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Anzeigevorrichtung für den Vergrösserungsmassstab an photographischen Vergrösserungsgeräten
Die Erfindung betrifft eine Anzeigevorrichtung für den Vergrösserungsmassstab an photographischen Vergrösserungsgeräten mit Parallelogrammgestänge.
Bei photographischen Vergrösserungsgeräten wird zur A : zeige des Vergrösserungsmassstabes oftmals der Abstand zwischen dem Projektionskopf und einem Grundbrett abgetastet. Wenn sich hiebei der Abstand zwischen dem Projektionskopf und der Bildebene z. B. durch Auflegen einesandern Maskenrahmens ändert, so genügt es nicht, die Lagerung des Projektionskopfes an der Säule zu ändern, sondern zusätzlich muss auch das Anschlussglied für das Verbindungsgetriebe, beispielsweise ein Stahlband, neu eingestellt werden.
Es sind auch Vergrösserungsgeräte bekannt, bei denen eine mit dem Projektionsarm verbundene Marke über eine gerätfest angeordnete Skala wandert. Da der Schwenkwinkel der Projektionsarme in der Regel kleiner als 900 ausgebildet ist, muss der Radius des Skalensektors entsprechend gross bemessen werden, um noch eine ausreichende Ablesegenauigkeit zu ermöglichen. Die Anordnung wird daher verhältnismässig sperrig und stört den Gesamteindruck des Gerätes.
Ausserdem ist es bekannt, in einem am Projektionskopf vorgesehenen Gehäuse für das Scharfeinstellgetriebe eine frontal zum Beobachter angeordnete Skalenscheibe anzuordnen. Dabei ist jedoch die Beobachtung äusserst unbequem, da sich die Blickrichtung bei jeder Bewegung des Projektionskopfes ändert.
Erfindungsgemäss wird vorgeschlagen, in einer zentrisch zu einer ständerfesten Gelenkachse des Len- kerparallelogrammes angeordneten, einen Fortsatz des Gelenkes bildenden Kappe eine Skalentrommel vorzusehen, die mit einem Parallelogrammarm durch ein Übersetzungsgetriebe verbunden ist. Hier ist die Blickrichtung unabhängig von der Stellung des Projektionskopfes. Die Anzeigevorrichtung liegt nur etwas unter Augenhöhe. Durch die Übersetzung kann man aber einen verhältnismässig kleinen Trommeldurchmesser wählen, so dass das äussere Bild des Gerätes kaum verändert wird. Die Anzeigevorrichtung schliesst sich bei entsprechender Ausbildung der Kappe unauffällig an das Gerät an.
Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal wird die Skalentrommel, die in an sich bekannter Weise aus transparentem Werkstoff besteht und von innen durch eine Glühlampe beleuchtet wird, hinter einem in der Kappe vorgesehenen Fenster angeordnet, in dessen Rand als Marke eine pfeilförmige Aussparung vorgesehen ist, die den Skalenteil des eingestellten Vergrösserungsmassstabes verlängert wiedergibt.
Die Glühlampe kann dabei in der Gelenkachse an einem abziehbaren Einsatz der Kappe angeordnet
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Die Zeichnung gibt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wieder, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Ansicht einer geschlossenen Anzeigevorrichtung in der etwa waagrechten Beobachtungsrichtung, während Fig. 2 einen Schnitt durch diese Anordnung entlang der Schnittlinie II-LT in Fig. 1 wiedergibt.
In der Zeichnung ist mit 1 die Ständersäule eines photographischen Vergrösserungsgerätes bezeichnet, an der einstellbar ein Lagerstück 2 sitzt. In einer von zwei nicht dargestellten Lagerbohrungen des Lagerstückes 2 ist drehbar und um eine kleine Strecke verschiebbar ein Rohr 3 angeordnet. Dieses Rohr ist fest mit der Nabe 4a eines Parallelogrammarmes 4 verbunden. Mit 5 ist eine zwischen den Teilen 4 und 2 wirkende Kegelbremse bezeichnet. Ein in der Gelenkachse angeordneter Gewindebolzen 6 träg. auf einem Schaftteil 6a eine Flanschbuchse 7 und ein Zahnrad 8. Als Axialanschlag für die Teile 7, 8 die gegebenenfalls auch fest mit dem Bolzen 6 verbunden sein können, dient der Sechskant 6b.
Der Bolzen 6 steht unter der Wirkung einer nicht dargestellten, nach rechts in der Zeichnung auf ihn einwirkenden Feder,
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deren Kraft über eine Stirnfläche 10 und die Nabe des Parallelogrammarmes 4auf die Kegelbremse 5 übertragen wird. Die Federkraft ist so gross ausgebildet, dass die Teile 6,7 und 8 jede Drehbewegung des Parallelogrammarmes 4 mitmachen. Diese Teile können daher gegebenenfalls auch auf andere Weise mit dem Parallelogrammarm verbunden sein.
Auf der Flanschbuchse 7 sitzt drehbar, aber über eine Schulter 11 in AxialrichtUng mit geringem Spiel zwischen dieser Schulter und der Nabe4agehalten eine Scheibe 12. Ein durch einen Segmenter'blitz 13 in der Nabe 4a hindurchragender Stift 14sitzt jeweils in Bohrungen 15 der Scheibe 12 und 16 des Lagerstückes 2, so dass diese Scheibe ständig in ihrer Ruhelage zum Lagerstück 2 festgehalten wird, also eine Bewegung des Parallelogrammarmes nicht mitmachen kann.
Auf einer mit der Scheibe 12 vernieteten Achse 17 sitzen drehbar die miteinander verbundenen Zahnräder 18,19. Das Rad 18 greift in das Zahnrad 8 ein und das Rad 19 in ein Ritzel 20, das drehbar, aber über einen Federring 21 in Axialrichtung gehalten auf einem weiteren Schaftteil 6c des Bolzens 6 gelagert ist. Mit dem Ritzel 20 fest verbunden ist eine Scheibe 22, die eine Skalentrommel 23 aus transparentem Kunststoff trägt, auf der eine Skala 24für den Vergrösserungsmassstab angebracht ist.
Die Trommel und das Getriebe sind umschlossen von einem Gehäusetopf 26, der über Schrauben 25 mit der Scheibe 12 verbunden ist und ein ellipsenförmiges Fenster 27 aufweist, an dessen Rand eine tra- pezförmige Aussparung 28 angeordnet ist. In der Mitte der Trommel 23 sitzt eine Glühlampe 29, deren Fassung 30 in einen zentrisch zur Parallelogrammachse liegenden Innenflansch 26a des Gehäusetopfes eingesteckt ist. Die Lampe kann daher herausgenommen und gegebenenfalls ausgewechselt werden, ohne dass der Topf 26 gelöst werden muss.
Durch das Fenster 27 kann man bei stets gleichbleibender Kopfhaltung die Skala 24 beobachten, wobei die Aussparung 28 als Marke dient und mit den Skalenstrichen eine sehr genaue Feineinstellung ermöglicht. Das Fenster 27 ist von innen durch eine Scheibe 31 aus Kunststoffglas verschlossen, das Getriebe also vor Staub geschützt. Das Übersetzungsverhältnis der Zahnräder 8,18, 19 und 20 kann stets so gewählt werden, dass sich der ganze Trommelumfang für die Skala ausnutzen lässt. Der Durchmesser der gesamten Anzeigevorrichtung lässt sich daher kleiner halten als der Durchmesser der Nabe 4a.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anzeigevorrichtung für den Vergrösserungsmassstab an photographischen Vergrösserungsgeräten mit Parallelogrammgestänge, dadurch gekennzeichnet, dass in einer zentrisch zu einer ständerfesten Gelenkachse des Lenkerparallelogrammes angeordneten, einen Fortsatz des Gelenkes bildenden Kappe (26) eine Skalentrommel (23) vorgesehen ist, die mit einem Parallelogrammarm (4) durch ein Übersetzungsgetriebe (8, 18-20) verbunden ist.