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Magnetischer Kreis zum Erzeugen elektrischer Leistung durch Einwirkung
mechanischer Kräfte Die Erfindung bezieht sich auf magnetische Kreise .zum Erzeugen
elektrischer Leistung durch Einwirkung mechanischer Kräfte, wie sie beispielsweise
in @Geschoß- und Bombenzündern Anwendung finden. Diese Kreise bestehen .aus einem
permanenr ten Magneten mit einem .eine Induktionsspule tragenden Anker. Durch geeignete
Mittel wird dafür gesorgt, daß der magnetische Kreis beim Aufschlag des Geschosses
oder der Bombe zerstört wird. Der dadurch bedingte Zusammenbruch des magnetischen
Feldes induziert in der Spule .die zur Zündung ausgenutzte elektrische Leistung.
Ein einwandfreies Arbeiten solcher Systeme hängt wesentlich davon ab, daß die Induktionsspulen
bei der Zerstörung des magnetischen Kreises intakt bleiben. Nach der Erfindung erreicht
man das Erhaltenbleibender Spule trotz der Zerstörung des magnetischen Kreises durch
eine solche Anordnung des Systems, daß die Ebene, welche die Spulenachse und, die
der Spule gegenüberliegende Angriffsstelle der mechanischen Kräfte enthält, senkrecht
oder angenähert .senkrecht zur Richtung der mechanischen Kräfte verläuft. Hierbei
wirken also die Kräfte an einem Punkt des magnetischen Kreises, welcher von der
Spule entfernt liegt, und in einer Richtung, die an der Spule vorbeiführt.
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Unterstützt wird die Lösung der Aufgabe, die Spule unversehrt zu erhalten,
nach einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch, daß der magnetische Kreis mechanisch
weniger widerstandsfähige Stellen erhält, ran denen der Kreis unter der Einwirkurig
der
mechanischen Kräfte zerbricht. Man schafft -auf diese Weise genau definierte Bruchstellen,
an dem magnetischen. Kreis, welche selbstverständlich so gelegt werden, daß sie
zur Erhaltung der Spule beitragen. Vorteilhaft wird der Querschnitt des magnetischen
Kreises ian der oder ,den vorbestimmten Bruchstellen vorzugsweise durch Einkerbungen
vermindert. Eine ähdiche Wirkung läßt sich erreichen, wenn in den magnetischen Kreis
an der oder den vorbestimmten Bruchstellen im Vergleich zu den anderen Teilen des
magnetischen Kreises sprödes Material eingefügt wird. Das Festlegen der Bruchstellen
wird verbessert, wenn man beide Maßnahmen (Querschnittsverirninderung,und sprödes
Materiial) gleichzeitig anwendet.
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Der magnetische Kreis enthält in der Regel Unterlbrechungsstellen
an den Übergangsstellen zwischen dem permanenten Magneten und den Ankerschuhen.
Will man fertiggewickelte Spulen auf dem Anker anbringen, so empfiehlt es sich außerdem,
den Anker hierfür zu unterteilen. Es entsteht dadurch mindestens eine weitere Unterbrechungsstelle.
Um .den magnetischen Widerstand dieser Übergangsstellen so klein als möglich zu
halten, wind gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß der Raum zwischen dem permanenten
Magneten und (dem Anker bzw. zwischen Teilen des zum Aufbringen der fertigen Spule
unterteilten Ankers mit Magnetpartikeln enthaltenden, sich verfestigenden spröden
Bindestoffen ausgefüllt wird, deren Permeiab@ilität mindestens gleich der des permianeriten
Magneten ist. Wenn möglich, wird man bei dieser Maßnahme die Unterbrechungsstellen
mit den Sollbruchste(Llen zusammenfallen lassen.
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Bei dieser bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
wird der permanente Magnet, an welchem die mechanischen Kräfte angreifen, keilförmig
ausgebildet, wobei dessen Teilflächen an entsprechendenGegenflächen des Ankers anliegen
und in Richtung,der mechanischen Kräfte aufeinander zulaufen. Man erreicht durch
diese Ausbildung des permanenten Magneten, daß .die Ankerschenkel unter der Wirkung
der mechanischen Kräfte auseinanderge.spreizt werden.
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Ausführungsbeispiele des Gegenstandes .der Erfindung zeigt die Zeichnung,
und zwar Abb. i einen Schnitt, Abb. 2 die dazugehörige Draufsicht, Abb. 3 eine andere
Ausführungsform in Seitenansicht und Abb. 4 .die zu Abb. 3 gehörige Draufsicht.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. i und, 2 trägt der Anker a die Indwktion.sspule
b zwischen den Ankerschenkeln. Der Induktionsspule b gegenüber ist -der permanente
Magnet c angeordnet. Der kleine Kreis in Abb. a auf der Fläche des Magneten c deutet
die Angriffsstelle der mechanischen Kräfte an. Der Pfeil in Abib. i gibt .die Kraftrichtung
un. Wie aus Abb. i ohne weiteres hervorgeht, verläuft :die Ebene A-B, welche die
Achse der Spule b und. die Angriffsstelle der mechanischen Kräfte enthält, angenähert
senkrecht zur Kraftrichturig. . Durch die Einkerbungen d (Abb. 2) werden -die Stellen
vortbestimmt, an denen der magnetische Kreis ,unter der Einwirkung der mechanischen
Kräfte zerbricht.
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Eine etwas abweichende Ausführungsform zeigen die Abb. 3 und q.. Der
Anker a ist hier unterteilt, um die Induktionsspule b fertig gewickelt bequem aufbringen
zu können. An den Teilfugen sind Schichten; f aus besonders. sprödem magnetischem
Material vorgesehen, deren Permeaibilität mindestens gleich derjenigen des permanenten
Magneten ist. Als sprödes magnetisches Material 'kommen beispielsweise .Stoffgemische
irt Frage, wie sie für die Herstellung von s,ogenannten Massekernen An@ w endurig
finden. Aber auch weniger fein unterteiltes magnetisches Material, welches unter
entsprechend hohem Preßdruck Körper von eusreichendem Zusammenhalt ergibt, kann
benutzt werden. Beim Zwischenfügen solcher magnetischer Schichten erreicht man außerdem,
daß die Fugenflächen an .den Ankerteilen ibzw. an dem permianenten Magneten keiner
besonderen, zum Kleinhalten des magnetischen Widerstandes an der Übergangsstelle
sonst notwendigen Feinbearbeitung (Schleifen) bedürfen. Der permanente Magnet e
ist keilfönmig .ausgebildet. Aus den Abb. 3 und 4 ergibt sich ohne weiteres, daß
beim Einwirken der mechanischen Kräfte in Pfeilrichtung die Schenkel des Ankers
a auseinandergespreizt werden.. Die spröden Fugenfüllungen f sorgen auf alle Fälle
dafür, @daß der im Spuleninnern befindliche Teil des Ankers a und damit die Spule
b selbst von mechanischen Üiberbeanspruchungen freigehalten werden.