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Spielzeug-Registrierkasse. Die Erfindung betrifft eine Spielzeug-Registrierkasse
mit vom Drehen einer Kurbel abhängigen Schubladenausschub und Glockenanschlag. Bei
einer bekannten Spielzeug-Registrierkasse dieser Art ist der Schubladenausschub
insofern von der Kurbeldrehung abhängig, als durch diese mittels Nockens eine zweiarmige
Schubladensperrung ausgelöst und einer gespannten Feder Gelegenheit gegeben wird,
die Schublade auszuschieben, während das Einschieben der Schublade unter Spannen
der Auswerffeder von Hand geschehen muß. Dabei wird während des selbsttätigen Herausschiebens
der Schublade eine Glockenschale angeschlagen, indem der vordere Arm des Schubladensperrhebels
von der Nockenscheibe abschnappt und durch die Abschnappfeder gegen einen ortsfest
angelenkten einarmigen Klöppel geschleudert wird und diesen an die Glocke hochwirft.
Die Glocke wird also wie beim großtechnischen Vorbilde nur gegen Beendigung des
Auswerfens der Schublade oder unmittelbar nachher zum Ertönen gebracht. Bis zum
wiederholten Auswerfen der Schublade, also während des Einschiebens derselben von
Hand und der darauffolgenden Ausführung einer nahezu vollen Kurbelumdrehung, wird
kein Glockenzeichen abgegeben.
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Mit Rücksicht darauf, daß die Selbsttätigkeit des Auswerfens der Schublade
mittels Feder bei deren Erlahmen bald nicht mehr gesichert ist und daß die meisten
Kinder die Glocke öfter hören möchten, bezweckt die Erfindung, die Aufgabe des Schubladenaus-Werfens
und des Anschlagens der Glocke auf ganz anderem Wege zu lösen. Zu diesem Zweck besteht
die Erfindung im wesentlichen darin, daß das Herausschieben der Schublade vom Beginn
-des Rechtsdrehens und deren Hineinschieben vom Beginn des Linksdrehens der Kurbel
an durch einen Zahnstangeno. dgl. Trieb erzwungen und sowohl beim Rechts als auch
beim Linksdrehen der Kurbel die Glocke angeschlagen wird, indem ein mit der Kurbelachse
umlaufender Anschlagstift eine Nase einer den Klöppel tragenden Bandfeder verdrängt
und von sich abschnappen läßt. Es geht also nicht nur wie bisher das Ausschieben,
sondern auch das Einschieben der Schublade infolge Drehens der Kurbel selbsttätig
vor sich, und außerdem wird die Glocke noch mal so oft wie früher, nämlich auch
beim Einschieben der Schublade, zum Ertönen gebracht.
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Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der neuen Schubladenantriebs-
und Glockenanschlagvorrichtung beispielsweise veranschaulicht.
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Abb. i zeigt dieselbe von vorn, Abb. z von oben und Abb.3 von der
Innenseite bei Beginn des Aufschiebens der Schublade und des Spannen.s der Klöppelbandfeder.
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Abb. 4.- läßt während des Aufschiebens der Schublade die Klöppelfedernase
in ihrer von dem umlaufenden Anschlagstift verdrängten Stellung im Augenblick ihres
Abschnappens erkennen, und
Abb.5 zeigt die Stellung der Kurbel und
des Anschlagstiftes bei völlig ausgeschobener Schublade.
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In einer an die rechte Blechwand a des Kassengehäuses angelöteten
Bücbs,e b ist die Kurbelachse c, auf welcher außen die Kurbel d und innen das Zahnrädchen/
festsitzt, drehbar gelagert. Das Zahnrädchen f greift in eine Zahnstange ein, die
durch Ausstanzen einer Reihe von Rechtecken g aus der erweiterten Seitenwand h der
Schublade! und Einwärtsbiegen der zwischen den Rechtecken stehengebliebenen Stege
.oder Leitersprossen k entstanden und so mit der Schublade fest verbunden ist.
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Eine Verlängerung f' eines Zahnes des Zahnrädchens/ ist parallel zur
Kurbelachse c umgebogen und trifft bei der Drehung der Kurbel auf die mittlere
Nase L einer etwa rechtwinklig gebogenen Bandfeder, deren einer Schenkel m bei n
an die Gehäusewand a angelötet ist und deren anderer Schenkel o die an die Glockenschale
p anzuschlagende Klöppelkugel g trägt.
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Dreht man die Kurbel d von ihrer Stellung nach Ahb. 3 ausgehend im
Sinne des Pfeiles r rechts herum, so schiebt das Zahnrädchen i durch seinen Eingriff
in die Sprossenleiter ä, k die Schublade heraus, und gleich beim Beginn des Ausschiebens
legt sich der Anschlagstift/ .in die Vorderfläche L' der Nase L an
(Abb. 3). Beim Weiterdrehen verdrängt der Anschlagstift unter Zurück- und Aufwärtsbiegen
des Federarmes m die Nase 1, bis er sich unter deren Scheitel durchschiebt
(Abb. q.) und die Nase von ihm abschnappt. Dabei schnellt die Feder über ihre Ruhelage
nach Abb. 3 zurück und schlägt dadurch ihren Klöppel q auf die Glockenschale
p herab. Hierauf wird die Kurbel weitergedreht, bis sie bei ganz geöffneter Schublade
(Abb.5) auf ihren aus. der Gehäusewand herausgebogenen Anschlag s trifft.
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Beim darauffolgenden Linksdrehen der Kurbel schiebt das Zahnrädchen
f mittels der Zahnstange k, g die Schublade wieder hin,-in. Dabei trifft der Anschlagstift
f' von unten auf den hinteren Nasenschenkell", verdrängt die Nase 1 wie zuvor und
läßt sie nach Erreichung der Stellung nach Abb. ¢ wieder von sich abschnappen, so
daß der Klöppel g abermals auf den Glockenrand herabgeschleudert wird.
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Damit ist das Herausschieben der Schublade ebenso wie deren Hineinschieben
unabhängig von der Wirkung einer Auswerffeder erzwungen, und bei jeder Schubladenbewegung
wird ein Glockenanschlag erzielt.
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Der Anschlagstift f' bildet zusammen mit der Federnase L auch eine
gewisse Sicherung gegen unerwünschtes selbsttätiges Öffnen oder Schließen der Schublade
bei ungeschickter Handhabung der ganzen Kasse derart, daß die Schublade mehr oder
weniger aufrecht zu stehen kommt. Dabei reicht das Eigengewicht der Schublade zur
Verdrängung der Federnase nicht aus, und die Schublade bleibt geschlossen, bis die
Kurbel gedreht wird.
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Baulich ließe sich die Einrichtung im Bereiche der Erfindung auch
mit einer anders ausgebildeten Zahnstange und mit einem unmittelbar mit der Kurbelachse
fest verbundenen Anschlagstift für die Glockenbandfeder ausführen, doch ist die
gezeigte Ausführungsform für die Massenherstellung am besten und billigsten.
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Statt der Zahnstange könnte auch eine seitlich zwischen der Vorder-
und Rückwand der Schublade eingespannte Kette denselben Zweck erfüllen. Schließlich
könnte auch eine auf die Kurbelachse fest aufgesetzte Gummirolle :eine glatte oder
gerauhte, an die Schubladenseitenwand angebogene Schiene hin- und herschieben.