DE433754C - Verfahren zum Entfaerben von Erdoeldestillaten - Google Patents

Verfahren zum Entfaerben von Erdoeldestillaten

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DE433754C
DE433754C DEU8350D DEU0008350D DE433754C DE 433754 C DE433754 C DE 433754C DE U8350 D DEU8350 D DE U8350D DE U0008350 D DEU0008350 D DE U0008350D DE 433754 C DE433754 C DE 433754C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G17/00Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, with acids, acid-forming compounds or acid-containing liquids, e.g. acid sludge
    • C10G17/02Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, with acids, acid-forming compounds or acid-containing liquids, e.g. acid sludge with acids or acid-containing liquids, e.g. acid sludge
    • C10G17/04Liquid-liquid treatment forming two immiscible phases
    • C10G17/06Liquid-liquid treatment forming two immiscible phases using acids derived from sulfur or acid sludge thereof

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Description

  • Verfahren zum Entfärben von Erdöldestillaten. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom z. Juni 191t die Priorität auf Grund der Anmeldung in den Vereinigten Staaten von Amerika vom q.. April 1923 beansprucht. Bisher erfolgte die Reinigung und damit auch die Entfärbung von Erdöldestillaten, wie z. B. von Benzin, Leuchtpetroleum und den höher siedenden Schmierölen, fast allgemein in der Weise, daß man sie nacheinander mit Schwefelsäure verschiedener Stärke, Wasser und Alkalien behandelte, wobei man den sich bei der Schwefelsäurebehandlung bildenden Säureteerschlamm zunächst entfernen mußte. Diese verschiedenen Waschprozesse sind jedoch ebenso umständlich wie kostspielig.
  • Die Erfindung betrifft nun demgegenüber ein sehr einfaches Verfahren zum Entfärben von Erdöldestillaten jeder Art, welches im wesentlichen darin besteht, daß man dieselben, ohne sie der üblichen Säure- und Laugenbehandlung zu unterwerfen, gleichzeitig mit ganz bestimmten, im übrigen aber außerordentlich kleinen Mengen 5o bis Goprozentiger Schwefelsäure und ebenfalls bestimmten Mengen gewöhnlichen Tons behandelt.
  • Man hat zwar schon vorgeschlagen, Erdöldestillate mit Schwefelsäure oder mit Ton für sich allein oder auch nacheinander mit Schwefelsäure und Ton zu behandeln, doch erfolgte bei diesen Verfahren die Behandlung des Öles stets mit so viel Schwefelsäure, daß sich dabei beträchtliche Mengen eines Säureteerschlammes bildeten, die zunächst entfernt werden mußten, ehe man die weitere Behandlung mit Ton vornehmen konnte. Eine Reinigung mit Schwefelsäure oder mit Ton allein ergab jedoch, wenn überhaupt, nur eine vorübergehende Entfärbung.
  • Von diesen bekannten Arbeitsweisen unterscheidet sich das neue Verfahren dadurch, daß man die Behandlung des Öles mit Ton bei Gegenwart der gesamten Schwefelsäuremenge vornimmt, wobei aber die - Säuremengen so gering bemessen werden, daß sie für sich allein keine nennenswerte Raffinationswirkung auszuüben vermögen, infolgedessen auch kein Säureteer bzw. solcher nur in so geringen Mengen gebildet wird, daß er vollständig vom Ton adsorbiert wird und jedenfalls für das Auge unsichtbar bleibt, somit auch nicht besonders entfernt zu werden braucht. Die hierbei anzuwendenden Säuremengen liegen je nach den Eigenschaften des zu entfärbenden Öles in den Grenzen zwischen '/" und 1!., Gewichtsteile Schwefelsäure von 5o bis 98@ Prozent auf je 27o Gewichtsteile Öl, d. h. zwischen 0,0092 und 0,074 Prozent, während die gleichzeitig anzuwendenden Tonmengen 1/1o bis 2 Ge- wichtsteile auf je 27o Gewichtsteile Öl, d. b. 0,37 bis 0,74 Prozent vom Öl, betragen, wobei im allgemeinen die leichteren Destillate geringere und die schwereren größere :Mengen an Schwefelsäure und Ton erfordern.
  • Rührt man beispielsweise in je 27o kg Petroleum 25 bis Zoo g Schwefelsäure von 5o bis 98 Prozent ein und fügt ioo bis 2ooo g gemahlenen Ton hinzu und mischt alles gründlich durcheinander, so tritt eine völlige Entfärbung des Petroleums ein, so daß es ohne weiteres eine marktfähige Ware darstellt. Dabei ist die Entfärbung nicht nur eine vollständige, sondern auch dauernde, vorausgesetzt, daß die verwendete Schwefelsäure keine rauchende war und die angegebenen Mengenverhältnisse inne gehalten wurden. Arbeitet man jedoch mit einem Überschuß von Schwefelsäure, so behält das Petroleum eine rosa Färbung, während bei Verwendung eines Überschuß an Ton zwar zunächst eine Entfärbung des Petroleums erzielt wird, die jedoch nicht von Bestand ist, da die Farbe nach einiger Zeit des Lagerns wieder zurückkehrt.
  • Der verwendete Ton kann irgendeiner der gebräuchlichen Entfärbungstone sein und braucht in keiner Weise besonders für dieses Verfahren vorbehandelt zu sein.
  • Das Durchmischen des Erdöldestillates mit der Säure und dem Ton kann durch mechanische Mittel oder Luft usw. erfolgen. Anstatt Säure und Ton getrennt zu dem Öl zuzugeben, kann die betreffende Menge Säure auch zunächst auf die betreffende Ton zur Einwirkung gebracht werden. Da es aber unbequemer und auch kostspieliger ist, die Säure und den Ton für sich allein miteinander zu mischen, «erden dieselben zweckmäßiger bei Gegenwart des zu entfärbenden Destillates im Rührgefäß selbst zusammengebracht. Selbstverständlich muß nach erfolgtem Durchrühren des Destillates mit Säure und Ton bzw. mit säurebehandeltem Ton der feste Rückstand von dem Öl durch Absitzenlassen oder Filtrieren oder in sonstiger geeigneter Weise abgetrennt werden.

Claims (3)

  1. PATEN T-AN SPRÜCIIE: i. Verfahren zum Entfärben von Erdöldestillaten durch Behandeln mit Schwefelsäure und Ton, dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlung des Öles mit Ton bei Gegenwart der gesamten Schwefelsäuremenge in der Weise vornimmt, daß auf j e 27o Gewichtsteile Destillat 1/4o bis % Gewichtsteile Schwefelsäure von 5o bis 98 Prozent und 1h,, bis 2 Gewichtsteile Ton zur Einwirkung gebracht werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Schwefelsäure innig mit dem Destillat vermischt und hierauf, ohne dieselbe zu entfernen, den Ton zumischt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man zunächst die Säure und den Ton miteinander vermischt und dann diese Mischung dem zu entfärbenden Destillat zusetzt.
DEU8350D 1923-04-04 1923-12-23 Verfahren zum Entfaerben von Erdoeldestillaten Expired DE433754C (de)

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