DE43209C - Presse zur Herstellung von Schweifsblättern - Google Patents

Presse zur Herstellung von Schweifsblättern

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DE43209C
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Germany
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tail
boxes
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DENDAT43209D
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English (en)
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A. HUTCHINSON & CO. in Paris, Rue d'Hauteville 1
Publication of DE43209C publication Critical patent/DE43209C/de
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D27/00Details of garments or of their making
    • A41D27/12Shields or protectors
    • A41D27/13Under-arm shields

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
%. PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 3: Bekleidungsindustrie.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Maschine, welche zur Herstellung von Schweifsblättern dient und in ähnlicher Weise wirkt, wie die bekannten Pressen zum Formen der Stiefeloberleder, von diesen jedoch dem zu behandelnden Material entsprechend nach verschiedenen Richtungen wesentlich abweicht. Da die Pressung hier unter einer höheren Temperatur stattfinden mufs, so ist eine Vorkehrung getroffen, die Prefsform von beiden Seiten zu heizen. Zu diesem Zweck ist ein fester und ein beweglicher Heizkasten angeordnet, welche beide zusammen eine spaltartige, seitlich leicht zu öffnende Form bilden, in welcher eine den Boden dieser Form bildende Matrize vertical beweglich ist. Diese Matrize ist federnd gelagert und bewegt sich bei dem Niedergang der Patrize so lange abwärts, bis sie ihre tiefste Stellung erreicht hat. Durch diese Anordnung wird erreicht, dafs der auf das zur Anfertigung der Schweifsblätter dienende Material ausgeübte Druck ein dem zarten Material entsprechend elastischer ist und dafs die Formgebung nur allmälig erfolgt und die Wärme genügend auf das Material einwirken kann.
Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung giebt eine Seiten-, Fig. 2 eine obere Ansicht der Maschine; Fig. 3 stellt einen Längenschnitt, Fig. 4 einen Horizontalschnitt derselben dar, während Fig. 5 eine vordere Ansicht und die Fig. 6 bis 8 Constructionsdetails der Maschine zur Darstellung bringen.
α ist eine Grundplatte, auf welcher mittelst Schrauben c1, Fig. 6, zwei hohle Säulen b befestigt und aufserdem zwei hohle Kästen d angeordnet sind, welche oben eine halbcylindrische Abrundung besitzen und beheizt werden können. Auf den beiden verticalen Flächen, welche einander zugekehrt sind, werden die Kästen mit Platten j bekleidet, welche in schwalbenschwanzförmigen Führungen gleiten und deren Zwischenraum einen Spalt bildet, welcher als Formraum für die Schweifsblätter dient. Während der rechts liegende Kasten d, Fig. 1 bis 4, fest mit der Grundplatte α verbunden ist, ist der links liegende Kasten d beweglich und kann von dem Kasten entfernt oder demselben genähert werden. Der links liegende Kasten d ist dieserhalb in auf der Grundplatte α sitzenden Führungen r verschiebbar. Bewirkt wird diese Verschiebung mittelst der Welle h und der auf derselben sitzenden Bleche f, welche mit excentrischen Schlitzen, Fig. 1 und 3, versehen sind und in welche Zapfen i fassen, die seitlich an dem links gelegenen Kasten sitzen. Gelagert ist die Welle /2 in den Enden zweier horizontalen Schienen e, Fig. 1 und 4, die in seitlichen Führungen des festen Kastens d mittelst Schrauben g zu verstellen sind. Mit Hülfe dieser Schrauben g ist man demgemäfs in der Lage, durch Verschieben des beweglichen Kastens d die Weite des Formspaltcs zu regulircn.
Die in dem Formspalt verschiebbar angeordnete Matrize s ist an ihrer oberen Seite in einer der geschweiften Form des Schweifsblattes entsprechenden Weise ausgekehlt. In den hohlen Säulen b sind bei q, Fig. 5 und 6, befestigte Federn B angeordnet, welche unten an hakenförmige Zapfen D der Matrize s fassen. Diese Federn ziehen die Matrize derart in die
Höhe, dafs ihre obere Kante mit der Fläche der Kästen d in einer Ebene liegt, wobei sich die Matrize mit ihren seitlichen Zapfen in Schlitzen der Säulen b führt, und in ihrer tiefsten Lage durch eine Klinke festgehalten wird, die an einer mit Handgriff versehenen Welle / sitzt, welch letztere im festen Kasten d gelagert ist. Ebenso wie die Matrize ist auch die Patrize t messerförmig gestaltet, und zwar führt sich dieselbe in Führungen y der Säulen, während sie durch eine Zahnstange u, Zahnrad v, Welle χ und Handrad m bewegt wird. Das Gewicht der Patrize wird durch ein Gegengewicht ausbalancirt, dessen Schnur um eine Rolle η gewickelt und über eine zweite Rolle ο geführt wird. Gelagert ist der Antriebsmechanismus für die Patrize in der Traverse A, die an den Säulen b durch Schrauben \ befestigt ist.
Die Heizung der Kästen d erfolgt mittelst Gas oder in beliebiger anderer Weise, und kann das für Zuleitung des Gases u. s. w. dienende Rohr bei k befestigt werden. Die Arbeitsweise gestaltet sich folgendermafsen:
Matrize s und Patrize t werden zunächst in ihre höchste Lage gebracht. Alsdann legt man das zugeschnittene Gewebestück auf die obere Fläche der Kästen d, wobei die stellbaren Anschläge ρ einen Anhalt geben, und senkt die Patrize t. Dieselbe zwängt das Gewebe in den zwischen den Platten j befindlichen Spalt, die Matrize s, dem Einflufs der Federn B entgegen, vor sich hertreibend, bis die Matrize s ihre tiefste Lage erhalten hat und durch die Klinke der Welle / festgehalten wird.
In dieser Lage verbleibt die Presse etwa ι Minute oder auch längere Zeit, worauf man die Klinke der Welle / auslöst und den beweglichen Kasten d mittelst der Welle h von dem festen entfernt. Nunmehr steigt die Matrize s mit dem fertig geprefsten Schweifsblatt unter der Einwirkung der Federn J5 hoch und das Schweifsblatt kann aus der Presse bequem herausgenommen werden.
Um die Bildung von Falten und das Ankleben des Kautschuks zu vermeiden, wird die Patrize t mit einem schützenden Ueberzug aus Gewebe versehen und auf die freiliegenden Kautschukschichten Talkum, Schwefel oder Seife in Pulverform gestreut.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Presse zur Herstellung von Schweifsblättern ohne Naht, bestehend aus zwei heizbaren Kästen (d), welche oben halbcylindrisch geformt und hier behufs Auflage des zu pressenden Schweifsblattes mit stellbaren Anschlägen (pj versehen sind, und von denen der eine Kasten gegen den anderen mittelst der Welle (h) und der geschlitzten Bleche (f) verschoben werden kann, so dafs die Kästen eine spaltartige, leicht seitlich zu öffnende Form darstellen, in Verbindung mit der zwischen den beiden Kästen (dd) vertical beweglichen, den Boden der Form bildenden Matrize fs), welche beim Pressen des Schweifsblattes durch Niedergang der Patrize der Wirkung der Federn (B) entgegen sich senkt und in ihrer unteren Lage durch eine Klinke oder einen Riegel festgehalten wird.
    Hierzu ι Blatt Zcichuunsen.
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