DE423213C - Paraffinier- und Anfeuchtvorrichtung - Google Patents
Paraffinier- und AnfeuchtvorrichtungInfo
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- DE423213C DE423213C DER62024D DER0062024D DE423213C DE 423213 C DE423213 C DE 423213C DE R62024 D DER62024 D DE R62024D DE R0062024 D DER0062024 D DE R0062024D DE 423213 C DE423213 C DE 423213C
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Classifications
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- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
- B65H71/00—Moistening, sizing, oiling, waxing, colouring or drying filamentary material as additional measures during package formation
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
- Paraffinier- und Anfeuchtvorrichtung. Zum Vorbereiten der Materialien, wie Wolle, Seide, Baumwolle o. dgl., für die Strikkerei und Wirkerei gehört als einer der wichtigsten Vorgänge das Glätten des Fadens. Zu diesem Zweck werden die bekannten Paraffineure, welche meist an den Spulmaschinen angeordnet sind und eine bzw. zwei Paraffinringe tragen, durch oder über die der zu spulende Faden geleitet wird, verwendet. Dabei reibt sich der Faden an dem Paraffin und wird auf diese Weise geglättet. Das bedeutet einen zieml:chen Vorteil, genügt aber in vielen Fä:len noch nicht zur Herstellung eines wirklich einwandfreien Gewirkes. Es gibt z. B. Materialien, wie Rohseidensorten, gezwirnte Flore, Shoddybarne u. dgl., welche eine derartige Härte besitzen, daß sie sich trotz Paraffinierung schwerlich zu Maschen formen lassen und dadurch fehlerhafte Ware entsteht. Diese Materialien müssen außer dem Glätten noch geschmeidig gemacht werden, was gewöhnlich dadurch erreicht wird, daß diese Materialien angefeuchtet werden. Dieses Anfeuchten wird nun dadurch erzielt, indem diese Materialien vor dem Spulen in eine Flüssigkeit, meist Seifenlauge, gelegt werden oder der Faden beim Verarbeiten auf der Strick-oder Wirkmaschine mit Flüssigkeit in Berührung gebracht wird.
- Es sind auch bereits Naßspulvorrichtungen bekannt geworden, welche aus einer Flüssigkeit enthaltenden Mulde bestehen und längs der Spt:lmaschine angebracht s:nd. Diese Vorrichtungen sind aber der durch die offene Mulde entstehenden Unsauberkeit sowie anderer Giünde wegen für die wertvollen Materialien nicht zu gebrauchen.
- Durch den Gegenstand vorliegender Erfindung sollen diese beiden für eine bessere Veredelung des Fadens in Frage kommznden Vorgänge des Anfeuchtens und des Glättens in einfachster Weise zugleich vorgenommen werden, dadurch, daß eine flach gelagerte Scheibe mit Filzauflage vorgesehen ist, der die Flüssigkeit durch einen um den Drehzapfen gelagerten ringförmigen Behälter zugeführt wird und daß auf diesen Drehzapfen ein ringförmiger Paraffinkörper gelagert ist, zwischen denen der Faden geführt wird.
- Die Zeichnung veranschaulicht beispielsweise einen Paraffineur nach der vorliegenden Erfindung, teilweise im Schnitt, und ist die Wirkungsweise dessclben folgende: Der Paraffineurarm rz ist an der Spulmaschine b befestigt und trägt einen Bolzen c für den Flüssigkeitsbehälter d und den Paraffinring e. Der Flüssigkeitsbehälter d besitzt an seiner Bodenfläche mehrere Bohrungen f und f l, durch welche die Flüssigkeit, meist Seifenlauge oder Paraffinöl, zu der unter dem Behälter d liegenden Filzschicht g gelangen kann. Diese Schicht muß jedoch nicht unbedingt Filz, sondern kann auch ein anderer beliebiger, die Feuchtigkeit aufsaugender Stoff sein. Getragen wird letztere durch die Scheibe ht mit Schnurlauf s, welche wohl am zweckmäßigsten so ausgebildet wird, wie in vorliegender Ausführungsform dargestellt ist, indem sie mit einem Rohrstück i verschraubt ist, das gleichzeitig auf 'dem Behälter d verschraubt sitzt. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen die Schicht g leicht auswechseln zu können.
- Je nach dem zu verarbeitenden Material läßt sich nun mittels Beschweren oder Erleichtern des Bremsgewichtes k der Widerstand der auf dem Bolzen c sitzenden Scheibe @Iz durch die über Rolle l laufende Schnur in regulieren. Der auf dem Bolzen c weiterhin sitzende Paraffinring eist ebenfalls regulierbar, und zwar durch die Beschwerungsscheiben n. Wird eine kräftigere Paraffinierung benötigt, so legt man eine zweite Scheibe tt dazu, bei schwächerer Paraffinierung entsprechend weniger oder vollständig ohne Gewicht.
- In Betrieb genommen wird die Einrichtung folgendermaßen: Der vom Strähn, Cops o. dgl. kommende Faden o läuft durch die Führungsösen p und g und wird zwischen Paraffinring e und Scheibe h um den Behälter d, in welch letzterem eigens dazu eine kleine Rille eingedreht ist, gewunden und läuft zuletzt über die Führungsrolle r nach der Spule. Durch das Umwickeln des Fadens um Behälter d setzt sich durch den von der Spule aus erfolgenden Zug die auf dem Bolzen c sitzende Scheibe ft mit Paraffinring e in Drehbewegung, so daß sich der Faden zu gleicher Zeit an dem Paraffin sowie an der befeuchteten Schicht reiben muß. Er wird demzufolge auf einmal geglättet und angefeuchtet.
Claims (1)
- PATrN T-AN SPRUCH: Paraffinier- und Anfeuchtvorrichtungfür Spul-, Wind- o. dgl. Maschinen unter Verwendung eines Ölers und eines Paraffinkörpers, gekennzeichnet durch eine flach gelagerte, unter Bremswirkung stehende, mit einer Filzauflage (g) versehene Scheibe (h), der das Öl von einem um den Drehzapfen (c) gelagerten ringförmigen Behälter (d) zugeführt wird, und einen auf diesem Drehzapfen (c) und dein Behälter (d) gelagerten ringförmigen Paraffinkörper (2), zwischen denen der Faden hindurchgeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT423213X | 1924-02-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE423213C true DE423213C (de) | 1925-12-22 |
Family
ID=3673978
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER62024D Expired DE423213C (de) | 1924-02-26 | 1924-09-14 | Paraffinier- und Anfeuchtvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE423213C (de) |
-
1924
- 1924-09-14 DE DER62024D patent/DE423213C/de not_active Expired
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