DE422902C - Verfahren zur Sterilisation von Wasser und anderen Fluessigkeiten - Google Patents

Verfahren zur Sterilisation von Wasser und anderen Fluessigkeiten

Info

Publication number
DE422902C
DE422902C DES65980D DES0065980D DE422902C DE 422902 C DE422902 C DE 422902C DE S65980 D DES65980 D DE S65980D DE S0065980 D DES0065980 D DE S0065980D DE 422902 C DE422902 C DE 422902C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ozone
water
liquid
sterilization
liquids
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES65980D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Georg Erlwein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Priority to DES65980D priority Critical patent/DE422902C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE422902C publication Critical patent/DE422902C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/72Treatment of water, waste water, or sewage by oxidation
    • C02F1/78Treatment of water, waste water, or sewage by oxidation with ozone

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Water By Oxidation Or Reduction (AREA)
  • Oxygen, Ozone, And Oxides In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Sterilisation von Wasser und anderen Flüssigkeiten. Die Ozonisierung von Trinkwasser und Abwasser oder Flüssigkeiten anderer Art zum Zwecke der Abtötung von Bakterien ist allgemein bekannt. Die Trinkwassersterilisation mittels Ozons wird in den Wasserwerken praktisch derart ausgeführt, daß man getrocknete atmosphärische Luft durch den Entladungsraum der bekannten technischen Ozonapparate schickt, sie darin bis zu einer Konzentration von a bis 3 g pro Kubikmeter Luft ozonisiert und diese Ozonluft mit dem zu entkeimenden Wasser in Skrubber-, Voll-oder Emulseurtürmen in geeigneter Weise innig in Berührung bringt. Das dabei aus der Ozonluft ausgewaschene Ozon geht im Wasser in geringer Menge in Lösung und übt seine bakterientötende Wirkung auf die Wasserbakterien und gleichzeitig auch seine oxydierende Wirkung auf die leicht oxydierbaren gelösten organischen Bestandteile des Wassers aus, während ein beträchtlicher Teil des ausgewaschenen Ozons aus praktischen Gründen ungenutzt aus dein Sterilisationsturm weggeht.
  • Die Verwendung von Sauerstoffozon an Stelle von Luftozon verbietet sich für die Zwecke der Trinkwasserversorgung aus ökonomischen und technischen Gründen, weil einmal zuviel des teuren überschüssigen Sauerstoffes durch Absorption verlorenginge und außerdem der stark erhöhte Sauerstoffgehalt des behandelten Wassers die Korrosionsgefahr auf die Leitungsrohre des Rohrnetzes in unzulässiger Weise vergrößern `würde.
  • Das vorliegende neue Verfahren der Wasserozon:isierung besteht nur im Gegensatz zu dem bisher üblichen darin, daß man dem zu ozonisierenden Wasser das Ozon nicht gasförmig, sondern in Form von flüssigem Ozon zuführt. Die Zuführung des flüssigen Ozons kann, nun in der Weise erfolgen, daß man es ins Rohwasser entweder durch die Saugleitung der Wasserförderpumpe oder durch Wasserstrahlpumpen, die mit dem zu reinigenden Wasser betrieben werden, einsaugen oder auch zu Rieseltürmen an geeigneter Stelle zutropfen läßt. In inniger Berührung mit dem Wasser geht dann das flüssige Ozon unter der Wärmewirkung des Wassers in reines Ozongas über, das sich, im Gegensatz zu der bisher üblichen verdünnten Ozonluft mit ihrem geringen Ozonpartialdruck, rasch und gut löst, gleichzeitig auch unter Absorptio@si des bei der Ozonzersetzung restierenden Sauerstoffes, so daß es leicht ist, durch angemessene Dosierung die zur' Wassersterilisation erforderlichen Ozonlösungen zu erhalten.
  • Als flüssiges Ozon kann zum vorliegenden Verfahren beispielsweise das nach dem Patent 346o62 im Kreislauf aus reinem Sauerstoff mit Hilfe eines im Kreislauf ausgeschalteten Verflüssigungsapparates bei etwa iZo° gewonnene angewandt werden. Um die Explosionsgefahr, die mit Ansammlung größerer Mengen flüssigen- Ozons verbunden wäre und die bisher die Praktiker von der Verwendung flüssigen Ozons abgehalten hat, auszuschalten, wird das in den bekannten Luftverflüssigungskolonnen entstehende Ozonkondensat unmittelbar nach seiner Entstehung am unteren Ende der Kolonne an einer außerhalb des Ozonsauer stoffkreislaufes liegenden Absatzstelle in Tropfenform abgeleitet und dem Wasser in der oben beschriebenen Weise zugeführt.
  • Mit dem neuen Verfahren werden gegenüber dem bisher üblichen Ozonluftverfahren wichtige technische Effekte erreicht, nämlich i. daß bei der erhöhten Löslichkeit des im Wasser aus flüssigem Ozon entstehenden reinen Ozongases die bisher benutzten Ozontürme und ähnliche Vorrichtungen ganz wegfallen oder an Größe auf ein Minimum reduziert werden, 2. daß die für die Sterilisation

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Sterilisation von Wasser und anderen Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß Ozon in flüssiger Form zur Verwendung kommt. z. Verfahren -nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das flüssige Ozon in Tropfenform der Flüssigkeit zugegeben wird. 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Erzeuger des Ozonkondensators derart zu dem Mischraum angeordnet-ist, daß das Ozonkondensat unmittelbar nach seiner Entstehung der Flüssigkeit zugeführt wird. praktisch erforderliche Stärke der wässerigen Ozonlösung rascher und ohne die bisherigen Ozonverluste erzielt und dadurch auch die Sterilisationswirkung beträchtlich begünstigt wird.
DES65980D 1924-05-10 1924-05-10 Verfahren zur Sterilisation von Wasser und anderen Fluessigkeiten Expired DE422902C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES65980D DE422902C (de) 1924-05-10 1924-05-10 Verfahren zur Sterilisation von Wasser und anderen Fluessigkeiten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES65980D DE422902C (de) 1924-05-10 1924-05-10 Verfahren zur Sterilisation von Wasser und anderen Fluessigkeiten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE422902C true DE422902C (de) 1925-12-15

Family

ID=7498455

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES65980D Expired DE422902C (de) 1924-05-10 1924-05-10 Verfahren zur Sterilisation von Wasser und anderen Fluessigkeiten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE422902C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1080034B (de) * 1951-08-31 1960-04-14 Dr Alfred Torricelli Verfahren zur kontinuierlichen Desinfektion von Wasser durch Aufsteigenlassen von ozonisierter Luft oder ozonisiertem Sauerstoff im Gegenstrom in dem Wasser

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1080034B (de) * 1951-08-31 1960-04-14 Dr Alfred Torricelli Verfahren zur kontinuierlichen Desinfektion von Wasser durch Aufsteigenlassen von ozonisierter Luft oder ozonisiertem Sauerstoff im Gegenstrom in dem Wasser

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3244443C2 (de) Verfahren zur Entfernung von eisen-, calcium- und manganhaltigen Verockerungen und/oder Versinterungen aus zur Wasserversorgung betriebenen Einrichtungen
DD261141A5 (de) Verfahren und vorrichtung zur aufbereitung und desinfektion von schwimm- und badebeckenwasser unter verwendung von chlor und ozon
DE422902C (de) Verfahren zur Sterilisation von Wasser und anderen Fluessigkeiten
Fløgstad et al. Treatment of humic waters by ozone
DE2040030A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Nachentkeimung von Wasser
DE2709722A1 (de) Verfahren zur entgiftung nitrit- und/oder cyanidhaltiger waessriger loesungen
DE630006C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Loesungen von Gasen fuer die Behandlung von Wassei und Abwasser
DE700533C (de) Verfahren zur Erzeugung von Schwefelsaeureanhydridnebel
DE735361C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Calciumnitrat unter gleichzeitiger Gewinnung von Kohlensaeure unter Druck
AT124033B (de) Verfahren zum Sterilisieren von Flüssigkeiten.
AT127115B (de) Verfahren zum Reinigen und Entkeimen von Schwimmbeckenwasser.
Kaur et al. Effects of ozone as a biocide in an experimental cooling water system
DE917908C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Dialysieren von chloridhaltigen Fluessigkeiten
DE702605C (de) Verfahren zur Entfernung von organisch gebundenem Schwefel aus Wassergas
DE1517634C (de) Verfahren zum Entgiften von mit Hydrazin, Dimethylhydrazin und Stick stofftetroxyd belastetem Abwasser
DE104438C (de)
DE920126C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Entarsenierung von Schwefelsaeure bis 60íÒBe und von Salzsaeure
DE126292C (de)
DE446491C (de) Darstellung von Schwefelsaeure
AT215369B (de) Verfahren zur Koagulierung von Feststoffen in Eisen enthaltenden wässerigen Suspensionen
DE521723C (de) Verfahren zur Darstellung von Chloracetaldehyd
AT357484B (de) Verfahren zum abbau von cyaniden und deren komplexverbindungen
DE862298C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von unterchloriger Saeure in waesseriger Loesung
AT89800B (de) Verfahren zur Konzentrierung wässeriger Essigsäuren.
AT146915B (de) Verfahren zur Herstellung haltbarer Lösungen von Dioxydiaminoarsenobenzol und seinen Derivaten.