauchigen Papierfässern für Flüssigkeiten, darin bestehend, dafs mehrere Papier- oder Pappbogen, welche der Form des zu bildenden Fasses entsprechend zu- und eingeschnitten sind, Fig. 3, so nach einander um einen zerlegbaren bauchigen Kern herumgelegt werden, dafs die Fugen des einen Bogens bezw. Mantels von dem Material des nächsten Mantels überdeckt werden, wobei nach dem Aufbringen des ersten Mantels jeder folgende mit Klebstoff bestrichen und mit dem vorhergehenden durch Druck fest verbunden wird.
  2. 2. Um bei der Ausführung des Verfahrens, Anspruch ι., den zur Vereinigung der Mäntel nöthigen Druck zu erzeugen, eine Vorrichtung, gebildet aus einem Gestell zur Aufnahme des mit einem bezw. zwei, drei u. s. w. Mänteln versehenen Kernes und aus einer mit Hebelbremsen 8, 9 ausgerüsteten Trommel 7, welche mit zwei Seilen so umwickelt ist, dafs deren Enden in der Mitte der Trommel zusammenstofsen, welche Vorrichtung in der Weise benutzt wird, dafs man die Enden der Seile, Fig. 4, an dem Kern, in der Mitte an dem Umfange des letzteren, befestigt und sodann den Kern in solcher Richtung dreht, dafs die Seile sich von der Trommel 7 ab und auf den Kern bezw. dessen äufseren Papier- oder Pappmantel in neben einander liegenden Lagen aufwickeln.
  3. 3. Bei der Ausführung des Verfahrens, Anspruch ι., die Anwendung von konischen Ringen h und Böden cdr zur Abdichtung der Stirnseiten des Fasses, wobei die Ringe h in den Kern, die Böden cdr aber erst nach Herausnahme des Kernes in den Ring h eingesetzt und hierauf die letzten Mäntel b um das bereits gebildete Fafs herumgelegt und an demselben und an den Böden befestigt werden.
  4. 4. Das Imprägniren der nach Anspruch 1. hergestellten Fässer mit Leinöl durch hydraulischen Druck und hierauf folgendes Trocknen der Fässer bei 120 bis 1400R.
  5. 5. Bei den nach dem Verfahren, Anspruch 1., hergestellten Fässern die Anwendung eines Verschlusses, Fig. 7, bestehend aus der Verschlufshülse albl mit Ausschnitten bezw. Nuthen xx^yy1 und η nl und aus dem Verschlufsdeckel S1 mit Zapfen \ \Ύ und dem mit Schraube d1 versehenen Schlufskegel c1.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT43888D Verfahren zur Herstellung von Papierfässern Expired DE43888C (de)

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