DE425907C - Lochmaschine fuer statistische Karten - Google Patents

Lochmaschine fuer statistische Karten

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DE425907C
DE425907C DEB114746D DEB0114746D DE425907C DE 425907 C DE425907 C DE 425907C DE B114746 D DEB114746 D DE B114746D DE B0114746 D DEB0114746 D DE B0114746D DE 425907 C DE425907 C DE 425907C
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Description

  • Lochmaschine für statistische Karten. Gegenstand der Erfindung ist eine Lochrnaschine für statistische Karten, und zwar derjenigen Art, bei welcher zuerst die Einstellung sämtlicher Lochsternpel erfolgt und dann sämtliche Löcher zugleich gelocht werden. Von derartigen Maschinen sind bisher zwei Arten bekannt. Bei der einen werden von einem zehntastigen Tastenbrett mittels eines über den Lochstempeln nach Art eines Schreibmaschinenwagens voll Stelle zu Stelle fortschreitenden Einstellmechanismus, der mit (lern Tastenbrett verbunden ist, die Stempel einzeln nacheinander eingestellt. Bei der zweiten Art sind Schieber in gleicher Zahl wie die Lochstempelreihen oder eine Volltastatur vorhanden. Diese Schieber bilden sozusagen e# nie große Volltastatur.
  • Die erste Anordnung hat den Nachteil, daß der Arbeitende nicht sehen kann, was er eingestellt hat, so daß leicht Irrtümer vorkominen können. Bei der zweiten Art besteht der Nachteil der großen Ausdehnung des Einstellbrettes und der dadurch bedingten Unübersichtlichkeit sowie Umständlichkeit der Einstellung durch Ziehen der Schieber.
  • Die Nachteile der einen wie der anderen Ausführung werden durch die Erfindung beseitigt. Diese besteht im wesentlichen darin, (laß eine beschränkte Volltastatur, beispielsweise von neun #;tellen, unmittelbar über dem wie bei den bekannten Ausführungen fest angeordneten Stiftkasten verschiebbar angeordnet - ist und mittels eines besonders angeordneten Tabulators jeweils verschoben wird, nachdem eine Zahlengruppe eingestellt ist. Die Volltastatur folgt also spaltenweise dein zu bearbeitenden Kartenschema. Da dieTasten bis zur nächsten Verschiebung des Wagens festgehalten werden, sieht der Einstellende immer die eingestellte Zahlengruppe vor sich und kann diese für sich kontrollieren, was leichter ist, als wenn er die ganze große Zahlenreihe auf einmal zu kontrollieren hätte.
  • Die Erfindting ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt: Abb. i einen senkrechten Schnitt, quer zur ,Lingsrichtung der Maschine, Abb. ia eine Einzelheit dazu, Abb. 2 in vergrößertem Maßstabe einen Teil des Stiftkastens mit der Einstellvorrichtung, Abb. 3 einen senkrechten Längsschnitt, Abb. 4 eine teilweise Aufsicht auf die Maschine, Abb. 5 eine Darstellung der Scbaltvorrichtung.
  • Der Stiftkasten mit den Lochstiften und der Matrize ist in der bei Kartenlochinaseliinen üblichen Form ausgebildet.
  • Zwischen zwei am Rahmen der ' Maschine befestigten Platten i und 2 (Abb. i und 2) sind die Loclistempel 3 angeordnet. Unterhalb der Lochstempel befindet sich die Lochplatte (Matrize) 4, die mittels eines auf der Welle 5 angeordneten Exzenterpaares 6 unter Vermittlung von Rollen 7 gehoben werden 3 kann. Dabei erfolgt eine Lochung der daraufliegenden Karte K an denjenigen Stellen, an denen die Lochstempel in der in Abb. 2 für den mittleren Stempel gezeichneten Tiefstellung festgestellt sind. Diese Feststellung erfolgt durch Klinken 8, welche zwischen den ebenfalls am Rahmen der Maschine befestigten Führungsplatten 16 und 17 leicht verschiebbar gelagert sind, von den Tasten niedergedrückt werden können und in der Tiefstellung von Sperrschiebern 9 festgehalten werden.
  • Der Einstellwagen besteht aus einer oberen Platte io und einer unteren Platte i i, die durch die Seitenbleche 12 (Abb. 3) zu einem festen Rahmen verbunden sind. Dieser Rahmen ist auf Schienen 13 und i-1, die am 'Maschinenrahmen befestigt sind, seitlich leicht verschiebbar und wird durch zwei Stahlbänder 15 (Abb. 4) von einem hier nicht gezeichneten Federwerl, nach rechts gezogen. Die Klinken 8 können durch die Tasten direkt eingestellt werden. Da für die räumliche Anordnung der Tastenknöpfe, deren bequeme Bedienungsmöglichkeit maßgebend ist, die Anordnung der Klinken dagegen von der feststehenden Anordnung der Löcher auf der Karte abhängig ist, so müssen die Cbertragungsorgane von den Tastenknöpfen zu den KlinI.;en unten auf einen entsprechend engeren Raum zusammengeführt werden. Dies kann entweder direkt durch gebogene Tastenstäbe oder - wie es in den Abbildungen gezeigt ist - durch Bodenzüge (Abb. i) geschehen. Hierbei sind zu der oberen Platte io und der unteren Platte ii enggewickelte Spiralen 18 (Abb. ia) geführt, innerhalb deren ein dünner Draht 32-, der als C.bertragungsr' organ dient, angeordnet ist. Mit diesem sind die die Tastenknöpfe:2o tragenden Tastenschäfte 21 verbunden. Eine im Innern der Spirale angeordnete Druckfeder 37 hält die Tastenknöpfe in der Normallage. Beim Niederdrücken einer Taste wird also die entsprechende Klinke 8 (Abb. 2) niedergedrückt, der Schieber 9 springt in den oberen Ausschnitt der Klinke und hält sie fest, und der Lochstift 3 wird entgegen der Wirkung seiner Feder in seiner unteren Stellung festgehalten. Bei neunstelliger Tastatur können eiltsprechend in neun Lochstiftreihen Lochstifte eingestellt werden.
  • Um mit der Tastatur den ganzen Bereich des Lochkastens einstellen zu können, ist, wie erwähnt, die Tastattir seitlich verschiebbar. Unter der Wirkung der von einer Zugfeder angetriebenen Zugbänder 15 sticht die ganze Tastatur sich nach rechts zu verschieben, wird aber daran gehindert durch den Daumen 28, welcher sich vor einen der Anschläge 23 legt (Abb. 1, 3, 5). Die Anschläge stecken in Schlitzen einer im Gestell der Maschine befestigten gezahnten Leiste 24. Sie können an beliebigen Stellen in diese Leiste eingesteckt merden. Die Auslösung des Einstellwagens erfolgt durch eine besondere Taste:25, die auf einen Hebel 22 einwirkt. Dieser liegt auf einem Arm 26 auf; letzterer hat eine breite Nabe 27 mit einem Anschlagdaumen 28, die auf der Welle 29 so gelagert ist, daß sie unter der Wirkung einer Feder 30 sich auf (lie-;er Welle nach rechts bewegen kann, außerdem aber durch Nut und Feder so mit der Welle verbunden ist, daß die Welle die Drehung des Hebels mitmacht. -.Mit der Welle ist andererseitsein zweiter Daumenhebel 31 fest verbtlnden. Die beiden Daumen 28 und 3 1 sind so gegeneinander im Winkel versetzt, daß in den beiden Endstellungen der Schwingung jeweils Z, einer von ihnen --ich gegen einen der Anschläge 23 legt. Die Teile 25 bis 3 1 und 38 sind mit dem Einstellwagen fest verbunden. Wird nun die Taste:25 niedergedrückt, -;o wird mittels eines Zwiscbenhebels 22 und des Armes 26 der Daumen 28 so gedreht, daß er von dein Anschlag 23, vor (lern er vorher lag, frei wird und nun unter der Wirkung der Feder 30 nach rechts geht. Gleichzeitig hat der Daumen 31 die Stellung eingenommen, die vorher der Hebel 28 hatte; (la er aber hinter dem Anschlag 23 liegt, vor dein der Hebel 28 vorher lag, so ist der Tastenwagen frei und geht unter der Wirkung der Zugbänder 15 ebenfalls nach rechts, bis der Daumen V von dem nächsten Anschlag 23 festgehalten wird. Wird jetzt die Taste:25 losgelassen, so wird L' der Hebel 3 1 von dem Anschlag 23 frei, der Wal,-en geht noch etwas weiter nach rechts, bis der jetzt wieder in die Ruhelage zurückgekehrte Hebel 28 an den Anschlag:23 anstößt und seine Feder 30 zusammengedrückt wird, bis der Hebel:26 an den Anschlagstift 38 anstößt. Damit ist der Einstellwagen in seiner neuen Stellung angekommen. Die Feder 30 dient gleichzeitig als elastischer Puffer, zum Auffangen des beim Anprallen des Wagens entstehenden Stoßes. Ist in dieser Stellung die Einstelltin g der Tasten erfolgt, so wird -,#-iecler die Taste 25 gedrückt, der Wagen bewegt sich bis zum nächsten Anschlage usw. Es kann also auf diese '\Veise mittels der kleinen Tastatur der ganze Lochkasten einge-,#tellt werden.
  • Um eine Kontrolle der eingestellten Zahlen zu ermöglichen, können die in einer Stellung des Wagens niedergedrückten Tasten für die Dauer dieser Einstellung festgestellt werden. Dies geschieht auf folgende Weise: Die Drähte 32 (Abb. ia) endig -" en in Sperrkegeln 35; diese werden von einer Sperrleiste 36, deren für jede Tastenreihe eine vorhanden ist, festgehalten, sobald sie bis an den Hals 11 . iedergedrückt werden. Die Taste bleibt also iii der niedergedrückten Stellung stehen, und man kann an den so gesperrten Tasten die eingestellten Zahlen ablesen. Durch die Schaltlaste 25 werden die Sperrleisten ausgelöst, also bei jedem Weiterrücken des Wagens für eine neue Einstellung freigegeben.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE. i. Lochiliaschine für statistische Karten, dadurch gekennzeichnet, daß über einer in bekannter Weise ausgeführten Locheinrichtung, die nach erfolgter Einstellung samtliche Löcher einer Karte gleichzeitig stanzt, ein verschiebbarer Einstellwagen mit einem Tastenbrett angeordnet ist, das mehrere nur einem Teil der Stempelreihen der Locheinrichtung entsprechende Tastenreihen besitzt, so daß mit ihm durch mehrmaliges Einstellen einer der Tastenreihenzahl gleichen Stellenzahl nacheinander der ganze Stiftkasten zonenweise eingestellt werden kann, worauf in üblicher Weise die Lochung erfolgt.
  2. 2. Lochinaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Tasten eine an sich bekamite Sperrvorrichtung, verbunden ist, welche die niedergedrückten Tasten so lange festhält, bis diese durch den Druck der Tabulatortaste ausgelöst werden.
DEB114746D 1924-07-03 Lochmaschine fuer statistische Karten Expired DE425907C (de)

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