DE43054C - Neuerung beim Schwarzfärben von Baumwolle - Google Patents

Neuerung beim Schwarzfärben von Baumwolle

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DE43054C
DE43054C DENDAT43054D DE43054DA DE43054C DE 43054 C DE43054 C DE 43054C DE NDAT43054 D DENDAT43054 D DE NDAT43054D DE 43054D A DE43054D A DE 43054DA DE 43054 C DE43054 C DE 43054C
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ericolin
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DENDAT43054D
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H. GROSS in Krimmitschau
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/34General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using natural dyestuffs

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R υ c η :
Beim Schwarzfärben von Baumwolle statt eines besonderen Beizverfahrens die Beimischung einer Haidekrautabkochung zur Färbflotte.
BERLIN GEDRUCKT IN DER REICHSDnUCKEREi.

Claims (1)

  1. KAISERLICHES
    PATENTAMT
    PATENTSCHRIFT
    Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. März 1887 ab.
    Bisher war es nicht möglich, Baumwolle ohne Anwendung von Beize schwarz zu färben. Die Ausführung des Beizvorganges ist bisher mit umständlichen Hantirungen verknüpft, die nicht allein zeitraubend sind, sondern vor allen Dingen für die Arbeiter gesundheitsschädlich wirken und ferner die Verunreinigung fliefsender Wässer zur Folge haben. Der Grund hierfür liegt darin, dafs zur Befestigung der Farbe auf der Faser Eisenvitriol und Kreide benutzt werden, welche nach dem Färben wieder ausgewaschen werden müssen, was die unbedingte Verunreinigung des Spülwassers zur Folge hat. Dafs durch derartige Verunreinigungen fliefsender Gewässer die Fischzucht gänzlich zu Grunde gegangen ist, lehrt die Erfahrung in den betreffenden Betriebsorten.
    Um alle die genannten Uebelstände zu beseitigen, mufste ein Mittel zur Beseitigung des besonderen Beizverfahrens mittelst Vitriol und Kreide gefunden werden, welches darin besteht, dafs man einen anderen Stoff zur Befestigung des Farbstoffes in der Faser verwendet.
    Ein solches Mittel ist in dem Bitterstoff gefunden, welcher im Haidekraut (Erica oder Caluna vulgaris) als Ericolin vorhanden ist. j Das Ericolin hat in hohem Grade die Eigenschaft, die Farbflotte innig mit der Faser in Verbindung zu bringen, so dafs eine besondere Beizung der zu färbenden Wolle ganz überflüssig ist, und kommt infolge dessen auch das nachherige verunreinigende Spülen in Wegfall. Das Verfahren ist folgendes: Es wird nicht reines Ericolin verwendet, sondern es ist die Beimengung der Abkochung des Haidekrautes zur Flotte von hinreichend gewünschter Wirkung.
    Das Haidekraut wird ausgekocht und die hierbei gewonnene Flüssigkeit der Farbflotte beigemischt, wodurch die Befestigung des Farbstoffes in der Faser bewirkt wird, und zwar ist hierbei der Vorgang beispielsweise folgender: Man vermischt je nach Art der Wolle auf 50 kg Farbflotte:
    '/.·, kg Haidekrautabkochung,
    12 kg Blauholzextract,
    ι kg Kupfervitriol,
    50 g chromsaures Kali,
    50"g Borax,
    50 g doppelkohlensaures Natron,
    ι kg Querzitron oder 1 kg Catechu.
    In dieser Flotte kocht man die Baumwolle 2 Stunden lang, läfst sie dann 2 Stunden ablaufen, läfst sie 2 Tage liegen und spült und spritzt sie alsdann. Der wesentliche Erfolg ist hierbei, dafs das Spülwasser nicht verunreinigt und eine walk- und lichtechte Farbe erhalten wird.
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