DE43116C - Verfahren zur Entwässerung gewaschener Feinkohle oder ähnlicher Waschprodukte durch den direkten Druck von Dampf, Luft oder Gasen - Google Patents
Verfahren zur Entwässerung gewaschener Feinkohle oder ähnlicher Waschprodukte durch den direkten Druck von Dampf, Luft oder GasenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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- B01D21/00—Separation of suspended solid particles from liquids by sedimentation
- B01D21/24—Feed or discharge mechanisms for settling tanks
- B01D21/2427—The feed or discharge opening located at a distant position from the side walls
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Entwässerungsverfahren beruht auf der Einwirkung des directen Druckes von Dampf,
Luft oder Gasen gegen gewaschene Feinkohle oder ähnliche Waschproducte in einseitig dicht
geschlossenen Behältern, und bezweckt, die nassen Materialien wesentlich schneller, einfacher
und vollkommen vom Wasser zu befreien.
Die Einwirkung ist gewissermafsen insofern eine pulsometrische, als die Verdrängung des
die nassen Materialien zu einem fein- oder grobkörnigen Schlamm vereinigenden Wassers
in gleicher Weise wie die Verdrängung einer vom Dampfdruck direct belasteten Pulsometerfüllung
geschieht. Selbst bei Feinkohle, Erzen oder anderen Materialien bis ca. 7 mm Kornstärke
vereinigen sich die den einzelnen Körnern anhaftenden Wassertheilchen zu einer einzigen
unter sich zusammenhangenden Wassersäule, welche sofort bei Eintritt der Belastung ihrer
Oberfläche in Bewegung gesetzt und durch die Austrittsöffnungen gedrückt wird. Die letzteren
sind so eng und zahlreich angeordnet, dafs sie wohl der vorgedrückten Flüssigkeit bequemen
Ausgang gestatten, die festen Materialien jedoch zurückhalten. Dais die letzten Wasserschichten
herausgedrückt sind, wird durch die nachfolgende Ausströmung des Dampfes angezeigt,
dessen Zutritt sodann abgesperrt wird.
Während der Verdrängung des Wassers und der Umspülung der Füllungstheile durch den
arbeitenden Dampf nehmen diese die Temperatur des Dampfes an. Findet die Entleerung
sofort nach Absperrung des Dampfes statt, so gelangt die Füllung in entsprechend heifsem
Zustande an die freie Luft, woselbst die an die Füllungstheile abgegebene Wärme den
letzten Rest der noch anhaftenden Feuchtigkeit abdampft.
Die Entwässerung der Füllung durch den directen Druck des Dampfes findet bis auf
Y2 pCt. des ursprünglichen Wassergehaltes statt; der Rest von Y2 pCt. wird durch die
Verdampfung (Abkühlung) an freier Luft beseitigt.
Die Spannung des Dampfes kann eine beliebige sein; bei geringerer Spannung findet die
Verdrängung des Wassers langsamer, bei höherer entsprechend schneller statt. In der Regel wird
Dampf von ca. 5 Atmosphären eine rasche und vollkommene Wirkung ausüben und z. B. eine
Füllung von 10 Tonnen Feinkohle in 10 bis
15 Minuten entwässern. Es ist zweckmäfsig, denselben möglichst trocken zuzuführen. Der
Dampfverbrauch ist nahezu gleich dem cubischen Inhalt der Summe der Zwischenräume zwischen
den Körnern.
An Stelle des Dampfes kann die Wasserverdrängung auch mittelst comprimirter Luft
oder Gase bewirkt werden. Um hierbei die letzten Reste der Feuchtigkeit nach der Entleerung
abzudampfen, müssen die Luft oder die Gase in erhitztem Zustande zugeführt werden.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine Einrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens dargestellt.
Ein Behälter A von beliebiger, am besten cylindrischer, langgestreckter Form wird von
oben gefüllt und durch den Deckel α dicht
verschlossen. Der Boden α1 ist durchlocht oder aus einem Drahtsieb hergestellt. Die
Lochungen oder Maschen des Siebes sind von solcher Weite, dafs das Füllmaterial zurückgehalten
und nur die Flüssigkeit durchgelassen wird. Statt dessen kann auch der Boden undurchlässig
gemacht und die Flüssigkeit dicht über demselben seitwärts austreten gelassen werden. Der Dampf, die Luft oder die Gase werden
durch das Rohr -B zugeführt. Die Zuführung wird durch das Ventil b regulirt und
vor der Entleerung abgesperrt; zugleich wird das Ventil bl geöffnet. Zur bequemen raschen
Entleerung des Behälters ist der Boden zweitheilig und nach unten aufklappbar angeordnet.
Das nasse Material wird durch eine über den Behältern liegende Transportschnecke C zugeführt
und durch den mittelst Schiebers c abschliefsbaren Trichter c1 in den Behälter geleitet.
Das unterhalb des Behälters austretende Wasser wird von einem Gefäfs oder einer Rinne D aufgefangen und abgeleitet. Die Behälter
A können in beliebiger Anzahl aufgestellt und jeder für sich oder zu mehreren
gleichzeitig in Function gesetzt werden.
Das entwässerte Material kann sofort im Ganzen in Waggons E oder in kleineren
Quantitäten in Transportwagen zur Beförderung nach anderen Verarbeitungsstellen abgestürzt
werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Verfahren zur Entwässerung nasser kleinkörniger Materialien, wie gewaschener Feinkohle oder ähnlicher Waschproducte, darin bestehend, dafs gegen die in einseitig dicht geschlossenen Behältern aufgehäuften nassen Materialien von der geschlossenen Seite her Dampf oder comprimirte event, erhitzte Luft oder Gase mit directem Druck wirken gelassen wird, so dafs das die Zwischenräume zwischen den Körnern ausfüllende, eine zusammenhängende Wassersäule darstellende Wasser nach der entgegengesetzten Seite hin durch dort angeordnete Austrittsöffnungen verdrängt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE43116C true DE43116C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT43116D Expired - Lifetime DE43116C (de) | Verfahren zur Entwässerung gewaschener Feinkohle oder ähnlicher Waschprodukte durch den direkten Druck von Dampf, Luft oder Gasen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE43116C (de) |
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