DE436366C - Verfahren und Vorrichtung zur Abscheidung von festen und fluessigen Beimengungen aus Luft, Gasen und Daempfen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Abscheidung von festen und fluessigen Beimengungen aus Luft, Gasen und DaempfenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Abscheidung von festen und flüssigen Beimengungen aus Luft, Gasen und Dämpfen.
- Es ist bekamlt, Gase und Dämpfe von unreinen Beimengungen, z. B. Staub, Flugasche usw., dadurch zu reinigen, daß man diese durch eine schnell rotierende Trommel leitet, welche durch Schlitze mit einem umgebenden Gehäuse in Verbindung steht, so daß die gegen die Trommelwandung geschleuderten Unreinheiten nach außen gelangen. Auch die Anordnung von radialen und achsialen Leitflächen innerhalb der Schleudertrommel ist bereits be-Kann. Hierbei haben die Leitflächen jedoch lediglich den Zwecli, ein Riickstrõmen ausgeschleuderter Teile zur Schleudertrommel oder Wirbelungen des Gases innerhalb der Trommel zu vermeiden bzw. zu verringern. An der eigentlichen Reinigung oder unmittelbaren Abführung der auszuscheidenden Unreinheiten nehmen diese Zwischenwände jedoch nicht teil.
- Das neue Verfahren bezweckt die Reinigung von Gasen und Dämpfen durch doppelwandige, einen Hohlraum einschließende Platten, welche radial um eine Achse drehbar gelagert sind und in Umdrehungen versetzt werden. Durch Aneinanderreihen von Platten, iihnlich denen nach Patent 255442 oder 347076, Kl. I3, werden Abscheideelemente gebildet, welche paarweise an der Gaseintrittsund-austrittsseite geschlossen sind und daher außen einen Strömungsraum, innen einen stillen Raum bilden. In letzterem, welcher zur Aufnahme und Ableitung der abgeschiedenen Beimengungen dient, findet ein eigentliches Strömen des Gases nicht statt. Solche hohlen Plattenpaare werden in radialer Richtung zwischen Achse und Außenmantel eines trommelartigen Zylinders aneinandergereiht, bis sie denselben völlig ausfüllen. Jedes Plattenelement ist an der Gaseintritts-und-austrittsseite geschlossen, an den Rändern des äußeren Umfangs jedoch offen. Wird das ganze System in Umdrehungen versetzt, so werden die von den Vorsprüngen und Schlitzen der Platten aufgefangenen Unreinheiten durch Zentrifugalkraft ausgeschleudert, während das Gas in den Strömungsräumen weiterströmt und gereinigt die Platten verläßt. Das Gas durcheilt jedoch die Strömungskammern der Plattenelemente nicht geradlinig, sondern wird durch die Zentrifugalkraft des rotierenden Systems gleichfalls nach außen abgelenkt.
- Es ist daher nicht erforderlich, die Ausbiegungen der Abscheideplatten wie bei Patent 255442 oder 347076 versetzt zueinander anzuordnen, sondern diese Ausbiegungen können parallel zueinander, sogar parallel zur Drehachse des Systems angebracht sein, da die Zentrifugall&aft den Gasstrom so ablenkt, daß er auf die Ausbiegiingen auftrifft, an diesen entlanggleitet und seine Unreinheiten durch die darunterliegenden Schlitze abgibt. Man könnte auch an Stelle der mit Auflilappungen versehenen Bleche die Abscheideelemente durch paarweises Vereinigen von glatten Blechen mit zickzack-oder wellenförmiggebiogenen Blechen herstellen, wobei letztere an geeigneten Stellen mit Schlitzen oder Löchern zu versehen sind. Wesentlich zur Erzielung der Reinigung ist nur, daß das Gas gegen die Ausbiegungen oder Leitflächen gepreßt wird und entweder durch die ihm innewohnende Stoßkraft oder durch Mitwirkung der Zentrifugalkraft seine Unreinheiten an die stillen Räume abgibt, so daß innerhalb des Systems eine Trennung zwischen Gas und Unreinheiten eintritt.
- Eine Vorrichtung zur Ausiibmlg des Verfahrens ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt. Es bedeutet: Abb. I einen Längsschnitt, Abb. 2 einen Querschnitt durch den Abscheider, Abb. 3 einige Plattenpaare, von oben gesehen, Abb. 4 beispielsweise andere Lagerung der Platten.
- Das Plattensystem a, b ist strahlenförmig zwischen der auf der Welle c befestigten Trommel d und dem Ringkörper e so gelagert, daß zwischen jedem Plattenpaare ein stiller Raum f gebildet wird. Die stillen Räume f sämtlicher Plattenpaare a, b stehen mit dem ringartigen Sammelraum g in Verbindung.
- Die Strömungsräume h hingegen bilden die Verbindungswege zwischen der Gaseintrittskammer i und der Austrittskammer k des Gehäuses 1. In Abb. 2 sind beispielsweise verschiedene Ausführungsformen der die Strömungskammern h bildenden Platten dargestellt. Zwischen jedem Plattenpaare a, b liegt ein stiller, nicht durchströmter Sammel- oder Ableitungsraum f. Das ganze Trommelsystem kann durch Welle c und Scheibe m in Umdrehungen versetzt werden.
- Die Plattenpaare können hierbei in radialer, tangentialer oder ähnlicher Lage eingebaut sein (Abb. 4).
- Das Reinigungsverfahren mit der beispielsweise beschriebenen Vorrichtung ist folgendes: Das in Pfeilrichtung eintretende unreine Gas wird durch Zentrifugalliraft gegen die ganz oder teilweise achsial stehenden Aufklappungen oder Leitflächen der Abscheideelemente geschleudert. Die schweren Bei mengungen des zu reinigenden Gases werden durch Fliehkraftwirkung durch die schlitzartigen Öffnungen o in die stillen Räume/ hindurchgedrängt und gelangen von hier, ohne Widerstand zu finden, unmittelbar in den Ringraum g aus dem sie durch einen Entleerunjisstutzen in geeigneter Weise abgeführt werden. Das Gas hingegen setzt seinen Weg zumischen den Strömungsschächten lt fort und verläßt diese gereinigt am Sammelraum k.
- Die stillen Räumen zwischen jedem Plattenpaare, welche durch die vielen Öffnungen o ler Leitflächen an jeder Stelle des Trommelinnern mit den schachtförmigen Strömungsräumen in Verbindung stehen, erzielen eine vorzügliche und neuartige Wirkung dadurch, daß die Unreinheiten sofort und gesondert vom eigentlichen Gas strom nach außen abgeleitet werden und nicht den langen Weg von der Trommelmiíte zum Trommelmantel im Gasstrom durchschweben müssen. Selbst äußerst feiner Staub von geringem spezifischen Gewicht (Holzkohlen- oder Baumwollstaub usw.), welcher mit Trommelreinigern auf trockenem Wege bisher nicht ausscheidbar war, läßt sich durch Vermeidung des langen, wirbelnden Schwebeweges mittels der doppelwandigen Leitplatten abscheiden.
- Die Aufklappungen oder Leitflächen der Bleche können jede beliebige Form und Richtung haben, wesentlich ist nur, daß das zu reinigende Gas so an ihnen auftrifft oder entlanggeführt wird, daß die Beimengungen durch die schlitzartigen Verbindungslöcher in die stillen Räume zwischen jedem Plattenpaare gelangen müssen. Ebenso kann das Gehäuse jede beliebige geeignete Form erhalten.
- Die Reinigung kann sowohl trocken als auch naß durchgeführt werden, in welch letzterem Falle zweckmäßig an der Gaseintrittsseite eine Befeuchtungs- oder Einspritzt-orrichtung angebracht wird. Ebenso kann ein Ventilator-Hügel n bekannter Art auf der Trommelwelle c angebracht sein, um den Gasstrom zu beschleunigen. In sinngemäßer Weise könnte das System (nach Abb. 4) auch entgegen der angegebenen Pfeilrichtung umlaufen, wobei die Beimengungen nach der Trommelmitte hin ausgeschieden und durch hohle Welle o. dgl. abgeführt würden.
- Da lange Leitflächen mit zickzackförmigen oder schuppenförmigen Stoßflächen dem Gasstrm während der Drehbewegung einen beträchtlichen Widerstand bieten können, so haben die Ventilatorflügel die Aufgabe, die achsiale Strömung zu vgerstärken, den Oberflächenwiderstand also aufzuheben bzw. zu verringern.
Claims (3)
- PATENT-ANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Abscheidung von festen und flüssigen Beimengungen aus Luft, Gasen und Dämpfen, dadurch gekennzeichnet, daß die Gase usw. durch Zentrifugal- oder Stoßkraft so an den Auflilappungen oder Leitflächen loppelkammeriger Platten eines in Umdrehung versetzten Plattensysteins entlanggeführt werden, daß die Beimengungen durch Fliehkraftwirkung in die stillen Räume zwischen jedem Plattenpaare hinein- und von diesen in radialer Richtung herausgeschleudert werden.
- 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen je zwei vollen Blechen (b, b) solche mit Aufklappungen, wellen- oder zickzackförmigen Leitflächen o. dgl. versehene siebartig durchbrochene Wände (a, a) derart angebracht sind, daß Hohlräume (f, t) entstehen, welche an der Eintritts- und Austrittsseite der Gase und Dämpfe geschlossen, an der Austrittsseite der Abscheidungen offen sind, durch Lochungen (o) mit den Strömungsschächten (lot) der Gase in Verbindung stehen, und daß derartige Doppelplatten strahlenförmig um eine Achse drehbar gelagert sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der die Abscheideplatten (a, b) tragenden drehbaren Achse (c) ein Ventilatorflügel (n) bekannter Art angebracht ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG60609D DE436366C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Abscheidung von festen und fluessigen Beimengungen aus Luft, Gasen und Daempfen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEG60609D DE436366C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Abscheidung von festen und fluessigen Beimengungen aus Luft, Gasen und Daempfen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE436366C true DE436366C (de) | 1926-11-01 |
Family
ID=7132508
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG60609D Expired DE436366C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Abscheidung von festen und fluessigen Beimengungen aus Luft, Gasen und Daempfen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE436366C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1103511B (de) * | 1957-07-17 | 1961-03-30 | Bergedorfer Eisenwerk Ag | Umlaufender Tropfenabscheider |
-
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Cited By (1)
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| DE1103511B (de) * | 1957-07-17 | 1961-03-30 | Bergedorfer Eisenwerk Ag | Umlaufender Tropfenabscheider |
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