DE437191C - Verfahren zur Herstellung von Walzasphalt - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Walzasphalt

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DE437191C
DE437191C DEB123810D DEB0123810D DE437191C DE 437191 C DE437191 C DE 437191C DE B123810 D DEB123810 D DE B123810D DE B0123810 D DEB0123810 D DE B0123810D DE 437191 C DE437191 C DE 437191C
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bitumen
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asphalt
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L95/00Compositions of bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Walzasphalt. Die durch Mischen von Bitumen mit Mineralien in bekannter Weise hergestellten Walzasphaltmassen haben den Nachteil, daß sie durch das Einwalzen nicht unmittelbar die gewünschte Festigkeit und Härte erhalten. Bei einer solchen Asphaltstraße überläßt man es gewöhnlich der längeren Befahrung und den atmosphärischen Einflüssen, ein allmähliches Festwerden des Belags zu bewirken. Das mangelhafte Erhärten rührt gewöhnlich daher, daß man entweder zu flüssiges, d. h. zu wenig klebendes Bitumen verwendet hat oder die Klebkraft eines guten Bitumens aus irgendeinem Grunde durch Zusatz von Öl, wenn auch nur vorübergehend, aufheben will.
  • So wird z. B. nach dem Verfahren des Patents 4=g484 der Grundmischung von Mineral und klebkräftigem Bitumen nachträglich Öl zugemischt, zu dem Zwecke, die Klebkraft des Bitumens so weit aufzuheben, daß die Masse erst durch starke Verdichtung wieder klebkräftig wird. Diese Arbeitsweise setzt die Erfüllung gewisser Bedingungen voraus, damit der Belag hinreichend fest wird. So verlangt das Verfahren ausdrücklich ein starkes Verdichten, und dasselbe rechnet offenbar damit, daß das Öl'zunächst das Bitumen flüssiger, d. h. weniger klebend macht und daß es dann durch Versickern, Verdunsten oder Aufsaugen durch beim starken Walzen zerriebene Minefalteile unter Wiederherstellung der früheren Klebkraft des Bitumens allmählich verschwindet.
  • Wir haben nun gefunden, daß man einen vorzüglichen Walzasphalt erzielt, der beim Einwalzen unmittelbar die gewünschte Festigkeit erreicht, wenn man Mineralteile mit bei gewöhnlicher Temperatur nicht tropfbarem Bitumen in der Wärme vermischt, das Gemisch in einen rotierenden Apparat bringt und unter Zuführung von kalter Luft in Umdrehung versetzt, bis die Außentemperatur erreicht ist. Das so gewonnene Mischgut ist körnig und backt nicht zusammen. Um nun eine beim Einbauen gebrauchsfertige Masse zu erhalten, haben wir ein festes organisches, bei der Teer- und Benzolfabrikation anfallendes Material zugesetzt. Es war überraschend und in keiner Weise vorauszusehen, daß man beispielsweise mit praktisch ölfreiem Rohnaphthalin ein gelindes Erweichen des Bitumens erreichen kann. Das Naphthalin besitzt die Fähigkeit, bei einer über a5 ° C liegenden Temperatur die Oberfläche des Bitumen leicht anzugreifen, wodurch die Klebfähigkeit der Walzasphaltmasse eintritt. Man hätte vielmehr das Gegenteil annehmen können, nämlich, daß das Gemisch durch den geringen Zusatz von Naphthalin noch weniger klebend geworden wäre, wohingegen es sich aber zeigte, daß die Masse nach kurzer Zeit eine bedeutende Klebkraft erhält.
  • Anstatt Rohnaphthalins allein kann dasselbe bei gleich guten Ergebnissen mit Rohanthracen vermischt verwendet werden, wobei in jedem Falle der Zusatz nicht mehr als a Prozent der Fertigmasse ausmachen darf.
  • Das Rühren, Bewegen und Durchmischen erfolgt in an sich bekannter Weise und wird in besonders hierzu konstruierten Apparaten vorgenommen. Bemerkenswert ist ferner, daß bei einem Großversuch auf der Straße ein schnelleres Erhärten eintrat wie bei den sonst üblichen stampfasphaltähnlichen Erzeugnissen.
  • Dieses Verfahren läBt sich'nicht nur für walzasphaltähnliche Massen, sondern auch fürPlatten und sonstige Kunststeine üsw. verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Walzasphaltmasse aus einem in der Wärme mit einem Mineral vermischten, bei gewöhnlicher Temperatur festen Bitumen, dadurch gekennzeichnet, daB das warme Gemenge unter Zuleitung kalter Luft und unter ständigem Rühren auf gewöhnliche Temperatur gebracht wird und vor der Verwendung einen Zusatz von bei der Teerfabrikation anfallenden Nebenprodukten, wie Rohnaphthalin, Rohanthracen, oder ihren Gemischen erhält.
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