DE420640C - Regelbares Ringduesenblasrohr fuer Lokomotiven - Google Patents

Regelbares Ringduesenblasrohr fuer Lokomotiven

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DE420640C
DE420640C DEB114877D DEB0114877D DE420640C DE 420640 C DE420640 C DE 420640C DE B114877 D DEB114877 D DE B114877D DE B0114877 D DEB0114877 D DE B0114877D DE 420640 C DE420640 C DE 420640C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23LSUPPLYING AIR OR NON-COMBUSTIBLE LIQUIDS OR GASES TO COMBUSTION APPARATUS IN GENERAL ; VALVES OR DAMPERS SPECIALLY ADAPTED FOR CONTROLLING AIR SUPPLY OR DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; INDUCING DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; TOPS FOR CHIMNEYS OR VENTILATING SHAFTS; TERMINALS FOR FLUES
    • F23L17/00Inducing draught; Tops for chimneys or ventilating shafts; Terminals for flues
    • F23L17/16Induction apparatus, e.g. steam jet, acting on combustion products beyond the fire

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Incineration Of Waste (AREA)

Description

  • Regelbares Ringdüsenblasrohr für Lokomotiven. Bei den gebräuchlichen Blasrohren mit kegelförmiger Mündung für Lokomotiven und Lokomobilen ist die Zugstärke der Kesselfeuerung von der jeweiligen Zylinderfüllung abhängig. Sie ist daher nicht regelbar und erreicht dabei namentlich bei großen Zylinderfüllungen oft ein unerwünscht hohes llaß, das sich einerseits in Überschreitung der zulässigen Kesselspannung bzw. Abblasen der Sicherheitsventile und hohem Kohlenverbrauch, andererseits in heftigem Funken- und Rußauswurf unangenehm auswirkt.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt, die Zugstärke der Kesselfeuerung für Lokomotiven und Lokomobilen unabhängig von der 1-Ienge des Auspuffdampfes bzw. von der jeweiligen Zylinderfüllung so zu regeln, daß sie vorn Führerstande aus in bequemer und einfachster Weise auf ein Maß eingestellt werden kann, das für die jeweils vorliegenden Betriebsverhältnisse die Zuführung der für die rationelle Verbrennung in der Kesselfeuerung jeweilig erforderlichen günstigsten Luft-Z, ermöglicht. Dadurch wird in wirksamster Weise verhindert, daß einerseits die Feuerung mit zu hohem Luftüberschuß arbeitet und daß andererseits eine zu starke Feueranfachung stattfindet. Statt des bisher gebräuchlichen Blasrohres mit kegelförmiger Mündung wird daher ein in Abb. r und z der beiliegenden Zeichnung in Längs- und Querschnitt dargestelltes neues regelbares Blasrohr mit Ringdüse zur Anwendung gebracht. Für den Abdampf der. Lokomotive sind dabei zwei Austrittsmöglichkeiten vorgesehen, so daß derselbe so verteilt werden kann, daß er entweder erstens gänzlich durch das Auspuffrohr a direkt ins Freie oder zweitens gänzlich durch die Ringdüse c in den Schornstein b oder drittens in beliebigem Verhältnis und gleichzeitig zum Teil durch das Auspuffrohr a ins Freie und zum Teil durch die Ringdüse c in den Schornstein b geleitet werden kann, wobei die jeweils durch die Ringdüse c entweichende Abdampfmenge für die jeweilige Zugwirkung des Blasrohres bestimmend ist.
  • Diese Verteilung des Auspuffdampfes erfolgt durch ein besonderes, in (las Blarohrgehäuse d eingebautes Verteilungsorgan e, Abb. i und 2 der beiliegenden Zeichnung, in welcher dasselbe als Doppelrohrschieber ausgebildet ist, der mittels Hebels i und Welle li und weiterhin mittels eines geeigneten Übertragungsgestänges vom Führerstande aus betätigt werden kann. In Abb. i ist der Schieber in seiner obersten Stellung dargestellt. In dieser Lage verschließt der Schieber e die Kanäle f gänzlich und gibt den gesamten Ouerschnitt der Kanäle g frei, so daß der gesamte Abdampf durch das zentral im Schornstein b angeordnete Auspuffrohr a ins Freie entweicht. Es ist somit die Zugwirkung des Blasrohres gänzlich ausgeschaltet. In Abb. 2 ist der Schieber e in seiner untersten Stellung dargestellt. In dieser Lage sind die Kanäle g gänzlich verschlossen, die Kanäle f dagegen voll eröffnet, so daß der gesamte Auspuffdampf durch die Ringdüse c in den Schornstein b austritt, wobei das Blasrohr seine maximale Blaswirkung erreicht, wie bei den üblichen Blasrohren mit kegelförmiger Mündung. Die zwischenliegenden Schieberstellungen dagegen ermöglichen es, den Auspuffdampf gleichzeitig und in beliebigem Verhältnis zum Teil durch das zentrale Auspuffrohr a unmittelbar ins Freie und zum Teil durch die Ringdüse c zu leiten, wobei nur der durch die Ringdüse c in den Schornstein b entweichende Teil des Abdampfes eine Zugwirkung auf die Kesselfeuerung ausübt. Je nach der Schieberstellung ist also jede beliebige Zugstärke von Null bis zu ihrem der jeweiligen Zylinderfüllung entsprechenden Maximum erreichbar. Die Zugstärke ist also innerhalb der denkbar weitesten Grenzen regelbar.
  • Die Kanäle f und g sind im allgemeinen so bemessen, daß in jeder Schieberstellung die Summe der freigegebenen Querschnitte in keinem Falle kleiner als der erforderliche Blasrohrquerschnitt ist, so daß der Abdampf stets ohne erhebliche Drosselung austreten kann. Der auf die Maschine ausgeübte Rückdruck kann also niemals dasjenige Maß überschreiten, das für den erforderlichen Blasrohrquerschnitt bzw. für die maximal erforderliche Zugstärke unbedingt notwendig ist. Unter Umständen, z. B. bei Lokomotiven mit sehr kleinem Blasrohrquerschnitt, können die Kanäle f ganz in Fortfall kommen.
  • Außer der bereits als Hauptwirkung hervorgehobenen Regelbarkeit der Zugstärke und dadurch erst ermöglichtem wirtschaftlichem Neuerungsbetrieb der Dampflokomotive ergeben sich aus der Wirkungsweise des regelbaren Ringdüsenblasrohres unter anderem noch folgende Nebenwirkungen: Bei überschreitung des höchsten zulässigen Kesseldruckes bzw. bei abblasendem Sicherheitsventil kann die Zugwirkung des Blasrohres durch Schließen der Ringdüse c mittels des Schiebers e gänzlich ausgeschaltet werden. Bei Aufgabe frischen Brennmaterials, beim Schüren und Entschlacken des Rostes kann ebenfalls durch Schließen der Ringdüse c das schädliche Eindringen kalter Luft und dadurch bedingte Wärmeverluste vermieden und der bei diesen Gelegenheiten besonders starke Funkenauswurf verhindert werden. Bei normaler Fahrt kann durch Einstellung der jeweils geringst zulässigen Zugstärke mittels des regelbaren Ringdüsenblasrohres die Funkengefahr, besonders beim Durchfshren gefährdeter Strecken, auf das geringste Maß beschränkt werden. Bei Talfahrten kann durch Schließen der Ringdfise das Ansaugen der Rauchgase und somit das schädliche Eindringen von Ruß in die Zylinder bzw. Schieberkästen in wirksamster Weise verhindert werden. Ebenso kann beim Durchfahren von Stationen oder Anfahren mit großen Zylinderfüllungen auf Personenbahnhöfen durch Schließen der Ringdüse der Entwickelung von Rauch und dem Rußauswurf und dadurch bedingter Belästigung des Publikums und Verschmutzung der Bahnhöfe wirksam entgegengearbeitet werden.

Claims (1)

  1. PATr,NT-ANSPRUCH: Regelbares kingdüsenblasrohr mit variabler Blaswirkung für Lokomotiven und Lokomobilen, dadurch gekennzeichnet, daß durch Anwendung eines besonderen im Blasrohrgehäuse (d) untergebrachten Abdampfv er teilungsorganes (e), das die Umwandlung eines geschlossenen Dampfstromes in zwei getrennte, achsial und gleichsinnig gerichtete Ströme ermöglicht, der auspuffende Dampf so verteilt «-erden kann, daß derselbe entweder erstens mit maximaler Blaswirkung gänzlich durch die Blasrohrmündung (c) austreten kann oder zweitens in beliebigem Verhältnis und gleichzeitig zum Teil durch die Blasrohrmündung (c) und zum Teil durch das Abclampfrohr (a) entweichen kann, wobei nur der durch die Blasrohrmündung (c) entweichende Teil eine Zugwirkung ausübt, oder drittens durch Schließen der Blasrohrmündung (c) mittels des Verteilungsorganes (e) gänzlich durch das Auspuffrohr bei völliger Ausschaltung der Zugwirkung geleitet werden kann.
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