DE4364C - Kämm-Maschine - Google Patents
Kämm-MaschineInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01G—PRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
- D01G19/00—Combing machines
- D01G19/02—Combing machines with pinned circles, e.g. Noble
Landscapes
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- Textile Engineering (AREA)
- Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)
Description
1878.
EMIL HÜBNER in PARIS. Kämm - Maschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Mai 1878 ab.
In beiliegenden Zeichnungen ist die neue Kämmmaschine dargestellt und zwar zeigt Fig. 1
den Aufrifs der Maschine mit den nachfolgend genannten Theilen im Schnitt:
Die zur Speisung dienenden Organe.
Eine neue Art kreisförmige und ununterbrochen wirkende Klemmvorrichtung.
Eine neue Art des Antriebes, welchen der Erfinder Differentialantrieb nennt.
Einen horizontalen Kamm, bestehend ans einer mit radialen Nadelspitzen rundum besetzten
Scheibe, den der Erfinder als strahlenförmigen Kamm bezeichnet.
Fig. 2 zeigt eine neue Anordnung, durch welche der Kopf des cylinderförmigen ununterbrochenen
Vliefses durch den cylindrischen Kamm Z gekämmt wird. Diese Anordnung der
Theile hat den Vortheil, dafs man den Kopf des aus Fasern bestehenden Vliefses gründlich
kämmen kann, ohne Rücksicht weder auf die Dicke des Vliefses, noch auf die Länge des
vorhängenden Theiles desselben, welcher sehr kurz sein kann.
Die Wirkung des Kammes auf das untere Vliefsende geschieht so, dafs sich in dem Mafse,
wie sich der Kopf dem Kamme nähert, zuerst die äufsere Seite, dann der mittlere Theil und
zwar im Sinne der kreisförmigen Bewegung des Vliefses in der Längsrichtung, und schliefslich
die innere Seite des Vliefses gründlich gekämmt wird; die Fasern werden dadurch sehr günstig
von hinten nach vorn gelegt und so die Wirkung der Ausziehwalzen, die sie darauf aus
den Nadelspitzen ziehen, wesentlich erleichtert.
Fig. 4 ist ein Grundrifs der Speisevorrichtung, geschnitten nach Linie Y, Fig. 1.
Fig. 3 ist ein Grundrifs der Maschine, geschnitten nach Linie X in Fig. 1.
A, Fig. ι und 3, sind die Antriebsscheiben,
B, Fig. ι, 2 und 3, ist die Antriebswelle, auf
welcher befestigt sind:
Eine Antriebsscheibe D zur Bewegung der Kämmvorrichtung und der Reinigungsvorrichtung
zum Entfernen der Kämmlinge (Abfall beim Kämmen), G eine Antriebsscheibe zur Bewegung
der Ausziehwalzen und eine Schraube JS ohne Ende, welche in das auf der verticalen
Welle G sitzende Rad F eingreift, Fig. 1, und der Welle G eine Drehung von rechts nach
links., ertheilt.
Am oberen Ende der Welle G ist auf derselben eine Stiftenscheibe befestigt, auf welche
die zum Kämmen mit dieser Maschine vorbereiteten Vliefse gesteckt werden.
K ist eine.am Umfang mit Löchern versehene Scheibe, welche die Vorgespinste oder Zöpfe
regelrecht der Speisevorrichtung zuführt.
L ist ein oben, geschlossener, abgerundeter, glockenförmiger Cylinder, welcher auf der
Welle G befestigt ist.
Mist ein zweites. auf. der ,Welle G befestigtes,
cylindrisches, oben sich, trichterförmig erweiterndes
Stück, welches unterhalb, ringsum verticale Rippen pt trägt; an diesen sind wieder
die Ringe ml befestigt, welche die Glocke umgeben
und zwischen sich und der Glocke einen ringförmigen leeren Raum N lassen, Fig 1 und 4.
In diesen ringförmigen Raum N tritt der zu kämmende Stoff, und hier erfolgt auch zugleich
der Vorschub zur Speisung.
Indem der Stoff durch diesen ringförmigen Raum N geht, wo er leicht zusammengeprefst<
wird, nimmt er die Form eines grofsen dichten Schlauches oder Rohres an, dessen unterer
fasernder Kopf nach aufsen tritt und der Einwirkung der Kamm- und Ausziehwalzen ausgesetzt
wird.
Um eine regelmäfsige Speisung zu bewerkstelligen, wendet der Erfinder eine Anzahl,
rings um die Glocke L liegender Kämme F, die mit mehreren Reihen Nadelspitzen besetzt
sind, an; diese Kämme sind an den, in den Hülsen η' gleitenden Zapfen η befestigt und
radial zur Glocke L in horizontaler Richtung beweglich; ferner sind diese Vorschubkämme
dadurch vertical beweglich gemacht, dafs der flache Theil der Hülse η' in Rinnen der verticalen
Rippen m gleitet.
Ein horizontaler Ring IT ist concentrisch zur Glocke L auf drei Säulen ruhend angeordnet.
Diese Speisevorrichtung arbeitet wie folgt:
Beim Punkt a, Fig. 4, angekommen, stöfst ein auf dem Zapfen η sitzender kleiner Stift 0
gegen eine excentrische auf dem Ringe H sitzende Führung p gleitet an diesem excentrischen
Theile entlang und zieht den Kamm aus. dem Zwischenraum N und dem rohrförmigen
Vliefs heraus. In b angekommen, geht der Kamm wieder concentrisch bis c weiter, aber
zwischen diesen Punkten befindet sich eine
schräge aufsteigende Fläche q, auf welche der Zapfen η hinaufgeleitet und den Kamm auf
eine Höhe gleich der gewünschten Vorschublänge des Vliefses hebt. Dann bleibt der
Kamm bis zur Ankunft an den Punkt e in dieser Höhe.
Von c nach d wird das Ende des Zapfens η
aufs neue gegen das Centrum dadurch vorgeschoben, dafs es an einem zweiten excentrischen
Theil r entlanggleitet, so dafs der Kamm wiederum in das Vliefs, aber an einem höher
gelegenen Punkte als früher eintritt. In e angekommen, begegnet das Ende des Zapfens ri
einer zweiten geneigten bis / reichenden Ebene, welche den Kamm um ebenso viel als er bei q
gestiegen, wieder hinabführt.
Während des Ganges von e nach f, bei welchem sich die Kämme nach unten bewegen und
die Fasern mitnehmen, vollzieht sich also der Vorschub des \1iefses und die Speisung der
Maschine.
P, Fig. 4, ist eine kleine Thüre, welche das Herausnehmen und Einsetzen der Kämme ermöglicht.
Der aus der Speisevorrichtung hervortretende, vorgeschobene Kopf des Vliefses begegnet beim
Weitergehen über den Punkt / hinaus einem Riemen Q, welcher durch eine Riemscheibe R
mit derselben Geschwindigkeit, als die des Umfanges der Glocke L, angetrieben wird. Die
Drehung der Scheibe R erfolgt mittelst zweier eingeschalteter Zahnräder von der verticalen
Welle G aus.
Der untere Theil der Glocke, auf welche der Riemen vermöge seiner Spannung drückt, ist
rauh gemacht, um ein Gleiten des Stoffes zu verhindern.
Der Stoff wird also im Weiterdrehen zwischen dem unteren Rand der Glocke und dem Riemen
Q zusammengedrückt, festgeklemmt und der Kammwalze Z zugeführt, welche, wie oben
erwähnt, den vortretenden Kopf kämmt und dadurch das Vliefs von Knoten und kurzen
Theilen reinigt.
Der Kammcylinder Z wird durch die walzenförmige Bürste 5 gereinigt, welche ihrerseits die
Kämmlinge an einen mit Kardenbeschlag versehenen Cylinder V abgiebt, von welchem dann
schliefslich die Kämmlinge durch den auf- und niedergehenden Kamm g gelöst werden.
In manchen Fällen bedient sich der Erfinder mit Vortheil eines neuen von ihm erfundenen
Verfahrens zur Entfernung der Kämmlinge. Dabei wird die gewöhnliche walzenförmige
Bürste durch eine Metalldrahtbürste ersetzt, welche eine so grofse Geschwindigkeit besitzt,
dafs die Fasern der Kämmlinge oder der Flaum durch die Einwirkung der Centrifugalkraft und
durch die Reibung an der Kammwalze von der Bürste losgelöst werden/
Ein starker Ventilator saugt die Kämmlinge, welche sich in dem die Bürste umgebenden
Gehäuse frei befinden, auf und treibt sie in einen mit durchbrochener Wand versehenen Raum,
welche die Kämmlinge zurückhält, während sie der Luft freien Durchgang gestattet.
h ist ein bogenförmiges Stück, welches den Riemen Q führt und den äufseren Theil des
unten heraustretenden Vliefskopfes gegen die Kammwalze Z leitet.
Nachdem der Kopf des Vliefses gekämmt ist, nähert sich ihm ein horizontaler Kamm T und
dringt zwischen dem gekämmten Theil und dem ungekämmten Körper des Vliefses ein.
In dieser Stellung werden die vorhängenden gekämmten Fasern den Ausziehwalzen U und £/'
zugeführt, welche ein gekämmtes, sehr regelmäfsig geformtes Band daraus bilden.
Diese Regelmäfsigkeit wird durch eine neue Anordnung der verschiedenen Organe des Mechanismus
erreicht.
Zwei lange endlose Lederriemen, die über die Ausziehwalzen U und U1 laufen, fassen das
gekämmte Band zwischen sich und führen es dem rotirenden Trichter ax zu, von wo aus
es dann weiter einen Wickel £' bildet.
Indem man den Führungsrollen i1 und e\
Fig. 3, eine hin- und hergehende Bewegung in ihrer Längsrichtung giebt, veranlafst man eine
Reibung zwischen beiden Riemen und macht dadurch das gekämmte Band fester und dichter.
Der horizontale Kamm 7 wirkt in folgender Weise:
Er ist auf einer adjustirten Scheibe gl befestigt,
die sich um das feste Excenter h' dreht; die excentrische Lage dieses Kammes
bezweckt, dafs die Nadelspitzen des letzteren am Punkt i anfangen aus der Glocke herauszutreten,
um in den gekämmten Kopf des Vliefses einzutreten, dann während des Durchganges durch die Ausziehwalzen darin festgehalten
werden, sich darauf zurückziehen und endlich am Punkt j wieder in die Glocke hineintreten.
Die Nadelspitzen dieses Kammes müssen sich während ihres ganzen Weges aufserhalb der
Glocke immer gegenüber demselben Punkte der Glocke, ebenso wie das Vliefs, befinden.
Um diese Aufgabe zu lösen, ist ein neuer Mechanismus, der »Differentialantrieb«, angebracht
worden, der diese vollständig erfüllt.
Dieser Antriebsmechanismus besteht aus zwei Scheiben, von denen eine, f1, auf der Welle G
festsitzt und die um das Excenter h' Sich drehende Scheibe gx antreibt.
Jede dieser Scheiben trägt eine Anzahl runde oder ovale Zacken, welche so in einander greifen,
dafs sich ihre Theilkreise kreuzen, wie es die Fig. ι und 3 deutlich zeigen.
Zum Zweck, den Eintritt der Nadelspitzen dieses Kammes in den Vliefs zu erleichtern und
zugleich die Nadelspitzen zu schonen und zii unterstützen, gleiten dieselben in der Rinne
eines festen Stückes K, das bei i anfängt und sich bis über die Ausziehwalzen hinaus erstreckt.
Um schwieriger zu bearbeitende Stoffe zu kämmen und von ihren Unreinigkeiten zu be-
Claims (7)
1. In einer Kämmmaschine die Vereinigung und Bildung des Rohstoffes zu einem verticalen
dichten Schlauch oder Rohr, das ohne Unterbrechung gleichförmig gegen die unterhalb
angeordneten Bearbeitungswerkzeuge nach unten vorgeschoben wird, welche den
Kopf des Schlauches bearbeiten, sowie die Anordnung der zu diesem Zweck angewendeten
Mechanismen, wie es oben beschrieben und in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist.
2. Der die Speisung des Stoffes bewirkende Mechanismus, d. h. das Niederschieben des
Schlauches oder Rohres gegen die unterhalb sich befindenden zur Bearbeitung dienenden
Organe, wie es oben beschrieben und in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist.
3. Das System der kreisförmigen ununterbrochenen Klemmvorrichtung, welche auf
die Fasern während ihres Vorbeiganges an den Kämm werkzeugen einwirkt, und
während des Kämmens festhält, sowie Anordnung der zu diesem Zweck angewendeten Mechanismen, wie es oben beschrieben
und in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist.
4. Die neue Anordnung, dafs eine Kamm walze gegen den Kopf eines kreisförmigen Vliefses
arbeitet, unter den beschriebenen Bedingungen und wie es in den beiliegenden Zeichnungen
dargestellt ist.
5. Das System des horizontalen Kammes, »strahlenförmiger Kamm« genannt, der sich
um einen Punkt dreht, welcher excentrisch
- zu dem aus Fasern bestehenden Schlauch angeordnet ist, sowie den Differentialantrieb,
wie es oben beschrieben und in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist.
6. Die mit scharfkantigen Nadelspitzen besetzten Kämme, welche bei dem Kämmen der faserartigen
Materialien angewendet werden, um dieselbe von Knoten und anderen Unreinigkeiten
zu befreien, wie es oben beschrieben ist.
7. Das Verfahren der Reinigung der Kämme mittelst schnelllaufender kreisförmiger Metalldrahtbürsten,
und eines Ventilators, der die Abfälle ansaugt und in einem mit durchbrochener
Wand verschlossenen Raum ablagert, wie es oben beschrieben ist.
Hierzu S Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4364C true DE4364C (de) |
Family
ID=283117
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT4364D Active DE4364C (de) | Kämm-Maschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4364C (de) |
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- DE DENDAT4364D patent/DE4364C/de active Active
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