DE424075C - Ausrueckvorrichtung fuer Stanzen, Scheren, Pressen u. dgl. - Google Patents

Ausrueckvorrichtung fuer Stanzen, Scheren, Pressen u. dgl.

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DE424075C
DE424075C DEM85501D DEM0085501D DE424075C DE 424075 C DE424075 C DE 424075C DE M85501 D DEM85501 D DE M85501D DE M0085501 D DEM0085501 D DE M0085501D DE 424075 C DE424075 C DE 424075C
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Mauersberger & Fritzsche Fa
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D28/00Shaping by press-cutting; Perforating
    • B21D28/002Drive of the tools

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

Die Erfindung ist bei vielerlei Arbeitsmaschinen verwendbar, bei denen ein Werkzeugschlitten durch Kurbel oder Exzenter auf und nieder bewegt wird, also beispielsweise Stanzen, Scheren, Pressen. Bei derlei Maschinen ist es bekannt, durch ein mit der Kurbel- oder Exzenterwelle verbundenes, hinsichtlich seiner Winkelstellung zu Kurbel bzw. Exzenter verstellbares Organ eine
ίο selbsttätige Ausrückung in vorbestimmter Stellung des Werkzeugschlittens einzuleiten. Hierbei ist jedoch die Einstellung des gedachten Organs stets auf einen gewissen Zentriwinkel beschränkt, die selbsttätige Still-Setzung also immer nur in einem gewissen Hubbereich möglich, zumeist am Hubende. Diese Beschränkung entspricht sehr schlecht den Betriebserfordernissen, wenn der Werkzeugschlitten mit zweierlei Werkzeugen nach
ao unten und nach oben hin wirkt, wie er z. B. nach Abb. 1 der Zeichnung oben das bewegliche Messer α einer Schere b, unten den Lochstempel c trägt. Aber auch bei einfach wirkenden Maschinen kann die selbsttätige Ausrückung entweder im Niedergang oder im Aufwärtsgang des Werkzeugschlittens, und zwar an beliebiger Stelle des Hubes erwünscht sein, um z. B. das Werkzeug im Niedergang oder im Aufwärtsgang dicht über dem Werkstück stillstehen zu lassen.
Erfindungsgemäß ist deshalb das die selbsttätige Ausrückung einleitende Organ so angeordnet, daß es um volle 3600 verstellt, also auf jeden beliebigen Punkt des Kurbelkreises eingestellt werden kann. Dabei soll nun auch eine Ausrückung durch Einwirkung des Arbeiters mit Hand oder Fuß möglich, der Zeitpunkt der hierdurch veranlaßten Stillsetzung aber von dem Wirkungszeitpunkt des selbsttätig ausrückenden Organs unabhängig sein, damit im Falle der Not die Maschine augenblicklich zum Stillstand kommt. Demgemäß ist die Erfindung weiter dahin ausgebildet, daß sowohl die Selbstausrückung wie die Handausrückung zwar mit Hilfe derselben Kupplung geschieht, diese aber von Hand, ungeachtet der jeweiligen Einstellung des Selbstausrückers, in jedem Augenblick ausgerückt werden kann.
Abb. ι zeigt eine als Lochstanze und Schere wirkende Maschine im Aufriß. Die Abb. 2 und 3 stellen unter Fortlassung der Gestellteile und sonst für die Erfindung nicht weiter in Betracht kommenden Teile das Triebwerk mit der Einrichtung zur Selbst- und Handausrückung in Aufriß und Grundriß dar, und zwar im ausgerückten Zustand. Zu Abb. 2 gehört Abb. 7 als etwa der Linie x-x entsprechender Schnitt, von links gesehen. Abb. 4 bis 6 zeigen das auf der Kurbelwelle sitzende
große Zahnrad 17 und das die Selbstattsrückung einleitende Organ 19. Endlich zeigt Abb. 8 gewisse Teile des Selbstausrückers in einem der Abb. 2 entsprechenden Aufriß mit teilweisem Schnitt.
Um die festliegende Vorgelegeachse 5 dreht sich die lange Büchse 4, auf welcher Schwungrad 3, Festscheibe 2 und Zahntrieb 6 festsitzen, während sich die Losscheibe 1 auf der Büchse 4 dreht. Zahntrieb 6 greift in das Zahnrad 7 auf der Welle 8 ein. Auf dieser sitzt fest das Zahnrad 7 mit der Kupplungshälfte 9 und der Zahntrieb 16, relativ undrehbar, aber verschiebbar die Kupplungsmuffe 9', an welche in der bekannten Weise der schellenförmige Hebel 10 angreift. Hebel 10 dreht sich bei 11 und ist mit dem Ausrückschieber 13 verbunden. Durch den längeren Schlitz im Schieber 13 (Abb. 3) greift der einarmige
Fallenhebel 25 hindurch, den die Feder 26 stets nach rechts ziehen will. Ein Ansatz 27 fies Hebels ist gegen die innere Fläche des : großen Zahnrades 17 und gegen den als Fallenscheibe wirkenden Ring 19 gerichtet. Das Zahnrad 17 ist mit der Kurbel (Krummzapfen) 18 fest verbunden, die den Werkzeugschlitten mit Scherenmesser α und Lochstempel c auf und ab bewegt.
Wie aus Abb. S, 7, 8 ersichtlich, ist der Ring 19 von winkelförmigem Profil und der vom Rad 17 abstehende Profilschenkel mit einer Aussparung 24 versehen, in welche der Fortsatz 27 des Hebels 25 einfallen kann. Tritt die Aussparung 24 dem Teil 27 gegen-
über (Abb. 7), so zieht die Feder 26 den Fallenhebel 25 nach rechts, was durch Vermittlung der Teile 13, 11, 9' die Selbstausrückung zur Folge hat.
Ring 19 kann, durch die Laschen 20 (Abb. 7) gehalten, gegen das Zahnrad 17 beliebig weit verdreht werden, so daß also die Aussparung 24 an jeden Punkt des Kurbelkreises gebracht werden kann. Zur Feststellung des Ringes dient die Knebelschraube 22, welche vermöge des etwas mehr als 90 ° umfassenden Bogenschlitzes 23 im Scheibenkörper des Zahnrades 17 (Abb. 4) stets in eines der vier Gewindelöcher 21 hineingedreht werden kann.
In den kürzeren Schlitz des Schiebers 13 greift der Winkelhebel 32 hinein, welcher durch die Stange 31 mit dem bei 30 um einen Festpunkt drehbaren Hebel 29 verbunden ist. Hebel 29 kann von Arbeiterhand bewegt werden, auch mit einem Trethebel verbunden sein. Seine Bewegung im Sinne einer Links verschiebung des Teiles 13 bewirkt die Einrückung der Kupplung 9-9', die entgegengesetzte Bewegung des Hebels (Pfeil in Abb. 7) läßt in jedem Augenblick die Ausrückung zustande kommen. Diese Ausrückung ist vermöge des Spielraumes, welchen der Schlitz in Teil 13 dem Fallenhebel 25 gewährt, von dessen jeweiliger Stellung unabhängig. Liegt der Fortsatz 27 des Fallenhebels dem Umfang des Ringes 19 auf, so liegt bei eingerückter Kupplung der Fallenhebel 25 dem rechten Ende des Schlitzes in Teil 13 an; dann gewährt der Schlitz den zur Rechtsverschiebung des Teiles 13 bei der Handausrückung erforderlichen Spielraum.
Die Selbstausrückung kann dadurch unwirksam gemacht werden, daß der kleine Exzenterhebel 28 (Abb. 8) mittels seines Handgriffes in die gezeichnete Stellung gedreht wird, in welcher er den Fallenhebel gegen Rechtsbewegung sperrt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Ausrückvorrichtung für Stanzen, Scheren, Pressen u. dgl. mit durch Kurbel oder Exzenter auf und ab bewegtem Werkzeugschlitten, bei denen zur selbsttätigen Stillsetzung ein mit der Kurbel- oder Exzenterwelle verbundenes, in seiner Winkelstellung zu Kurbel bzw. Exzenter einstellbares Organ angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Organ (Fallenseheibe 19) um volle 360 ° verstellbar ist, um den Werkzeugschlitten in jeder gewünschten Stellung stillsetzen zu können.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die selbsttätige Ausrückung veranlassende einstellbare Organ eine Fallenseheibe (19) ist, gegen deren Umfang ein die Ausrückung vermittelnder, unter Gewichts- oder Federzug stehender Fallenhebel (25-27) so lange drückt, bis er in eine Unterbrechung (24) des Umfanges einspringen kann.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an einen Ausrückschieber (13) sowohl der Fallenhebel (25) als auch ein von Hand oder Fuß zu betätigendes Hebelwerk (32, 31, 29) angreift, wobei jedoch der Fallenhebel: (25) gegen den Ausrückschieber (13) mit so viel Spielraum beweglich ist, daß die Ausrückung durch Hand oder Fuß auch dann erfolgen kann, wenn der Fallenhebel durch die Fallenseheibe in der Stellung des Eingerücktseins festgehalten wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEM85501D 1924-07-01 1924-07-01 Ausrueckvorrichtung fuer Stanzen, Scheren, Pressen u. dgl. Expired DE424075C (de)

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