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Vorrichtung zum Auffangen von Stößen. Es sind bereits Reibungspuffer
bekannt, welche mit Hilfe kegelförmig ausgebildeter, geschlitzter Druckteller dazwischenliegende
mehrteilige Reibbacken kräftig an die Pufferstange oder Pufferhülse drücken und
die hierbei erzeugte Reibung dazu benützen, die lebendige Kraft des auflaufenden
Wagens in unschädlicher Weise in Wärme zu -verwandeln. Ebenso sind bereits aus in
sich geschlossenen Ringen bestehende Federn bekannt, welche eine ähnliche Wirkung
wie ein Reibungspuffer haben. Bei der ersten Art der Puffer muß zur Erzielung einer
Federwirkung eine besondere Feder benutzt werden, während die bekannten, aus in
sich geschlossenen Ringen bestehenden Federn zu geringe Elastizität besitzen und
infolgedessen durch eine besondere Hubbegrenzung gegen Überlastung geschützt werden
müssen. Außerdem verschieben sich bei dieser Konstruktion die Kegelflächen gegeneinander,
so daß die Flächenanlage der Kegelflächen gestört wird. Da bei der Störung des Flächenverhältnisses
keine Flächen-, sondern Linienbewegung eintritt, sind die Federringe bei starken
Stößen hohen spezifischen Flächendrücken ausgesetzt und neigen deshalb zum Brechen.
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Durch den Erfindungsgegenstand sollen alle diese Mängel vermieden
`werden. Die Erfindung hat weiter den Vorteil, daß man durch Bemessung der Federn
und durch besondere Anordnung der wechselseitigen Einschnitte jeden beliebigen Weg
(Federwirkung) zulassen kann, bevor der Bremsweg beginnt. Ebenso läßt die Erfindung
es zu, daß einzelne Federringe oder ganze Gruppen eine Bremswirkung bereits herbeiführen,
ehe die Federwirkung ganz zur Auswirkung gekommen ist. Man hat es also auch in der
Hand, die Bremswirkung in genauem Verhältnis zur Federanspannung zu steigern sowie
für bestimmte Fälle auch noch eine Reservefeder nicht voll in Anspruch zu nehmen.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung in einigen Ausführungsbeispielen
dargestellt, und zwar zeigen Abb. i bis 3 ein Ausführungsbeispiel eines einfachen
Eisenbahnpuffers für geringe Stoßkräfte, Abb. 4 bis 7 ein anderes Ausführungsbeispiel
für mittlere Stoßkräfte, Abb.8 und 9 ein Ausführungsbeispiel für große Stoßkräfte,
besonders für Mittelpuff erkupplungen, Abb. iö und i i andere Ausführungsbeispiele.
In Abb. i ist a die Pufferhülse, b der Pufferstößel mit der Pufferplatte
c. d sind wechselseitig geschlitzte Federringe aus einem Stück. Abb.2 zeigt einen
Teil der Federringe d aufgerollt, mit den Schlitzen e, welche an ihrem
Eingange bei f keilförmig auslaufen. Wenn die in der Pufferhülse a übereinanderliegenden
Federringe in senkrechter Richtung zusammengedrückt werden, so lassen die Schlitze
e eine leichte Dehnung der Federringe in radialer Richtung zu. Die wechselseitigen
Schlitze e und der äußere Durchmesser der Federringe d werden so bemessen, daß nach
einer bestimmten vorgesehenen Federwirkung die Federringe sich mit ihren äußeren
Flächen an die Innenwandung der Pufferhülse a legen, so daß die weiteren Stoßkräfte
durch die Reibung vernichtet werden. Die eigenartige Ausbildung der Federringe d
läßt es zu, daß die Bremswirkung bei jeder gewünschten Stoßkraft beginnen kann.
Dabei kann die Elastizität der Federringe d so weit getrieben werden, daß die Federringe
um das Doppelte ihres Durchmessers auseinandergezogen werden können, ohne ihre Elastizität
zu verlieren. g ist eine Hilfsfeder, welche die Pufferstößel wieder in die alte
Lage bringt. Damit die sich ineinanderschiebenden Keilflächen f auch nach stärkerer
Abnutzung sich genau aufeinanderlegen können und möglichst große Reibflächen ergeben,
kann man noch Rundkeile w (Abb. 2 und 3) vorsehen, welche sich jeder Neigung anschmiegen
können.
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Abb. q. bis 7 zeigen eine andere Ausführungsform, bei welcher der
Pufferstößel nach Erreichung einer bestimmten Federspannung durch die Federringe
dl festgeklemmt wird, wodurch ein großer Teil der Stoßkräfte vernichtet wird. Die
Wirkungsweise ist ähnlich der vorher beschriebenen. In diesem Falle werden die Federringe
d, zweckmäßig bei lz. kegelig ausgebildet, und zwar derart, daß die Kegelfläche
abwechselnd auf der Innenseite und Außenseite der Federringe liegt, so daß beim
Zusammendrücken der Federringe d,. in senkrechter Richtung die Federringe sich abwechselnd
nach innen und außen zusammendrücken und nach Erreichung der vorgesehenen Stoßkraft,
welche federnd aufgenommen werden soll, die Bremswirkung beginnt. Dabei hat man
es durch Bemessung der wechselseitigen Einschnitte in der Hand, die Federringe d,.
einzeln oder auch gleichzeitig oder periodenweise nach jedesmaligerErreichung einer
bestimmten Stoßkraft. zur Bremswirkung
kommen zu lassen. o sind
auswechselbare Hartgußbuchsen.
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Abb. 8 zeigt eine Ausführung, welche sehr große Stoßkräfte aufnehmen
und als Mittelpuffer Anwendung finden soll. Die Wirkungsweise ist nach der vorhergegangenen
Beschreibung ohne weiteres verständlich. Die Federringe d2 werden durch die massiven
Klemmringe i. an die Wandungen der Pufferhülse a, des Pufferstöllels
b und des Federbolzens k gepreßt. Damit die Bremskraft der Federringe auch
an allen Seiten zu gleicher Zeit zur Auslösung gebracht werden kann, ist ein Ausgleichteller
l vorgesehen, welcher sich auf dem Fuß m des Federbolzens k abwälzen
kann. In Abb. 9 ist der Ausgleichteller l im Grundriß gezeigt. r sind wieder wechselseitige
Einschnitte, welche j edesmal nicht ganz bis an die Gegenseite heranreichen, so
daß der Zusammenhang des Ausgleichtellers l selbst gewahrt bleibt.
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Abb. io zeigt eine Puffervorrichtung, bei welcher gleichzeitig vier
der in Abb. i bis 9 dargestellten Stößel Aufnahme gefunden haben. b2 sind in diesem
Falle die an der Pufferplatte c2 angelenkten Pufferstößel, welche in die Pufferhülsen
a2 eingreifen. Die in Abb. i bis 8 angegebenen Federringe d, d, sind in Abb. io
nicht gezeichnet. Die Pufferhülsen d2 sind an kreis- oder kurvenförmigen Hebeln
p beweglich oder in anderer Weise miteinander verbunden. Die Hebel p können sich
auf einem Hebel q und dieser kann sich wieder auf der Grundplatte s abwälzen, so
daß die Pufferstößel b= in allen Lagen gleichmäßig belastet werden. Dieses System
kann man weiter ausbilden und beliebig viel Stößel bz mit Pufferhülsen a. vorsehen.
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Die Erfindung wird nicht umgangen, wenn die Federringe d, d,
sowie der Ausgleichteller L aus einzelnen Segmenten gebildet und der Zweck der wechselseitigen
Einschnitte durch eine andere Form oder entsprechend ausgebildete Federn oder sonstige
Mittel erreicht wird.
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Abb. i i zeigt noch eine andere Ausführung. d,, sind wieder in ähnlicher
Weise wie die Ausgleichteller Z (Abb.9) wechselseitig eingeschnittene Federringe,
welche sich bei auftretenden Stößen nach Überwindung der eigenen Federspannung der
Federringe d3 mit ihren Flächen in die Klemmringe t hineinschieben. Die vollen,
massiven Klemmringe t sind so stark gehalten, daß sie selbst bei stärksten Stößen
nicht nachgeben. Die Klemmringe t sind an ihrer unteren Seite bei x kreisringförmig
abgedreht. Auf diesen kreisringförmigen Flächen gleiten die Federringe d" mit ihren
entsprechend ausgebildeten Flächen, so daß beim Hineinschieben der Kegelflächen
der Federringe d3 in den Kegelsitz der Klemmringe t selbst bei starker Abnutzung
einzelner Flächen kein hoher spezifischer Flächendruck auftreten kann, da infolge
der zusammenhängenden und trotzdem elastischen Federringed3 sämtliche in Betracht
kommenden Flächen sich innig aneinander anschmiegen können.