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Kreuzspulmaschine. Die Erfindung bezieht sich auf Kreuzspulmaschinen,
bei denen die Spule durch Reibung von einer mit Treibnut für den Fadenführer versehenen
Trommel in Drehung versetzt wird. Bei Kreuzspulmaschinen dieser Art wird gemäß Patent
389676 für den mittels Fiihrungszapfen in den Trommelschlitz greifenden Fadenführer
eine federnde Stange unter Schutz gestellt, die den Fadenführer mittels einer auf
seiner Vorderseite vorgesehenen wagerechten Rinne führt. Hierbei erfolgt das Einsetzen
und Herausnehmen des Fadenführers dadurch, daß die federnde Stange abgebogen wird.
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Es hat sich nun herausgestellt, daß durch das häufige Einsetzen und
Herausnehmen des Fadenführers die Führungsstange leicht verbogen wird und dann nicht
mehr geeignet ist, den Fadenführer in der richtigen Weise zu führen.
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Zweck der Erfindung ist daher eine weitere Ausbildung der den Gegenstand
des Patents 389676 bildenden Einrichtung, um die angegebenen 'Nachteile zu vermeiden.
Dies geschieht erfindungsgemäß in erster Linie dadurch, daß die den Fadenführer
beim Hin-und Herlauf führende und ihn an die Trotnmel haltende Führungsstange von
einem als Schutzplatte für die Trommel ausgebildeten, ain Gestell drehbar gelagerten
zweiarmigen und unter Federdruck stehenden Hebel getragen wird, derart, daß die
Führungsstange durch Fingerdruck auf den Hebel vom Fadenführer entfernt werden kann
und nach Freigabe des Hebels durch Federdruck leicht an den Fadenführer gepreßt
wird. Verbiegungen der Führungsstange sind infolgedessen ausgeschlossen, und es
vollzieht sich das Einsetzen und Herausnehmen des Fadenführers leichter und schneller
als bisher. Auch vermag die Führungsstange bei Eintreten einer Hemmung im Lauf des
Fadenführers leicht nachzugeben, was bei der durch Patent 389676
geschützten
Führungsstange nicht der Fall ist. Ferner wird durch den als Schutzplatte ausgebildeten
Hebel ein Eindringen von Unreinigkeiten in die- Treibnut der Trommel verhindert,
wodurch ein stets gleichmäßiger Gang des Fadenführers erreicht wird.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigen: Abb. i die in Frage kommenden Teile einer Kreuzspulmaschine
in Ansicht, Abb. 2 eine Seitenansicht dieser Teile, Abb. 3 einen Schnitt nach der
Linie x-x in Abb. i, Abb. ¢, 5 und 6 einen Aufriß, einen Grundriß und einen Schnitt
nach der Linie y-y (Abb. 5) eines Fadenführers.
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In zwei auf der ortsfesten Drehachse io der Trommel i einstellbar
befestigten Armen
i i sind die rechtwinklig nach innen abgebogenen
Lappen 3o des zweiarmigen, als Schutzplatte für die Trommel i ausgebildeten Hebels
31 mittels Spitzbolzen 32 drehbar gelagert. Durch die der Trommelrundung entsprechend
gewölbte Schutzplatte wird verhindert, daß Unreinigkeiten, wie Fasern, in die Treibnut
2 der Trommel i gelangen und dieselbe verstopfen. Jeder Lappen 3o des Hebels 31
besitzt nahe am unteren Ende einen Schlitz 33, in «-elche Schlitze die Führungsstange
9 für den Fadenführer 3 eingesetzt und in denen diese Stange mittels Muttern 34.
festgehalten ist. Eine an einem abwärts gerichteten Fortsatz 3 5 des linken Armes
i i befestigte Flachfeder 36 drückt auf die Unterseite des Hebels 31 und damit die
Führungsstange 9 an den Fadenführer 3. Dieser Druck kann durch eine in den Hebel
31 geschraubte, durch Mutter 37 sicherbare und sich auf die Feder 36 stützende Schraube
38 geregelt werden. Dementsprechend ist auch die Reibung des Fadenführers an der
Trommel i eine verschieden große.
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Um den Fadenführer 3 von der Trommel i abzunehmen, drückt man nur
mit einem Finger auf den oberen gewölbten Teil des Hebels 31, wodurch sich dessen
unterer Teil mit der Führungsstange 9 vom Fadenführer 3 entfernt. Der letztere fällt
alsdann hinunter und wird mit der Hand aufgehalten. Nachdem derselbe oder ein anderer
Fadenführer 3 in die Treibnut der Trommel eingesetzt ist, läßt der Finger den oberen
Teil des Hebels 31 los, worauf die Feder 36 die Führungsstange 9 wieder in die Schlitze
33 der Lappen 30 und in den Fadenführer 3 einrückt. Es ist ersichtlich, daß
bei dieser Ausgestaltung ein Verbiegen der Führungsstangen 9 vermieden und ein sehr
leichtes und rasches Auswechseln des Fadenführers ermöglicht ist.
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Sollte durch irgendeine Hemmung ein Druck nach außen auf den Fadenführer
3 ausgeübt werden, so kann letzterer diesem Druck leicht nachgeben, da die Feder
36 nur ganz schwach ist und leicht überwunden werden kann.
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Der verbesserte Fadenführer 3 (Abb. 4. bis 6) besteht aus leichtem,
nicht metallischem Material, z. B. Fiber, und besitzt auf der der Trommel i zugerichteten
Seite eine rautenförmige Laufzunge 4.1 zum Eingriff in die Treibnut :2 der Trommel;
auf der nach außen gerichteten Seite eine offene, wagerechte Rinne 8 zur Aufnahme
der Führungsstange 9 und eine vom unteren Rand des Fadenführers bis zur Rinne 8
reichende, offene, senkrechte Führungsnut 5, in welche ein eingeschlitzter Stahlfutterzapfen
3,9 mit Gewinde derart eingeschraubt ist, daß die -Nut 5 und der Schlitz
4o des Zapfens 39 zusammenfallen. Der letztere vermag dem durchlaufenden Faden mehr
zu widerstehen als das Material des Fadenführers, so daß eine Auswechslung des Zapfens
in viel längeren Zwischenräumen erforderlich ist, als wenn der Faden über weicheres
Material laufen «würde.
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Die Abnutzung der Trommel durch die rautenförmige Zunge .41 ist eine
erheblich geringere als durch einen runden Zapfen, und nutzt sich auch die Zunge
4.1, weil auf Flächen gleitend und nicht nur auf Punkten, weniger ab als ein runder
Zapfen.
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Der über der Rinne 8 liegende Teil des Fadenführers 3 ist leicht gewölbt
und glatt. Er steht gegenüber dem unteren, konischen Teil des Fadenführers etwas
zurück, um den Faden gut in die Tut 5 zu leiten.
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Die Wirkungsweise dieses Fadenführers ist die gleiche wie jene des
im Patent 389676 be schriebenen Fadenführers.