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Gasbrenner. Bisher sind Gasbrenner, besonders für Kochzwecke, mit
zwei Flammenkränzen gebräuchlich, bei denen für jeden der beiden Flammenkränze ein
besonderes Gaszuleitungs-bzw. Mischrohr besteht, die durch einen Gashahn mit zwei
Durchgängen in Verbindung stehen, so daß durch diesen eines der Mischrohre und dadurch
einer der. Flammenkränze ausgeschaltet werden kann.
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Weiter sind solche Gasbrenner üblich, die nur ein Mischrohr haben
und bei denen der an dasselbe anschließende Brennerkopf ein besonderes Einsatzrohr
hat, welches die Gasaustrittsöffnungen zum äußeren Flammenkranz durch Senken absperren
und diesen dadurch ausschalten kann. Bei diesen Brennern nach der Patentschrift
211271 erfolgt die Sekundärluftzufuhr für den inneren Flammenkranz durch ein besonderes
heb- und senkbares Einsatzrohr im Brennerkopf. Diese Ausführungsart ist sowohl in
bezug auf den Brennerkopf mit eingesetztem besonderen Rohr und Zubehör wie auch
auf das Hebel- und Exzentergestänge kompliziert und kostspielig. Außerdem vermögen
sich dabei sehr leicht Anstände in einem einwandfreien Arbeiten herauszustellen,
indem sich Fremdkörper oder Verunreinigungen vom Gas usw. zwischen den Brennerköpf
und das eingesetzte Rohr, speziell an den dichtschließenden Berührungsstellen, setzen
und dieses evtl. auch durch Rostbildung unbeweglich und dadurch reparaturbedürftig
oder unbrauchbar machen können. Auch bei dem Hebelgestänge könnenan den Führungsstellen
diese Mißstände leicht eintreten.
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Eine andere Ausführungsart von Gasbrennern mit zwei Flammenkränzen
ist die nach der österreichischen Pätentschrift 50456,
bei der der Brennerkopf
aus mehreren drehbaren Hohlkörpern besteht, die mit dem gemeinsamen Mischrohr in
Verbindung stehen. Bei diesem Brenner hat man also eigentlich nicht einen Brennerkopf,
sondern mehrere ineinandergebaute,
und kann das Einstellen dieser
zwecks Schaltens auf einen oder zwei Flammenkränze auch nur von Hand bei damit verbundener
Unterbrechung des Kochbetriebes erfolgen, wobei eine entsprechend dem größeren und
geringeren Gasverbrauch einwandfreie Einstellung der Gaszufuhr überhaupt nicht möglich
ist. Diese Bauart ist dabei ebenfalls kompliziert und kostspielig, ganz abgesehen
von den anhaftenden, vorstehend erwähnten Mängeln.
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Die vorliegende Erfindung soll die Mängel und Nachteile der bisherigen
Bauarten vollständig beseitigen.
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Nach dieser hat der Gasbrenner zwei Flammenkränze und ein gemeinsames
Mischrohr für beide Flammenkränze und wird durch Kleinstellung des Gashahnes, welcher
dabei ein gewöhnlicher einfacher Durchgangshahn ist, der eine Flammenkranz zwangläufig
ausgeschaltet. In der Zeichnung ist die Erfindung veranschaulicht, und zwar in Abb.
i der Gasbrenner in Ansicht, in Abb. z und 3 im Schnitt und bei Kleinstellung auf
den inneren Flammenkranz, in Abb. q. und 5 im Schnitt und bei Einstellung auf offene
Flamme mit beiden Flammenkränzen und in Abb.6 und 7 in geschlossener Stellung.
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Der bei diesem--Gasbrenner an das gemeinsame Mischrohr e anschließende
Brennerkopf f besteht nur aus einem Hohlkörper ohne Einsatzrohr o. dgl." und geschieht
die Gas- und Sekundärluftzufuhr sowohl für den äußeren wie auch für den inneren
Flammenkranz vom gemeinsamen Mischrohr e. Die den Brennerkopf abschließende Brennerscheibe
ist drehbar und stellt, reit dem Gas4 bahn gekuppelt und mit Ausschnitten am Rande
und Bohrungen versehen, das Flammeneinstellorgan dar. Dieses Flammeneinstellorgan
besteht beispielsweise aus der feststehenden Scheibe c und den Scheiben b mit a,
die durch den 'Hebel l zwangläufig vorn Gashahn entsprechend dessen Einstellung
gedreht werden und das Ein- und Ausschalten des äußeren Flammenkranzes bewirken.
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Erfolgt z. B. nach Abb. z und 3 Kleinstellung auf Sparflamme, so ist
die Scheibe b, auf der die Scheibe a fest verbunden sitzt, gegen die am Brennerkopf
festsitzende Scheibe c so verdreht, daß de Kanäle g in Scheibe c zugedeckt werden
und den Gas-und Sekundärluftzutritt nach den Austrittsöffnungen h in Scheibe
b unterbindet, den äußeren Flammenkranz also ausschaltet. In dieser Stellung
kann das Gas und die Sekundärluft dann nur durch die inneren Kanäle i der
Scheiben c und b zu den Austrittsöffnungen k der Scheibe
a gelangen und dort einen Flammenkranz erzeugen.
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Wird, wie in Abb. q. und 5 veranschaulicht, auf offene Flamme für
zwei Flammenkränze geschaltet, so verdreht der vom Gashahn beeinflußte Hebel
L die Scheibe b so, daß die Austrittsöffnungen h der Scheibe
b über die Kanäle g der Scheibe c zu liegen kommen, der Weg für den äußeren
Flammenkranz also offen ist; gleichzeitig geht auch das Gas durch die inneren Kanäle
i der Scheiben c und b
zu den Austrittskanälen k der mit Scheibe
b
fest verbundenen Scheibe a, so daß also beide Flammenkränze brennen, und
zwar an den Austrittsöffnungen h und k der Scheibe b
und a.
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Die drehbare Brennerscheibe b wird automatisch durch die Einstellung
des Gashahnes von diesem aus gedreht, und zwar wie beispielsweise in der Zeichnung
veranschaulicht, durch einen einfachen Hebel 1, der sich um einen festen Drehpunkt
bewegt und einerseits am Gashahn, anderseits an der Scheibe b angreift.
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Das Umstellen von einem auf zwei Flammenkränze und umgekehrt geschieht
ohne Unterbrechung des Brennbetriebes.
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Der Gashahn kann hierbei ein einfacher-Durchgangshahn sein mit nur
einem Durchgang, durch den die einzelnen Stellungen so Taxiert werden, - daß er
bei- Kleinstellung nur eine dem geringeren Verbrauch entsprechende Gasmenge durchläßt
und bei Ausschaltung des Brenners die Gaszuleitung abschließt, wie in Abb.6 und
7 dargestellt.