DE42944C - Elektrisch - optischer Tourenanzeiger - Google Patents

Elektrisch - optischer Tourenanzeiger

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DE42944C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/42Devices characterised by the use of electric or magnetic means
    • G01P3/44Devices characterised by the use of electric or magnetic means for measuring angular speed
    • G01P3/48Devices characterised by the use of electric or magnetic means for measuring angular speed by measuring frequency of generated current or voltage

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Light Control Or Optical Switches (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instromente.
Dr. GUSTAV KARSTEN in KIEL. Elektrisch - optischer Tourenanzeiger.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. August 1887 ab.
Um den Gebrauch meines elektrisch-akustischen Tourenanzeigers zu erweitern bezw. zu erleichtern, kann demselben ein Apparat beigefügt werden, welcher die in einem bestimmten Zeitpunkte vorhandene Drehungsgeschwindigkeit (Tourenzahl einer Maschine) auf optischem Wege anzeigt. Solcher Apparat, kann auch selbstständig angewendet werden und ist folgendermafsen eingerichtet (Fig. 1, 2 und 3).
In den Stromkreis der von der Telephonsirene A inducirten Drahtspule B wird ein besonders construirtes, kleines Elektrodynamometer K eingeschaltet. Die sehr leichte und kleine, bewegliche Rolle C ist innerhalb der festen Rolle D, deren Windungen senkrecht zu denen der Rolle C liegen, drehbar aufgehängt und trägt an ihrer Längsseite den kleinen Spiegel S. Das Aufhängungsmittel bildet zugleich auch die Stromleitung. Der inducirte Strom geht von der Spule B in das Elektrodynamometer, durchläuft dessen beide Rollen D und C und bewirkt dadurch die Ablenkung der beweglichen Rolle C. Die Gröfse der Ablenkung, welche eine Function von der Zahl der. durch die Drehung der Telephonsirene bewirkten Stromwechsel ist, wird durch die Bewegung eines vom Spiegel S reflectirten Lichtstrahles längs einer Theilung beobachtet.
Zu dem Zwecke befindet sich an dem Gestell desElektrodynamometers eine Lichtquelle E, welche durch einen schmalen Spalt in einem Schirm F leuchtet. Eine Linse G macht die aus dem Spalt kommenden und auf den Spiegel fallenden Lichtstrahlen parallel. Dieselben werden vom Spiegel unter dem Einfallwinkel auf eine Scala zurückgeworfen, so dafs auf dieser der Ausschlag der Rolle C markirt wird.
Die Scala läfst sich so einrichten, dafs die Theilpunkte die Tourenzahl der Telephonsirene bezw. der mit ihr in Verbindung stehenden Maschine unmittelbar angeben.
Es ist hierbei wieder dieselbe doppelte Benutzung möglich wie bei der akustischen Registrirung, d. h. entweder man will ermitteln, ob eine Maschine eine bestimmte, ihrer besten Leistung entsprechende Drehungsgeschwindigkeit hat; dann genügt es, wenn eine dieser Geschwindigkeit entsprechende Ablenkung des Spiegels beständig vorhanden ist, bezw. wenn der reflectirte Lichtstrahl an einem Punkte' der Theilung dauernd erscheint. Oder es sollen wechselnde Geschwindigkeiten zu beliebigen Zeiten beobachtet werden; dann wird der Werth der Theilpunkte, ausgedrückt in den Tourenzahlen, welche zu der erforderlichen Ablenkung des reflectirten Lichtstrahles gehören, empirisch ermittelt und auf die Theilung eingetragen.
Dieser optische Apparat gewährt den Vortheil, dafs der Tourenanzeiger zu einem bequemen Ablesungsinstrument und unabhängig von der vielleicht weniger allgemeinen Fähigkeit der Tonempfindung wird.
Der elektrisch-akustische Tourenanzeiger wird zweckmäfsigerweise zugleich mit dem optischen anzubringen sein, und zwar um:
i. bei der Aufstellung des elektrisch-optischen Apparates die Werthe der Theilung zu ermitteln,
2. eine Controle zu schaffen, dafs die Theilung richtig geblieben ist, event, berichtigt werden kann.
Da nämlich der Magnetismus der Stäbe in der Telephonsirene sich ändern kann, würde auch eine Aenderung in der Stromstärke, also in der Spiegelablenkung, bei gleichbleibender Tourenzahl eintreten können. Für den akustischen Tourenanzeiger ist dies gleichgültig, weil es nur auf die Intensität, aber nicht auf die Höhe des Tones Einflufs hat.
Soll der optische Tourenanzeiger allein gebraucht, werden, so wird die Einrichtung zu treffen sein, dafs zur Herstellung der empirischen Theilung bezw. von Zeit zu Zeit für die Controle ein für die akustische Tourenbestimmung eingerichtetes Telephon eingeschaltet werden kann.
Eine etwas abgeänderte Construction des beschriebenen optischen Tourenanzeigers ist in Fig. 4 der Zeichnungen dargestellt. Bei derselben ist zur Regulirung der Torsionsfähigkeit des gleichzeitig die Stromleitung bildenden Aufhä'ngemittels letzteres an einer durch Schraube verstellbaren Feder _/" befestigt, welche auch gleichzeitig als Ersatz des Quecksilbercontactes dient. Die Aufhängung der Spule C erfolgt mittelst eines Silberfadens c, welcher an einer auf der Glasrohre d befindlichen Metallklemme befestigt, dann nach unten geführt ist und mit dem oben auf der beweglichen Spule C befindlichen Metallstäbchen e in Verbindung steht. An der Unterseite der Spule C ist ein zweites Metallstäbchen e angebracht, an das sich ein zweiter Silberfaden anschliefst, der die Verbindung mit der an dem Holztisch angeschraubten Feder f herstellt. Die Windungen der Spule C sind an ihrem Umfange und Ende mit den Metallstäbchen e e in leitende Verbindung gebracht. Durch entsprechendes Drehen der Schraube fl kann, wie ersichtlich, die Torsionsfähigkeit des gewählten Aufhängemittels, d. i. der Silberfaden c, bezw. die Beweglichkeit der Spule C erhöht oder gehemmt werden.
Anstatt des ebenen Spiegels S ist bei der beschriebenen Abänderung ein Concavspiegel zur Anwendung gebracht, wodurch die besondere Anordnung der Linse G entbehrlich gemacht wird. Damit der in den Spiegel 5 einfallende Lichtstrahl über den Schirm F hinweg reflectirt werde, ist der Spiegel in etwas zurückgebogener Lage an der Spule C befestigt.
Die strichpunktirte Linie der Zeichnung bedeutet den bei seitlich abgelenkter Spule C von dem Spiegel S auf die Scala H reflectirten ' Lichtstrahl.
Die Stromleitung geschieht folgendermafseni
Der von der Telephonsirene A in der Drahtspule B inducirte Strom geht zunächst durch die Leitung b in die Metallklemme a, von wo aus er in den Silberfaden c und in die Spule C gelangt. Aus letzterer geht der Strom durch den zweiten Silberfaden c in die Feder f, dann durch die Leitung i>' in die feste Spule D und von hier durch die Leitung b'2 nach dem Telephon T, welches er durch die Leitung b3 verläfst, um wieder nach B zurückzukehren.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein elektrisch-optischer Tourenzahlanzeiger, bestehend aus einer Telephonsirene in Verbindung mit einem empfindlichen Elektrodynamometer, in welchem das Suspensionsmittel zugleich die Stromleitung und Regulirvorrichtung für die bewegliche Spule bildet, an deren Längsseite sich ein Spiegel befindet, in den von einer Lichtquelle aus durch einen feinen Spalt Licht geworfen wird, das je nach Ablenkung der Spule bezw. des Spiegels, von letzterem als Lichtlinie auf eine Scala reflectirt, die Zahl der Umdrehungen eines rotirenden Körpers angiebt. -:
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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