DE437242C - Verfahren zur Herstellung von Tonerdeschmelzzement - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Tonerdeschmelzzement

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DE437242C
DE437242C DEK93773D DEK0093773D DE437242C DE 437242 C DE437242 C DE 437242C DE K93773 D DEK93773 D DE K93773D DE K0093773 D DEK0093773 D DE K0093773D DE 437242 C DE437242 C DE 437242C
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silica
alumina cement
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/32Aluminous cements

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Silicon Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Tonerdeschmelzzement. Zur Herstellung von Tonerdeschmelzzement wurde bisher nur Bauxit verwendet, während kieselsäurereiche Tonvorkommen bisher als für diesen Zweck ungeeignet erachtet wurden. Die Erfindung bezweckt, die Herstellung eines dem aus Bauxit hergestellten, ihm an Güte gleichkommenden Tonerdeschmelzzementes auch aus kieselsäurereichem Ton zu ermöglichen.
  • Dieser Zweck wird dadurch erreicht, daß dem Ton die nötige Menge solcher Stoffe zugesetzt wird, die genügend Kieselsäure lösen oder binden, um den Kieselsäuregehalt bis auf das für Tonerdeschmelzzement zulässige Maß zu vermindern, worauf dann die Masse in der für die Zementherstellung üblichen Weise, aber unter Erhitzung bis zur Schmelze weiterbehandelt wird. Je nach der sonstigen Beschaffenheit des Tones können hierbei die ihm zuzusetzenden Stoffe von verschiedener Art sein.
  • Hat der Ton bereits den erforderlichen Kalkgehalt, so wird ihm Flußsäure zugesetzt und das Gemisch bis zur Schmelze erhitzt. Es genügt hierfür die gewöhnliche Flußsäure des Handels. Die Kieselsäure wird dabei durch die Flußsäure gelöst und die bei diesem Prozeß abdestillierenden Fluorverbindungen können in einer Wasservorlage aufgefangen und nach Abtrennung der sich abscheidenden Kieselsäure der Destillation unterworfen werden, wobei der eine Teil als Flußsäure wiedergewonnen werden kann, während sich der andere Teil als Kieselfluor-Wasserstoffsäure absetzt und diese auf Flußsäure weiterverarbeitet werden kann.
  • Bei einem wesentlich geringeren als dem erforderlichen Kalkgehalt kann man entweder in der gleichen Weise verfahren und den noch fehlenden Kalk beim Schmelzen zusetzen, oder es wird dem Ton Flußspat und Schwefelsäure in solchem Maße zugesetzt, daß die entstehende Flußsäure den überschüssigen Teil der Kieselsäure entfernt. Das bei diesem Prozeß entstehende Calziumsulfat wird in der Hitze in Calziumoxyd und Schwefelsäure zerlegt. Ersteres dient dann als Kalkzusatz zum Ton, dessen Kalkgehalt durch Zusatz von weiterem Kalk noch abgestimmt werden kann. Die Schwefelsäure zerlegt sich weiter in Sauerstoff und schweflige Säure, die in bekannter Weise über Kontaktstoffe geleitet und dadurch regeneriert werden kann: Die Abscheidung der überschüssigen Kieselsäure kann auch dadurch erreicht werden. ciaß dem Ton Metalle oder Metallverbindungen und ein Reduktionsmittel zugesetzt und das Gemisch bis zur Schmelze erhitzt wird. Als geeignete Metallverbindungen können z. B. Eisenerze und Abbrände und als Reduktionsmittel Kohle, z. B. in Form von Koks, dienen. Es bildet sich hierbei flüssiges Metallsilicid und aluminiumoxydhaltige Schlacke. Ersteres wird aus dem Ofen abgezogen und kann für metallurgische Zwecke verwendet werden. Die Schlacke wird durch Zusatz. der etwa noch fehlenden Komponenten, wie Calzium- und Eisenoxyd, auf die Zusammensetzung des Tonerdeschmelzzementes gebracht und geschmolzen:

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜ C HE: i. Verfahren zur Herstellung von Tonerdeschmelzzement, dadurch gekennzeich-Masse dann in der für die net, daß kieselsäurereichem Ton in der Hitze durch Zusatz von kieselsäurelösenden oder kieselsäurebindenden Stoffen die Kieselsäure mindestens bis zu dem für Tonerdeschmelzzement zulässigen Kieselsäuregehalt entzogen und - - die bekannten Weise behandelt und bis zur Schmelze erhitzt wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Lösen der Kieselsäure Flußsäure zugesetzt wird. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erzeugung der zur Lösung der Kieselsäure dienenden Flußsäure Flußspat und Schwefelsäure zugesetzt .xvird. 4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Schmelzen unter Zusatz von Metallsilicide bildenden Metallen oder Metallverbindungen und einem Reduktionsmittel erfolgt.
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