DE430491C - Eisenbahnlichtsignal - Google Patents
EisenbahnlichtsignalInfo
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- DE430491C DE430491C DEW68780D DEW0068780D DE430491C DE 430491 C DE430491 C DE 430491C DE W68780 D DEW68780 D DE W68780D DE W0068780 D DEW0068780 D DE W0068780D DE 430491 C DE430491 C DE 430491C
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- Expired
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L5/00—Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
- B61L5/12—Visible signals
- B61L5/18—Light signals; Mechanisms associated therewith, e.g. blinders
- B61L5/1809—Daylight signals
- B61L5/1818—Daylight signals using mobile coloured screen
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Illuminated Signs And Luminous Advertising (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 16.JUNI1926
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVe 430491 KLASSE 2Oi GRUPPE 3
(W 68780
The Westinghouse Brake & Saxby Signal Co. Ltd. in London.
Eisenbahnlichtsignal. Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. März 1925 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund
der Anmeldung in Großbritannien vom 13. März 1924 beansprucht.
Die Erfindung betrifft Eisenbahnlichtsignale, bei welchen die verschiedenen Signalanzeigen
mittels Lichtstrahlen von verschiedenen Farben gegeben werden, die durch Einschaltung
einer oder mehrerer verschiedenfarbiger Schirme in die von der Signallampe entsendeten Lichtstrahlen erhalten werden.
Nach dem gewöhnlichen Verfahren sind diese Schirme in einer Brille oder einem
Flügel angebracht, der so verstellt wird, daß
4304Ö1
der Schirm von gewünschter Färbung vor der Lichtquelle zu liegen kommt, und zwar wird
die Einstellung der Brille oder des Flügels zu diesem Zweck durch eine beliebige geeignete
Steuerungsvorrichtung bewirkt.
In der neueren Entwicklung der Lichtsignalsysteme ist vorgeschlagen worden,
Mehrfarbensignale zu benutzen, d. h. Signale, bei welchen zwei oder mehrere Lichtsignale
ίο verschiedener Farben gleichzeitig sichtbar gemacht werden, zu dem Zwecke, eine größere
Zahl verschiedener Signalanzeigen zu erhalten. Z. B. hat man vorgeschlagen, neben den gewöhnlichen
drei Lichtsignalen, bei welchen ein rotes Licht »Gefahr«, ein gelbes Licht »Vorsicht«
und ein grünes Licht »Sicherheit« bedeutet, noch Zwischensignale zu benutzen, z. B. die Kombination eines gelben und grünen
Lichts, um dem Verkehr eine beschränktere Bedingung aufzuerlegen als durch ein grünes
Licht allein gegeben würde, und die Kombination von zwei gelben Lichtern, um anzuzeigen,
daß ein größeres Maß von \^orsicht angewendet werden muß als bei der Verbindung
eines gelben Lichts mit einem grünen Lichte.
Diese Einschaltung von zwei weiteren Signalfarben zwischen »Sicherheit« und »Vorsicht«
hat großen \'orteil in Fällen, wo ein Schienenabschnitt von Zügen mit in weiten
Grenzen verschiedenen Fahrtgeschwindigkeiten durchlaufen wird, da die Zwischensignale
mit kombinierten Farben sicher von einem langsamen Zuge durchfahren werden
können, der auf eine verhältnismäßig kurze Strecke zum Stillstand gebracht werden kann,
während andererseits der Führer eines schnellen Zuges durch das mehrfarbige Zwischensignal
benachrichtigt wird, daß ein Vorsicht-Signal zu erwarten ist in einer genügend großen
Entfernung, um eine entsprechende Regelung der Fahrtgeschwindigkeit zu ermöglichen.
Die Erfindung bezweckt, Anordnungen zu schaffen, durch welche diese zusätzlichen Signalanzeigen
in einfacher und wirtschaftlicher Weise erhalten werden können.
Gemäß der Erfindung ist die Brille oder der Flügel oder ein Teil bzw. eine Verlängerung
derselben mit zusätzlichen Farbschirmen versehen, von denen einer oder ein anderer
durch eine zusätzliche Signallampe beleuchtet wird, so daß, wenn eine Zwischensignalanzeige
gegeben werden soll, beide Signallampen erhellt werden und der Flügel oder die
Brille in eine solche Stellung gebracht wird, daß die Lichtstrahlen aus diesen Lampen nie
entsprechenden Farbschirme durchdringen. Die Einfärben- oder Primärsignalanzeigen
werden somit in der gewöhnlichen Weise von nur einer der Signallampen gegeben, während
die Mehrfarben- oder Sekundärsignalanzeigen durch Erhellung beider Signallampen gegeben werden.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt, und zwar sind
Abb. i, 2 und 3 Schnittansichten eines farbigen Lichtsignals gemäß einer. Ausführungsform der Erfindung, wobei die verschiedenen
Abbildungen verschiedene Signalanzeigen darstellen.
Die Abb. 4, 5 und 6 sind Vorderansichten des in den Abb. 1 bis 3 dargestellten Flügels
für die entsprechenden Signalanzeigen.
Wie aus den Zeichnungen ersichtlich, besitzt das Signal ein Gehäuse 1, welches mit
zwei Signallampen 2, 3 versehen ist, und einen Flügel 4, der drehbar bei 5 gelagert ist, so daß
er in einer zur Ebene der Lampe 2, 3 parallelen Ebene gedreht werden kann. Die Vorderseite des Gehäuses 1 ist mit den gewöhnlichen,
vorstehen den Linsen, die schematisch mit 6, 7 bezeichnet sind, für die Signallampen
2 bzw. 3 versehen.
Der Flügel 4 ist, wie in den Abb. 4, 5 und 6 erkennbar, mit einer Anzahl von durchsichtigen
Farbschirmen versehen, und zwar ist ein roter Farbschirm R in der Mitte des oberen
Teils des Flügels angeordnet, ein gelber Farbschirm Y an der einen Seite desselben und ein
grüner Farbschirm G auf der anderen Seite. Der untere Teil des Flügels ist mit zwei
durchsichtigen Farbschirmen Y1 und Y2 versehen,
wobei Schirm Y1 diametral dem Schirm G gegenüberliegt und Schirm Y2 diametral
gegenüber dem Schirm Y liegt.
Im Betriebe werden die Farbschirme F, R und G im oberen Teil des Flügels 4 verwendet,
um die gewöhnlichen Einfärben- oder Primärsignalanzeigen zu geben. Bei der in
Abb. ι und 4 dargestellten Lage des Flügels z. B. ist der rote Farbschirm zwischen Lampe
2 und Linse 6 gelegt, so daß ein rotes Signallicht, welches ein Gefahr-Signal darstellt,
in diesem Falle gegeben wird. Durch Drehung des Flügels 4 nach rechts in die in Abb. 5 gezeichnete Stellung tritt offenbar der
gelbe Farbschirm Y zwischen Signallampe 2 und Linse 6, so daß ein gelber Lichtschein
entsendet wird, der als Vorsicht-Signal dient. Andererseits wird durch Drehung des Flügels
4 nach links in die in Abb. 6 gezeichnete Stellung der grüne Farbschirm G zwischen
die Signallampe 2 und die Linse 6 gelegt, so daß ein grünes Signallicht, welches das Fahrt-Signal
bildet, sichtbar wird:
Es ist zu bemerken, daß für diese drei Primär- oder Einfarbensignale nur die Signallampe
2 erhellt wird und die andere Signallampe 3 dunkel ist, wie dies in der üblichen
Darstellungsweise in Abb. 1 angedeutet ist. Um eine Sekundärsignalanzeige von weni-
ger beschränkendem Charakter als das gelbe Primärsignal zu geben, kann der Flügel 4 so
angeordnet werden, daß er die in Abb. S gezeichnete Stellung einnimmt, wobei aber beide
Signallampen 2 und 3, wie in Abb. 2 angedeutet, leuchten. Unter diesen Umständen
wird offenbar ein doppelter gelber Lichtschein von dem Signal entsendet, nämlich ein gelbes
Licht aus der Lampe 2 durch den Farbschirm Y und die Linse 6 und ein zweiter
gelber Lichtschein aus der Signallampe 3 durch den Farbschirm F2 und die Linse 7.
Noch weniger einschränkende Sekundärsignalstellung wird gezeigt, wenn der Flügel 4
die Stellung nach Abb. 6 erhält, wobei beide Signallampen, wie in Abb. 3 dargestellt,
leuchten. In diesem Falle wird ein grünes Signallicht aus der Lampe 2 durch Farbschirm
G und Linse 6 entsendet und ein gelbes Licht aus der Lampe 3 durch den Farbschirm
F1 und die Linse 7.
Diese beschriebenen Sekundärsignalstellungen, bestehend aus zwei gelben Lichtern oder
einem grünen und einem gelben Licht, sind somit Zwischenstellungen zwischen primärem
gelben oder »Vorsicht«-Signal und dem primären grünen oder »Fahrt«-Signal, so daß
durch die Verwendung von zwei Signallampen ! fünf verschiedene Signalstellungen erreicht
werden können.
Es versteht sich, daß der Flügel 4 in die verschiedenen beschriebenen Stellungen in beliebiger
Weise eingestellt werden kann, z. B. durch mechanische oder sonstige Kupplung des Flügels mit einem oder mehreren Semaphorarmen,
und daß die Erhellung der zusätzlichen Signallampe 3, die gebraucht wird, wenn Sekundärsignalanzeigen gewünscht werden,
in geeigneter Weise gesteuert werden kann, wie dem Fachmann ohne nähere Beschreibung
klar ist.
Bei einer abgeänderten Ausführungsform können die Primärfarbschirme F, R und G
durch die übliche Signalbrille, wie sie gewöhn-Hch für Eisenbahnsignale gebraucht wird, gebildet
werden und die zusätzlichen Farbschirme Y1 und F2 in einer Verlängerung der
Brille angebracht sein oder auch in einem besonderen Flügel oder einer zweiten Brille,
welche in Verbindung mit der Hauptbrille gestellt werden kann, wobei die zusätzliche
Signallampe 3 in geeigneter Weise gelagert ist, so daß die oben beschriebene Wirkung erreicht
wird.
Es ist klar, daß die Erfindung nicht auf eine besondere Kombination oder Anordnung der
verschiedenen Farbschirme oder auf irgendeine besondere Konstruktion des Flügels oder
der Brille oder ihres Stellmechanismus beschränkt ist und daß Änderungen in dieser
oder anderer Hinsicht offenbar vorgenommen werden können, ohne den Rahmen der Erfindung
zu verlassen.
Claims (2)
1. Eisenbahnlichtsignal mit einer Anzahl von in einem Flügel oder einer Brille
angeordneten Farbschirmen, von denen einer oder ein anderer von einer Signallampe
beleuchtet werden kann, um eine entsprechende Anzeige zu geben, dadurch gekennzeichnet, daß der Flügel oder die
Brille mit zusätzlichen Farbschirmen versehen ist, die mit einer zusätzlichen Signallampe zusammenarbeiten, wobei
einer oder ein anderer dieser zusätzlichen Schirme gleichzeitig mit einem« der von
der ersten Lampe beleuchteten Schirme beleuchtet wird, um eine zusätzliche Zwischensignalanzeige zu geben.
2. Eisenbahnlichtsignal nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen
Flügel (4), der mit einer Anzahl von Farbschirmen (F, R, G) versehen ist,
welche zwischen eine Signallampe (2) und eine hervorstehende Linse (6) geschaltet
sind und eine entsprechende Zahl von Primärsignalstellungen je nach der Stellung
des Flügels (4) geben, wobei der letztere noch mit zusätzlichen Farbschirmen (F1
und F2) versehen ist, die mit einer zusätzlichen Signallampe (3) zusammenwirken.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Berlin, gedruckt In Der reichsdruckerei,
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB430491X | 1924-03-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE430491C true DE430491C (de) | 1926-06-16 |
Family
ID=10427098
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW68780D Expired DE430491C (de) | 1924-03-13 | 1925-03-13 | Eisenbahnlichtsignal |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE430491C (de) |
-
1925
- 1925-03-13 DE DEW68780D patent/DE430491C/de not_active Expired
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