DE422862C - Verfahren zur Destillation von Kesselspeisewasser - Google Patents

Verfahren zur Destillation von Kesselspeisewasser

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DE422862C
DE422862C DEA44176D DEA0044176D DE422862C DE 422862 C DE422862 C DE 422862C DE A44176 D DEA44176 D DE A44176D DE A0044176 D DEA0044176 D DE A0044176D DE 422862 C DE422862 C DE 422862C
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DE
Germany
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coolant
condenser
distillation
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feed water
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Expired
Application number
DEA44176D
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English (en)
Inventor
Artur Kasper
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AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/02Treatment of water, waste water, or sewage by heating
    • C02F1/04Treatment of water, waste water, or sewage by heating by distillation or evaporation

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
14. DEZEMBER 1925
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVi 422862 KLASSE 13 b GRUPPE
(A 44176 Xl 13b)
Firma Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin*).
Verfahren zur Destillation von Kesselspeisewasser.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Februar 1925 ab.
Bei Kondensationsmaschinenanlagen, deren neben dem Kondensat benötigtes Kesselspeisewasser durch Destillation gereinigt wird, wird der Destillationskondensator häufig mit Maschinenkondensat gekühlt. Da jedoch der Speisewasserbedarf des Kessels einerseits und die Menge und Temperatur des Maschinenkondensats andererseits von ganz verschiedenen, voneinander unabhängigen Bedingungen abhängt, ist der Fall häufig, daß das zur Verf ügung stehende Kondenswasser ohne weiteres nicht ausreicht, den vom Rohwasserver-
V Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
ArIm- Kasper in Charlottenburg.
dämpfer zuströmenden Brüden in genügender Menge niederzuschlagen. Man hat in solchen Fällen vielfach Verbund-Verdampfanlagen verwendet, d. h. man hat den Kondensator dadurch entlastet, daß man den Rohwasserverdampfer in zwei Einzelverdampfer unterteilte und diese derart hintereinander schaltete, daß der Brüden des ersten Teilverdampfers den zweiten Teilverdampfer heizte; to hierbei wurde der Brüden des ersten Teilverdampfers kondensiert, ohne daß er den Destillationskondensator zu durchströmen brauchte, und konnte gleich dem Kessel zugeleitet werden. Diese wirtschaftlich ungünstige Teilung des Rohwasserverdampfers \vird gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß beim Niederschlagen des Brüdens neben dem Hauptkühlmittel ein zusätzliches Kühlmittel je nach Bedarf verwendet wird. Durch Regulierung der Menge des zusätzlichen Kühlmittels wird die gesamte Kühlmittelmenge dem Speisewasserbedarf des Kessels jeweilig angepaßt. Bei dem Maschinenkondensat als Hauptkühlmittel ist es vorteilhaft, das Kühlwasser des Maschinenkondensators als zusätzliches Kühlmittel zu verwenden. Das letztere kann je nach den Betriebsverhältnissen vor oder hinter dem Maschinenkondensator entnommen und nach Durchströmen des Destillationskondensators weiterverwendet werden, z. B. für Heizzwecke. Das Verfahren gemäß der Erfindung ist aber auch dann wirtschaftlicher als das Arbeiten mit einer Verbund-Verdampf anlage, wenn keine weitere Verwendungsmöglichkeit für das Kühlmittel besteht. Da in der Regel das Maschinenkondensat wieder im Kessel verwendet wird, das Kühlwasser des Maschinenkondensators dazu aber meist nicht geeignet ist, ist das letztere im Destillationskondensator von dem Turbinenkondensat meist getrennt zu halten. Man kann zu diesem Zweck für jedes der beiden Kühlmittel einen besonderen Kondensator vorsehen oder einen gemeinsamen Kondensator derart unterteilen, daß die beiden Kühlmittel getrennt bleiben. Ist das zusätzliche Kühlmittel derart, daß keine Verschlammungsgefahr besteht, dann kann im weiteren Sinne der Erfindung eine Anlage auch so ausgeführt werden, daß die verschieden groß bemessenen Kondensatorabteilungen oder Einzelkondensatoren für das Haupt- und zusätzliche Kühlmittel durch Umstellen von Ventilen vertauschbar sind. In der Zeichnung bezeichnet α eine Dampfturbine und b den dazugehörigen Kondensator, c bzw. c und c" den oder die Rohwasserverdampfer und d bzw. d' den einheitlichen oder unterteilten Destillationskondensator. Abb. ι und 2 veranschaulichen die bisher üblichen Verfahren und Abb. 3 das neue Verfahren gemäß der Erfindung. In allen drei Fällen durchströmt das im Turbinenkondensator b niedergeschlagene Kondensat den Destillationskondensator d oder d'. Dem letzteren strömt durch die Leitung e der niederzuschlagende Brüden aus dem Rohwasserverdampfer c oder c" zu. In Abb. 2 ist eine Verbund-Verdampfanlage dargestellt und demgemäß dem Teilverdampfer c" ein Teilverdampfer c' vorgeschaltet, dessen Brüden für den Verdampfer c" als Heizdampf dient und dabei niedergeschlagen wird.
Bei der Anlage nach Abb. 3 ist gemäß der Erfindung die Leistung des Verdampfers c gleich der gesamten Leistung der beiden Verdampfer c' und c" der Abb. 2, und das Niederschlagen des gesamten Brüdens in dem unterteilten Destillationskondensator d' ist dadurch gewährleistet, daß diesem, außer dem Turbinenkondensat, nach Bedarf Kühlwasser des Turbinenkondensators als zusätzliches Kühlmittel zugeführt wird. Mit /, f und g, g' sind die Ventile bezeichnet, durch deren Einstellung die Kondensator abteilungen für das Haupt- und für das zusätzliche Kühlmittel vertauschbar sind.

Claims (5)

Patent-An Sprüche:
1. Verfahren zur Destillation von Kesselspeisewasser, dadurch gekennzeichnet, daß beim Niederschlagen des Brüdens neben dem Hauptkühlmittel ein zusätzliches Kühlmittel je nach Bedarf verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Hauptkühlmittel Dampfmaschinenkondensat, das zusätzliche Kühlmittel Kühlwasser des Maschinenkondensators ist. io°
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zusätzliche Kühlmittel von dem Hauptkühlmittel getrennt gehalten wird.
4. Destillationsanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen unterteilten Kondensator zum Niederschlagen des Brüdens.
5. Destillationsanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die verschieden groß bemessenen Kondensatorabteilungen oder Einzelkondensatoren für das Haupt- und das zusätzliche Kühlmittel durch Umstellen von Ventilen vertauschbar sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEA44176D 1925-02-11 1925-02-11 Verfahren zur Destillation von Kesselspeisewasser Expired DE422862C (de)

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WO2014048779A1 (de) * 2012-09-28 2014-04-03 Siemens Aktiengesellschaft Verfahren zur rückgewinnung von prozessabwässern einer dampfkraftanlage

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