DE17260C - Apparat zur Erhitzung und Trocknung fester oder flüssiger Körper mittelst überhitzter Wasserdämpfe - Google Patents

Apparat zur Erhitzung und Trocknung fester oder flüssiger Körper mittelst überhitzter Wasserdämpfe

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DE17260C
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Germany
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retort
superheated steam
heating
drying solid
liquid bodies
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DENDAT17260D
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English (en)
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L. RAMDOHR und WE-GELIN & HÖBNER in Halle a. Saale
Publication of DE17260C publication Critical patent/DE17260C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J6/00Heat treatments such as Calcining; Fusing ; Pyrolysis

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Food Preservation Except Freezing, Refrigeration, And Drying (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wasserdämpfe.
In den verschiedenen Zweigen der chemischen Industrie kommt es häufig vor, dafs bei der Erhitzung oder Destillation von Flüssigkeiten, beim Trocknen feuchter oder schlammiger Massen, sowie endlich bei der Erhitzung oder der trocknen Destillation fester Körper ganz bestimmte Temperäturgrenzen innegehalten werden sollen. ' . ■
Ebenso, ist es bei allen solchen Operationen (bei welchen nicht selten zu gleicher Zeit entweder chemische Processe eingeleitet oder chemische Zersetzungen vermieden werden sollen) meistens wünschenswerth, dafs die aus den erhitzten Stoffen sich entwickelnden Dämpfe oder Gase schnell entfernt werden.
Endlich sollen diese Operationen oft unter theilweisem oder völligem Abschlufs der atmosphärischen Luft ausgeführt werden.
Diesen Ansprüchen genügen wir durch Anwendung überhitzter Wasserdämpfe in dem von uns construirten und durch die beiliegende Zeichnung erläuterten Apparat.
Der Apparat hat die Form einer flachen Retorte mit einer horizontalen Scheidewand, welche die Retorte in eine obere und untere Hälfte theilt. Diese Scheidewand besteht vortheilhaft aus einem Stück mit dem Retortenmantel. Die Retorte ist an beiden Enden durch Deckel geschlossen. Der eine Deckel hat mit der betreffenden Endseite der Scheidewand einen dichten Abschlufs, während der andere Deckel einen solchen nicht hat. An dieser letzteren Stelle befindet sich vielmehr in der Stirnseite der Scheidewand eine Anzahl feiner Nuthen, durch welche der überhitzte Dampf aus der unteren in die obere Abtheilung der Retorte gelangt, oder aber es ist zwischen der Scheidewand und dem betreffenden Deckel ein freier Zwischenraum, ein Schlitz, vorhanden, durch welchen der Dampf gehen kann.
Zum Umrühren der zu behandelnden Stoffe dient eine harkenartige Vorrichtung, deren Stiel durch einen oder beide Deckel geführt ist.
Die zu erhitzenden Stoffe befinden sich in einem kastenförmigen Gefäfs, welches auf der Scheidewand ruht.
Der überhitzte Dampf tritt an dem vorderen Ende "der Retorte zunächst in den unteren Raum derselben und erhitzt die Scheidewand und den auf ihr stehenden Kasten nebst Inhalt, indem er unter der Scheidewand entlang zieht. Am hinteren Ende der Retorte tritt der Dampf durch mehrere Löcher oder Nuthen oder durch einen schmalen Schlitz in der ganzen Breite der Retorte in den oberen Raum derselben, streicht über das Trocken- oder Brenngut und entweicht am vorderen Ende der Retorte. Die Geschwindigkeit der Bewegung des Dampfes und eventuell seine Spannung innerhalb der Retorte sind durch ein im Abgangsdampfrohr vorhandenes Ventil, durch eine Drosselklappe oder dergleichen regulirbar.
Die Retorte wird durch die von dem Dampfüberhitzer oder von irgend einer anderen Feuerung abziehenden Feuerungsgase an ihrem Umfang erwärmt; es können auch mehrere Retorten batterieweise in einem Ofen gelagert werden.
Das Material zu den Retorten ist Eisen; es kann aber auch irgend ein anderes Material, z. B. Chamotte, sein.
Der Kasten oder das Gefäfs zur Aufnahme der zu destillirenden, zu trocknenden oder zu erhitzenden Stoffe besteht aus gewöhnlichem oder emaillirtem Eisen, Porcellan oder irgend einem anderen geeigneten Material.
Der Apparat, die Retorte, kann auch anders gestaltet sein, wesentlich aber ist die indirecte Erwärmung der Substanz von unten und die directe Einwirkung auf dieselbe von oben.
Ebenso kann man den überhitzten Wasserdampf in umgekehrter Richtung sich bewegen lassen.
Wenn es zur Erzielung bestimmter chemischer Reactionen wünschenswerth ist, so kann anstatt des überhitzten Wasserdampfes auch ein Gemisch von diesem mit anderen entsprechend hoch erhitzten Gasen, z.B. atmosphärischer Luft, Kohlensäure und dergl., in die Retorte geführt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Apparat, bestehend aus einer am Umfang vom Feuer umspülten liegenden Retorte, getheilt durch eine theilweise unterbrochene waagrechte Scheidewand, welche die zu erhitzenden Stoffe in einem oder mehreren Kästen trägt. Der überhitzte Dampf oder ein Gemisch von heifsen Gasen tritt zuerst in die untere, alsdann in die obere Abtheilung der Retorte und bewirkt eine indirecte Erwärmung der zu behandelnden Stoffe von unten und eine directe von oben.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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