DE462972C - Verfahren und Vorrichtung zum Dichten von Lecks beschaedigter Schiffe - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Dichten von Lecks beschaedigter Schiffe

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DE462972C
DE462972C DEK96788D DEK0096788D DE462972C DE 462972 C DE462972 C DE 462972C DE K96788 D DEK96788 D DE K96788D DE K0096788 D DEK0096788 D DE K0096788D DE 462972 C DE462972 C DE 462972C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B43/00Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for
    • B63B43/02Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for reducing risk of capsizing or sinking
    • B63B43/10Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for reducing risk of capsizing or sinking by improving buoyancy
    • B63B43/16Temporary equipment for stopping leaks, e.g. collision mats

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Butt Welding And Welding Of Specific Article (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Dichten von Lecks beschädigter Schiffe Der Gegenstand der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Dichten von Lecks beschädigter Schiffe unter Verwendung einer aus einer Metallplatte bestehenden Leckmatte, die mit der Schiffshaut verschweißt wird.
  • Das wesentlich Neue des Verfahrens bestehst darin, daß das fortlaufende Verschweißen der Leckmatte mit der Schiffswand mittels einer am Rande der Leckmatte entlang geführten Schleuse erfolgt, die mit ihren Rändern zeitweise elektromagnetisch an der Schiffshaut und der Leckmatte festgeha#en wird.
  • Der besondere technische Fortschritt, der durch dieses Verfahren den bekannten älteren Verfahren gegenüber erreicht wird, besteht darin, daß eine unabhängig von der Größe des Lecks und der Leckmatte selbst bemessene Schleuse verwendet wird, und daß die Verbindung der Leckmatte mit der Schiffshaut fortlaufend unter Wasser durch Schweißen erfolgt.
  • Die zur Durchführung des Verfahrens verwendete Schleuse ist in den Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine Aufsicht auf die Schleuse, Abb. 2 einen Schnitt nach Linie 2-2 der Abb. i, Abb. 3 einen Schnitt nach Linie 3-3 der Abb. i, Abb. 4. eine teilweise Aufsicht auf die Leckmatte mit Dichtungsstreifen, Abb. 5 eine Aufsicht auf die Zuführungsvorrichtung für den Schweißdraht, Abb. 6 einen Schnitt nach Linie 6-6 der Abb. 5 und Abb.7 einen Schnitt nach Linie 7-7 der Abb. 5.
  • Die zum fortlaufenden Anschweißen der Leckmatte an die Schiffshaut verwendete Schleuse besteht aus einem kastenförmigen Gehäuse i. An den Längswänden des Schleusenkastens i sind vier Hähne 2 angeordnet, an der einen Längswand ferner eine Handhabungsstange 3 mit Auge 4, an den Stirnwänden des Schleusenkastens zwei Handkurbeln 5, zwei Hebel 6 und eine Material-(Draht-) Zuführungsleitung 8; ferner ist in der Decke des Schleusenkastens ein Schauglas angeordnet, an der einen Längswand eine Luftzuführungsleitung g vorgesehen und im Innern des Schleusenkastens acht Elektromagnete i i, ferner drei elektrische Beleuchtungslampen 12, deren Leitungen durch ein (in der Zeichnung nicht- dargestelltes) Rohr nach außen geführt sind. Der Schleusenkasten i ist gemäß Abb. 2 und 3 durch eine mit Öffnung 15 versehene Zwischenwand 16 in zwei Räume unterteilt. Durch die Zwischenwand 16 sind die Kerne und Spulen der Elektromagnete wasserdicht hindurchgeführt. Die Stirnränder des Kastens sind mit Dichtungsstreifen 17 aus Gummi oder anderem elastischen Material armiert, und zwar an den Stellen, an denen sie sich gegen die Leckmatte legen, während sie um die Dicke der Leckmatte stärkere Abdichtungsstreifen i8 auf den Stellen aufweisen, mit denen sie auf der Schiffswand ig aufruhen (Abb. 2 und 3).
  • Die Öffnung 15 der Zwischenwand 16 erstreckt sich über die ganze Länge des Schleusenkastens i und kann mittels einer Schieberplatte 2o abgeschlossen werden. Die Führung der Schieberplatte 2o erfolgt durch Lenker 21, an die um Zapfen ->2 schwingende Hebel 23 angreifen. Diese erhalten ihren Antrieb von um Zapfen 24 schwingende Kniehebel 25, deren Arme 26' mit Schlitzen 27 versehen sind. In diese Schlitze greifen Stifte 28 einer Stange 29 ein, die mit der nach außen hindurchnagenden Handhabungsstange 3 fest verliunden ist. Durch axiale Verschiebung der Stange 3 kann also unter Vermittelung der Winkelhebel 25 die Schieberplatte 2o in die Offenlage (Abb. i) oder in die Schließlage: (Abb. 3) verschoben erden. In der Schließlage wird die Platte 2o durch Schrägnuten 30 und- 31 gegen die mit Dichtungsstreifen versehenen Unterränder der Öffnung 15 gepreßt.
  • Der Unterraum des Schleusenkastens i unterhalb der Zwischenwand 16 ist durch kurze Rohre 33 mit den auf der Außenseite des Kastens liegenden Hähnen 2 verbunden.
  • Der oberhalb der Zwischenwand 16 befindliche Schleusenkastenraum weist (Abb. i und 3) eine längs durchgehende Gewindestange 36 auf., die durch Zahnräder 37 und 38-mittels der Kurbeln 5 und Wellen 39 gedreht werden kann. An dieser Gewindestange 36, auf der die Gewindelager 4o einer Platte 43 gleiten, die zwischen zwei Stangen 41 und 42 (Abb.3) geführt wird, ist die Material-(Draht-) Zuführungsvorrichtung aufgehängt. Diese besteht aus der von den Gewindelagern 4o getragenen Platte 43 (Abb. i und 3) mit nach unten ragenden vorspringenden Armen 44 und 45 und einem nach oben ragenden Arm q.6 (Abb. 3), ferner mit Spindeln r17,: 48 und 49 (Abb. 3, 6 und 7). Zwischen den Gewindelagern 4o ist eine die Gewindestange 36 umschließende Hülse 50 gelegt (Abb. 6 und 7), die mit einer Umbiegung 51 in einen Schlitz 5-2 der Gewindestange eingreift und sich infolgedessen zwangläufig mit dieser dreht. Auf der Hülse 50 ist ein Kegelrad 53 befestigt, das mit dem Kegelrad 54 der Spindel 47 in Eingriff steht. Das Kegelrad 54 treibt die Welle 47 und damit die auf dieser Welle sitzenden Stirnräder 55 und 56 (Abb.7). Auf der Spindel 48 ist eine frei drehbare Rolle 57 angeordnet (Abb. 1, 3 und 7), ferner !, ein Zahnrad 58, das mit den Zahnrädern 56 und 59 in Eingriff steht (Abb. 7). Das Zahnrad 59 sitzt auf der Spindel 49 frei drehbar, ebenso wie das mit dem Zahnrad 55 in Eingriff stehende Zahnrad 6o der Spindel 49. Bei Drehung der Gewindestange in einem oder im entgegengesetzten Sinne werden die Zahnräder 59 und 6o.durch Vermittelung des Rades 58 im entgegengesetzten Sinne gedreht, so daß entweder das eine oder das andere dieser Räder gegen Uhrzeigersinn angetrieben wird.
  • Die Welle 49 trägt außerdem eine mit der Rolle 57 für die Zuführung des Drahtes 61 zusammenwirkende Rolle 62, ferner zwei Sperräder 63 und 64 (Abb. 7), mit denen die Zahnränder 59 und 6o mit gleichgerichteten Klinkenpaaren 65 und 66 gekuppelt sind. Dadurch wird erreicht, daß die Rolle 62 immer gegen Uhrzeigersinn und mit gleichförmiger Geschwindigkeit gedreht wird, während die Materialzuführungsvorrichtung bei Drehung der Gewindestange 36 im einen oder im entgcgengesetzten Sinne nach der einen oder anderen Seite hin je nach dem Vorrücken der Schweißnaht in bezug auf die Leckmatte verschoben wird.
  • Eine Weiterführungsrolle 67 für das Material (prallt) 61 ist noch drehbar in einer Gabel 70 mit Kragen 68 vorgesehen, die unter der Wirkung einer Feder 69 auf die Rolle 62 zu gedrückt wird und zu diesem Zweck in dem Arm 44 verschiebbar ist. Das Materialdrahtzuführungsrohr 71 ist mittels Zapfens 72 in den Nocken 45 der Materialzuführungsplatte schwingbar gelagert. Das Führungsrohr 71 steht dabei unter Wirkung einer sich gegen den Vorsprung 46 der Materialführungsplatte legenden Feder 73 (Abb. 3), durch die es nach der Platte 43 hin gehoben wird. Das Wegdrücken von der Platte 43 erfolgt durch Drehung einer Stange 42 von einem der Handhebel 6 aus, der zu diesem Zwecke mit einem Streifen 74 versehen ist. Durch dieses Ausschwenken des Drahtführungsrohres 71 wird der Schweißdraht 61 in die Nähe der Schweißnaht 75 geschwenkt, so daß die Schweißung erfolgen kann.
  • Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens wird wie folgt benutzt: Zunächst wird das Leck durch einen Taucher ausgemessei" die Leckmatte 8o (Abb. ,4) in den erforderlichen Abmessungen hergestellt i und mit Dichtungsstreifen81 versehen, so daß mit Ausnahme der Ecken 82, 83 der Leckmatte die Schweißnaht an jeder Leckmattenseite eine Länge hat, die ein Mehrfaches (in Abb. 4 beispielsweise ein Dreifaches) der ohne Verstellung des Schleusenkastens herzustellenden Nahtlänge beträgt. In Abb. 4 ist die Anfangslänge des Schleusenkastens i strichpunktiert veranschaulicht. Es ergibt sich hieraus, daß der Eintritt des Wassers zwischen Schiffswand und Platte durch Streifen 85 und 84 verhindert wird, wobei der Streifen 84 sich an den Übergang der Dichtungsstreifen 17 und 18 (Abb. 3) anschließt.
  • Die Leckmatte 8o wird nun zum gesunkenen Schiff herabgelassen und durch Taucher an die richtige Lage gebracht. Der Schleusenkasten wird mit geschlossener Öffnung 15 der Zwischenwand 16 gleichfalls herabgelassen, indem man ihn mit Öse io an einem Haken aufhängt und in der Mitte der oberen Plattenseite der Leckmatte gemäß Abb. 4 in Stellung bringt. Hierauf werden (z. B. nach telephonischem Anruf) durch den Taucher die Magnetsysteme des Schleusenkastens erregt, nachdem zuvor die Hähne 2 geöffnet worden sind. Sobald der Schleusenkasten durch die Erregung der Elektromagnete gegen die Platte 80 und die Schiffshaut fest angelegt ist, wird durch die Luftleitung 9 Druckluft eingeblasen, so daß das in dem Kasten befindliche Wasser aus dem unteren Kastenraum durch die Hähne 2 nach außen getrieben wird. Nach Entleeren des unteren Schleusenkastenraumes werden die Hähne 2 geschlossen und die Preßluft abgestellt, so daß in dem unteren und oberen Schleusenkastenraum gleicher Druck herrscht. Jetzt wird die Öffnung 15 durch Beiseiteschieben der Schieberplatte 20 freigegeben.
  • Die Material- (Schweißdraht-) Zuführungsvorrichtung befindet sich, wie stets bei Beginn des Schweißens, in der Anfangsstellung. beispielsweise auf der linken Seite des Schleusenkastens (Abb. 4.). Durch Ausschwenken eines Handhebels 6 wird das Ende des Schweißdrahtes 61 durch die Öffnung 15 hindurch in die Nähe der zu schweißenden Naht 75 geschwenkt und der Lichtbogen erzeugt. Hierauf wird durch Drehen der Handkurbel 5 der Schweißdraht 61 allmählich unter gleichförmiger Zuführung über die Rolle 62 nach rechts verschoben, wobei die Zuführung zur Schweißstelle z. B. sechsmal schneller erfolgt als die seitliche Verschiebung der Materialzuführungsvorrichtung.
  • Die Schweißdr ahtzuführung ist isoliert im Schleusengehäuse angebracht, sofern Schiffswand und Leckmatte So den einen Pol der Schweißstromleitung und Materialteile 61 den anderen Pol bilden. Ist der Materialdraht 61 ganz nach rechts verschoben und ein der Länge des Schleusenkastens entsprechendes Stück der Schweißnaht gebildet, wird zunächst der Schweißdraht durch Verschwenken dus Schweißdrahtführungsrohres 71 von der Schweißnaht abgehoben. Hierauf wird der Schieber 20 in die Schließstellung gebracht. die Hähne 2 geöffnet und gleichzeitig der Stromkreis der Elektromagnete i i unterbrochen. Nun wird der Schleusenkasten in eine nichste Stellung gebracht und die fortlaufende Schweißung nunmehr von rechts nach links entsprechend der Endstellung .der Mater ialzuführungsvorrichtung auf der rechten Seite des Schleusenkastens in der beschriebenen Weise vorgenommen.
  • Das Verschweißen der Ecken 82, 83 der Leckmatte ist bei Verwendung eines L-förmigen Zusatzdichtungsstreifens am Unterrande des Schleusenkastens, sobald dieser in die Eckstellung gebracht ist, ebenfalls möglich, und zwar z. B. durch zweimaliges Hin-und Herverschieben der den Schweißdraht führenden Materialzufiihrungsvorrichtung.
  • Auch kann während der Schweißarbeit die Schleuse gekühlt werden, indem man kalte Luft durch die Luftleitung 9 einbläst und gleichzeitig Luft durch das Materialzuführungsrohr 8 absaugt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Dichten von Lecks beschädigter Schiffe unter Verwendung einer aus einer Metallplatte mitDichtungsstreifen bestehenden Leckmatte, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschweißen der Leckmatte mit der Schiffswand mit einer am Rande der Leckmatte entlang geführten Schleuse erfolgt, die mit ihren Rändern elektromagnetisch festgehalten wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen durch Zwischenwand (i6) unterteilten, auf der Unterseite offenen Schleusenkasten (i) mit die Zwischenwand wasserdicht durchdringenden ein-und ausschaltbaren Elektromagneten (i i) und einer durch eine von außen Steuerbare Schieberplatte (2o) abschließbaren Öffnung (15), wobei in der oberen Kammer des Schleusenkastens eine von außen drehbare Längsgewindestange (36) gelagert ist, auf der die Materialzuführungsplatte (-.3) verschiebbar geführt wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das das Schweißdrahtende (61) führende Rohr (71) an der mittels der Gewindestange (36) verschiebbaren Materialzuführungsplatte (q.3) gelenkig aufgehängt ist. 4.. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorschub des Schweißdrahtes (61) durch die zur seitlichen Verschiebung der Materialzuführungsplatte dienende Gewindestange (36) mittels Zahnrädergetrebes (53 bis 6o) und Klinken (6-. bis 65) erfolgt, wobei der Vorschub unabhängig vom Drehsinn der Gewindewelle (36) stets im gleichen Sinne und mit Beschleunigung gegenüber der seitlichen Verschiebung der Materialzuführungsplatte (.13) erfolgt.
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