DE4337680C2 - Zweikomponenten-Nebelwurfkörper - Google Patents

Zweikomponenten-Nebelwurfkörper

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Description

Die Erfindung betrifft einen Nebelwurfkörper nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Vernebelung ist eine häufig angewendete, taktische und operative Maßnahme, wobei zum Schutz eines Fahrzeuges der Bedarf nach einem infrarotdeckenden Nebel besteht, was mit Hilfe zweier pyrotechnischer Komponenten realisierbar ist. Dabei wird eine Täuschkomponente schlagartig umgesetzt und dadurch eine unmittelbare Deckung des zu schützenden Fahr­ zeuges durch einen Spontannebel erzielt, während das Um­ setzen einer Tarnkomponente eine länger anhaltende Wirkung durch Nachnähern eines Dauernebels ermöglicht. Somit muß die Täuschkomponente möglichst kurzfristig und die Tarn­ komponente zeitlich verzögert sowie in räumlicher Nähe zur Täuschkomponente zur Wirkung kommen, was nur bei zeitlich und räumlich exakt abgestimmtem Funktionsablauf des Nebel­ wurfkörpers verwirklichbar ist.
Beispielsweise aus der DE 41 25 355 C1 ist ein Nebelwurf­ körper der eingangs genannten Art bekannt, bei welchem ein Fangleinensystem ermöglicht, daß die Tarnkomponente unter­ halb des Zerlegungspunktes der Täuschkomponente zu Liegen kommt und von dort ihre Wirkung entfaltet. Dabei bleiben Täusch- und Tarnkomponente nach Abschuß aus einem Wurf­ körper über eine Fangleine, deren Länge der gewünschten Schußweite entspricht, mit dem Abschußort in Verbindung. Sobald die gewünschte Schußweite erreicht und die Fang­ leine gespannt ist, wird mechanisch eine Treibladung ini­ tiiert, so daß zuerst die Täuschkomponente und nach einer wohl definierten Verzögerungszeit die Tarnkomponente umge­ setzt wird. Nachteilig ist jedoch, daß das Fangleinen­ system insbesondere bei kleinkalibrigen Munitionen, wie 76 oder 66 mm, aus Platzmangel nicht verwendbar ist.
Sowohl die DE 30 35 799 C2 als auch die norwegische Patentschrift R 8000 offenbaren einen Zweikomponenten- Nebelwurfkörper, wobei in beiden Fällen die Täusch­ komponente zeitlich gesehen vor der Tarnkomponente aus einem Abschußrohr abgeschossen und räumlich gesehen näher als die Tarnkomponente am Abschußort umgesetzt wird, so daß keine Kollokation des Spontannebels und Dauernebels stattfindet. Beide Druckschriften lösen vielmehr die Auf­ gabe der Erhöhung der Funktionssicherheit eines Nebel­ wurfkörpers, selbst beim Einsatz in feuchten Gebieten.
Ferner ist aus der DE 38 44 300 A1 ein einkomponentiger Nebelwurfkörper bekannt, der ein verlängertes Rohr auf­ weist, das einerseits in einen Wurfbecher einfügbar ist und aus dem andererseits Wirkmasse abschießbar ist. Somit bildet das verlängerte Rohr einen Sekundär-Wurfbecher, durch dessen Verwendung eine Verschmutzung sowie eine Beschädigung des eigentlichen Wurfbechers vermieden wird. Außerdem ermöglicht das verlängerte Rohr, daß bei gleicher Reichweite größere Mengen der Wirkmassen verschossen wer­ den können, während die Rückstoßkraft aufgrund der innen­ ballistischen Eigenschaften des verlängerten Rohrs redu­ ziert ist.
Aus der DE 38 41 649 A1 ist ein Trägergeschoß zum Ausbrin­ gen von Übungs-Bombletts bekannt, bei dem ein zentraler Gaskanal vorgesehen ist, über den ein Teil der von einer am Kopf des Geschosses angeordneten Ausstoßladung erzeug­ ten heißen Gase in einen nahe dem Heck des Geschosses lie­ genden Raum geführt und dort wirksam wird. Ein Trennen einer Täusch- und Tarnkomponente zwecks Wirksamwerdens in unterschiedlichen Positionen nach Abschuß ist dort nicht angesprochen.
Die DE 28 30 119 betrifft eine Nebelladung für Raketen und Geschosse, bei dem einzelne Wirkkomponenten nacheinander zur Entfaltung gebracht werden, wobei aber keine Maßnahmen vorgesehen sind, um eine Tarnkomponente unterhalb des Zer­ legungspunktes der Täuschkomponente wirksam werden zu las­ sen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den gattungs­ gemäßen Nebelwurfkörper dahingehend weiterzubilden, daß ohne Verwendung eines Fangleinensystems durch zeitlich und räumlich exakte Abstimmung des Funktionsablaufes eine Kol­ lokation von Spontannebel und Dauernebel erreichbar ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Kenn­ zeichen des Patentanspruches 1 genannten Merkmale gelöst.
Besondere Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Der Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, daß ein infrarotdeckender Nebel dadurch mittels eines Zweikomponenten-Nebelwurfkörpers herstellbar ist, daß sich eine Täuschkomponente beim Abschuß von einer Tarnkompo­ nente trennt und relativ zu derselben beschleunigt sowie zeitlich gesehen vor derselben zur Wirkung kommt, so daß sich die im wesentlichen vom Abschußort aus getrennt von­ einander verlaufenden, ballistischen Bahnen der beiden Komponenten am Ziel wieder soweit genähert haben, daß eine Kollokation eines Spontannebels und eines sich demselben zeitlich verzögert nähernden Dauernebels auftritt. Zu diesem Zweck wird der bei Umsetzung einer Ausstoßladung freigesetzte Druck zwischen die Tarnkomponente und die Täuschkomponente geführt, um eine Verzögerung der Tarnkomponente und gleichzeitig eine Beschleunigung der Täuschkomponente hervorzurufen, was durch eine zusätzliche Trennladung zwischen der Tarnkomponente und der Täuschkom­ ponente und/oder Beigebung von Widerstandsbeiwerten der Tarnkomponente und/oder der Täuschkomponente verstärkt werden kann. Eine zusammen mit einem Kontaktkopf einen Sekundär-Wurfbecher bildende verlängerte Hülse ermöglicht dabei ferner eine genaue Einstellung der Flugbahnen der Tarnkomponente und der Täuschkomponente und dient gleich­ zeitig dem Schutz des eigentlichen Wurfbechers.
Der Nebelwurfkörper nach der Erfindung gibt auch die Mög­ lichkeit, eine Verschmutzung sowie eine Beschädigung des Wurfbechers der Abschußanlage, in den der Nebelwurfkörper einsetzbar ist, zu vermeiden. Sind die Tarn- und die Täuschkomponente modulartig aufgebaut, so kann in jedem Modul eine elektrische und/oder pyrotechnische Schnitt­ stelle vorgesehen sein, die dem nächsten Modul zugeordnet ist. Dabei kann auch vorgesehen sein, daß eine elektrische Schnittstelle zu zumindest einem zweiten elektrischen Anzünder, wie einer Zündpille oder dergleichen, führt. Eine pyrotechnische Schnittstelle kann dabei zumindest eine Pyroline, wie eine Lunte oder dergleichen, umfassen.
Die gegenwärtige Erfindung weist folgende Vorteile auf:
  • i) Der Nebelwurfkörper muß nur im Bereich der Mundöffnung des Sekundär-Wurfbechers und im Bereich der Kontakt­ ringe desselben abgedichtet werden.
  • ii) Eine Verschmutzung sowie Beschädigung des eigent­ lichen Wurfbechers wird vermieden, was die Anzahl der Störungen und/oder Unfälle beim Zünden des Nebelwurfkörpers reduziert.
  • iii) Die Stabilität der Munition ist durch die Hülse des Sekundär-Wurfbechers gewährleistet, selbst wenn durch neuartige Munition ein Überstand über einen üblichen Wurfbecher entsteht.
  • iv) Durch die längere Führung der Hülse sind die Flug­ bahnen der Komponenten stabiler.
  • v) Eine Kollokation von Spontannebel und Dauernebel kann selbst beim Einsatz kleinkalibriger Munition erzielt werden.
Die beiden Komponenten oder Module des erfindungsgemäßen Nebelwurfkörpers können jeweils so zusammengesetzt sein, daß sie nach Zündung zu visuellem oder infrarot-deckendem und/oder radar-wirksamen Nebel führen, wobei jede denkbare Kombination möglich ist.
Nachstehend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an­ hand der schematischen Zeichnung im einzelnen erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Nebelwurfkörper; und
Fig. 2 eine Skizze zur Erläuterung der Funktionsweise des verschossenen Nebelwurfkörpers von Fig. 1.
Fig. 1 veranschaulicht beispielhaft das Munitionsprinzip eines Nebelwurfkörpers 2 gemäß der Erfindung, der eine Tarnkomponente 4 und eine Täuschkomponente 6 umfaßt.
Das Gehäuse des Nebelwurfkörpers 2 ist im wesentlichen becherförmig, setzt sich aus einem Kontaktkopf 10 und einer damit verbundenen Hülse 20 zusammen und bildet einen Sekundär-Wurfbecher, der in einen herkömmlichen, nicht gezeigten Wurfbecher, wie z. B. ein "Wegmannbecher", ein­ fügbar ist. Die Hülse 20 ist jedoch länger als herkömm­ liche Wurfbecher ausgebildet, wodurch der Sekundär-Wurf­ becher, wenn er in einen Primär-Wurfbecher geladen ist, denselben überragt.
Das Zündsystem des Nebelwurfkörpers 2 umfaßt eine Ausstoß­ ladung 30 in einem Zündraum 40, der über einen den Tarn­ körper 4 axial durchquerenden Gaskanal 50 mit einem Ent­ lastungsraum 60 zwischen der Tarnkomponente 4 und der Täuschkomponente 6 verbunden ist. Ebenfalls zwischen der Tarnkomponente 4 und der Täuschkomponente 6 ist eine Trennladung 70 in einem Zündraum 80 vorhanden, wobei die Trennladung 70 einerseits mit dem Entlastungsraum 60 und andererseits mit einem sich axial über zumindest einen Teil der Länge der Täuschkomponente 6 erstreckenden Kanal 90 verbunden ist.
Außerdem ist die Täuschkomponente 6 innerhalb einer Dose 100 angeordnet, die im wesentlichen bündig mit der Hülse 10 abschließt, so daß zur Dichtung des Nebelwurfkörpers 2 nur im Bereich dessen Mündung zwischen der Dose 100 und der Hülse 20, beispielsweise, ein nicht gezeigter Dicht­ ring angeordnet oder die Täuschkomponente 6, beispiels­ weise, mit einem Hülsenüberstand gegen die Dichtung einge­ bördelt ist.
Die Tarnkomponente 4 ist vorzugsweise in Form von Preß­ lingen ausgebildet, die nacheinander als ein Punktnebler agieren können oder gleichzeitig über dem Boden verteilt abnebeln.
Das Funktionsprinzip des soeben beschriebenen Nebelwurf­ körpers 2 wird im Anschluß mit Bezug auf Fig. 2, die einen Abschußort 200, eine ballistische Bahn 206 der Täusch­ komponente 6 sowie den Ort 216 des nach der Zündung der Täuschkomponente 6 entstehenden Spontannebels und eine ballistische Bahn 204 der Tarnkomponente 4 sowie den Ort 214 des nach der Zündung der Tarnkomponente 4 entstehenden Dauernebels darstellt, beschrieben:
Der Nebelwurfkörper 2 wird im ersten Schritt in einen nicht gezeigten Wurfbecher, z. B. "Wegmannbecher", ein­ gefügt, wobei zwei nicht gezeigte, längs des Kontaktkopfes 10 verlaufende, Kontaktringe bildende Metallbänder in Kon­ takt mit dem nicht gezeigten Zündsystem des Wurfbechers kommen und an dem dem Kontaktkopf 10 gegenüberliegenden Ende die Hülse 20 aus dem Wurfbecher herausragt.
Zum Initiieren des Nebelwurfkörpers 2 wird als nächstes ein elektrischer Zündimpuls den Metallbändern des Nebel­ wurfkörpers 2 zugeführt, wodurch die Ausstoßladung 30 über einen nicht gezeigten elektrischen Anzünder angezündet wird.
Durch Zünden der Ausstoßladung 30 werden bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel, bei dem die Trennladung 70 vorgesehen ist, die aber bei dem Nebelwurfkörper nach der Erfindung nicht notwendigerweise vorhanden sein muß, fünf Vorgänge ausgelöst:
  • a) Beim Zünden der Ausstoßladung 30 entstehen Treibgase in der Zündkammer 40, durch die die Tarnkomponente 4 samt der Täuschkomponente 6 aus der Hülse 20 abgeschossen werden. Die verlängerte Hülse 20 wirkt dabei als Führung und dient zugleich der Stabilität der Munition. Beim Abschießen der Tarnkomponente 4 sowie der Täusch­ komponente 6 aus der Hülse 20 kommt es nicht zu einer Beschädigung des Zündsystems des Wurfbechers, da einer­ seits die zwischen dem Wurfbecher und den Komponenten 4, 6 angeordnete Hülse 20 eine Knautschzone bildet und andererseits die große Länge der Hülse 20 eine Ver­ ringerung des Rückstoßes bewirkt.
  • b) Die beim Zünden der Ausstoßladung 30 freigesetzten Treibgase können sich außerdem von der Zündkammer 40 durch den Kanal 50 in den Entlastungsraum 60 ausbrei­ ten, was zur Folge hat, daß die Täuschkomponente 6 beschleunigt und die Tarnkomponente 4 gleichzeitig verzögert wird, was schließlich zu einer Trennung der beiden Komponenten beim Abschuß führt.
  • c) Besagte Treibgase initiieren auch einen nicht gezeig­ ten, mechanischen oder pyrotechnischen Anzünder, um die Trennladung 70 zu zünden. Sobald die Trennladung 70 ihrerseits gezündet wird, steigt der Druck in der Zünd­ kammer 80 so an, daß die Täuschkomponente 6 nochmals relativ zur Tarnkomponente 4 beschleunigt wird.
  • d) Ferner zündet die gezündete Ausstoßladung 30 ein nicht gezeigtes, erstes, genau bemessenes Verzögerungsstück an, das zu einer nicht gezeigten, ersten Anzündzer­ legerladung in der Tarnkomponente 4 führt.
  • e) Schließlich wird durch das Zünden der Ausstoßladung 30 auch ein nicht gezeigtes, zweites, genau bemessenes Verzögerungsstück, das zu einer nicht gezeigten, zwei­ ten Anzündzerlegerladung in der Täuschkomponente 6 führt, gezündet.
Die Täuschkomponente 6 verläßt die Hülse 20 somit nach dem Zünden der Ausstoßladung 30 getrennt von und relativ be­ schleunigt zu der Tarnkomponente 4, so daß die ballisti­ sche Bahn 204 der Tarnkomponente 4 von der ballistischen Bahn 206 der Täuschkomponente 6 verschieden verläuft.
Die Hülse 20 selbst und der Kontaktkopf 10 verlassen hin­ gegen nach Abschuß der beiden Komponenten 4, 6 den Ab­ schußort 200 nicht und verbleiben im Wurfbecher.
Der Unterschied zwischen den beiden ballistischen Bahnen 204, 206 ist dabei abhängig von der aerodynamischen Ge­ staltung der Komponenten 4, 6, der Dimensionierung sowie Plazierung des Zündraums 40, des Gaskanals 50 sowie des Entlastungsraums 60 und der Trennladung 70. Es hat sich für einen 7,6 cm infrarotdeckenden Nebelwurfkörper als besonders bevorzugt erwiesen, wenn der Zündraum 40 zwi­ schen der Ausstoßladung 30 und der Tarnkomponente 4 eine axiale Höhe von ungefähr 10 mm, der axial verlaufende, mittig über der Ausstoßladung 30 angeordnete Kanal 50 einen Mindestdurchmesser von 5 mm-10 mm und der Ent­ lastungsraum 60 eine axiale Höhe von vorzugsweise 5 mm aufweist.
Sobald die zweite Anzündzerlegerladung über das zweite Verzögerungsstück gezündet wird, entsteht der Spontannebel 216. Zeitlich verzögert dazu entsteht der Dauernebel 214 nach Zündung der ersten Anzündzerlegerladung über das erste Verzögerungsstück. Die beiden Verzögerungsstücke sind dabei, bei Kenntnis der ballistischen Bahnen 204, 206, so dimensioniert, daß die Täuschkomponente 6 vor der Tarnkomponente 4 gezündet wird und die Tarnkomponente 4 unter dem Zerlegungspunkt der Täuschkomponente 6 zum Liegen kommt sowie dort ihre Wirkung entfaltet, um vom Boden aus für einen länger anhaltenden Nebel durch Nach­ nähern zu sorgen und somit eine Kollokation des Spontan­ nebels 216 des Dauernebels 214 zu ermöglichen. Beim Auf­ treffen der Tarnkomponente 4 auf den Boden können sich die die Tarnladung 4 bildenden Preßlinge verteilen, wodurch eine Vergrößerung des Dauernebelbereichs 214 beim Abbren­ nen derselben herbeigeführt wird.
Vor dem Wiederladen des Wurfbechers muß lediglich der Sekundär-Wurfbecher, der sich aus dem Kontaktkopf 10 und der Hülse 20 zusammensetzt, entfernt werden, was pro­ blemlos möglich ist und einen sauberen und nicht be­ schädigten Wurfbecher hinterläßt.
Bezugszeichenliste
2 Nebelwurfkörper
4 Tarnkomponente
6 Täuschkomponente
10 Kontaktkopf
20 Hülse
30 Ausstoßladung
40 Zündraum
50 Gaskanal
60 Entlastungsraum
70 Trennladung
80 Zündraum
90 Kanal
100 Dose
200 Abschußort
204 ballistische Bahn der Tarnkomponente
206 ballistische Bahn der Täuschkomponente
214 Dauernebel
216 Spontannebel

Claims (7)

1. Nebelwurfkörper zur Abgabe einer rasch brennenden, einen Spontannebel erzeugenden Täuschkomponente und einer langsam brennenden, einen Dauernebel erzeugenden Tarnkom­ ponente mit einem Zündsystem zum Anzünden einer Ausstoß­ ladung, der Tarnkomponente und der Täuschomponente, wobei nach Initiieren des Nebelwurfkörpers die Täusch­ komponente vor der Tarnkomponente in der Luft zur Wirkung kommt sowie im Ziel im wesentlichen eine Kollokation des Spontannebels und des Dauernebels stattfindet, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Tarnkomponente (4) und der Täuschkomponente (6) ein Entlastungsraum (60) ange­ ordnet ist, der mit einem an die Ausstoßladung (30) angrenzenden Zündraum (40) über einen Gaskanal (50) ver­ bunden ist; daß der beim Zünden der Ausstoßladung (30) entstehende Druck im Entlastungsraum beschleunigend auf die Tarnkomponente (4) und verzögernd auf die Täuschkom­ ponente (6) einwirkt; und daß die beim Zünden der Ausstoß­ ladung (30) entstehenden heißen Gase sowohl ein Verzöger­ ungsmittel für die Tarnkomponente (4) als auch ein Verzö­ gerungsmittel für die Täuschkomponente (6) anzünden.
2. Nebelwurfkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die Einstellung der relativen Verzögerung und Beschleunigung der Komponenten (4, 6) durch eine Abstim­ mung der Volumina des Zündraumes (40) und des Entlastungs­ raumes (60) sowie des Durchmessers des Gaskanals (50) er­ folgt.
3. Nebelwurfkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß im Entlastungsraum (60) zusätzlich eine Trennladung (70) angeordnet ist, die durch die Gase der Ausstoßladung (30) anzündbar ist.
4. Nebelwurfkörper nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponenten (4, 6) unter­ schiedliche Luftwiderstandsbeiwerte aufweisen.
5. Nebelwurfkörper nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich­ net, daß die Tarnkomponente (4) mit einem Bremsmechanis­ mus, wie ausfahrbare Flügel oder dergleichen, ausgerüstet ist.
6. Nebelwurfkörper nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Bauteile in einer Hülse (20) angeordnet sind, die munitionsartig mittels einer Abschußanlage verschießbar ist.
7. Nebelwurfkörper nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich­ net, daß die Komponenten (4, 6) modulartig ausgebildet sind und bedarfsweise zusammengestellt werden können.
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EP0656521B1 (de) 1997-04-16

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