DE422778C - Verfahren zur Reinigung von Leimperlen anhaftender Kuehlfluessigkeit - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Leimperlen anhaftender Kuehlfluessigkeit

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DE422778C
DE422778C DEA38633D DEA0038633D DE422778C DE 422778 C DE422778 C DE 422778C DE A38633 D DEA38633 D DE A38633D DE A0038633 D DEA0038633 D DE A0038633D DE 422778 C DE422778 C DE 422778C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09HPREPARATION OF GLUE OR GELATINE
    • C09H9/00Drying of glue or gelatine
    • C09H9/04Drying of glue or gelatine in the form of granules, e.g. beads

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cleaning By Liquid Or Steam (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von Leimperlen anhaftender Kühlflüssigkeit. Nach dem Hauptpatent 408192 erfolgt die Reinigung von Leimperlen von anhaftenden Resten der Kühlflüssigkeit, in welcher die Bildung der Perlen aus eingetropfter Leimbrühe stattgefunden hat, dadurch, daß man die Leimperlen unmittelbar nach dem Kühlvorgang in eine mit der Kühlflüssigkeit nicht mischbare Flüssigkeit, beispielsweise Wasser, bringt. Bei Kühlflüssigkeiten, welche leichter sind als Wasser, läßt sich der Reinigungsvorgang mit dem eigentlichen Perlenbildungsvorgang sehr leicht zu einem einheitlichen und fortlaufenden Arbeitsgang vereinigen, indem man die beiden Flüssigkeiten unmittelbar übereinanderschichtet. Diese einfache und billige Verfahrensweise ist aber dort nicht anwendbar, wo die Perlenmassen eine vollkommene Kugelform aufweisen sollen.
  • Die Lösungen von gelatinierenden Kolloiden :find nämlich schwerer als Wasser. immt man nun zur Perlenbildung Flüssigkeiten, wie Benzin oder Benzol, die leichter sind als Wasser und als die Lösung von gelatinierenden Kolloiden, so entsehen allerdings Perlen, die aber infolge des großen Unterschiedes zwischen dem spezifischen Gewicht der Leimlösung und dein des Kühlmittel, z. B. des Benzins, rasch ina diesem untersinken. Es bleibt ihnen daher nicht die Zeit, sich zu vollkommenen Kugeln auszubilden. Kommt es aber darauf an, eine Masse von genau kugelförmigen Gebilden zu erhalten, so ;nuß matt solche Kühlflüssigkeiten verwenden, die ungefähr das gleiche spezifische Gewicht wie die Leim- oder Gelatinelösung besitzen, also schwerer als Wasser sind.
  • In solchen Flüssigkeiten haben die noch warmen Leimtropfen, da ihr spezifisches Gewicht mit dem der kugelbildenden Flüssigkeit übereinstimmt, Zeit, sich zu Kugeln zu formen; die Leimtropfen werden nämlich in der gleich schweren Flüssigkeit so lange in der Schwebe gehalten, bis sich durch fortschreitende Abkühlung ihr spezifisches Ge-@% ficht so weit erhöht hat, daß es größer ist als das der Kühlflüssigkeit. Erst dann sinken die Perlen zu Boden, und zwar in Gestalt von vollkommenen kleinen Kugeln.
  • Um auch in solchen Fällen das Reinigungsverfahren gemäß dem Hauptpatent anwenden zu können, bringt man nach der Erfindung die Leimperlen aus der schweren Kühlflüssigkeit zunächst in ein Zwischenbad, bestehend aus einer leichten Kühlflüssigkeit, z. B. Benzol, von wo aus die Perlen ohne Schwierigkeit in der im Hauptpatent geschilderten Weise in das Wasserbad überführt werden können.
  • Die unmittelbare L`bereinanderschichtung von Kühlbad und Reinigungsbad ist natürsich hier nicht anwendbar, vielmehr müssen bei dieser Ausführungsform zwei aufeinanderfolgende getrennte Bäder verwendet werden, deren eine das eigentliche Kühlbad darstellt, also z. B. Tetrachloräthan enthält; es müssen auch besondere Mittel vorgesehen werden, um die entstandenen Kugelmassen aus dem ersten Bad in das zweite Bad überzuführen. Dies geschieht mit bekannten Mitteln, z. B. durch Ausschöpfen der Kugelmassen oder Ablaufenlassen der Flüssigkeit. Hierzu können Siebe, Zentrifugen, Transportbänder o. dgl. in bekannter Weise dienen.
  • Diesen Perlen haftet ein feines Häutchen der spezifisch schweren Flüssigkeit an. Würde man die Perlen nunmehr gleich in Wasser fallen lassen, so würden die Perlen mit dem feinen Häutchen zu Boden sinken, da ja sowohl die Perlen als auch die Flüssigkeit schwerer als Wasser sind. Es würde also keine Abtrennung der spezifisch schweren Flüssigkeit von den Leimperlen und daher auch keineReinigung der Leimperlen eintreten. Aus diesem Grunde müssen die mit dem feinen Häutchen der spezifisch schwereren Kühlflüssigkeit behafteten Perlen zunächst in das Zwischenbad, z. B. Benzol oder Benzin, übergeführt -werden.
  • Benzol oder Benzin löst dann das Häutchen der spezifisch schwereren Kühlflüssigkeit ab. Zwar bildet sich dafür an dessen Stelle eine feine Schicht aus Benzol oder Benzin, diese aber wird beim Durchgang durch die Wasserschicht abgetrennt, indem das Benzol oder Benzin nach oben steigt, -;#ährend die Perlen nach unten fallen. Es ist also ersichtlich, daß man bei Anwendung einer spezifisch schwereren Kühlflüssigkeit als Wasser nicht auf eine Zwischenschicht einer spezifisch leichteren Flüssigkeit als Wasser verzichten kann, wenn man eine Reinigung der Leimperlen von der spezifisch schwereren Kühlflüssigkeit erreichen will.
  • Das Verfahren kann man dadurch vereinfachen, daß man der Reinigungsflüssigkeit, z. B. Wasser, in ihr lösliche Stoffe, z. B. Kochsalz, in solcher Menge zusetzt, daß sie schwerer wird als die verwendete Kühlflüssigkeit. Dann kann ohne weiteres gemäß Anspruch 2 des Hauptpatents unter Überschichtung der Kühlflüssigkeit über die Reinigungsflüssigkeit gearbeitet werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren durch Einlaufenliassen von Leimlösung in ein Kühlbad erzeugte Leimperlen von anhaftender Kühlflüssigkeit, die schwerer als Wasser ist, zu befreien, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen das eigentliche Kühlbad (z. B. Tetrachlor äthan) und das Reinigungsbad (z. B. Wasser) ein Zwischenbad mit einer Kühlflüssigkeit (z. B. Benzol) geschaltet wird, die leichter ist als die Reinigungsflüssigkeit.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Reinigungsflüssigkeit (z. B. Wasser) in ihr lösliche Stoffe (z. B. Salze) in solcher Menge zugesetzt werden, daß sie schwerer wird als die verwendete Kühlflüssigkeit.
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