DE4236753C2 - Einspritzaggregat für Spritzgießmaschinen - Google Patents
Einspritzaggregat für SpritzgießmaschinenInfo
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- B28B1/24—Producing shaped prefabricated articles from the material by injection moulding
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- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
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- B29C45/17—Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
- B29C45/46—Means for plasticising or homogenising the moulding material or forcing it into the mould
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Description
Die Erfindung betrifft ein Einspritzaggregat für Spritzgießmaschinen gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Mit einem derartigen Aggregat sollen sowohl gefüllte und ungefüllte Kunst
stoffe, als auch hochgefüllte Binder für die Pulvermetall- und Keramikverarbei
tung und Schlickermassen blasenfrei nach dem sogenannten "first in - first out-
Prinzip" verarbeitet werden. Dabei wird das Material ohne eine Fließrichtungs
umkehr durch die Kolben-Zylinder-Einheit gefördert.
Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art wurde bereits vorgeschlagen.
Das zu spritzende flüssige oder plastifizierte Material
wird hier in einen um 45° zur Einspritzachse bzw. zur Förderschneckenachse
geneigten Zylinder transportiert. Eine Rückströmsperre an der Einmündung in
den Zylinder verhindert, daß Material beim Schuß wieder zurück in den
Schneckenzylinder gelangt. Das in den Zylinder eingebrachte Material wird mit
Hilfe eines Kolbens durch die Einspritzdüse in den Formhohlraum eingespritzt.
Die Umlenkung des von der Schnecke angeförderten Materials in den Zylinder
erfolgt in einer strömungstechnisch günstigen Herzkurze. Obwohl mit dieser
Vorrichtung bereits gute Ergebnisse bei Schußgewichten bis 0,2 g erzielt wer
den können, haften dieser Vorrichtung einige Nachteile an.
So bedeutet die Rückströmsperre insbesondere bei der Verarbeitung von nied
rigviskosen Materialien eine Schwachstelle, da die durch die Einspritzbewe
gung ausgelöste Schließbewegung der Rückströmsperre nur eine ungenü
gende Dichtwirkung mit sich bringt.
Weiterhin weist die vorbekannte Vorrichtung ungünstige Strömungsquer
schnitte auf. Da der Spritzkolben über Herzkurvenschnitt umströmt wird, findet
eine unnötige Scherung des Materials durch den Kolben beim Einspritzen statt.
Außerdem ist die Fertigung dieser Vorrichtung aufwendig und kompliziert.
Ein weiteres Einspritzaggregat ist aus dem DE 85 13 284 U1 bekannt,
mit einer axial im Plastifizierzylinder verschiebbaren
Einspritzschnecke, mit deren Hilfe das plastifizierte Material
durch die Kolben-Düsen-Kombination in die Form eingespritzt
wird. Dabei wird das Düsenmundstück mittels der Andruckeinheit
gegen das Formwerkzeug gedrückt. Zur vollständigen Füllung des
Formhohlraums wird eine Nachdruckphase gefahren, bei der ein
Speicherraum gegen den verringerten Druck der Andruckeinheit von
der rotierenden Schnecke mit Kunststoffschmelze gefüllt wird.
Das geschieht, indem durch den Druck des sich in dem sich
vergrößernden zweiten Speicherraum ansammelnden Materials der
den Hohlkolben umgebende Zylinder zusammen mit der Absperreinheit,
dem zwischen Plastifizierzylinder und der Absperreinheit
angeordneten Düsenkopf und dem Plastifizierzylinder zurückgedrückt
wird. Ist die gewünschte Füllmenge erreicht, wird die gesamte
Einheit durch die gleiche Andruckeinheit relativ zur Kolben-
Düsen-Kombination in Richtung Formwerkzeug verschoben, wobei
der zweite Speicherraum entleert wird.
Somit kann der zweite Speicherraum keine direkte Einspritz
bewegung ausführen. Die eigentliche Formfüllung wird hier durch die
axiale Bewegung der Schnecke im Plastifizierzylinder hervorgerufen.
Die Steuerung der Andruckeinheit gestaltet sich durch die unter
schiedlichen Andrücke, die beim eigentlichen Einspritzen und bei
der Nachdruckphase benötigt werden, schwierig. Eine ähnliche
Vorrichtung ist durch die DE 26 05 480 A1 gegeben.
Schließlich wird noch auf die GB 1 415 071 verwiesen, in der
eine Schnecke plastifiziertes Material in eine Kammer einspritzt,
in der ein Kolben verschiebbar ist, der das angelieferte
Material durch das Düsenmundstück austreibt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Einspritzaggregat der ein
gangs genannten Art so auszugestalten, daß von der Materialzuführung über
den Zylinder bis zur Düse ein gleichmäßiger Materialfluß gewährleistet und die
Fertigung des Aggregats einfach ist.
Die Erfindung löst die Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Wird die erfindungsgemäße Vorrichtung für den Schlickerguß eingesetzt, be
steht sie gemäß Anspruch 7 lediglich aus der Zylinder-Kolben-Einheit mit Ab
sperrelement, wobei die Materialzuführung aus einem Trichter mit angeschlos
senem, flexiblem Schlauch besteht.
Beim Spritzvorgang wird nur der Zylinder als beschleunigte Masse bewegt. In
folge der geradlinigen Durchströmung aller Zylinderbereiche ist ein gleichmä
ßiger Materialfluß gewährleistet, und die Gefahr von Materialablagerungen, die
die Einspritzbewegung beeinflussen könnten, wird vermieden. Zudem ist we
gen der geringen Verarbeitungstemperaturen und Einspritzdrücke die Abdich
tung des Kolbens gegen den beweglichen Zylinder unproblematisch.
Bei der Thermoplastverarbeitung wird das erfindungsgemäße Aggregat in
Kombination mit einer Schneckenplastifiziereinheit verwendet. Gerade bei An
wendungsfällen, bei denen sehr hohe Dosiergenauigkeit verlangt wird, bietet
die erfindungsgemäße Lösung entscheidende Vorteile. Bei entsprechender
Gestaltung des Kolbenkanals läßt sich bei hohen Einspritzdrücken und langen
Dosierwegen eine wesentlich verbesserte Regelbarkeit des Einspritzvorganges
erreichen. Dosierungenauigkeiten durch das Schließverhalten, die bei Benut
zung der bekannten Rückströmsperre auftreten, lassen sich durch Verwendung
eines Kugelrückschlagventils, wie in Anspruch 4 vorgeschlagen, oder eines
von außen betätigbaren Drehbolzenverschlusses oder vergleichbarem Schließ
system, wie in Anspruch 5 vorgeschlagen, stark reduzieren.
Bei dieser Ausführungsform muß zwar neben dem Zylinder auch die
Schneckeneinheit beim Spritzvorgang bewegt werden. Es ist jedoch auch
denkbar, daß zwischen Schneckenzylinder und Zylindereinlauf eine Gleitverbindung
vorgesehen ist, die es erlaubt, daß als beschleunigte Masse beim Einspritzen ebenfalls
nur der Zylinder bewegt werden muß, die Schneckeneinheit aber ruht, wie in Anspruch 8 vorgeschlagen.
In allen obengenannten Fällen wird der Zylinder mit Hilfe von Druckmittelzylin
dern bewegt. Es versteht sich jedoch von selbst, daß jedes andere geeignete
Antriebssystem verwendet werden kann.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels er
läutert.
Die Figur zeigt schematisiert ein Einspritzaggregat, welches allgemein mit dem
Bezugszeichen 1 bezeichnet ist. Es besteht aus einem Düsenelement 2, wel
ches einen integralen Bestandteil eines Kolbens 3 darstellt, welcher in einen
Zylinder 4 eintaucht. Die Düse 2 kann jedoch auch als zylinderförmiges Ein
satzteil ausgebildet sein, das in einer entsprechenden Aussparung in der Kol
benstirnfläche befestigt ist. Die Abdichtung zwischen Kolben 3 und
Zylinderinnenwand erfolgt durch nicht dargestellte Kolbenringe.
Im dem Kolben 3 gegenüberliegenden Zylinderboden 5 befindet sich eine Boh
rung 6, über die der Zylinderraum mit einer Materialzuführung 7 verbunden ist,
in diesem Fall mit einer Plastifizierschnecke 8, die in einem Schneckenzylinder
9 rotierbar angeordnet ist. Die durch die Bohrung 6 geschaffene Verbindung ist
durch ein Schließelement 10, in diesem Fall einen Drehbolzenverschluß, ver
schließbar (Darstellung in Durchlaßrichtung).
Die Düsenöffnung 11 weitet sich in ihrem Verlauf in Richtung Zylinder 4 im Be
reich 12 konisch auf, um dann bis kurz vor das Ende des Kolbens 3 eine zylin
drische Bohrung 13 zu bilden, die sich im Bereich 14 bis zur Kolbenstirnseite
15 trichterförmig aufweitet. Im Bereich der zylindrischen Bohrung 13 ist ein
weiteres Schließelement 16, hier wieder ein Drehbolzenverschluß, angeordnet.
Dieses Element ist in Schließstellung dargestellt.
Am Kolben 3 befindet sich in der Nähe des Düsenelements 2 ein Ringflansch
(oder Jochelement) 17, der einerseits als Angriffspunkt für die Kolbenstangen
18 mehrerer Druckmittelzylinder 19 dient, die parallel zur Kolben-Zylinder-Ein
heit angeordnet sind, und deren Zylinderköpfe 20 an der Außenwand des Zy
linders 4 befestigt sind.
Bei Druckbeaufschlagung ziehen die Druckmittelzylinder 19 den Zylinder 4
über den Kolben 3, bis der Zylinderboden 5 dicht vor der trompetenförmigen
Mündung der Kolbenbohrung 13 steht.
Andererseits dient der Ringflansch 17 als Stützelement weiterer Druckmittelzy
linder 21, deren Kolbenstangen 22 den Ringflansch 17 durchsetzen und an ei
ner Düsenplatte 23 angreifen, durch deren Öffnung 24 beim Spritzvorgang das
Düsenelement 2 in den nicht dargestellten Angußbereich der zu füllenden Form
durch die Druckmittelzylinder 21 gezogen und dort festgehalten wird.
Die Funktionsweise des Einspritzaggregats ist folgende:
Im Ausgangszustand ist das Schließelement 10 verschlossen, während das
Schließelement 16 geöffnet ist. Der Zylinder 4 ist bis in die Endstellung auf den
Kolben 3 aufgeschoben. Nun wird das Schließelement 16 geschlossen und das
Schließelement 10 geöffnet. Die Schnecke 8 fördert durch die Bohrung 6
Kunststoffmaterial in den Zylinder 4, wodurch bei fortlaufender Förderung der
Zylinder 4 zurückgeschoben wird. Ist der gewünschte Füllstand erreicht, wird
das Schließelement 10 wieder geschlossen. Die Kolben-Zylinder-Düseneinheit
wird mit Hilfe der Druckmittelzylinder 21 an die zu füllende Form herangefah
ren. Dann wird das Schließelement 16 geöffnet und der Zylinder 4 mit Hilfe der
Druckmittelzylinder 19 in Richtung Ringflansch 17 bewegt. Dabei wird die
Kunststoffmasse aus dem Zylinderraum ausgetrieben. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel macht die Schnecke 8 und der Schneckenzylinder 9 die
Bewegung des Zylinders 4 mit. Es ist jedoch ebenfalls möglich, zwischen
Schneckenzylinder 9 und dem Zylinder 4 eine Gleitverbindung anzuordnen, so
daß beim Schuß lediglich der Zylinder 4 bewegt werden muß.
Sollen Schlickermassen, also aufgeschwemmte Mineralstoffe verarbeitet wer
den, wird auf die Schneckeneinheit 7 verzichtet. Die Materialzuführung erfolgt
dann über einen Trichter mit angeschlossenem Schlauch, der in den Zylinder 4
mündet. Auch bei dieser Ausführungsform wird lediglich der Zylinder 4
bewegt.
Claims (8)
1. Einspritzaggregat für Spritzgießmaschinen zur Herstellung von
Kunststoffgegenständen mit einem Düsenelement, einer Material
zuführeinrichtung, einer zwischen Düsenelement und Material
zuführeinrichtung angeordneten Zylinder-Kolben-Einheit, einem
zwischen dem Zylinder und der Materialzuführeinrichtung
angeordneten Schließelement und einer Vorrichtung zum Anpressen
des Düsenelements an den Rand der Angußöffnung einer
Spritzgießform, wobei das Düsenelement und der im Zylinder
geführte Kolben eine Baueinheit bilden und der Düsenkanal mit
einer axialen Bohrung im Kolben fluchtet, die bis zum Zylinder
innenraum fortgesetzt und der Zylinder bei stillstehendem
Kolben in Kolbenlängsrichtung verschiebbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die aus Kolben (3) und Düsenelement (2) bestehende Bau
einheit mit Hilfe einer ersten Gruppe von Druckmittelzylindern
(21) gegen das Formwerkzeug anpreßbar ist und
der Zylinder (4) mit Hilfe einer zweiten Gruppe von Druck
mittelzylindern (19) relativ zum Kolben (3) und gegebenenfalls
zur Materialzuführeinrichtung (7) in Richtung auf das Formwerkzeug
verschiebbar ist.
2. Einspritzaggregat nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Düsenkanal (13) im Kolben (3) in Richtung auf den Zylinder
innenraum trichterförmig aufgeweitet ist.
3. Einspritzaggregat nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Bohrung (13) im Bereich des Übergangs zwischen dieser Boh
rung (13) und dem Düsenkanal (11) ein weiteres Schließelement (16) ange
ordnet ist.
4. Einspritzaggregat nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schließelemente (10, 16) Kugelrückschlagventile sind.
5. Einspritzaggregat nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schließelemente (10, 16) von außen betätigbar, also z. B.
Drehbolzenverschlüsse sind.
6. Einspritzaggregat nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Materialzuführung eine Plastifizierschnecke (8) ist.
7. Einspritzaggregat nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Materialzuführung aus einem Trichter und einem flexiblen Schlauch
besteht, der den Trichter und den Zylinder (4) miteinander verbindet.
8. Einspritzaggregat nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Zylinder (4) und dem Schneckenzylinder (9) eine Gleit
verbindung für das zu spritzende Material vorgesehen ist.
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