DE4320179C2 - Vorrichtung zur Nahtanfangssicherung durch Einnähen der Fadenkette an Ein- und Zweinadel-Überwendlich-Nähmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zur Nahtanfangssicherung durch Einnähen der Fadenkette an Ein- und Zweinadel-Überwendlich-NähmaschinenInfo
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Description
Beschrieben wird eine Vorrichtung zur Nahtanfangssicherung durch Einnähen der Fadenkette
an Ein- und Zweinadel-Überwendlich-Nähmaschinen. Die Zielstellung besteht darin, eine
Naht zu erzeugen, die gegen ein Auftrennen vom Nahtanfang aus gesichert ist und ein
optimales Aussehen besitzt.
Bekannterweise erfolgt diese Art der Nahtanfangssicherung,
indem die nach dem Abschneiden der Fadenkette am Nahtende des vorhergehenden Teiles
noch gebildeten Stiche in Richtung der Bedienperson zurückgeschwenkt und in eine
Einrichtung vor der Stichbildestelle eingesaugt und darin geklemmt werden. Beim Einnähen
der zurückgeschwenkten Fadenkette in das nachfolgende Teil kommt es darauf an, daß diese
Fadenkette mit einer auf das entsprechende Nähgut eingestellten Klemmkraft zurückgehalten
oder zum geeigneten Zeitpunkt die festgeklemmte Fadenkette freigegeben wird, so daß zum
einen der gesicherte Nahtanfang nicht zusammengezogen wird und andererseits die
eingenähte Fadenkette nicht über den Nähgutrand hinausragt. Des weiteren ist es nicht
angebracht, die zurückgeschwenkte Fadenkette in ihrer gesamten Länge in das Werkstück
einzunähen.
Bei bekannten Lösungen (z. B. DE 28 35 994 C2) finden dabei eine einstellbare Fadenklemme
und eine separate Schneideinrichtung für die Fadenkette Anwendung. Nachteilig ist bei
diesen Lösungen neben dem hohen erforderlichen mechanischen Aufwand sowie dem
Verschleiß und der Störanfälligkeit der zusätzlichen Schneideinrichtung vor allem der
Umstand, daß die zur Straffung der angesaugten Fadenkette benutzte Abwärtsbewegung der
entsprechenden Einrichtung gleichzeitig benutzt wird, um die Fadenkette zu trennen. Somit
geschehen die Arbeitsgänge Straffen der Fadenkette und Trennen der Fadenkette zeitlich
nicht unabhängig voneinander, was für die Erzielung einer optimalen Qualität der gesicherten
Nahtanfänge ebenfalls von Nachteil ist.
Eine andere bekannte Lösung ist in EP 03 22 783 A1 beschrieben. Hierbei wird durch eine
aufwendige mechanische Klemm- und Schwenkeinrichtung die Fadenkette zwischen die
Messer der Kantenschneideinrichtung geführt, somit getrennt und damit die einzunähende
Länge begrenzt.
Bei dieser Lösung ist ebenfalls der hohe mechanische Aufwand für die Seitwärtsbewegung
der Fadenkette zwischen die Messer der Kantenschneideinrichtung nachteilig und die
zuverlässige Funktion wird durch mechanischen Verschleiß gefährdet.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, die oben beschriebenen Nachteile zu beseitigen und
dennoch einen qualitätsgerechten Nahtanfang zu erzielen. Die Aufgabe wird erfindungs
gemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Anspruches 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat den Vorteil, daß die festgeklemmte Fadenkette zu
einem wählbaren Zeitpunkt durch das Durchtrennen derselben mittels der Messer der
Kantenschneideinrichtung in einem Arbeitsgang freigegeben als auch die überschüssige
Länge der Fadenkette abgetrennt wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß zur
Durchführung dieses Arbeitsganges außer einem geradlinig nach rechts zur
Stofftransportrichtung verschiebbaren Fadenkettenschieber, welcher fest mit dem Kolben
eines Pneumatikzylinders verbunden ist, keine weiteren mechanisch bewegten Elemente
erforderlich sind. Mit diesem Fadenkettenschieber erfolgt das Positionieren der Fadenkette
zwischen den Messern der Kantenschneideinrichtung zum Zwecke des Trennens. Damit die
Fadenkette in ihrer Lage fixiert ist und vom Fadenkettenschieber sicher erfaßt werden kann,
ist es erforderlich, daß sie durch die Klemmeinrichtung straff gezogen und in dieser Lage
straff gehalten wird. Die so fixierte Fadenkette kann nun durch Beaufschlagung des den
Fadenkettenschieber tragenden Pneumatikzylinders mit Druckluft zu einem wählbaren
Zeitpunkt zwischen die Messer der Kantenschneideinrichtung positioniert und somit getrennt
werden. Zum ordnungsgemäßen Abgleiten der Fadenkette zwischen die Messer der
Kantenschneideinrichtung ist die Stichplatte an der Ecke, über die die gestraffte Fadenkette
gleitet, mit einer Schräge versehen.
In der nachfolgenden Beschreibung wird ein Ausführungsbeispiel an Hand von Figuren
erläutert.
Von den Figuren zeigen:
Fig. 1 Ansicht der Klemmeinrichtung von vorn vor dem Klemmen der eingesaugten
Fadenkette
Fig. 2 Ansicht der Klemmeinrichtung von vorn nach dem Klemmen und Straffen der
Fadenkette
Fig. 3 Ansicht der Klemmeinrichtung von rechts
Fig. 4 vergrößerte Draufsicht des Nähbereiches mit geklemmter und gestraffter Fadenkette
Fig. 5 Lage der Fadenkette vor dem Trennen
Fig. 6 Lage der Fadenkette beim Trennen
In Fig. 1 wird die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Nahtanfangssicherung mit in das
Saugrohr 1 eingesaugter Fadenkette 2 dargestellt.
In Fig. 2-5 wird die Lage der Fadenkette 2 im geklemmten und gestrafften Zustand gezeigt.
Das Klemmen erfolgt dabei in der Weise, daß die Fadenkette 2 zwischen der Klemmfläche 3
des Saugrohres 1 und dem Druckstück 4 des Pneumatikzylinders 5 geklemmt wird. Nach dem
Klemmen erfolgt das Straffen der Fadenkette 2. Dies geschieht, indem das Saugrohr 1,
welches mit dem Pneumatikzylinder 6 verbunden ist, abgesenkt wird.
Die Fadenkette 2 erhält somit eine Lage, in der sie vom Fadenkettenschieber 7 erfaßt werden
kann.
In Fig. 6 ist die Lage der Fadenkette 2 beim Trennen durch die Messer 8 der
Kantenschneideinrichtung dargestellt. Diese Lage wird erfindungsgemäß erreicht, indem der
Fadenkettenschieber 7 durch Aktivieren des Pneumatikzylinders 9 aus Sicht der Bedienperson
nach rechts geschoben wird. Die Fadenkette 2 gleitet dadurch über die Schräge 10 der
Stichplatte 11 nach unten ab und gelangt somit zwischen die Messer 8 der
Kantenschneideinrichtung, durch die sie getrennt wird. Der Zeitpunkt des Trennens und damit
der Freigabe der Fadenkette 2 kann in Abhängigkeit von der Nähgutbeschaffenheit gewählt
werden. Die Klemmeinrichtung selbst ist unter der Arbeitsplatte 12 angebracht, so daß die
Bedienperson bei der Durchführung von Nähoperationen nicht behindert wird.
Die Steuerung des gesamten Ablaufs wird durch Prozeßein- und -ausgänge des
Nähmaschinenpositionierantriebes realisiert.
1
Saugrohr
2
Fadenkette
3
Klemmfläche
4
Druckstück
5
Pneumatikzylinder
6
Pneumatikzylinder
7
Fadenkettenschieber
8
Messer
9
Pneumatikzylinder
10
Schräge
11
Stichplatte
12
Arbeitsplatte
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Nahtanfangssicherung durch Einnähen der Fadenkette (2) an Ein- und
Zweinadel-Überwendlich-Nähmaschinen mit einer Stichplatte (11), einer Klemm
einrichtung zum Klemmen, Straffen und Ausrichten der Fadenkette (2) entgegen der
Stoffvorschubvorrichtung sowie einem Nähmaschinenantrieb mit Steuerung zur Einnahme
definierter Nadelpositionen, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmeinrichtung einen
Fadenkettenschieber (7) besitzt, welcher die Fadenkette (2) zu einem wählbaren Zeitpunkt
zwischen die Messer (8) der Kantenschneideinrichtung positioniert und in Stoff
vorschubrichtung vor der Stichplatte (11) und unterhalb der Stichplattenebene unter der
Arbeitsplatte (12) angeordnet ist.
2. Vorrichtung zur Nahtanfangssicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Fadenkettenschieber (7) waagerecht nach rechts zur Stoffvorschubvorrichtung
verschiebbar ist.
3. Vorrichtung zur Nahtanfangssicherung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Saugrohr (1) der Klemmeinrichtung vertikal verschiebbar ist.
4. Vorrichtung zur Nahtanfangssicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stichplatte (11) an der den Messern (8) der
Kantenschneideinrichtung zugeordneten Seite eine Schräge (10) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934320179 DE4320179C2 (de) | 1993-06-18 | 1993-06-18 | Vorrichtung zur Nahtanfangssicherung durch Einnähen der Fadenkette an Ein- und Zweinadel-Überwendlich-Nähmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19934320179 DE4320179C2 (de) | 1993-06-18 | 1993-06-18 | Vorrichtung zur Nahtanfangssicherung durch Einnähen der Fadenkette an Ein- und Zweinadel-Überwendlich-Nähmaschinen |
Publications (2)
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| DE4320179A1 DE4320179A1 (de) | 1994-12-22 |
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Family
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| DE19934320179 Expired - Fee Related DE4320179C2 (de) | 1993-06-18 | 1993-06-18 | Vorrichtung zur Nahtanfangssicherung durch Einnähen der Fadenkette an Ein- und Zweinadel-Überwendlich-Nähmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE4320179C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10122278C1 (de) * | 2001-05-08 | 2002-07-18 | Konrad Busche Gmbh & Co Kg | Vorrichtung zur Nahtanfangssicherung an Überwendlich-Nähmaschinen |
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Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2835994A1 (de) * | 1977-09-22 | 1979-04-05 | Rockwell Rimoldi Spa | Vorrichtung zum steuern einer kette von stichen bei einer naehmaschine |
| EP0322783A1 (de) * | 1987-12-28 | 1989-07-05 | Pegasus Sewing Machine Mfg. Co., Ltd. | Kettenfaden-Nähvorrichtung |
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1993
- 1993-06-18 DE DE19934320179 patent/DE4320179C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
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| DE4320179A1 (de) | 1994-12-22 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: ALTIN NAEHTECHNIK GMBH, 04600 ALTENBURG, DE |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |