DE299078C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE299078C DE299078C DENDAT299078D DE299078DA DE299078C DE 299078 C DE299078 C DE 299078C DE NDAT299078 D DENDAT299078 D DE NDAT299078D DE 299078D A DE299078D A DE 299078DA DE 299078 C DE299078 C DE 299078C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- membrane
- opening
- valve
- mine
- sea
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000012528 membrane Substances 0.000 claims description 14
- 239000013535 sea water Substances 0.000 claims description 7
- 239000012530 fluid Substances 0.000 claims description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 3
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 2
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 1
- 229910052500 inorganic mineral Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 239000011707 mineral Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B22/00—Marine mines, e.g. launched by surface vessels or submarines
- F42B22/22—Marine mines, e.g. launched by surface vessels or submarines having self-contained sinking means
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Safety Valves (AREA)
Description
Gegenstand dex'.jvorliegenden Erfindung ist
eine Einrichtung, veränderte. Seeminen nach ■■ einer bestimmten- -Anzahl von 'Tagen vom
Zeitpunkt des Aüslegens aus selbsttätig zum Versinken zu bringen, indem durch ein Schaltgetriebe
ein Ventil geöffnet wird, wodurch Seewasser in das Minengefäß eindringt.
Zum Betätigen des Schaltwerkes wird das Steigen und Fallen des Meeresspiegels unter
dem Einfluß von Ebbe und Flut in der Weise benutzt, daß der wechselnde Wasserdruck auf
eine unter dem Druck einer Feder stehende Membran wirkt und diese bei jedem Übergang
von der Ebbe zur Flut einmal nach einwärts und beim Übergang von der Flut zur Ebbe einmal nach auswärts bewegt. Diese
Membranbewegung wird auf ein Schaltwerk übertragen, das nach einer bestimmten Anzahl
von Membrandoppelhüben ein Ventil öffnet, durch welches das Seewasser in das Minengefäß eintritt und die Mine versenkt.
In beiliegender Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Die durch die Feder ι belastete Membran 2 ist in einem Gehäuse 3 gelagert, das in der Wandung 4 des Minerigefäßes befestigt ist. Während der Flut befindet^ sich die Membran in der gezeichneten Lage. Beginnt beim Übergang von der Flut zur Ebbe der Meeresspiegel zu sinken, so nimmt der auf der Membran lastende Flüssiglceitsdruck allmählich ab, bis schließlich die Kraft der Gegenfeder 1 überwiegt und die Membran nach auswärts drückt. Wenn die Ebbe vorüber ist und die Flut zurückkehrt, nimmt der Flüssigkeitsdruck zu und die Membran wird wieder nach innen in die Anfangslage zurück- ■ gedrückt. Im Verlauf einer Ebbe- und" Flutperiode, die etwa 12 Stunden und 25 Minuten dauert, findet also ein Hin- und Hergang, d. i. 4» ein Doppelhub der Membran statt.
Die durch die Feder ι belastete Membran 2 ist in einem Gehäuse 3 gelagert, das in der Wandung 4 des Minerigefäßes befestigt ist. Während der Flut befindet^ sich die Membran in der gezeichneten Lage. Beginnt beim Übergang von der Flut zur Ebbe der Meeresspiegel zu sinken, so nimmt der auf der Membran lastende Flüssiglceitsdruck allmählich ab, bis schließlich die Kraft der Gegenfeder 1 überwiegt und die Membran nach auswärts drückt. Wenn die Ebbe vorüber ist und die Flut zurückkehrt, nimmt der Flüssigkeitsdruck zu und die Membran wird wieder nach innen in die Anfangslage zurück- ■ gedrückt. Im Verlauf einer Ebbe- und" Flutperiode, die etwa 12 Stunden und 25 Minuten dauert, findet also ein Hin- und Hergang, d. i. 4» ein Doppelhub der Membran statt.
Diese Membranbewegung wird durch die Stange 5 und die Klinke 6 auf das Sperrad 7
übertragen, das bei jedem Membran-Doppelhub um einen Zahn weitergeschaltet wird.
Durch Zahnräder Z1 und Z2 (Fig. 1) wird die'
Drehbewegung des Sperrades ' weitergeleitet auf die Schaltscheibe 8, welche mit einer
Einkerbung 9 versehen ist, 'v in die die Klinke 10 durch die Feder 11 eingedrückt
wird, sobald die Scheibe durch die Zahnräder soweit gedreht ist, daß die Kerbe sich über der
Klinke befindet. In demselben Augenblick, in dem die Klinke in die Kerbe einschlägt,
wird das Ventil 12 durch die Stange 13 aufgestoßen. Das ■ Seewasser dringt hierauf in
das Minengefäß ein und die Mine versinkt.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist die Membran nach der Seewasserseite zu nicht
offen, sondern durch eine Haube 14, die nur eine sehr kleine Öffnung 15 besitzt, abgeschlossen.
Die Größe dieser Öffnung 15 wird so bemessen, daß die Wellenbewegungen der
See ohne Einwirkung auf die Membranbewegungen bleiben. Ohne diese Einrichtung
würden durch die Meereswogen unbeabsichtigte Weiter Schaltungen, des Getriebes und dadurch
ein zu frühes Versenken der Mine hervorgerufen.
Soll das Auswerfen der Mine durch Unterseeboote erfolgen, so wird nach Fig*. 2 der
Zeichnung die Öffnung 15 durch ein Ver-
schlußstück 16 während der Fahrt des Tauchbootes
bis zum Zeitpunkt des Auswerfens geschlossen gehalten, damit die Membran infolge
des abwechselnden Tiefer- und Höherfahrens des Bootes nicht arbeitet. Erst nach dem Auswerfen der Mine wird das Verschlußstück
16 gelöst, z. B.. durch ein Seil 17, das an dem Anker der Mine befestigt ist und
beim Lösen des Ankers von dem Minenkörper das 'Verschlußstück abreißt.
In Fig. 3 ist eine Ausführungsform des Schaltgetriebes gezeichnet, die ein genaues
Einstellen und Einhalten der Zeit vom Auslegen bis zum selbsttätigen Versenken der
Mine ermöglicht, wenn es sich um größere Zeiträume vom Auslegen bis zum Versenken
handelt. Es sind zwei Schaltscheiben 8A und 8B nebeneinander angeordnet, die sich mit
verschiedenen Winkelgeschwindigkeiten bewegen, indem die Räderübersetzungen Z1 : Z3
und Z3 : Z4 verschieden groß gewählt werden.
Jede der beiden Scheiben besitzt eine Einkerbung 9. Die Doppelklinke 10 wird durch
die Feder 11 (Fig. 1) an die Umfange der
Scheiben angepreßt und kann erst dann einklinken, wenn die Kerben beider Scheiben
gleichzeitig über der Doppelklinke sich befinden.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Vorrichtung zum selbsttätigen Versenken von Seeminen durch ein Ventil, das nach Ablauf eines bestimmten einstellbaren Zeitraumes Wasser in das Minengefäß einströmen läßt, dadurch gekennzeichnet, daß eine durch eine Feder belastete Membran durch die wechselnden Flüssigkeitsdrücke des Seewassers bei Ebbe und Flut hin und her bewegt wird und dadurch ein Schaltgetriebe treibt, das nach einer bestimmten, vorher . einstellbaren Anzahl von Membranhüben ein Ventil zum Einlassen des Seewassers öffnet.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum oberhalb der Membran mit dem Seewasser nur durch eine sehr kleine öffnung (15) in Verbindung steht, deren Größe so bemessen wird, daß die Wellenbewegungen des Meeres unwirksam bleiben, indem sie die Membran nicht in Schaltbewegungen versetzen können.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Auslegen der Minen durch Tauchboote die öffnung (15) zur Verhinderung von Membranbewegungen beim ' Fahren des Unterseebootes in wechselnden Tieflagen durch ein Verschlußstück (16) verschlossen wird, welches beim Werfen der Mine durch ein am Anker angebrachtes Seil abgerissen wird und dadurch die Öffnung freigibt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltwerk zum öffnen des Ventils zwei mit verschiedener Winkelgeschwindigkeit umlaufende Scheiben (8A und 8B) mit je einer Einkerbung (9) besitzt, in die eine Doppelklinke (10) nur dann einklinken kann, wenn die Kerben beider Scheiben gleichzeitig unter der Doppelklinke sich befinden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE299078C true DE299078C (de) |
Family
ID=553217
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT299078D Active DE299078C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE299078C (de) |
-
0
- DE DENDAT299078D patent/DE299078C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE299078C (de) | ||
| DE718923C (de) | Vorrichtung zum Abfuellen von Fluessigkeiten in Kanister, Transportgefaesse u. dgl. | |
| DE87706C (de) | ||
| DE334992C (de) | Vorrichtung zum Schaerfen und Entschaerfen von Unterseeminen | |
| DE312715C (de) | ||
| DE175195C (de) | ||
| EP0010512A1 (de) | Verfahren zur Abführung von Gasen | |
| DE321322C (de) | Einrichtung zum Trockenhalten der Schmelzsicherungen fuer die Zuendung von Seeminen | |
| DE102125C (de) | ||
| AT28170B (de) | Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung der Tauchtiefe von Unterwasserbooten u. dgl. | |
| DE205044C (de) | ||
| DE571762C (de) | Vorrichtung zum Auslegen verankerter Minen von Unterseebooten aus | |
| DE42828C (de) | Vorrichtung zum Fortschaffen der Asche aus dem Schiffsraum unter Wasser | |
| DE312398C (de) | ||
| DE214102C (de) | ||
| DE317698C (de) | ||
| DE938650C (de) | Selbsttaetig schliessendes Zapfventil | |
| DE338555C (de) | Minenraeumgeraet mit an Ankerseil aufsteigender Patrone | |
| DE224519C (de) | ||
| DE33202C (de) | ||
| DE322672C (de) | Vorrichtung zum selbsttaetigen Verankern von Seeminen | |
| DE95911C (de) | ||
| DE102509C (de) | ||
| DE147986C (de) | ||
| DE294890C (de) |