DE438280C - Dampferzeuger mit indirekter Beheizung und einer Zentrifugalpumpe als Speisepumpe - Google Patents

Dampferzeuger mit indirekter Beheizung und einer Zentrifugalpumpe als Speisepumpe

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DE438280C
DE438280C DER62844D DER0062844D DE438280C DE 438280 C DE438280 C DE 438280C DE R62844 D DER62844 D DE R62844D DE R0062844 D DER0062844 D DE R0062844D DE 438280 C DE438280 C DE 438280C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22DPREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
    • F22D11/00Feed-water supply not provided for in other main groups

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Dampferzeuger mit indirekter Beheizung und einer Zentrifugalpumpe als Speisepumpe. Bei den heute üblichen Dampferzeugern ist die Schwankung des Kesseldruckes jeweilig von vier Größen abhängig, nämlich von der zu einer bestimmten Zeit dem Kessel entnommenen Dampfmenge, von der zur selben Zeit von dem Kessel aufgenommenen Wärmemenge und schließlich von der Temperatur und der Menge des gerade in den Kessel eingespeisten Speisewassers.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt, ein neues Prinzip für die Dampferzeugung anzugeben, wobei der Entnahmedampfdruck in ganz anderer Weise festgelegt wird als bisher.
  • Die Erfindung kommt in erster Linie bei indirekt beheizten Kesseln zur Anwendung, d. h. bei Kesseln, bei denen zwischen der Feuerung des Primärkessels und dem Sekundärdampferzeuger ein schwersiedendes Zwischenmittel eingeschaltet ist, das die Wärme von den Feuergasen aufnimmt und auf den Sekundärkessel überträgt, der in das flüssige oder siedende Zwischenmittel oder in den Dampf dieses Mittels eingebettet sein kann. Die Regelung der Brennstoffzufuhr zum Primärkessel kann in gewöhnlicher Weise, z. B. in Abhängigkeit von dem Druck bzw. der Temperatur des Zwischenmittels, erfolgen.
  • Der Erfindungsgedanke besteht im wesentlichen darin, daß als Speisepumpe für den Sekundärkessel eine Zentrifugalpumpe Verwendung findet, durch deren Charakteristik bei annähernd konstanter Tourenzahl dieser Pumpe der Druck des Entnahmedampfes bestimmt wird, während die Dampfentwicklung durch die Größe der wasserberührten Heizfläche gegeben ist, die sich ihrerseits selbsttätig der jeweiligen Dampfentnahme entsprechend ändert, wodurch ein vollständig selbsttätiges Zusammenarbeiten zwischen Wasserzufuhr, Dampfentnahme und Dampfdruck erreicht wird.
  • Es sei hier eingeschaltet, daß die Verwendung von Zentrifugalpumpen als Kesselspeisepumpen an sich selbstverständlich bekannt ist. Desgleichen sind natürlich auch die Eigenschaften von Zentrifugalpumpen bekannt. Diese bekannten Eigenschaften der Zentrifugalpumpen werden nun erfindungsgemäß zur Festlegung des jeweiligen Dampfentnahmedruckes benützt, ndem das von der Pumpe geförderte Wasser unmittelbar in den Sekundärkessel hineingedrückt und in diesem in Dampf verwandelt wird, wobei das Wasser gerade bei der Sättigungstemperatur, die dem Pumpendruck entspricht, zu kochen anfängt. Die Wärmeaufnahme des Sekundärkessels richtet sich also ganz selbsttätig nach dem Verbrauch von Dampf. Entnimmt man dem Kessel mehr Dampf, so wird die Wasserförderung der Pumpe zunehmen, infolgedessen der Wasserstand steigen und die wasserberührte Heizfläche vergrößert, wodurch selbsttätig die Dampfentwicklung in demselben Maße vergrößert wird.
  • Der Druck des entnommenen Dampfes ist also lediglich durch den Pumpendruck bestimmt, der sich entsprechend der Charakteristik der Pumpe je nach der jeweiligen Wasser- bzw. Dampflieferung ändern kann. Nehmen wir beispielsweise an, daß die Temperatur des Zwischenmediums 45o' sei und daß der Druck der Zentrifugalpumpe etwa Zoo Atm. beträgt. In diesem Falle wird Dampf nicht der Temperatur von 450 'entsprechend erzeugt, sondern vielmehr der Sättigungstemperatur entsprechend 200 Atm., d. h. Dampf von etwa 36q.°, und in dem nicht wasserberührten Teil des Kessels wird der Dampf etwa bis auf 450' überhitzt. Wird die Dampfentnahme verkleinert, so erniedrigt sich dadurch der Wasserstand bzw. die wasserberührte Heizfläche, aber immer noch bleibt der Druck des erzeugten Dampfes durch den Druck der Zentrifugalpumpe bestimmt. Bei gänzlich abgestellter Dampfentnahme bleibt der Kessel mit überhitztem Dampf von einem Drucke von etwa Zoo Atm., aber einer Temperatur von etwa 450' gefüllt.
  • Bei dieser Einrichtung ist lediglich Sorge zu tragen, daß eine so große Heizfläche vorhanden ist, daß auch bei der größten Dampfentnahme die dieser Entnahme entsprechende größte Wassermenge mit Sicherheit innerhalb des Kessels in Dampf verwandelt werden kann, was gerade bei den bereits bekannten Anordnungen des Erfinders, d. h. bei der Einbettung des kleineren Dampferzeugers in einer Flüssigkeit oder besser in einer siedenden Flüssigkeit oder in dem Dampf einer solchen, mit Leichtigkeit erzielt wird, da hierbei die Wärmedurchgangszahl eine außerordentlich viel höhere ist als bei gewöhnlichen Kesseln. und infolgedessen die Kesselheizfläche eine weit kleinere.
  • Wie bereits erwähnt, besteht ein weiteres für die Erfindung kennzeichnendes Merkmal darin, daß der Wasserspiegel im Kessel, soweit von einem freien, ausgeprägten Wasserspiegel überhaupt gesprochen werden kann, bei stärkerer Dampfentnahme automatisch steigt, bei geringerer dagegen automatisch fällt, gerade aus diesem Grund ist die angegebene indirekte Heizung durch ein Zwischenmittel, dessen Höchsttemperatur eine gewisse zulässige Grenze nicht überschreiten kann, angezeigt, weil sonst der nur mit Dampf gefüllte Teil des Kessels verbrennen würde.
  • In der Abb. i der Zeichnung ist der Erfindungsgedanke in einer beispielsweisen Ausführungsform schematisch wiedergegeben.
  • Die Abb. 2 zeigt die Kurve der Charakteristik der bei der Einrichtung nach Abb. i Verwendung findenden Zentrifugalpumpe, wobei jedoch gleich hervorgehoben werden soll, daß diese Charakteristik nach Belieben, den jeweiligen Anforderungen entsprechend, gewählt werden kann.
  • Es sei zunächst die Einrichtung nach Abb i erläutert.
  • In der Zentrifugalpumpe A wird das aus dem Behälter ß angesaugte Wasser auf den gewünschten Druck gebracht und mit diesem Druck dem Dampferzeuger C zugeführt. Der Dampferzeuger besteht bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus einer Rohrschlange, die in einem Behälter F gelagert ist, in dem entweder eine Flüssigkeit oder eine siedende Flüssigkeit oder Dampf einer solchen vorhanden ist. Beispielsweise soll hervorgehoben werden, daß dieser Dampf nicht nur durch direkte Beheizung des Behälters oder durch die Verbindung des Behälters mit einem Dampfkessel erzeugt werden muß, sondern auch in einer Verbindung des Behälters mit einem Wärmespeicher. Das zu verdampfende Wasser durchfließt die Rohrschlange und wird in ihr allmählich in Dampf übergeführt und als solcher durch die Leitung D entnommen und den Verbrauchern, in vorliegendem Falle der Dampfmaschine E zugeführt.
  • Wie bereits erwähnt, zeigt die Abb. a die Charakteristik der Pumpe A, und zwar bei konstanter Drehzahl derselben. Der von der Pumpe ausgeübte Druck ist als Funktion der Wassermenge oder, was in diesem Falle dasselbe bedeutet, als Funktion der Dampfmenge aufgetragen.
  • Die Abbildung läßt erkennen, daß sich, wenn keine Dampfentnahme stattfindet, ein gewisser Druck p, einstellt, der sich der Charakteristik der Pumpe entsprechend mit der .Dampfentnahme ändert.
  • Gleichgewichtszustand vorausgesetzt, entspricht der Pumpendruck, von Druckverlusten in den Leitungen zunächst abgesehen, genau dem gewünschten Entnahmedruck.
  • Wird beispielsweise dem Kessel eine Dampf= menge entnommen, die der von der Pumpe gelieferten Wassermenge Q1 entspricht (Abb. 2), so ist der Dampfdruck, abgesehen von Leitungsverlusten, gleich Wird jetzt dem Kessel mehr Dampf entnommen, z. B. eine Dampfmenge, die der Wassermenge Q, (Abb. 2) gleich ist, so fällt zunächst der Dampfdruck in der Entnahmeleitung D des Kessels. Dies hat zur Folge, daß der Wasserdurchgang durch den Kessel infolge des geringeren Gegendruckes beschleunigt wird, wodurch eine größere Wassermenge durch die Pumpe hindurchfließt (Zustand: Wassermenge Q2, Druck p2).
  • Bei kleiner Dampfentnahme wird die ganze Rohrschlange mit Dampf gefüllt sein und der Wasserstand sehr tief, beispielsweise bei x-x, liegen. Bei größter Dampfentnahme steigt der Wasserstand beispielsweise bis auf die Linie y-y. Der Wasserstand im Kessel und mit ihm die wasserberührte Heizfläche verändert sich also je nach der Kesselbelastung, was eben eine indirekte Feuerung des Kessels, wie bereits angegeben, notwendig erscheinen läßt.
  • Selbstverständlich kann die Pumpe A das Speisewasser auch einem Economiser entnehmen.
  • Man würde vorerst vermuten, daß man durch Steigerung der Temperatur des Zwischenmittels bz«-. dessen Dampfes die Dampfentwicklung des kleineren Kessels steigern könnte. Dies ist jedoch nicht der Fall. Würde man durch irgendeine Anordnung die Temperatur des Zwischenmittels von beispielsweise 450' auf 5oo ° erhöhen, so würde dies nur zur Folge haben, daß der Wasserstand des kleineren Kessels dementsprechend sinken würde bzw. daß die wasserberührte Heizfläche kleiner werden und die Überhitzung des Dampfes etwas steigen würde. Die Dampfentwicklung und der Druck des Dampfes bleiben jedoch nach wie vor nur abhängig von der Pumpenlieferung, die durch diese Temperaturerhöhung ja nicht beeinflußt wird. Wird aber aus dem kleinen Kessel mehr Dampf entnommen, so steigt automatisch die Wasserlieferung im selben Maße, also auch die Wärmeentnahme aus dem Primärkessel, weshalb diesem selbstverständlich in irgendeiner Weise mehr Wärme, beispielsweise durch die Feuergase, zugeführt werden muß. Diese Zuführung von Brennstoff hat je nach der Speicherfähigkeit des Primärkessels früher oder- später zu erfolgen. Bei den vom Erfinder angegebenen Anordnungen ist gewöhnlich ein so großes Speichervermögen vorhanden, daß recht große Schwankungen im Sekundärdampf erfolgen können, ohne daß die primäre Feuerung geregelt werden muß.
  • Bei den vorstehenden Ausführungen sind eventuelle Druckverluste zunächst unberücksichtigt gelassen. Will man diese berücksichtigen, so ist lediglich zu beachten, daß der jeweilige Entnahmedampfdruck gleich dem Pumpendruck, vermindert um den eventuellen Druckverlust in den Leitungen ist. Durch geeignete Wahl der Charakteristik der Pumpe kann bewirkt werden, daß der Druck des entnommenen Dampfes zur Deckung der Druckverluste in den Zuleitungen zu den :Maschinen bei steigendem Dampfbedarf sogar zunimmt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Dampferzeuger mit indirekter Beheizung und einer Zentrifugalpumpe als Speisepumpe, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck des Entnahmedampfes lediglich durch die Charakteristik der Zentrifugalspeisepumpe bei annähernd konstanter Tourenzahl dieser Pumpe bestimmt ist, während die Dampfentwicklung durch die Größe der wasserberührten Heizfläche gegeben ist, die sich ihrerseits selbsttätig der jeweiligen Dampfentnahme entsprechend ändert, so daß ein vollständig automatisches Zusammenarbeiten zwischen Wasserzufuhr, Dampfentnahme und Dampfdruck erreicht ist.
DER62844D 1924-01-17 1924-12-12 Dampferzeuger mit indirekter Beheizung und einer Zentrifugalpumpe als Speisepumpe Expired DE438280C (de)

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