DE43867C - Streckwerk für langfaserige Spinnmaterialen - Google Patents
Streckwerk für langfaserige SpinnmaterialenInfo
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- DE43867C DE43867C DENDAT43867D DE43867DA DE43867C DE 43867 C DE43867 C DE 43867C DE NDAT43867 D DENDAT43867 D DE NDAT43867D DE 43867D A DE43867D A DE 43867DA DE 43867 C DE43867 C DE 43867C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H5/00—Drafting machines or arrangements ; Threading of roving into drafting machine
- D01H5/18—Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars
- D01H5/22—Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars in which fibres are controlled by rollers only
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 76: Spinnerei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Februar 1887 ab.
Das Streckwerk bezweckt, durch eine kurze und energische Behandlung das rohe, von den
Kratzen kommende Faserband so zu bearbeiten, dafs es unmittelbar dann von einer schnell
laufenden Spindel versponnen werden kann. Zu diesem Zwecke mufs das Band gestreckt,
gehechelt und von Ungleichmäfsigkeiten in der Dicke befreit werden. Die beiden ersten Auf- j
gaben werden durch die Anordnung einer Reihe von Hechelketten gelöst, die dritte durch
selbsttätige Einwirkung des Faserbandes auf den Gang dieser Ketten.
Das von den Kratzen kommende Band nimmt seinen Weg über zwei oder mehr als Gliederketten
angeordnete Hechelsysteme, deren Geschwindigkeit so anwächst, dafs die der letzten
Kette gleich der Hälfte der Aufspulungsgeschwdndigkeit
ist. Um bei einer solchen Geschwindigkeit das Band bequem von den Nadeln der letzten Kette ablaufen zu lassen,
ist eine besondere Construction nöthig geworden, welche bewirkt, dafs diese Nadeln
sich vor der Ablaufstelle der Bewegungsrichtung entgegengesetzt niederbeugen und so bei der
Umbiegung der Kette um ihre Führungsrolle bequem aus dem Faserbande schlüpfen. Wenn
die Stärke des auf den Nadeln befindlichen Bandes gröfser wird, als der normalen Fadendicke entspricht, so ist, um der Spindel in der
Zeiteinheit doch dieselbe Stoffmenge zu liefern, die Geschwindigkeit der Hechelsysteme oder
wenigstens des abliefernden Hechelsystems entsprechend zu verringern. Dies geschieht durch
Vermittelung eines beweglichen Condensers, dessen Durchflufsöffnung genau den Querschnitt
der normalen Faserbanddicke zeigt; wird demnach das Band dicker, so kann es
nicht mehr bequem diese Oeffnung durchlaufen und übt durch verstärkte Reibung und
Anstauung vor der Ausflufsöffnung einen vermehrten Druck in der Bewegungsrichtung
aus, und dieser nun bewirkt eine Bewegung des Condensers, welcher auf die Geschwindigkeit
der Hechelketten einwirkt.
Fig. ι und 2 stellen die Gesammtanordnung des Streckwerkes im Grund- und Aufrifs dar.
Das Streckwerk ist als vor einem doppelten Spinnstuhl eingeschaltet gedacht und besteht
demgemäfs aus zwei ähnlichen Theilen, welche von einander unabhängig betrieben werden.
Der Einfachheit halber sind blos zwei Hechelketten angenommen. Im Grundrifs ist das
Regulirwerk der einen Seite punktin, das der anderen durch Wegnahme der oberen Maschinentheile
sichtbar gemacht. Fig. 3 zeigt einen Schnitt von Fig. 2 nach den Linien {-fa,
£.-,-fo, die Achse P mit Zubehör nochmals nach
^ι-~5 geschnitten. Fig. 5 bis 8 stellen Einzelheiten
des Bewegungsmechanismus der letzten Hechelkette dar.
A ist das Gestell der Maschine, auf welchem die erste endlose Hechelkette B montirt ist;
dieselbe läuft über Rollen der Achsen C und j C1. von welchen erstere durch Räderwerk D
mit der Achse E der zweiten endlosen Kette F verbunden ist.
Diese letztere bewegt sich mit gröfserer Geschwindigkeit wie die erstere und läuft über
Rollen der Achsen E und E\
Zunächst dem äufseren Ende der Kette F
ist ein um die Achse W drehbarer Condenser G angeordnet.
An derselben Achse fest befindet sich der Hebel W, welcher durch die Zugstange U1
und den Winkelhcbel U3 auf die aus der
losen Schnurscheibe Q und der festen Scheibe V
bestehende Reibungskupplung wirkt; das auf der Achse von V sitzende Zahnrad O0 überträgt
durch das Zahnrad O1 und die Riemschciben D0
und D4 diese Wirkung auf die Kettenbewegung.
Die Wirkungsweise des Streckwerkes ist folgende:
Das Band gelangt, nachdem es die Walzen N verlassen hat, auf die Kette P., durch deren
Nadeln eine Streckung und ein Hecheln erfolgt, und von da nach der zweiten Kette F, auf
welcher es eine noch gröfsere Geschwindigkeit erhält.
Die Nadeln I- der letzteren Kette dienen nicht nur dazu, die Fasern-parallel zu legen,
sondern auch das Band vorwärts zu ziehen und auf diese Weise den Condenser G, sowie
die Spindel von einer beträchtlichen Beanspruchung zu befreien.
Das Band gelangt daher mit allen seinen Fasern in den Condenser. Im Falle mehr
Fasern in den Condenser G hineinpassiren, als derselbe bequem durchläfst, stauen sich dieselben
vor ihm und üben einen Druck in der Bewegungsrichtung aus, so dafs sich derselbe
um seine Achse W1 dreht.
Hierdurch wird durch den Arm W, die Stange Ui und den Winkelhebel U3 eine Verschiebung
der Gabel U und folglich auch eine solche der Rolle S mit der Schnurscheibe Q.
in der Richtung des Pfeiles £>, Fig. 3, bewirkt,
wodurch die Frictionsscheibe V aufser Berührung mit der Schnurscheibe 0_ kommt und
die letztere sich daher lose auf der Welle P drehen mufs.
Gleichzeitig mit der Verschiebung der Gabel U in der Richtung des Pfeiles b kommt
auch die Bremsscheibe U- in Berührung mit der Frictionsscheibe V und bremst dieselbe,
wodurch die Geschwindigkeit der Welle P vermindert wird.
Infolge dieser Abnahme der Geschwindigkeit der Welle P nimmt auch die Geschwindigkeit
der Achse E ab und folglich laufen beide Ketten F und B langsamer, bis die Verstopfung
im Condenser gehoben ist.
Die Spannung des Bandes zwischen F und der Spindel nimmt zu, sobald die Geschwindigkeit der Kette F abnimmt, da alsdann diese
weniger dazu beitragen kann, das Band gegen die Spindel zu ziehen.
Sobald der Andrang von Fasern im Condenser gehoben ist, wird durch den Druck
der Feder T gegen die Rolle S die letztere sowie die Schnurscheibe 0_ in die Anfangsstellung zurückgeschoben, wodurch die Schnurscheibe
Q_ wieder in Berührung mit der Frictionsscheibe V kommt und die Welle P
wieder mit ihrer gewöhnlichen Geschwindigkeit getrieben wird.
Auch der Condenser G nimmt seine Anfangsstellung dadurch wieder an, da's die Gabel U
sich in der entgegengesetzten Richtung wie der Pfeil b bewegt.
Was die Construction der Kette F und der zugehörigen Theile betrifft, so ist dieselbe in
Fig. 5 bis 8 dargestellt.
Die einzelnen mit einer Reihe von Nadeln /2
besetzten Stangen / sind durch Gelenke/1 mit einander verbunden.
Die Enden der Stangen bewegen sich zwischen den Führungen K K, welche am Gestell A befestigt sind und sich von den Rollen der
Achse E bis nach den Rollen der Achse E'
nahe am oberen Rande dieser Rollen-erstrecken.
Am äufseren Ende jeder Stange / ist ein Führungsstück J, Fig. 8, befestigt, an welchem
zwei Zapfen J1 und J- sitzen.
Der Zapfen J1 bewegt sich zwischen den
Gleitbahnen L1 und L2 der am Gestell befestigten
Schiene L, während der Zapfen J'2 über den oberen Rand der Gleitbahn L2
hervorragt und von der kurzen Leitschiene J3 geführt wird.
Die beiden Gleitbahnen L1 und L2 sind in
der Mitte ihrer Länge bei L3 herabgebogen, wie Fig. 5 zeigt, so dafs, wenn die Kette F
sich nach der Richtung des Pfeiles al bewegt,
die Nadeln 72, welche sich vor der Abgabe des Bandes an den Condenser rückwärts neigen,
ihre Stellung wechseln, was des leichten Ausziehens aus den Nadeln halber nöthig ist.
An der Stelle L:! bewirkt nämlich die Abwärtsbiegung
der Gleitbahn Lx L2 eine Drehung
des Führungsstückes J und der damit verbundenen Stange / dadurch, dafs sich der
Zapfen senkt.
Die Zuführwalzen N befinden sich am vorderen Ende der Maschine und werden vermittelst
Riemen und Rollen von der Achse C1 der Kette B getrieben.
Das Räderwerk D besteht aus dem Rade D1 der Achse C, welches im Eingriff mit dem
Zwischenrade D'2 ist. Letzteres sitzt auf einem in dem Gestell A befestigten Zapfen und greift
in den Trieb D3 der Achse E. Die Achse E trägt eine Riemscheibe D4, welche vermittelst
eines Riemens D5 und Riemscheibe D6 mit
der Welle O verbunden ist, deren Rad O1 in
Eingriff mit dem Trieb O2 der Welle P steht. Auf der Welle P sitzt eine Scheibe 0_, welche
vermittelst einer Schnur oder eines Riemens Q.1
ihre Bewegung von der Hauptachse erhält. Die Schnurscheibe Q ist mit einer Rolle S
fest verbunden, gegen welche eine um die Welle P gewundene Spiralfeder T preist, Fig. 3,
deren anderes Ende gegen den Trieb O2 drückt.
In die Rolle S greift eine Gabel U ein, welche drehbar an einem Träger f/5 des Ge-
steiles A befestigt und mit einem Arm U1
versehen ist. Letzterer trägt eine verstellbare Bremsscheibe C/2, die sich nahe an der äufseren
Fläche der auf der Welle P neben der Schnurscheibe Q. sitzenden Frictionsscheibe V befindet.
Die Gabel U ist, wie Fig. ι zeigt, mit einem
Hebel U3 verbunden, welcher durch ein Gelenk CZ4 mit dem Arm W der Achse W1 verbunden
ist. Auf dieser Achse ist ein den Condenser G tragender Arm G1 befestigt, wie
aus Fig. 3 ersichtlich.
Durch die eben beschriebene Vorrichtung wird beim Zurückweichen des Condensers die
Schnurscheibe Q. aufser Berührung mit der Frictionsscheibe V gebracht und letztere gleichzeitig
gebremst, wodurch die Welle P zum Stillstand kommt und mit ihr das die Ketten B
und F treibende Räderwerk D6.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Streckwerk für langfasrige Spinnmaterialien, bei welchem die Ausscheidung übermäfsig dicker Stellen des Streckbandes dadurch ermöglicht wird, dafs der vor den Nadelstabketten beweglich angeordnete Abzugtrichter (Condenser G) beim Eintritt einer solchen Fehlstelle die Stillsetzung der Maschine herbeiführt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE43867C true DE43867C (de) |
Family
ID=319152
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT43867D Expired - Lifetime DE43867C (de) | Streckwerk für langfaserige Spinnmaterialen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE43867C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE953589C (de) * | 1953-11-02 | 1956-12-06 | Mackie & Sons Ltd J | Schubstabstrecke fuer langstapeliges Fasergut |
-
0
- DE DENDAT43867D patent/DE43867C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE953589C (de) * | 1953-11-02 | 1956-12-06 | Mackie & Sons Ltd J | Schubstabstrecke fuer langstapeliges Fasergut |
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