DE434773C - Gamaschenwalkmaschine - Google Patents

Gamaschenwalkmaschine

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DE434773C
DE434773C DER62892D DER0062892D DE434773C DE 434773 C DE434773 C DE 434773C DE R62892 D DER62892 D DE R62892D DE R0062892 D DER0062892 D DE R0062892D DE 434773 C DE434773 C DE 434773C
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DE
Germany
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block
leather
clamping
gaiter
flexing
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DER62892D
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D8/00Machines for cutting, ornamenting, marking or otherwise working up shoe part blanks
    • A43D8/003Machines for cutting, ornamenting, marking or otherwise working up shoe part blanks specially adapted for forming upper blanks or leggings by stretching

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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Gamaschenwalkmaschine. Bei der bekannten Garnaschenwalkniaschine besteht der Nachteil, daß der zum 'Walken des Leders erforderliche Block sich im Innern der Maschine sich befindet, wodurch sich der ganze 'Torgang beim Walken nicht überwachen läßt, so daß in den meisten Fällen nicht die gewünschte Form in der Gamasche erreicht wird. Zieht sich z. B. das Leder zu wenig und kommen die Einspannschienen nicht zusammen, so muß der eingesetzte Walkblock durch einen kleineren Block ersetzt «-erden, andernfalls an den Längskasten der Gamasche der Verschluß nicht angebracht werden kann. Liegt dagegen das Leder zu lose um den Block, oder dehnt es sich stark, so muß entweder ein größerer Block eingesetzt oder das Leder an seinen Längskanten beschnitten werden. Dieser Arbeitsvorgang erfordert mithin ein mehrmaliges öffnen und Zudrehen der Maschine, was sowohl äußerst zeitraubend als auch teuer ist. Außerdem können nur diejenigen Walkhölzer verwendet werden, die dem Einspannrahmen angepaßt sind, da die Hölzer dementsprechend geformt sind. Es können somit keine bereits vorhandenen Hölzer in der Maschine Verwendung finden, so daß die Hersteller von Gamaschen neue Serien von Walkhölzern beziehen müssen, welches keineswegs als vorteilhaft bezeichnet werden kann. Sodann besteht noch der weitere Nachteil. daß beim Einspannen des Leders dieses auf einmal in seiner ganzen Länge eingespannt werden muß, welches durch die vorher festgelegte Schnittform in Leder sehr langsam und schwierig vor sich geht, so daß vielfach beim Zusammenpressen der Gamasche sich das Leder wieder aus dem Einspannrahmen herauszieht, sobald der Druck sich wesentlich erhöht. Mit diesem veränderlichen Druck ist aber stets zu rechnen, wodurch stets große V erzögei ungen im Arbeitsgang eintreten. Sobald nun die gewalkte Gamasche aus der Maschine herausgenommen wird, muß diese so lange in der Einspannvorrichtung bleiben, bis das Leder vollständig getrocknet ist, mithin ein Bearbeiten der Gamasche unmöglich wird, solange die Einspannvorrichtung nicht entfernt worden ist. Ist letzteres bei genügender Trocknung des Leders endlich möglich, so wird das Leder beschnitten und die Gamasche auf dem Walkblock aufgenagelt, welches wiederum Leder- und Zeitverlust finit sich bringt. Hieraus geht hervor, daß jeweils so viele Einspannrahmen zii jeder Maschine erforderlich sind, als Gamaschen jeden Tag hergestellt werden sollen, welches das Verfahren in der Herstellung von Gamaschen in einer derartigen Maschine direkt illusorisch macht, andernfalls eine ganz bedeutende Verteuerung der fertigen Gamasche unvermeidlich ist. Alle diese schwerwiegenden Nachteile behindern die Einführung einer derartigen Maschine, da sie ohne Vorteile gegenüber den üblichen Handwalken ist.
  • Die vorliegende Erfindung beseitigt genannte Nachteile in vollkommener Weise, und zwar derart, daß der Walkblock auf der Maschine sitzt, sich leicht einsetzen und herausnehmen läßt, sowie ein gutes Beobachten des L eders beim Walken zuläßt. Dabei können alle bisherigen Walkblöcke ohne Rücksicht auf ihre Form Verwendung finden, während das Leder an seinen Längskanten durch unterteilte und entsprechend geformte Spannbacken gehalten wird. Diese Spannbacken ermöglichen ein Einklemmen des dünnsten Leders bis zu i cm Stärke, ohne daß die Gefahr besteht, bei Auftreten von besonders starkem Druck ein Herausziehen des Leders aus den Spannbacken lierbuizuführen. Ist (lie Gamasche in der Maschine fertig, so werden ihre Längskanten von Spannschienen erfaßt und festgeklemmt, und hierauf wird der Wallblock mit dem festgeklemmten Leder aus der Maschine herausgenommen, worauf (las übliche Feststiften der übereinander gelegten Längskanten vorgenommen wird. Alsdann können die Spannschienen entfernt und die Gamasche zur weiteren Bearbeitung, wvie Schleifen, Lackieren und Polieren, getrocknet werden. Es besteht somit der große Vorteil, daß die Gamasche in einen Arbeitsgang um den Wallblock gelegt werden kann, ohne daß Teile cler Maschine mit dieser verbunden bleiben. Selbst die Spannschienen werden nur für eine kurze Zeit benötigt, wodurch die Anschaffung einer größerer Anzahl derartiger Schienen für eine Maschine nicht erforderlich ist. Wesentlich bei dieser Maschine ist, daß das Leder über die Wade allseitig fest anschließend herumgezogen wird, welches bisher auf maschinellem Wege nicht möglich war.
  • In derZeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Gamaschenwalkniascliiiie dargestellt, es zeigt: Abb. i eine Seitenansicht eines Aufspannbalkens auf der Außenseite, Abb.2 einen Grundriß von Abb. i, Abb. 3 eine Seitenansicht desselben auf der Innenseite, Abb. d. einen Schnitt nach . 1-B der Abb. i, Abb.5 eine Seitenansicht der Aufspannschienen, Abb. 6 eine Seitenansicht von Abb. 5, Abb.7 eine Ansicht einer zugehörigen Spannzwinge, Abb. 8 eine teilweise Seitenansicht eines Walkblockhalters, Abb. 9 eine Seitenansicht der :Maschine von der Stirnseite aus bei eingespanntem Leder, Abb, io eine gleiche Ansicht der Maschine bei fertiggepreßter Gamasche und aufgesetzten Spannschienen und Abb. i i eine Ansicht des herausgenoininenen Wallblockes mit festgespannter und gestifteter Gamasche.
  • Der als Traverse ausgebildete Balken i ist an seinen Enden durchbohrt und mit den Gewindebuchsen 2 versehen. Nach der Mitte zti steigt der Balken an seiner Oberkante ungleichmäßig schräg an und ist auf seiner Innenseite von oben nach unten mit den drei Ausnehmungen 3 versehen, welche der Form der eingesetzten und in diesen geführten Backen d. angepaßt sind. Letz_teie werden durch die auf den Balken i mittels Schrauben 5 befestigte Platte 6 abgedeckt und zwischen dieser und den Balkenausnehmungen 3 gehalten und geführt. Über die Oberkante- der Platte 6 greifen die, Backen klauenartig hinweg. An den unteren Kanten der Backen .I sind mittels Gewindezapfen die Zahnstangen 8 befestigt, welche in dem Balken i in Ausnehmungen ruhen. In die Zahnstangen 7 greift je ein Zahnrad 9, welche durch die Wellen io mit den Schneckenrädern i i verbunden sind. Letztere können durch die Schnecken 12 und Handr::der 13 gedreht werden, welche Bewegung sich auf die Zahnräder 8 und Zahnstangen 7 ühertr ägt, und hierbei werden die Backen .4. entsprechend der Drehrichtung auf- öder abwärts verschoben.
  • `Vie aus Abb. 9 und io ersichtlich ist, sind in den Lagern 1.4 des Maschinenrahmens i 5 zwei Aufspannbalken auf zwei Gewindespindeln i6 mit je einem Rechts- und Linksgewinde in ihren Buchsen 2 gelagert, und diese Aufspannbalken können durch ein an die Spindeln 16 angeschlossenes Z: bersetzungsgetriebe zueinander bewegt werden. Zwischen beiden Gewindespindeln 16 sind zwei gegenüberstehende, in Trägern 17 drehbare Walk-Nockhalter 18 mit Zapfen i9 angeordnet, welche unter dem Einfluß de i Zugfedern 2o stehen (Abb.8).
  • Soll nun das vorbereitete Leder auf einen Wallblock gespannt werden, s._, wird zunächst der Wallblock 21 in Pfeilrichtung von der Seite durch den Maschinenrahmen 15 in die 1-Iaschine eingeführt und dann zwischen den vorher auseinandergedrehten Aufspannbalken nach oben gebracht, wobei die Walkblockhalter 18 nach hinten zurückgezogen und dann mit ihren Zapfen i9 in entsprechende Kasten im Wallblock 21 zum Eingriff gebracht werden. Die Federn 2n verhindern ein unbeabsichtigtes Zurückbewegen der @@'alhblockhalter 18, i9, wodurch der Wallblock -21 in seiner Lage gesichert wir:!. Hierauf wird das Leder 22 über den Wallblock 21 gelegt und dessen Längskanten von vorn nach hinten zwischen den Platten 6 und Backen .4 bzw. deren Klauen eingelegt und hierbei durch Drehen des betreffenden Handrades 13 stufenweise eingespannt. Da nun die Platten 6 und Backen d. in ihren oberen Kanten der Wadenlinie vom Wallblock 21 angepaßt sind und an jedem Balken i je drei Spannbalken .I unabhängig voneinander verschiebbar sind, so läßt sich das Leder 22 an seinen Längskanten ohne Schwierigkeiten einspannen. Hierauf werden die Aufspannbalken mittels ihrer Spindeln i6 auf die Mitte der Maschine zu unterhalb vom Wallblock 21 bewc gt, wobei sie das Leder mitnehmen und allmählich fest um den Wallblock spannen, wobei die krumme Linie der Spannbalken .I. ein allseitig festes Aufziehen des Leders auf dem Wallblock 2i bedingen, insbesondere wird las Leder straff über die Wade gezogen, ohne daß noch Hohllagen verbleiben (Abb. io). Nachdem die Gamaschenform gespannt ist, werden die in Abb. 5, 6 und 7 dargestellten Spannschienen angesetzt. Letztere bestehen aus den Schienen 23 mit gedrehtem Lappen 24 sowie auf den Innenseiten aufgesetzten Schienen 25, die an ihren Enden sich als Halter 26 abbiegen, welche an ihren gegenüberliegenden Seiten die Zapfen 27 besitzen. Diese Schienen 23,25 werden mit ihren Zapfen 27 in entsprechende Kasten in den Stirnseiten des Walkblocks 21 eingehängt, so daß die Schienen auf dem Leder neben den Spannbacken 4. aufliegen, worauf auf deren Lappen 24 j e eine Spannzwinge 28 (Abb. 7) aufgesetzt und derart angezogen wird, daß die Schienen das Leder fest am Walkblock anpressen. Nun werden die einzelnen Spannbacken :1 mittels ihrer Handräder 13 geöffnet, die Walkblockhalter 18, i9 zurückgelegt und der Walkblock mit dem aufgespannten Leder aus der Maschine herausgenommen. Die Längskanten des Leders werden übereinandergelegt und hierauf durch Stifte 29 befestigt, worauf die gespannte Gamasche den Trocknungsprozeß durchmacht. Nach dem Stiften der Gamasche «-erden die Spannschienen sofort vom Walkblock entfernt, so daß letzterer ohne irgendwelches Maschinenzubehör ist. In dieser Weise können fortlaufend die Gamaschen gewalkt werden, ohne daß Störungen oder Verzögerungen eintreten, da der ganze Arbeitsgang fortlaufend beobachtet werden kann. Dabei besteht der Vorteil, daß mit Hilfe der Spannschienen die um den Walkblock gelegte Gamasche stets festgeklemmt und anschließend gestiftet werden kann, ohne Rücksicht darauf, ob die Aufspannbalken zusammenliegen oder nicht.
  • Der Walkblockhalter 17, 18 ist in einem Lager 30 führbar gelagert und in geeigneter Weise, z. B. mittels einer Schraubenspindel, senkrecht einstellbar.

Claims (6)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE: i. Gamaschenwalkmaschine mit zueinander verschiebbaren Lagerbockpaaren, gekennzeichnet durch mit unterteilten und unabhängig voneinander einstell-1?aren Spannbacken (4) versehene Aufspannbalken (i) zum Festklemmen des Leders in der für die Gamaschenform erforderlichen Weise, wobei der von gefederten und nach außen schwingbaren Walkblockhaltern (18, i9, 20) gehaltene Walkblock (21) derart oberhalb der Aufspannbalken (i) gehalten wird, daß die das eingespannte Leder haltenden Aufspannbalken mit ihren Spannbacken unter dem Walkblock hinweg zusammenbewegt und das Leder fest auf dem Block ohne Hohllagen allseitig straff gespannt werden kann, worauf durch Anlegen von Spannschienen (23, 24) 25, 26, 27, 281 die Möglichkeit gegeben wird, den Walkblock mit der Gamasche aus der Maschine entfernen und hierauf die Gamasche fertigstellen zu können.
  2. 2. Gamaschenwalkmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die im Aufspannbalken (i) angeordneten Spannbacken (4) derart in ihrer dem Walkholz angepaßten Form unterteilt sind, daß das zugeschnittene Leder stufenweise der Schnittform entsprechend eingespannt werden kann.
  3. 3. Gamaschenwalkmaschine nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Spannbacken: (¢) mittels Zahnstange (8), Zahnrades (9), Schneckenrades (ii) und Handrades (13) einstellbar sind und infolge ihrer Unterteilung und unabhängigen Bewegung ein leichtes und festes Einspannen des zugeschnittenen Leders ermöglichen.
  4. 4. Gamaschenwalkmaschine nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gefederten Walkblockhalter mittels Zapfen (i9) in in den Stirnseiten des Blocks vorgesehene Rasten eingreifen und diesen derart halten, daß durch seitliches Auslegen der Halter der Block leicht eingehängt und herausgenommen werden kann.
  5. 5. Gamaschenwalkmaschinenach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß nach erfolgtem Walken des Leders am Block (21) Spannschienen (23, 24, 25, 26, 27) eingehängt und mittels Schraubzwingen (28) fest auf das Leder seitlich der Aufspannbacken gepreßt werden, so daß der Block mit der Gamaschenform ohne Rücksicht auf die Stellung der Aufspannbacken aus der Maschine herausgenommen und das weitere Bearbeiten der Gamasche vorgenommen werden kann.
  6. 6. Gamaschenwalkmaschine nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Walkblock (21) beim Walken der Gamasche oberhalb der Maschine auf den Haltern (18, i9, 2o) zwecks Beobachtung des Walkvorganges allseitig zugängig gelagert ist.
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