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Schneidemaschine für Papier u. dgl. Es sind bereits Schneidemaschinen
für Papier und andere Stoffe bekannt, bei denen in einem hohlen Preßbalken Preßfedern
und Druckstangen angeordnet sind. Bei derartigen Anordnungen werden die schn-er
lierzustellenden Preßfedern als Druckfedern sehr stark beansprucht, st) daß die
1Zaschinen sehr hoch und schwer «-erden, wenn mein geeignet bemessene Druckfedern
anbringen Grill.
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Um auch niedrigere Maschinen dieser Art bauen zu, können, ist die
im folgenden beschriebene Neuerung getroffen worden. Früher war stets nur eine.
leise Anfangsspannung im Preßbalken durch Druckfedern vorhanden, d. h. der Preßbalken
erreichte das zu schneidende Gut mit einem Druck von etwa r ooo kg. Durch die Bewegung
des Messerbalkens, welche mit den Hebeln des Preßbalkens in direkter Verbindung
steht, wurde der Druck je nach der Stärke der Druckfedern auf aooo bis 5ooo
kg erhöht. Es ist aber wesentlich vorteilhafter, wenn man den erreichbaren Druck
sogieich im Anfang des Herabgehens des Preßbalkens zur Verfügung hat,
weil
dadurch das zu schneidende Gut sofort festgehalten und ein Verschieben desselben
beim Einschnitt namentlich stumpfer Messer unmöglich wird.
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Um dies zu erreichen, ist gemäß der Erfindung in den Messerbalken
eine Kurve eingesetzt, 'die beim HeraUgleiten des Messerbalkens den Preßbalken mitnimmt
und beim Auftreffen des Preßbalkens auf den Stapel die Federn auf einen Höchstwert
zusammenpreßt, so daß hierdurch gleich von Anfang an der höchste Druck auf den Stapel
ausgeübt wird, bevor das Messer in den Stapel dringt. Ist kein Stapel vorhanden,
so bewegt Sich der Preßbalken infolge seines Eigengewichte abwärts, so daß keine
weitere Relativbewegung zwischen dem Messerbalken und Preßbalken eintritt, da in
diesem Fall der Messerbalken nur in seinem Eigengewicht auf den Preßbalken drückt.
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Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung ist in den Abbildungen schematisch
dargestellt. Abb. i zeigt einen Aufriß der Maschine mit Preßba:ken 8, Führungsstück
7, Hebeln i o und Preßfeder 13. Abb; 2 ist eine Seitenansicht. Abb.3 zeigt einen
Aufriß der :Maschine mit :Messerbalken i und Druckkurve .l. Abb. 4 ist ein Querschnitt
der Abb.3.
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Der Messerbalken i wird in bekannter . Weise durch eine Kurbele mittels
einer Zugstange 3 schräg auf- und abwärts bewegt. In dem Messerbalken i ist eine
Druckkurve :1 angebracht, in der sich eine Rolle 5 führt, deren Achse 6 .im Führungsstück
; des hohlen Preßkolbens 8 gelagert ist. Das Führungsstück 7 ist im Preßbalken 8
aufwärts und abwärts bewegbar und trägt die Scharniere 9, an welchen die Hebel io
mit ihren Enden befestigt sind. Die Hebel io sind im hohlen Preßbalken $ um Punkt
i i drehbar gelagert und liegen mit ihrem anderen Ende an einer verstellbaren Mutter
12 an, welche sich gegen eine oder mehrere Federn 13 stemmt. Durch Anziehen der
Mutter 12 wird die Feder 13 mehr oder weniger gespannt und der Preßdruck geregelt.
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Bei der Drehung der Kurbele bewegt sich der Messerbalken i durch Mitnahme
der Zugstange 3 in schräger Richtung durch Gleitsteine 14 geführt abwärts. Der Preßbalken
8 folgt infolge seines Eigengewichtes abwärts nach und erhält durch die Anbringung
der Kurve q. im Messerbalken i eine größere Voreilung vor dem Messer. Beim Auftreffen
des Preßbalkens 8 auf - den Schneidgutstapel 15 wird das Führungsstück 7, mit welchem
die Achse 6 der Rolle 5 fest verbunden ist, durch die Druckkurve 4 weiter abwärts
gezogen. Die Hebel io, welche durch die Scharniere 9 mit dem Führungsstück 7 verbunden
sind, gehen mit dem Preßbalken abwärts, so lange der I'reßbalken keinen Widerstand
am Stapel findet. Sobald jedoch der Preßbalken auf den Stapel stößt, werden die
Hebel i o durch Weitergleiten des Führungsstückes ; , das durch die Rolle 5 erfolgt,
derart gedreht, dalJ die Feder 13 zusammengedrückt wird. Die Drehung der Hebel io
wird auch auf das andere Ende, an welchem die Stellmuttern 12 angeordnet sind, übertragen,
so daß sich die Hebel i o auch in der Richtung des Kreisbogens 17 bewegen können.
Da aber zwischen beiden Stellmuttern. 12 eine oder mehrere Federn 1 3 angeordnet
sind und diese Federn in der Kreisrichtung 17 zusammengedrückt werden, wirkt der
hohe, in den Federn i; aufgespeicherte: Druck auf die Drehachsen i i der Hebel io
und preßt den Preßbalken 8 auf den Stapel 15. Durch Nachstellen der Muttern 12 kann
der PYeßdruck je nach der Beschaffenheit des zu durchschneidenden Stoffes leicht
oder stark wirkend gestellt werden. Nach dem Durchschneiden des Stapels erfolgt
die Rückbewegung des Führungsitükkes 7 aufwärts, bis die Hebel i o an die beiden
Knaggen 16 treffen. Von diesem Augenblick an bewegen sich der Preßbalken 8 und die
Hebel io mit der Feder i,; als starres Ganzes bis zu der beschriebenen Anfangsstellung
des Messerhalters i und des Preßbalkens B.
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Die beschriebene Bauart ergibt den weiteren Vorteil, daß es gleichgültig
sein kann, wie hoch der Stapel des zu schneidenden Gutes unter dem Messerbalken
ist und ob der Stoff hart oder weich ist.