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Spritzvergaser. Es ist bei Spritzvergasern mit quer in die Mischkammer
einmündendem Injektor bereits bekannt, die beiden Hauptteile des Vergasers, die
Mischkammer und das Schwimmer-L <f -torachse ver-,eliitise, in bezug auf die
Injek stellbar anzuordnen, so (laß die -2\lischlzaiiiiner in senkrechter oder wagerecliter
Anordnung eingebaut werden kann. Weiterhin ist vorgeschlagen worden, den Ansatz
des Schwimmergehäuses, in welchem der Injektor gelagert wird, symmetrisch auszubilden
und auf beiden Seiten mit Befestigungsmitteln für die Mischkammer zu versehen, so
daß, je
nachdem das Injektorrohr von der einen oder anderen Seite in den Ansatz
eingeführt wird, ein rechts- oder linksseitig gebauter Vergaser entsteht. Der bekannte
Vergaser dieser Bauart ist so ausgebildet, daß das zugleich zum Zusammenspannen
von Mischkammer und Schwinimergehäuse dienende Injektorrohr mit letzteren nur in
einer bestimmten, durch eine Rastensperrung festgelegten Lage züisammenwirken kann,
während die Miscbkaminer in bezug auf das Injektorrohr drehbar angeordnet ist. Dies
hat den Nachteil, daß außer der Einrichtung zur Einstellung und Festklemmung des
Schwimmergehäuses noch eine zweite ähnliche Einrichtung an der Mischkammer vorgesehen
sein muß, um diese in zwei verschiedenen Relativlagen mit dem Injektorrohr verbinden
zu können. Weiterhin sind besondere Vorkehrungen nötig, um in den beiden Relativlagen
den Anschluß der Leerlaufleitung zu erzielen. Diese Schwierig-I#eit ist bei der
bekannten Bauart nur dadurch überwunden worden, daß die Leerlaufleitung in ungünstiger
Weise aus dem Innern des Injektors ansaugt, der zu diesem Zweck mit besonderen gekreuzten
Bohrungen versehen ist.
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Der Vergaser nach der Erfindung unter-,;c . beidet sich nun
von den bekannten dadurch, (laß der Injektor fest in der Mischkammer sitzt, -während
das Schwimmergehäuse um ihn drehbar angeordnet und mit dem Zuführungskanal dieses
Gehäuses durch eine an sich bekannte äußere Ringnut verbunden ist. Die Einstellung
und Befestigung der zueinander verstellbaren Teile erfolgt also in allen vier Fällen
(senk- oder wagerechte, rechts- oder linksseitige Anordnung der Mischkammer) lediglich
an der Teilfuge zwischen Injektor und Schwimmergehäuse, wodurch bereits eine Vereinfachung
erzielt wird. Sodann ergibt die Anordnung, da Injektor und Mischkamnier zueinander
in unveränderter Lage bleiben, die Möglichkeit, die Leerlaufeinrichtung so auszubilden,
daß sie von der Umstellung der Teile nicht beeinflußt wird. Der Injektor braucht
also nicht mehrere um go' versetzte Bohrungen oder Zuführungskanäle für die zur
Drosselklappe des Vergasers führende Leerlaufleitung zu erhalten, vielmehr genügt
eine leicht anbringbare äußere Längsnut des Injektors, tun für alle Einstellungen
die Verbindung mit der Leerlaufleitung aufrechtzuerhalten. Ferner kann die Mischkarnmer
erforderlichenfalls auch in jeder beliebigen anderen Lage zur Achse des Schwimmergehatises
montiert werden, im Gegensatz züi der be-
kannten Ausführung, bei welcher
nur die-ZD jenigen Lagen in Betracht kommen, für welche besondere Leerlaufansclilüsse
vorgesehen sind.
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Während bei dein Vergaser nach der älteren Bauart zwecks Abstimmung
des Brennstoffgeinisches ein mit verschiedenen Bohrungen versehenes und durch Drehung
einstellbares Einsatzrohr innerhalb des Injektorrohres vorgesehen ist, welches mit
Rücksicht auf den Leerlaufanschluß überdies zweiteilig ausgeführt sein muß, erfolgt
diese Abstimmung beim Vergaser nach der Erfindung in der üblichen Weise mittels
eines leicht herausnehmbaren, mit auswechselbaren Einsätzen versehenen Düsenstocks,
der im Ansatz des Schwimmergebäuses in einer senkrechten Bohrung angebracht ist,
welche die für die ZD ZD Aufnahme des Injektors dienende Querbobrung an der Stelle
der Ringnut des injektors um einen geringen Betrag durchdringt. Auf diese Weise
dient der Düsenstock gleichzeitig t' el dazu, die auseinandernehmbaren Teile des
Vergasers bei etwaigem Lockern der auf dem Injektorrohr sitzenden Befestigungsniutter
in ihrer Lage zu sichern.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausfülirungsbeispiel der Erfindung,
und zwar ist Abb. i ein Schnitt in der Mittelebene der Hauptspritzdüse des Vergasers
bei horizontaler Anordnung des Vergasersaugrohres, während Abb. 2 und
3 je eine Seitenansicht des Schwimmerbehälters zeigen.
Es
ist a das gleichzeitig als Mischkammer dienende Vergaserrohr, in welches
von q her die Luft einströmt und in welchem in bekannter Weise durch die Drosselklappe
o das Gemisch mehr oder weniger gedrosselt den kann. Der Brennstoff tritt
von der Schwirnmerkammer b, in welcher in bekannter Weise ein konstanter
Brennstoffstand eingestellt wird, der hier um ein weniges niedriger als die Scbnittebene
sein möge, durch einen Kanal e in das Düsenrohr d und durch Bohrungen
i in eine kingnut p, welche in der Hauptspritzdüse c ausgedreht ist. Die
Hauptspritzdüse ist mit ihrem vorderen Ende in die Vergasermischkammer a eingeschraubt.
Von der Ringnut p führen Kanäle k zur inneren Bohrung der Düse, durch
welche der Brennstoff in die Düse und in die Mischkammera hineingesaugt wird, wenn
an der Mündungsstelle r ein Unterdruck entsteht. Von der Ringnutp führt ferner eine
Längsnutl der Düsec züm Leerlaufkanalni, welcher in bekannter Weise an der Drosselklappeo
mündet und an der Mündung eine Düsen besitzt, mit deren Hilfe der Durchflußquerschnitt
an der Mündungsstelle einstellbar ist. Mittels der 'L#7,tit 1 wird der Leerlaufkanal
ni mit Brennstoff versorgt, wenn an der Mündungsstelle bei o ein genügender Unterdruck
herrscht, was bei geschlossener Drosselklappe, also bei Leerlauf, der Fall ist.
Irn Vergasergebäuse a ist ein Zapfen g eingeschraubt, und ini. Schwimmerbehältergehäuse
befinden sieh vier Bolirungen Itl, 11-113, h.,zwei auf der einen und zwei auf der
anderen Seite. Die Löcher auf je einer Seite sind um goll versetzt. Unter
derVoraussetzung, daß der Schwimmerbehälter b seine Lage unv eri ä ndert
beibehält, was wegen des Brenn-,;toffzuflusses und wegen des Schwimmers unbedingt
notwendig ist, kann nun der Zapfen g,
wie in Abb. i dargestellt, zum Eingriff
in das Loch hi oder nach Drehung des Vergasergehäuses a um gol zum Eingriff in das
Loch h" gebracht werden. Iin ersten Falle ist der Vergaser ein Horizontal--e, im
zweiten Falle ein Vertikalvergaser. Es ist dies dazi durch ermöglicht, daß die Lage
der Ring- ZD nut p, der Langsnut 1 und der Bohrungen k
sich
gegenüber dein Düsenrohr d nicht verändert hat, so daß so"volil die innere
Bohrung der Düse c wie der Leerlaufkanal in auf die gleiche Weise mit Brennstoff
versorgt wird, ob nun g in lt. oder lt, zum Eingriff gekommen ist. Ebenso
ist es ohne Einfluß auf die Strömungsverbältnisse des Brennstoffs, ob die Spritzdüse
c samt Vergasergehäuse a, wie in Abb. i dargestellt, von links oder aber von rechts
in den Sch-,vimmerbehälter hineingesteckt und ob dementsprechend Zapfen
g in h2 oder in h, eingeführt worden ist. Infolge der symmetrischen Ausführung
des Schwimmerbehälters in bezug auf die Ebene y-y bleiben wiederum die Zuflußverhältnisse
zur Hauptspritzdüse und zum Leerlaufkanal unverändert. Die Mutter f dient
dazu, das Schwimmergehäuse gegen das Vergasergehäuse festzuziehen.
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Die Arbeitsweise des Vergasers stellt sich also für alle vier Fälle
folgendermaßen dar-. Bevor der Motor angedreht wird, stellt sich der Brennstoff
mit Hilfe des in der Schwimmerkammer b befindlichen Schwimmers tiiii ein
wenig niedriger als die Schnittebene der Abb. i ein. Bei geschlossener Drosselklappe
o entsteht in dem Spalts zwischen o und der Mündung der Düse ii, ein Unterdruck,
der den Brennstoff aus dem Ringkanal p durch die Längsnut 1 in den
Kanal in und durch die Düse ii in die Mischkammer a hineinsatigt. Wird die
Drosselklappe mehr und mehr ge-
öffnet, so nimmt der Unterdruck bei r in dem
Maße zu, wie er bei s abnimmt. In dein Augenblick, wo der Unterdruck bei r überwiegt,
wird der im Leerlaufkanal befindliche Brenn#,toff durch die Längsnut 1 zurückfließen
und gemeinsam mit dem neu durch die Löcher 1 und k tretenden Brennstoff
durch die Hauptspritzdüse nach a hineingesatigt werden.