DE42828C - Vorrichtung zum Fortschaffen der Asche aus dem Schiffsraum unter Wasser - Google Patents

Vorrichtung zum Fortschaffen der Asche aus dem Schiffsraum unter Wasser

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DE42828C
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Germany
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ship
ashes
housing
piston
under water
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DENDAT42828D
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f. liebler, Oberbüchsenmachersmaat a. b. S. M. S. „Sachsen" in Kiel, zur Zeit in Spandau, Königl. Gewehrfabrik
Publication of DE42828C publication Critical patent/DE42828C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B17/00Vessels parts, details, or accessories, not otherwise provided for
    • B63B17/06Refuse discharge, e.g. for ash

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6S: Schiffbau und Schiffsbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. August 1887 ab.
Der auf beiliegender Zeichnung dargestellte Apparat soll dazu dienen, die Asche und sonstige Schiffsabgänge aufser Bord zu schaffen, ohne dafs es erforderlich ist, dieselben auf Deck des Schiffes heben zu müssen. Mit diesem Apparat ist gleichzeitig ein Seehahn und Kings to η-Ventil in Verbindung gebracht.
Auf dem Schiffsboden ist ein cylinderförmiges Gehäuse g angebracht, dessen unterer Theil durch einen gut abschliefsenden, mittelst Zahnstange s1 und Trieb s stellbaren Schieber η abgesperrt ist. Das Gehäuse ist ferner im unteren Theil mit einer ringförmigen oder eckig gestalteten Wand h versehen, welche einen oder mehrere Räume hl bildet, deren Oeffnungen mit der Aufsenkante des Schiffsbodens abschneiden und dem Seewasser Zutritt gestatten, so dafs letzteres den Schieber bespülen kann oder durch Schlitz kl nach dem Innern des Gehäuses gelangt. Im oberen Theil der Gehäusewand befindet sich die verschliefsbare Einwerfethür x, welche zur Einführung der aufserbords zu bringenden Stoffe dient. Aufserdem ist im Gehäuse ein Kolben K angebracht, welcher mit verstellbarem Abdichtungsring L versehen ist und mit Hülfe eines durch Räder werk R bewegten Zahnstangenmechanismus hoch und tief gestellt werden kann. Der Kolben K hat den Zweck, die in das Gehäuse gebrachte Asche etc. bei geöffnetem Schieber η nach abwärts in See zu drücken. Damit der Kolben beim Ausbringen der Asche im Gehäuse dicht schliefst und beim Aufwärtsbewegen sich leicht verschieben läfst, ist der Dichtungsring L desselben, der aus Gummi oder anderem Material besteht, mit einem Auseinandertreibmechanismus versehen, welcher im wesentlichen aus dem durch Schraubspindel S bewegten Konus T gebildet ist. Letzterer wirkt auf die aus vier oder mehr Theilen bestehende Treibplatte O im Kolben, und die Ansätze der letzteren treiben den Gummiring an die Gehäusewand, wodurch ein dichter Schlufs des Kolbens erreicht wird. Neben dem Gehäuse ist der Seehahn 15 angeordnet, der mit dem Kingston-Ventil, das durch Handrad v1 und Hebel /l geöffnet und geschlossen werden kann, in Zusammenhang steht, so dafs bei eintretender Reparatur am Kingston-Ventil nur der Seehahn abgesperrt zu werden braucht, um das Kingston-Ventil vollständig zugänglich zu machen.
Der Vorgang beim Gebrauch des Apparates ist folgender: Der Kolben K befindet sich in höchster Stellung, der Schieber η ist geschlossen und das Gehäuse gegen das Seewasser abgesperrt. Die Thür χ ist geöffnet und die Asche u. s. w. kann eingeworfen werden (s. Fig. 1). Ist das Gehäuse gefüllt, so wird die ThUr χ dicht abgesperrt und der Dichtungsring L des Kolbens mittelst Handrades M und Konus T gesperrt. Hierauf wird mittelst Zahnstange s1 der Schieber η geöffnet und dem Seewasser Zutritt gegeben. Der Kolben wird nunmehr durch Räderwerk R und Zahnstangen P herabgedrückt und dadurch die Asche in See gebracht. Während dieser Periode spült das Wasser durch den Raum £, welcher den unteren Gehäusetheil umgiebt, und bewirkt eine vollständige Entfernung der auszubringenden
Stoffe. Nach stattgefundener Entleerung wird bei tiefster Stellung des Kolbens der Schie- ■ ber η wieder geschlossen und hierauf der Kolben gehoben, die Thür geöffnet und die FUllperiode kann von neuem beginnen. Der Seehahn, sowie das Kingston-Ventil kann hierbei nach Belieben in oder aufser Thätigkeit gebracht werden.
Aus praktischen Gründen wird der Seehahn während der Entleerung des Ascheapparates geschlossen, damit Aschetheile nicht in das Kingston-Ventil gelangen können.
Der ganze Apparat wird in geeigneter Weise am Schiffsboden befestigt, und zwar können dergleichen Apparate zu mehreren in einem Schiff angeordnet und auch zu einem Ganzen gruppirt sein, damit ein abwechselndes Oeffhen und Schliefsen des einen oder anderen bewirkt werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Eine Vorrichtung zum Fortschaffen der Asche aus dem Schiffsraum unter Wasser, bei welcher die Asche in einen im Schiffsboden mündenden Cylinder g eingefüllt und mittelst eines "Kolben durch die mittelst eines Schiebers η verschliefsbare Cylinderöffnung \ herausgedrückt wird, in Verbindung mit einer Spülvorrichtung, bestehend aus dem ringförmigen Mantel h, dessen Hohlraum mit dem Seewasser und dem Innern des Gehäuses durch Schieberschlitz k1 (s. Fig. 2) durch die Oeffnungen k in Verbindung steht.
    An dem unter 1. bezeichneten Apparat die Anbringung des Seehahnes 1 5, welcher mit dem durch Hebel Z1 und Handrad v1 verstellbaren Kingston-Ventil in
    Zusammenhange steht.
    directem
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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