DE4244972C2 - Vorrichtung zur Abdichtung von Trennfugen, insbesondere Betonier fugen - Google Patents
Vorrichtung zur Abdichtung von Trennfugen, insbesondere Betonier fugenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abdichtung von
Trennfugen, insbesondere von Betonierfugen, die beim Ausgiessen eines zweiten
Betonteils an ein schon vorhandenes erstes Betonteil entstehen.
Beim Giessen von an sich miteinander in Verbindung stehenden Betonteilen, also
beispielsweise einer Betondecke und einer daran randseitig anschliessenden Be
tonwand, die aus technischen Günden nicht gleichzeitig, sondern nur nacheinander
gegossen werden können, entstehen an der Ansatzstelle Fugen, die zumindest für
Wasser eine ausreichende Durchlässigkeit besitzen.
Um hier eine Abdichtung zu erreichen, ist bereits vorgeschlagen worden, Fugenble
che oder Fugenbänder unterschiedlichster Materialien und Formen im Bereich der
Trennstelle mit einzubetonieren, die jedoch nur eine unzureichende Abdichtung der
Trennfuge ermöglichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
eine verbesser
te Abdichtung der Trennfuge zu erreichen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit
einem Trägerblech, welches an seiner Aussenseite mit einer selbstklebenden Be
schichtung aus Bitumen-Styrol-Butadien-Styrol-Blockpolymer-Kautschuk versehen
ist.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung wird vor dem Ausgiessen des ersten Betonteils
so angeordnet, dass sie die die spätere Trennfuge bildende Fläche zwischen dem
ersten und dem zweiten Betonteil schneidet. Die Vorrichtung wird vorteilhafterweise
etwa senkrecht zur Trennfuge angeordnet.
Weiter ist es zweckmässig, wenn die Vorrichtung etwa 3 bis 5 cm tief in das erste
Betonteil eingegossen wird. Hierdurch ist einerseits ein ausreichender Halt gewähr
leistet, andererseits erstreckt sich hierdurch die Vorrichtung bis in einen ausrei
chenden Abstand von der Trennfuge. Hierbei kann es insb. von Vorteil sein, wenn
die Vorrichtung an der Armierung des ersten Betonteils angeschlossen wird, da sie
hierdurch bereits während des Giessens bzw. Auffüllens mit Beton einen ausrei
chenden Halt bekommt.
Bei der erfindungsgemässen Abdichtungsvorrichtung sind mindestens zwei in
Längsrichtung bündig aneinander angeschlossene Fugenbleche vorgesehen, wobei
die Fugenbleche gegenseitig durch Klebestreifen miteinander verbunden sind. Die
Fugenbleche umfassen jeweils ein Trägerblech, welches an seiner Aussenseite mit
einer selbstklebenden Beschichtung aus Bitumen-Styrol-Butadien-Styrol-
Blockpolymer-Kautschuk versehen ist. Auch die Klebestreifen können hierbei vor
teilhafterweise aus Bitumen-SBS-Blockpolymer-Kautschuk bestehen. Mit der erfin
dungsgemässen Abdichtungsvorrichtung können auch längere Trennfugen in glei
cher Weise wie mit einem einzelnen Fugenblech abgedichtet werden.
Das Material Bitumen-Styrol-Butadien-Styrol-Blockpolymer-Kautschuk verbindet sich
mit frischem Beton absolut wasserundurchlässig, so dass die Trennfuge sofort nach
dem Erstarren des Betons wasserdicht ist. Die Beschichtung verhindert ferner den
direkten Kontakt des Wassers mit dem Trägerblech, das somit nicht rostgefährdet
ist.
Im folgenden wird die Erfindung an einem in der Zeichnung dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel näher erläutert; es zeigen:
Fig. 1 ein speziell als Injektionsblech ausgebildetes Fugenblech in Explosi
onsdarstellung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Gegenstand nach Fig. 1, wobei mehrere Injek
tionsbleche in Längsrichtung miteinander verbunden sind,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Gegenstand nach Fig. 2.
Das in der Zeichnung dargestellte Injektionsblech ist vorgesehen zur Abdichtung von
Trennfugen, insbes. von Betonierfugen, die beim Angiessen eines zweiten Beton
teils an ein schon ausgehärtetes erstes Betonteil regelmässig entstehen.
Dazu wird vor dem Ausgiessen des ersten Betonteils das hier zwei parallele Platten
1, 4 umfassende Injektionsblech so angeordnet, dass es die die spätere Trennfuge
bildende Fläche zwischen dem ersten und dem zweiten Betonteil schneidet. Ins In
nere des Injektionsblechs mündet ein Speiseschlauch 7, durch den nach Fertigstel
lung beider Betonteile eine aushärtende Dichtmasse eingepresst werden kann. Dazu
ist wenigstens die eine 1 der beiden parallelen Platten 1, 4 des Injektionsblechs als
elastische Folie ausgebildet und mit Durchbrüchen 12, die Austrittsöffnungen bilden,
versehen, durch die die Dichtmasse in den Bereich der Fuge gelangen kann.
Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, ein Injektionsblech ohne Speiseschlauch 7
zu verwenden, insbesondere dann, wenn wegen der weiter unten noch beschriebe
nen Beschichtung 5 bereits erreichten Wasserundurchlässigeit mit der Notwendigkeit
einer zusätzlichen Abdichtung nicht zu rechnen ist. Sollte eine spätere Abdichtung
dann doch erforderlich werden, kann das Injektionsblech angebohrt und die Dicht
masse durch den so geschaffenen Speisekanal eingepresst werden.
Das Injektionsblech wird etwa 3 bis 5 cm tief in das erste Betonteil eingegossen, wie
dies in Fig. 2 durch die die Oberkante des ersten Betonteils bzw. die Ebene der Be
tonierfuge kennzeichnende Linie 9 angedeutet ist. Das Injektionsblech kann hierbei
in in der Zeichnung nicht näher dargestellter Weise an der Armierung des ersten
Betonteils angeschlossen werden. Im übrigen wird das Injektionsblech etwa senk
recht zur Trennfuge ausgerichtet.
Wie sich weiter aus Fig. 2 ergibt, können mehrere der Injektionsbleche in Längsrich
tung bündig aneinander angeschlossen werden und gegenseitig durch Klebestreifen
8 miteinander verbunden werden. Hierbei haben sich insbesondere Klebestreifen
aus Bitumen-SBS-Blockpolymer-Kautschuk bewährt.
Im einzelnen besteht das Injektionsblech aus einem Trägerblech 4 sowie der elasti
schen Folie 1, die mit den Durchbrüchen 12 versehen ist. Das Trägerblech 4 weist
an seinen beiden Längsrändern einen Falz auf, der die elastische Folie 1 umgreift.
Der Speiseschlauch 7 ist auf eine Schlauchtülle 6 aufgesetzt, die sich in den Innen
raum des Injektionsbleches hinein erstreckt.
Die Durchbrüche 12 in der elastischen Folie sind als Schlitze ausgebildet, deren
sich gegenüberstehende Wandflächen einander anliegen. Auf diese Weise sind die
Durchbrüche beim Einbetonieren des Injektonsbleches geschlossen, so dass das
Eindringen von Betonmilch weitgehend verhindert wird. Zusätzlich ist zwischen der
elastischen Folie 1 und dem Trägerblech 4 ein ebenfalls mit Durchtrittsöffnungen 13
versehenes Lochblech 2 angeordnet. Die Durchbrüche 12 in der elastischen Folie 1
und die Durchtrittsöffnungen 13 im Lochblech 2 sind in einem regelmässigen Raster
angeordnet, wobei die Durchbrüche 12 einerseits und die Durchtrittsöffnungen 13 ande
rerseits um etwa eine halbe Rasterlänge gegeneinander versetzt sind. Auf diese
Weise wird ausgeschlossen, dass evtl. doch in geringer Menge eintretende Beton
milch bis zum Trägerblech 4 hin vordringen kann. Es verbleibt somit stets ein von
Betonmilch freier Zwischenraum zwischen dem Lochblech 2 und dem Trägerblech 4,
durch welchen hindurch sich die später einzupressende Dichtmasse verteilen kann.
Um das Einströmen der Dichtmasse weiter zu erleichtern, ist zwischen der elasti
schen Folie bzw. dem Lochblech 2 und dem Trägerblech 4 ein Distanzelement 3
angeordnet, das von einem Drahtgeflecht gebildet wird.
Schliesslich ist das Trägerblech 4 an seiner Aussenseite, in Fig. 1 also unten, mit
einer selbstklebenden Beschichtung 5 aus Bitumen-Styrol-Butadien-Styrol-
Blockpolymer-Kautschuk versehen. Dieses Material verbindet sich mit frischem Be
ton absolut wasserundurchlässig, so dass die Fuge sofort nach dem Erstarren des
Betons bereits wasserdicht ist.
Der Speiseschlauch 7 wird vor dem Giessen der Betonteile so verlegt und befestigt,
dass sein Ende später über eine der Oberflächen vorsteht, so dass bedarfsweise die
Dichtmasse bei 10 eingespritzt werden kann.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Abdichtung von Trennfugen, insbesondere von Betonierfu
gen, mit einem Trägerblech (4), dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerblech (4)
an seiner Aussenseite mit einer selbstklebenden Beschichtung (5) aus Bitumen-
Styrol-Butadien-Styrol-Blockpolymer-Kautschuk versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Längsrich
tung mehrere der Trägerbleche (4) bündig aneinander angeschlossen und gegensei
tig durch Klebestreifen (8) miteinander verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebestrei
fen aus Bitumen-SBS-Blockpolymer-Kautschuk bestehen.
4. Verwendung einer selbstklebenden Beschichtung (5) aus Bitumen-Styrol-
Butadien-Styrol-Blockpolymer-Kautschuk an der Aussenseite eines Trägerblechs (8)
zur Abdichtung von Trennfugen.
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